Franz Krommer (1759-1831) ein weiterer böhmischer Meister

  • Beineahe übersehen wurde das Krommer-Jahr 2009, wo wir eigentlich den 250 Geburtstag des Meisters feiern sollten, der immerhin als Nachfolger von Mozart und Kozeluh Kaiserlicher Hofkomponist und Hofkapellmeister war, und dessen Euve ca 300 Werke umfasste, darunter etwa 100 Streichquartette. Von seinen 9 sinfonien habe ich mit Müh und Not noch 3 auf CD gefunden, was zu bedauern ist, wie jeder mir bestätigen wird der je eine gehört hat.
    Kroimmers Werke stehen im Ruf gefällig zu klingen, aber ohne Tiefgang zu sein, und deswegen (?) wurden sie nach seinem Tod schnell vergessen.


    .


    Ich erinnere hier in diesm Thread voläufig an Die Sinfonien (Nr 1), op 12 und op 70 (Nummern sind mir unbekannt.


    mfg aus Wien


    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Herrlich anzuhören sind auch Krommers Klarinettenkonzerte (für 1 und 2 Soloinstrumente), die Witz und Lebensfreude ausdrücken. :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Ein ausgezeichnetes Mittel gegen schlechte Laune.


    :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Ich bin ja bekennender Bläser-Fan. Und da bin ich bei Zweitausendundeins mal für sehr kleines Geld hierüber gestolpert:


    Abgesehen davon, dass die Aufnahme an ein paar Stellen etwas übersteuert (echt schade!) war das ein schöner Einstieg. Mal schauen, ob ich noch mehr von dem Komponisten ergattere, und vor allem mal eine bessere Aufnahme der Oktett-Partiten...

  • Franz Krommer, tja, ich glaube, es könnte stimmen, was über ihn gesagt
    wird; dass er gefällig und schön aber oberflächlich ist. Ich persönlich habe nur
    eine CD von ihm:



    Und ich muß leider sagen: als Begleitmusik zu einem Frühstück an einem
    sonnigen Morgen, als Hintergrundmusik beim Wohnungsputz - da eignet er
    sich gut... vielleicht muß ich ihn ja nur öfters hören, oder andere Stücke mir
    zulegen. Die Symphonien würden mich interessieren. Gleich morgen mal in der
    Bibliothek nachschauen.


    .

  • Etwa vier Jahre nach Threadstart hat sich die Situation in Sachen vorhandener Aufnahmen leicht gebessert, vor allem aber stehen mir heute mehr Quellen zur Recherche zur Verfügung - und vielleicht auch einige User mit Interesse für diese Epoche. Grund genug sich erneut mit Krommer - diesmal ausführlicher - zu befassen. Sein Lebenslauf ist ja schon zeitlich sehr interessant: Er wurde nur drei Jahre nach Wolfgang Amadeus Mozart geboren und starb 3 Jahre nach Schubert. Ich beklagte 2009, daß nur 3 Sinfonien auf Tonträger verfügbar seien. Hätte ich besser recherchiert, hätte ich gewusst, daß nicht alle seiner vermutlich 9 Sinfonien je gedruckt wurden und zudem 2 als verschollen gelten.


    Ich glaube es war Johannes Röhl der beim Abhören der abgebildeten CD meinte, sie klänge eher nach einem Zeitgenossen Beethovens als Mozarts, was ja prinzipiell auch nicht falsch ist, er war Zeitgenosse beider Komponisten.
    Die Eröffnung der Sinfonie Nr 2 op 40 erinnert jedoch an den Beginn der Ouvertüre zu Mozarts "Don Giovanni".
    Auch der Beginn Adagio atmet Mozarts Geist, dieses wird jedoch immer wieder durch ein Seitenthema gestört.


    An Beethoven klingt allerdings der dritte Satz an. Der Beginn des vierten Satzes erinnert mich irgendwie an eine Einleitung von Rossini, aber bald bricht sich ein mächtiges, leicht bombastisches Thema die Bahn, aufgelockert durch Teile , die mich an Schuberts "Ouvertüre im italienischen Stil" erinnern...


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !


  • Ich darf daran erinnern, dass Franz Krommer, der am 27. November 1759 in Kamnitz bei Iglau, Südmähren geboren wurde, am 8. Januar 1831 in Wien starb.


