Vom Baß zum Helden-Bariton: FERDINAND FRANTZ

  • Im Opernforum wurde er als bedeutender Wagner-Sänger schon vielfach erwähnt, aber ich meine, er hätte durchaus einen eigenen Thread verdient:


    Frantz, Ferdinand, dt. Bassbariton,
    * 8.2.1906 Kassel, † 25.5.1959 München.


    Er debütierte (ohne Gesangsausbildung) 1930 in Halle a.d. Saale,sang u.a. in Chemnitz und Hamburg als Baß. 1940/41 trat er bei den Zoppoter Festspielen auf. Seit 1943 sang er als Heldenbariton in München.


    Nach dem 2. Weltkrieg begann er seine internationale Karriere: Er gastierte an der Mailänder Scala, 1949–54 an der New Yorker Metropolitan Opera, ab 1954 am Londoner Covent Garden, in Wien und bei den Salzburger Festspielen. Ferdinand Frantz war neben Hans Hotter der führende Wagner-Bariton der 40er und 50er-Jahre (Wotan, Hans Sachs, Kurwenal, Holländer, auch König Marke), daneben sang er auch im Nicht-Wagner-Bereich Pizarro, Pimen, Sarastro. Er war mit der Sopranistin Helena Braun verheiratet.


    Im Verlag Günter Wagner, Münster, ist in der Reihe "Stimmen, die um die Welt gingen..." eine ausführliche Biographie (von Heiko Bockstiegel) sowie eine umfassende Discographie erschienen.


    Bei Preiser ist eine Recital-CD erschienen, die einen Überblick über sein Repertoire gibt:



    Dokumente einer Sängerkarriere - Ferdinand Frantz

    1.) Ha! Welch ein Augenblick (Fidelio)
    2.) Die Frist ist um (Der fliegende Holländer)
    3.) Was duftet doch der Flieder (Die Meistersinger von Nürnberg)
    4.) Wahn! Wahn! Überall Wahn!(Die Meistersinger von Nürnberg)
    5.) Heil dir, weiser Schmied (Siegfried)
    6.) Ja, das Gold regiert die Welt (Faust)
    7.) Scheinst zu schlafen du im Stübchen (Faust)
    8.) Euren Toast ich kann ihn wohl erwidern (Carmen)
    9.) Leuchte, heller Spiegel, mir (Hoffmanns Erzählungen)
    10.) Die höchste Macht ist mein (Boris Godunoff)
    11.) Umsonst nach Ruhe sucht das trübe schwere Herz (Fürst Igor)
    12.) Ich glaube an einen Gott (Othello)


    Außerdem gibt es eine Vielzahl von Ring- und sonstigen Wagner-Aufnahmen, auf denen er zu hören ist. Allzu früh, mit gerade 53 Jahren, ist er 1959 bereits verstorben. Zum Glück haben wir seine Plattenaufnahmen als Andenken an diese ausdruckstarke Stimme!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald,


    volle Zustimmung.
    Interessant die LP mit Loewe-Balladen (1956 mit Hans Altmann aufgenommen).


    :hello:Heldenbariton

    Wie aus der Ferne längst vergang´ner Zeiten
    GB

  • Vielen Dank, Guido, für den Hinweis auf den Liedersänger Ferdinand Frantz. Die Loewe-Balladen-LP habe ich leider nicht, schade dass die nie auf CD herausgebracht wurde!


    Als Nicht-Wagnerianer habe ich erste Erinnerungen an die Stimme von Ferdinand Frantz von anderen Aufnahmen; so kann ich mich noch an seinen Scarpia (in deutscher Sprache) erinnern - eine Aufnahme, die mein Vater mit dem Tonbandgerät vom Radio aufgenommen hatte - und die es nach Ablauf der 50-Jahre-Frist billig auf CD gibt:



    Aufnahme: 1950, Studio
    Dirigent: Kurt Schröder
    Symphonie-Orchester des Hessischen Rundfunks Frankfurt
    Chor des Hessischen Rundfunks Frankfurt


    Cesare Angelotti: Ewald Böhmer
    Floria Tosca: Aga Joesten
    Il sagrestano: Rolf Heide
    Mario Cavaradossi: Heinrich Bensing
    Scarpia: Ferdinand Frantz
    Sciarrone: August Heimpel
    Spoletta: Willy Hofmann
    Un carceriere: Werner Schmidt
    Un pastore: Christa Moser


    Ich habe hier das Cantus-Classic-Cover eingestellt, es gibt sie aber auch von Walhall und anderen Billig-Labels. Heinrich Bensing ist in meinen Ohren nicht so ganz der Cavaradossi, aber Frantz als Scarpia gefällt mir gut!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)



  • Ferdinand Frantz ist einer meiner liebsten Hans Sachs-Interpreten, gleich nach Paul Schöffler. Für die Rollen, die er im italienischen Fach gesungen hat (Amonasro, Jago, Scarpia), klingt er er mir, genau wie Schöffler, etwas zu jovial.