    Heute ist die 184. Wiederkehr seines Todestages.


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Die Klarinettenkonzerte (ich habe auch die Naxos-Aufnahme) sind für alle Freunde des Mozartschen und der Weberschen Konzerte jedenfalls einen Versuch wert. Die Sinfonien müsste ich nochmal hören, aber wie Alfred schreibt, fand ich die auch unter den interessanteren der "Contemporaries" und sie sind historisch näher an Beethoven (bzw. Reicha und Vorisek) als an Mozart, meine ich.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Franz Krommer: Sinfonie Nr1


    Ich habe mir aus Anlass des Wiederaufleben dieses Threads heute die Sinfonie Nr 1 bewusst angehört. Mit "bewusst" meine ich , ich habe sie auf eventuelle Parallelen mit zeitgenössischen Komponisten, vorzugsweise Mozart und Beethoven untersucht.
    Letzterer scheidet eigentlich sofort aus, da Krommers Sinfonie Nr 1 op 12 VOR Beethovens erster Sinfonie komponiert wurde. (1798 gedruckt, Uraufführung vermutlich 1800) Eher ist hier Mozart durchzuhören, allerdings auch die 7 Jahre, die seit Mozarts Tod vergangen sind. Ich höre im ersten Satz gewisse Reminiszenzen an eine Ouvertüre einer Mozart-Oper - verrate aber noch nicht, welche ich hier meine - Vielleicht ist es nur Einbildung - vielleicht bestätigt mich ein anderes Mitglied in meiner Vermutung.(wenige Sekunden ab Min 5:24 - und dann wieder im Finale des 1. Satzes) Der Beginn der Sinfonie ist indes eher herb und durchaus eigenständig. Auch die Instrumentierung ist durchaus frei von Vorbildern. Wie so oft bei Werken von Komponisten deren Tonsprache einem noch nicht vertraut ist, empfehle ich das mehrmalige Hören.


    Das soll nicht heissen, daß Krommers Musik gewöhnungsbedürftig sei - im Gegenteil - sie kommt eine teilweise sehr vertraut vor - mit "fremdartigen "Einschüben" - der "Wiedererkennungswert, stellt sich indes erst nach mehrfachem Hören ein. Wunderschön der 2. Satz (Romanza, Andante) der ebenfalls weitgehend frei von Vorbildern mir bekannter Zeitgenossen ist.


    Der 3. Satz (Minuetto, Alegretto) erinnert mich ein wenig an eine einst bei Decca unter dem Namen: "Mozart: Tänze und Märsche" erschienene Serie. Sehr galant und tänzerisch, mit Ohrwurmqualitäten - aber eigentlich nicht typisch für eine Sinfonie.


    Der 4. Satz (Rondo) setzt den fröhlich spritzigen Charakter fort, hier schwingt vielleicht ein Stückchen Haydn mit - dennoch weder eine Stilkopie noch eine abgekupferte Melodie, denn hier wird durchaus eigenständiges hörbar.


    Kein Jugendwerk, trotz der niedrigen Opuszahl, sondern das Werk eines 39 jährigen Komponisten, der zu Lebzeiten sehr hoch geschätzt wurde....


    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Der Sonntag wurde eingeläutet mit dem sehr schönen frühromantischen Oboenkonzert von Franz Krommer gespielt von Jan Adamus und dem Dvorak Kammerorchester unter dem damals jungen Jiri Behlolavek.

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  • Nachdem ich diese CD, die es derzeit zum Tiefstpreis gibt, schamlos in einem anderen Thread propagiert habe, möchte ich sie auch hier zur Sprache bringen, darf diese Einspielung doch im eigens dem Komponisten gewidmeten Thread nicht fehlen. Hier zeigt sich eine gewisse Sprung- und Lebhaftigkeit der Musik, die sehr energiereich und beschwingt erklingt. Besonders das Divertimento ist daher sehr abwechslungsreich und schwungvoll. Die langsamen Sätze sind für mein Empfinden auch von einer gewissen Unrast, sich seltsam reibenden Stimmen, gewissen mulmigem Mollklängen erfüllt, die Spannung erzeugen und von dem Schmelz anderer Komponisten jener Zeit abweichen. Das Adagio dürfte bespielsweise recht eindrucksvoll belegen, dass hier keine gefällige, eingängige Hintergrundmusik erklingt, sondern ein Satz voller eigentümlicher Stimmungen, der aufhorchen lässt und sicherlich nicht oberflächlich glatt klingt. Das Piano Quartett wird mit einem fortepiano begleitet, in diesem Fall ein recht hörenswertes Instrument, das vergleichsweise kraftvoll und ausgewogen klingt, anders als viele andere Hammerklaviere, die oft spitz, gläsernund scheppernd klingen. Die Interpreten sind erstklassig und erwecken diese dynamische, kraftstrotzende Musik überzeugend zum Leben.