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Ferdinand Frantz hatte eine warme, technisch hervorragend geführte,in allen Lagen gut ansprechende Stimme. Seine Gesangskunst war schönster Belcanto. Auch als Darsteller überzeugte er und formte große Operncharaktere.
    Er gehört zu den besten Interpreten des Hans Sachs. Er sang diese Partie vor allem schön. Vielleicht für den "Mann aus dem Volke" eine Spur zu schön. Für mich war die glaubwürdigste Verkörperung das Sachs der Düsseldorfer Heinz Imdahl, der neben seinen Stammhäusern Düsseldorf, München und Wien auf der ganzen Welt sang. In München alternierte er mit Frantz viele Jahre in der Partie des Sachs. Imdahl das gerade, urwüchsige Mannsbild mit Hang zur Philosophie und verstecktem herrlichem Humor war für den Sachs geboren. Der Metzgerssohn verkörperte auch im Leben Handwerker Tradition verbunden mit künstlerischen Meriten. Wer sich davon überzeugen will sollte Heinz Imdahl in seinem wunderschönen Hotel "Chiemgauhof" in Feldwies-Übersee besuchen und diese heute noch faszinierende Sängerpersönlichkeit und sein kleines Opern-Museum kennenlernen.
    Übriges für Freunde der Gemütlichkeit, für mich hat der Chiemgauhof einen der schönsten Biergärten Bayerns.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Lieber operus,


    vielen Dank für Deinen Beitrag.


    Auch ich schätze Heinz Imdahl sehr. Wie wäre es, wenn Du diesem Sänger einen eigenen Thread widmen würdest?


    (Immer nur Gottlb Frick ist doch irgendwann auch ermüdend!)


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Anläßlich des Salzburger "Othello" und der bedauerlichen Tatsache, daß es wenig gute Verdi-Baritone gibt, habe ich mir jetzt eine alte Rundfunkaufnahme des "Othello" (in deutscher Sprache angehört:



    Giuseppe Verdi (1813-1901)
    Otello (in dt. Spr.)

    2 CDs


    Aufnahme: 1955, Studio München
    Dirigent: Eugen Jochum
    Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks
    Chor des Bayerischen Rundfunks


    Cassio: Waldemar Kmentt
    Desdemona: Annelies Kupper
    Emilia: Hetty Plümacher
    Iago: Ferdinand Frantz
    Otello: Hans Hopf
    Roderigo: Karl Ostertag


    Hans Hopf muß man nicht unbedingt mögen, aber die übrige Besetzung bietet eine sehr gute Leistung!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Gutes Thread, dessen "Runtersinken" ist wirklich schade.


    Ist er ehemals als Wotans Wotan bezeichnet?Für mich ist er stimmlich der vollkommenste Interpret von dieser Partie, was Bühnenpräsenz oder emotionalen Ausdruck anbelangt, könnte Hotter bzw. Morris sich mehr Beliebtheit erfreuen, doch Ho ist für mich insb. seit ende 50er mit unerträglichem Wobbling behaftet, und sang als einheimischer Deutscher mit furchtbarer Diktion (nicht so heftig mich mit Tomaten bombardieren :D), fast wie mit einem wattiertem Mund.


    Für Morris, Timbre doch nicht wohlklingend, aber der beste Wotan seit 30 Jahren (bei den Chinesen ist auf B. Terfel große Hoffnung und Kompliment gelegt, jedoch mag ich seine vulgäre Stimme kaum)


    Mir ist doch interessant, wenn jemand über der aktuelle Wotan in Bayreuth A. Dohmen diskutiert, trotz der Höhendefizite finde ich seine Rollenverkörperung autoritär.

    Soll er dir noch so viel Atem lassen, als 'en Altweiberfurz, soll ich?

  • Lieber Xing,


    Albert Dohmen ist ein verläßlicher Sänger. Im letzten Jahr bei den Bayreuther Festspielen war er an den verschiedenen Ring-Abenden unterschiedlich präsent und disponiert. Er ist aber kein großer Wotan-Darsteller. Es scheint die Crux von Bayreuth zu sein, dass es zur Zeit in vielen weiblichen und männlichen Partien die überragenden Interpreten nicht mehr zu geben scheint. Machen die großen Sänger einen Bogen um Bayreuth? Ist meine Festellung verklärende Nostalgie eines alt gewordenen Operfreundes?
    Wird unter den neuen Regisseurinnen neues "Leben aus den Ruinen blühen"? Die fehlende Neuiszenierung in diesem Jahr läßt nicht viel Erneuerungswillen spüren.
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Für mich ist Ferdinand Frantz unter den historischen Opernsängern (also denen, die ich nicht mehr selbst live erleben durfte, sondern nur durch Aufnahmen kenne) DER Wotan/Wanderer (unter Furtwängler sowohl im RAI-"Ring" in Rom 1953 als auch in der Studio-"Walküre" 1954 und mit kleineren Abstrichen auch in "Rheingold" und "Walküre" 1950 an der Scala unter gleichem Dirigenten) und DER Hans Sachs (in beiden Kempe-Aufnahmen, der frühen Dresdner und der späteren Berliner) schlechthin! Ich mag ihn aber auch in anderen Rollen, etwa als Sebastiano, Marke oder als deutschsprachiger Amonasro. Leider scheint diese deutschsprachige Münchner "Aida" unter Clemens Krauss (München 1953) aktuell vergriffen zu sein:



    Dass sein Nachruhn nicht so groß ist wie der vopn Hotter oder Greindl, hat meines Erachtens nicht nur mit dem Faktor Bayreuth, sondern auch mit seinem frühen und völlig unerwarteten Tod 1959 (im Alter von nur 53 Jahren!) zu tun. Für mich ist Ferdinand Frantz aber einer der allerallergrößten!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Ich besitze noch eine sehr schöne Platte mit Arien. Der Titel heißt: Ferdinand Frantz EIN OPERNABEND. Er singt darauf Arien aus "Fürst Igor", " Boris Godunov", "Der fliegende Holländer", "Das Rheingold", "Die Meistersinger von Nürnberg" und "Die Walküre". Alles hervorragende Aufnahmen. Interessant auch sein "Boris".

    W.S.

  • Bwi Wilhwlm Furtwämglers legendärem Ring aus der Mailänder Scala war er dabei:


    Heute ist sein 109. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Jetzt hast du freilich nicht den Scala-"Ring" von 1950 verlinkt (bei dem Frantz als Wotan in "Rheingold" und "Walküre" dabei ist, während Josef Hermann den Wanderer und Gunter singt , sondern den RAI-"Ring" aus Rom 1953, bei dem Frantz neben den beiden Wotanen auch als Wanderer mit von der Partie ist. Macht aber nichts, beide Aufnahmen sind sehr lohnend, nicht zuletzt auch wegen Ferdinand Frantz! :)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Da war ich doch wohl etwas schlampig und will hier doch das Versäumte nachholen, hier also der ursprünlich gemeinte Ring:


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Nicht zu vergessen die dritten MEISTERSINGER mit Frantz als Sachs als Mitschnitt aus dem Münchner Prinzregentheater von 1955 unter Hans Knappertsbusch:

    Sie sind - weil live - die Nagelprobe für diesen wunderbaren Sänger mit der samtenen Stimme. Für mein Dafürhalten hat er das Stimmfach des Heldenbariton mit einer starken und immer anrührenden menschlichen Dimension versehen. Die Stimme ist ja nicht so belastbar, was offenbar auch darauf zurückzuführen ist, dass er keine fundierte Gesangsausbildung hatte, wie das Harald bereits zu Beginn festgestellt hat. Die Aufnahme aus München gefällt mir deshalb so gut, weil sie über weite Strecken so lyrisch, dezent und nachdenklich ist. Der Wahnmonolog und seine hintersinnige, mitunter sogar hinterlistige Begleitung durch Knappertsbusch, die am Ende so rauschhaft aufblüht, ist für mich einer der Gipfelpunkte der Wagnerinterpretation. Da stört mich auch nicht, dass er manchmal etwas eindimensional klingt. Um Frantz, der so früh gehen musste, ist es unendlich schade.


    Ich liebe ihn allerdings mehr in heroisch-getragenen Partien. Die Bösewichte wie Don Pizarro, Scarpia oder Telramund überzeugen mich nicht so stark, es sei denn, man billigt ihnen auch einen milden Zug zu. An Wotanen ist zum Glück kein Mangel. Zu den bereits genannten italienischen Varianten kommt die Studioaufnahme der WALKÜRE unter Furtwängler, die leider nicht zu der geplanten RING-Gesamtaufnahme weiterführen sollte. Furtwängler starb darüber. Der jüngere Frantz begegnet uns in der Partie bereits 1948 unter Winfried Zillig beim Hessischen Rundfunk und ein Jahr später, einschließlich Wanderer, unter Rudolf Moralt im Konzertmitschnitt aus Wien. Dieser RING ist leider in der Wahrnehmung etwas unterbelichtet. Ich würde ihm viel mehr Aufmerksamkeit wünschen, allein schon deshalb, weil er die damals abtretende und die aufkommende Sängergeneration zusammenbringt. Beim NDR entstand 1952 ein RHEINGOLD unter Wilhelm Schüchter. Seine beiden amerikanischen WALKÜRE-Wotane aus der Met von 1951 und 1954 unter Fritz Stiedry mit den dort üblichen Strichen, haben sich genau so wie die anderen auf Tonträgern erhalten. Hier ein paar Tipps.