  • Vielleicht sollte ich mit der Nicht-Bläser-Kammermusik noch mal einen Versuch wagen. Wie oben geschrieben, halte ich die Sinfonie-CD bei Chandos und die Klarinettenkonzerte für lohnend, aber eine vor ein paar Monaten gekaufte CD mit Bläseroktetten (Sabine Meyer & friends) fand ich doch ziemlich trivial/banal, nicht nur verglichen mit Mozart, sondern auch zB mit Reichas Quintetten.

    Struck by the sounds before the sun,
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    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Heute in dieser schlaflosen Nacht gehört: Krommers Oboenquartett Nr 3 und das Quintett für Oboe und Streicher. Eine sehr angenehme Musik. Aber Krommers Berühmtheit ist - Johannes Roehl schrieb es bereits im vorigen Beitrag vor mehr als 2 Jahren - mit jener von Mozart nicht zu vergleichen. Schon 2011 fand ich, dass es an der Zeit sei, sich näher mit Krommer zu befassen - geschehen ist hier wenig
    Das mag (in meinem Falle) mehrere Gründe haben. einer davon ist das Programmangebot.
    Von Krommer gibt es viel Kammermusik in Form von Quintetten mit unterschiedlichsten Besetzungen, Duos, Variationen etc etc.
    Seine sieben Sinfonien sind bis heute nicht komplett aufgenommen worden, wenngleich cpo hier wieder in einer Vorreiterrolle aktiv wurde.
    Seine Konzerte beschränken sich auf Blasinstrumente, wobei auch hier mein Lieblingsinstrument , das Horn, ausgelassen wurde.
    Keine Klavier- Violin und Cellokonzerte, keine Aufnahme für Klavier solo. Das ist IMO schon ein Manko
    Interessant wären noch seine Streichquartette auf Tonträger - er hat über 100 davon geschrieben - aber das ist (Achtung mehrdeutiges Wortspiel) Zukunftsmusik....
    Wir brauchen aber Krommer nicht zu bedauern, er war zu Lebzeiten hoch angesehen und hatte zahlreiche Funktionen, Auszeichnungen und Ehrentitel.


    mfg aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Ich dachte, ich finde hier was über die neue cpo GA der Symphonien von Franz Krommer, aber offensichtlich hat sie außer Rolo noch keiner gehört, und der ist ja naturgemäß etwas "zurückhaltend" mit Kommentaren. So habe ich den mein Probe-Abo bei idagio genutzt, und mir die erste Symphonie angehört. Alfred hat ja oben schon einiges dazu geschrieben, ich mache es kurz: das ist ein sehr hörenswertes Werk, das es m.E. mit den Symphonien von Mozart und Haydn vor den letzten 6 bzw 12 locker aufnehmen kann. Dazu gelingt es Griffiths, sein Schweizer "Provinzorchester" zu lockerem und trotzdem brillianten Spiel zu animieren, da kann ich nur sagen: mehr davon.



    Und da ich gerade dabei war, habe ich gleich das erste mir über den weg laufende Streichquartett nachgeschoben, witzigerweise ein op. 18,1.



    Das hat dann gleich einen Bestellreiz ausgelöst. :D

  • Auch die Streichquartette op. 18 von Franz Krommer entstanden um 1800 und eigentlich der gleiche Befund wie bei Antonin Vranicky. Das ist feinste Kammermusik auf der Höhe der Zeit, die vermutlich nur deshalb vergessen wurde, weil der Schöpfer keine "Schöpfung" oder keinen "Don Giovanni" komponiert hat. Krommer hat 73 Streichquartette komponiert; es wäre schön, wenn mehr als neun verfügbar wären.