    Was gibt es noch? Dreimal König Marke. Ich habe aktuell nur zwei auf CD gefunden. Es gibt noch einen dritten aus der Mailänder Scala von 1947 unter Victor de Sabata mit Kirsten Flagstad als Isolde und Einar Beyron, die Giganten aus Schweden, als Tristan. In PALESTRINA ist Frantz der Giovanni Morone. Keine sehr große Rolle aber eine überaus wichtige und sehr dramatische. Wie oft bei diesem Sänger existiert auch von diesem Werk wenigstens eine zweites Dokument, das ich noch höher schätze als den dumpfen Mitschnitt aus Salzburg: die Münchner Produktion unter Robert Heger von 1951.


    Ich könnte noch munter weiter stricken. Aber nun reichst es erstmal. ;)

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Nicht zu vergessen die dritten MEISTERSINGER mit Frantz als Sachs als Mitschnitt aus dem Münchner Prinzregentheater von 1955 unter Hans Knappertsbusch:


    Sie sind - weil live - die Nagelprobe für diesen wunderbaren Sänger mit der samtenen Stimme. Für mein Dafürhalten hat er das Stimmfach des Heldenbariton mit einer starken und immer anrührenden menschlichen Dimension versehen.


    Danke für diesen tollen Tipp - für die anderen natürlich auch, aber dieser steht auf meiner Prioritätenliste ganz weit oben! :hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Dieser Münchner Livemitschnitt aus dem Jahr 1955 unter Knappertsbusch ist vor allem durch den Sachs von Ferdinand Frantz eine der besten Meistersinger-Aufführungen, die ich auf der Bühne erleben durfte. Das Dirigat von Knappertsbusch bestätigte seinen Ruf als legendärer Wagnerdirigent. Della Casa ist als Eva eine Erfüllung, Hans Hopf widerlegt durch seinen Stolzing viele Vorurteile eindrucksvoll, der fast vergessene Heinrich Pflanzl ist ein vor allem stimmlich glänzender Beckmesser und Gottlob Frick in der stimmlich gefürchteten Partie eine Inkarnation des Veit Pogner, vor allem wenn man diese Rolle konservativ, väterlich, gütig auffasst und sie nicht als einen recht verantwortungslosen Vater, der seine Tochter um jeden Preis an den Mann bringen will, sieht. Insgesamt eine der großen Meistersinger-Realisationen.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Den Lobpreisungen zu den Münchner "Meistersingern" unter Knappertsbusch kann man wenig hinzufügen. Es ist neben seiner Bayreuther Aufführung von 1960 (mit Greindl als Sachs) meine liebste vom Kna. Interessant ist, dass der Dirigent die Oper nie völlig identisch dirigiert. Es gibt ja noch einen anderen Bayreuther Mitschnitt von 1952 (mit Edelmann als Sachs) und die in meinen Ohren eher verzichtbare Studioaufnahme aus Wien von 1950/51, die mal wieder beweist: live schlägt Studio.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ferdnand Frantz starb am 25. Mai 1959. Zu diesem Anlass habe ich diese Aufnahme ausgesucht:




    Heute ist Ferdinand Frantz' 66. Todestag.



    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Auf ein in vielerlei Hinsicht interessantes Dokument wurde ich aufmerksam gemacht. Ich kannte es bisher nicht und gebe den Link weiter.



    In dem Konzert sind Ausschnitten aus "Parsifal" unter der Leitung von Eugen Jochum 1956 vor Papst Pius XII. in Rom zu hören und zu sehen. Ferdinand Frantz singt den Amfortas *.


    PS. Geändeet auf einen Hinweis von m.joho hin. Ich hatte zunächst irrtümlich Gurnemanz geschrieben.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Lieber Marcel, aber ja doch! Ich ändere das mal und danke Dir sehr herzlich für die Aufmerksamkeit. Dein kritisches Urteil teile ich. Viel zu langweilig und uninspiriert. Das ist aber wohl auch etwas dem hohen Gast unter den Zuschauern geschuldet.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876