  • Ich nehme die Aufforderung ernst und werde mich demnächst mit den Sinfonien von Krommer befassen
    Vorerst nders - quasi als Zwischenspiel - eine Auflistung etlicher Werker von Franz Krommer, direkt von der französischen Wikipedia. Sowohl die deutsche, als such (eigenartigerweise) englische listen hier nur einen Bruchteil auf....


    Symphonies


    Symphonie no 1 en fa majeur (opus 12, P I:1, publié vers 1798 par Andre4)
    Symphonie no 2 en ré majeur (opus 40, P I:24)
    Symphonie no 3 en ré majeur (opus 62, P I:3, 1807, republiée en 2006 par Ries & Erler. L'ancienne édition André est à la Librairie du Congrés - Grande sinfonie pour 2 violons, flûte, 2 hautbois, 2 clarinettes, 2 bassons, 2 cors, 2 trompettes, timbales, alto & basse...5)
    Symphonie no 4 en ut mineur (opus 102, P I:4, 1819–20)6
    Symphonie no 5 en mi bémol majeur (opus 105, P 1:5, 1821, publiée en 1815 par Andre à Offenbach-sur-le-Main)7,5,4,8,6)
    Symphonie no 6 en ré majeur (P I:6, 1823)8,6
    Symphonie no 7 en sol mineur (P I:7, 1824)6,8
    Symphonie no 8 (P I:8, perdue)8
    Symphonie no 9 en ut majeur (P I:9, 1830)6,8
    Sinfonia Pastorallis en ut majeur (P I:C1)
    Symphonie en ré majeur (P I:D1)
    Sinfonia Pastorallis en ré majeur (P I:D2, perdue)


    Concertos


    Concertino pour flûte, hautbois, violon, cor et orchestre en ut majeur (opus 18, P II:1)7,9
    Concertino pour flûte, hautbois et violon en fa majeur (opus 38, P II:2)7
    Concertino pour flûte, hautbois, violon et orchestre en sol majeur (opus 39, P II:3)10
    Concertino pour flûte, hautbois et orchestre en ut majeur (opus 65, P II:4)11
    Concertino (Sinfonia concertante) pour flûte, clarinette, violon et orchestre en mi bémol majeur (opus 70, P II:5)
    Concertino (Sinfonia concertante) pour flûte, clarinette, violon et orchestre en ré majeur (opus 80, P II:6)9
    Concerto pour violon en la majeur (opus 20, P III: 1)
    Concerto pour flûte en sol majeur (opus 30, P III:24, réédition en 2004 pour flûte et piano publiée à Francfort par Zimmermann)10
    Concerto pour 2 clarinettes en mi bémol majeur (opus 35, P III:3)
    Concerto pour clarinette en mi bémol majeur (opus 36, P III:4, publié à Offenbach-sur-le-Main par André vers 1820)7
    Concerto pour hautbois en fa majeur (opus 37, P III: 5, 1805)9
    Concerto pour violon en si bémol majeur (opus 41, P III:6)
    Concerto pour violon en mi majeur (opus 42, P III:7)
    Quatrième concerto pour violon en fa majeur (opus 43, P III:8)12
    Cinquième concerto pour violon et orchestre en ré majeur (opus 44, P III:9; il existe aussi une version pour flûte publié en 1830 (P III:10))7
    Concerto pour hautbois en fa majeur (opus 52, P III:11)
    Concerto pour clarinette en mi bémol majeur (opus 52, P III:127)
    Concerto pour violon en ré mineur (opus 61, P III:13)7,13
    Concerto pour violon en ré majeur (opus 64, P III:14)
    Concerto pour violon en mi mineur (opus 81, P III:1512)
    Concerto pour flûte et orchestre en mi mineur (opus 86, P III:16, arrangé par Joseph Küffner en un concerto pour clarinette (P III:17))14
    Concerto pour 2 clarinettes et orchestre en mi bémol majeur (opus 91, P III:1811, vers 1815)
    Concerto pour violon en ut majeur (P III:C1)
    Concerto pour flûte en ré mineur (P III:d1)
    Concertino pour clarinette en mi bémol majeur (P III:Es1)
    Concerto pour violon en fa majeur (P III:F1)
    Concerto pour violon en fa majeur (P III:F2)
    Concerto pour violon en sol majeur (P III:G1)
    Concerto pour violon en fa (édité à partir d'un manuscrit de l'Archiepiscopal Archive à Kroměříž, suivant la Kunzelmann edition.)


    Ensemble à vents


    3 partitas (opus 45, P IV:1-3, republié par Döblinger en 1999)5) :
    en si bémol majeur, pour bois, 2 cors et trompette
    en mi bémol majeur, pour 2 hautbois, 2 clarinettes, 2 cors, trompette, 2 bassons et contrebasson
    en si bémol majeur, pour 2 hautbois, 2 clarinettes, trompette, 2 cors, 2 bassons et contrebasson
    Partita pour octuor à vent en fa majeur (opus 57, P IV:4)
    Partita pour octuor en si bémol majeur (opus 67, P IV:5)
    Partita pour 2 hautbois, 2 clarinettes, 2 bassons, cor et contrebasson en mi bémol majeur (opus 69, P IV:6)
    Partita pour vents en mi bémol majeur (opus 71, P IV:7)
    Partita pour vents en fa majeur (opus 73, P IV:8)
    Partita pour vents en ut majeur (opus 76, P IV:9)
    Partita pour vents en fa majeur (opus 77, P IV:10)
    Partita pour vents en si bémol majeur (opus 78, P IV:1111)
    Partita pour 2 hautbois, 2 clarinettes, 2 cors, 2 bassons et contrebasson en mi bémol majeur (opus 79, P IV:12)15)
    Partita (Harmonie pour vents) en fa majeur (opus 83, P IV:13)
    P IV:14 - Partita en ut mineur pour 2 clarinettes, 2 cors et 2 bassons11
    Partita en mi bémol majeur "La Chasse" (P IV:15)
    Sérénade no 7 en mi bémol majeur (P IV:16)
    Sérénade no 3 en mi bémol majeur (P IV:17)
    Partita en mi bémol majeur (P IV:18)
    Partita en mi bémol majeur (P IV:19)
    P IV:20 - Sérénade no 1 en mi bémol majeur
    P IV:21 - Parthia no 2 en mi bémol majeur
    Partita en mi bémol majeur (P IV:22)
    Partita en mi bémol majeur (P IV:23)
    Partita en mi bémol majeur (P IV:24)
    P IV:25 - Sérénade no 5 en mi bémol majeur
    P IV:26 - Sérénade no 6 en mi bémol majeur
    Partita en mi bémol majeur (P IV:27)
    P IV:28 - Variations pour sextuor à vent en mi bémol majeur
    P IV:29 - Symphonie pour vents en fa majeur
    Partita en si bémol majeur (P IV:30)
    Partita en si bémol majeur (P IV:31)
    Partita en si bémol majeur (P IV:32)
    P IV:33 - Sérénade no 4 en si bémol majeur
    P IV:34 - Parthia no 1 en si bémol majeur
    P IV:35 - Parthia no 3 en si bémol majeur
    P IV:36 - Parthia no 4 en si bémol majeur
    P IV:37 - Parthia no 5 en si bémol majeur
    P IV:38 - Parthia no 6 en si bémol majeur
    P IV:39 - Parthia no 8 en si bémol majeur
    P IV:40 - Parthia no 7 en si bémol majeur
    Partita en si bémol majeur (P IV:41)
    Partita en si bémol majeur (P IV:42)
    Partita en si bémol majeur (P IV:43)
    P IV:44 - Sérénade no 8 en si bémol majeur
    P IV:Es1 - Partita en mi bémol majeur "Corni soli"
    P IV:Es2 - Sextette pastoral en mi bémol majeur
    P IV:Es3 - Sérénade II en mi bémol majeur
    P IV:Es4 - Sérénade III en mi bémol majeur
    P IV:Es5 - Sérénade IV en mi bémol majeur
    Partita en mi bémol majeur (P IV:Es6)
    Partita en fa majeur (P IV:F1)


    Marches et danses


    P V:1 - Marches pour bois, deux cors et trompette (opus 31)
    P V:2 - Marches Op. 60
    P V:3 - Marche Op. 82 (perdu)
    P V:4 - Marches Op. 97 (perdu)
    P V:5 - Marches Op. 98
    P V:6 - Marches Op. 99 (perdu)
    P V:7 - Marche Op. 100 en fa majeur
    Marches (P V: 8)
    P V:9 - Marche "Gott erhalte Franz der Kaiser" en mi bémol majeur
    Marches (P V:10)
    Ländler pour vents (P V:B1)
    Marches (P V:C1)


    Quintettes à cordes


    3 quintettes à cordes (en si bémol majeur, mi bémol majeur et sol majeur, opus 8, P VI:1-3)7,5,16,4
    3 quintettes à cordes avec deux altos (en fa majeur, ut mineur et ré majeur, opus 11, P VI:4-6,publié par Andre en ou avant 1798)16,4
    Quintette à cordes Op. 18 en ut majeur (opus 18, P VI:7)
    6 quintettes à cordes (deux altos) (en ut majeur, fa majeur, mi bémol majeur, la majeur majeur, fa mineur et si bémol majeur, opus 25, P VI:8-13)16,4
    Quintette à cordes en ré majeur (opus 62, P VI:14)
    Quintette à cordes avec deux altos en mi bémol majeur (opus 70, P VI:15)5,4
    Quintette à cordes en ré majeur (opus 80, P VI:1617)
    3 quintettes à cordes (en mi bémol majeur, ré mineur et ut majeur, opus 88, P VI:17-19, publiés vers 1810 à Vienne (magasin de l'imprimerie chimique))5
    3 quintettes à cordes (en si bémol majeur, ré mineur et sol majeur, opus 100, P VI:20-225)
    Quintette à cordes en ut mineur (opus 102, P VI:23)
    3 quintettes à cordes (en fa majeur, mi bémol majeur et ut majeur, opus 106, P VI:24-265)
    3 quintettes à cordes (2 violons, 2 altos, violoncelle) (en ut majeur, la majeur et mi bémol majeur, opus 107, P VI:27-29) (Offenbach-sur-le-Main, Andre, vers 18255)
    6 quintettes à cordes sans numéro d'opus : 1 en ré majeur ("La Chasse", P VI:30) 3 en mi bémol majeur (P VI:31-33), 1 en sol majeur (P VI:34) et 1 un en si bémol majeur (P VI:35)


    Quintettes avec instruments à vent


    Quintette avec flûte en ut majeur (opus 25, P VII:1)
    Quintette pour flûte, violon, 2 altos et violoncelle en ré majeur (opus 49, P VII:2, publié par Bureau d'Arts et d'Industrie de Vienne dans les années 1800) (à la NKC library [archive] en République tchèque. Enregistré sous le label Edit, 1996.)16
    Quintette pour flûte, violon, deux altos et violoncelle en mi mineur (opus 55, P VII:3, composé en 1797 ou 1805)5
    Quintette pour flûte, violon, deux altos et violoncelle en ut majeur (opus 58, P VII:4)12
    Quintette pour flûte, violon, deux altos et violoncelle en ut majeur (opus 63, P VII:5, publié par Sieber à Paris entre 1799 et 1813, republié en 2000)
    Quintette pour flûte (ou violon), violon, deux altos, et violoncelle en mi bémol majeur (opus 66, P VII:6, vers 1809, Vienne: magasin de l'imprimerie chimique)5
    Quintette pour flûte et cordes en ré majeur (opus 91)
    Quintette pour flûte et cordes en ré mineur (opus 92, P VII:75, publié par Haslinger vers 1820)18
    Quintette pour clarinette, violon, deux altos et violoncelle en si bémol majeur (opus 95, P VII:8, 1817)7,19
    Quintette (no 6) pour flûte et cordes en sol majeur (opus 101, P VII:9, publié par Haslinger vers 1790)7
    Quintette avec flûte no 7 pour flûte, violon, 2 altos et violoncelle en mi bémol majeur (opus 104, P VII:10, publié par Steiner à Vienne)7,5)
    Quintette no 8 pour flûte et quatuor à cordes en sol majeur (opus 109, P VII:11, publié dans les années 1820 à Vienne par Tobias Haslinger)11
    Quintette avec hautbois en ut majeur (P VII:12)
    Quintette avec hautbois en mi bémol majeur (P VII:13)
    Quintette avec flûte en sol majeur (P VII:14)
    Quintette avec hautbois en mi bémol majeur (Rosinack, P VII:15)
    Quintette avec hautbois en si bémol majeur (Rosinack, P VII:16)
    Alla polacca pour quintette avec flûte en fa majeur (P VII:17)


    Quatuors à cordes


    Plus de soixante-dix quatuors à cordes :


    3 quatuors à cordes (en si bémol majeur, en sol majeur et en mi bémol majeur) (opus 1, P VIII:1-3, Offenbach-sur-le-Main, André, vers 17807)
    3 quatuors à cordes (en ut majeur, en la majeur et en ré majeur) (opus 3, P VIII:4-6, publié vers 1794 par André16)
    3 quatuors à cordes (en sol majeur, en mi bémol majeur et en si bémol majeur) (opus 4, P VIII:7-9, publié en 1794 par André14)
    3 quatuors à cordes (en mi bémol majeur, en fa majeur et en si bémol majeur) (opus 5, P VIII:10-125,9,9)
    3 quatuors à cordes (en ut majeur, en mi mineur et en la majeur) (opus 7, P VIII:13-15, publié par Andre vers 1797)14
    3 quatuors à cordes (en fa majeur, en si bémol majeur et en sol majeur) (opus 10, P VIII:16-18)7
    3 quatuors à cordes (en mi bémol majeur, en fa majeur et en ut majeur, opus 16, P VIII:19-21, publié à Vienne par Artaria vers 1800)7,5
    3 quatuors à cordes (en ré majeur, en la majeur et en mi bémol majeur) (opus 18, P VIII:22-24, nouvelle édition Adliswil ; Lottstetten : Édition Albert J. Kunzelmann, c 2000)4,10
    3 quatuors à cordes (en ut majeur, en fa majeur et en si bémol majeur) (opus 19, P VIII:25-27)5
    3 quatuors à cordes, en ut, fa et si bémol (opus 20, composés en association par Krommer et Barrière.Krommer a composé trois mouvements de deux des quatuors.)16,11
    Quatuor à cordes en mi bémol majeur (opus 21, P VIII:28)
    Quatuor à cordes en sol majeur (opus 23, P VIII:29, publié par N. Simrock à Bonn en 1802)4
    3 quatuors à cordes (en ré majeur, en mi bémol majeur et en sol mineur) (opus 24, P VIII:30-32, publiés à Vienne)12
    3 quatuors à cordes (en ut majeur, en fa majeur et en la majeur) (opus 26, P VIII:33-355, publiés par Simrock vers 1803)
    3 quatuors à cordes (en sol majeur, en ré mineur et en si bémol majeur, opus 34, P VIII:36-38)5,4
    3 quatuors à cordes (en mi bémol majeur, en ut majeur et en ré majeur) (opus 48, P VIII:39-41)5
    3 quatuors à cordes (en fa majeur, en si bémol majeur et en la majeur) (opus 50, P VIII:42-445, le manuscrit du no 3 est à la Pierpont Morgan Library20)
    3 quatuors à cordes (en mi bémol majeur, la majeur et ut majeur, opus 53, P VIII:45-47, première publication 1804 à Vienne par Cappi)5
    3 quatuors à cordes (en fa majeur, ré majeur et si bémol majeur, opus 54, P VIII:48-50, publiés en 18055)
    3 quatuors à cordes (en si bémol majeur, ré majeur et sol majeur, opus 56, P VIII:51-53)5
    3 quatuors à cordes (opus 64, publiés par Pleyel en 1803 ou 18044)
    3 quatuors à cordes (en fa mineur, ut majeur et la majeur, opus 68, P VIII:54-56, vers 1809 à Vienne (magasin de l'imprimerie chimique))5
    3 quatuors à cordes (en ut majeur, mi majeur et la bémol majeur, opus 72, P VIII:57-59, publiés vers 1810 à Vienne (magasin de l'imprimerie chimique). Les numéros 1 et 3 ont été publiés par Theo Wyatt en 19965.)
    3 quatuors à cordes (en si bémol majeur, sol majeur et ré mineur, opus 74, P VIII:60-62, publiés vers 1810 à Vienne (magasin de l'imprimerie chimique)5)
    3 quatuors à cordes (en fa majeur, si bémol majeur et ré majeur, opus 85, P VIII:63-65, publié en 1809)5
    3 danses hongroises (opus 89, P VIII:66)
    3 quatuors à cordes (en mi bémol majeur, ut majeur et si bémol majeur, opus 90, P VIII:67-69, vers 1813 à Vienne (magasin de l'imprimerie chimique)7,5
    3 quatuors à cordes (en ré majeur, si bémol majeur et sol majeur, opus 92, P VIII:70-72, publiés à Milan par Ricordi en 1816)5
    3 quatuors à cordes (en sol majeur, ut majeur et la mineur, opus 103, P VIII:73-75) (Vienne: Steiner vers 1821)5
    P VIII:76 - 12 Valses pour quatuor à cordes
    P VIII:77 - Allegretto pour quatuor à cordes en la majeur
    P VIII:78 - Quatuor à cordes en ut majeur
    P VIII:F1 - Quatuor à cordes en fa majeur
    3 quatuors à cordes, en ré majeur, si mineur et sol majeur, opus 99 12


    Quatuor avec un instrument à vent ou à clavier


    Quatuor pour flûte, violon, alto et et violoncelle en ré majeur (opus 13, P IX:1, ca. 1797)5
    Quatuor pour flûte et cordes en fa majeur (opus 17, P IX:2)11
    2 quatuors pour clarinette et cordes (no 1 en si bémol et no 2 en mi bémol, P IX:3-4, publiés par Andre en 1819.)9,17
    P IX:5 - Quatuor pour clarinette, violon, alto et violoncelle en mi bémol majeur (opus 69, écrit vers 1808 et publié à Bonn par N. Simrock aussi vers 1808)5
    Quatuor avec flûte en sol majeur (opus 23, P IX:6)16
    Quatuor pour flûte, violon, alto et basse en ut majeur (opus 30, P IX:74,11, publié par Artaria dans les années 1810)
    2 quatuors pour basson, deux altos et violoncelle (en si bémol et en mi bémol, opus 46, P IX:8-911)
    Variations pour flûte, violon, alto et violoncelle sur "O, du lieber Augustin" (un chant populaire bohémien) en ré majeur (opus 59, P IX:10)9,10
    P IX:11 - Quatuor pour flûte, violon, alto et violoncelle en ré majeur (opus 75)7
    P IX:12 - Quatuor pour clarinette, violon, alto et violoncelle en ré majeur (opus 82, publié par Andre vers 1814)9
    P IX:13 - Quatuor pour clarinette et cordes Op. 83 en si bémol majeur (opus 83, publié par Andre vers 1816.)9
    Quatuor pour flûte, violon, alto et violoncelle en fa majeur (opus 89, P IX:1414, Offenbach-sur-le-Main, publié par J. Andre en 1816)21
    Quatuor avec flûte Op. 90 en ut majeur (opus 90, P IX:15)
    Op. 90 Quatuor pour clarinette et cordes en ut majeur (1820) 10
    P IX:16 - Quatuor pour flûte et cordes en sol majeur (opus 92)7
    Quatuor pour flûte et cordes en ré majeur (opus 93, P IX:17, publié par André en 1819)14
    P IX:18 - Quatuor pour flûte et cordes Op. 94 en ut majeur10
    P IX:19 - Quatuor pour flûte, violon, alto et violoncelle en ré majeur* (opus 97, Offenbach-sur-le-Main, Andre, vers 1800?)7
    Quatuor pour flûte et trio à cordes en sol (opus 9811)
    P IX:20 - Quatuor avec flûte en ut majeur
    P IX:21 - Quatuor de hautbois en ut majeur
    P IX:22 - Quatuor de hautbois en fa majeur
    P IX:B1 - Quatuor avec clarinette en si bémol majeur
    P IX:D1 - Variations pour quatuor avec flûte en ré majeur
    Quatuor avec flûte en mi mineur (P IX:e1)
    Quatuor pour piano et cordes en mi bémol majeur (opus 95, P X:1, publié 1817)5,4,22
    Quatuor pour flûte et cordes en ut majeur (opus 96, publié par André vers 1819)11


    Trios


    Trio à cordes (Divertimento) en fa majeur (opus 96, P XI:1, 1818, enregistré en 1999)5,17,23
    Variations pour trio à cordes en ré majeur (P XI:D1, publié en 1993 par Metronome Édition, Prague)17
    13 pièces pour 2 clarinettes et alto (ou trois clarinettes) (opus 47, P XII:1)9
    Sonate pour 2 hautbois et cor anglais en fa majeur (P XII:2)
    Variations sur un thème de Pleyel pour 2 hautbois et cor anglais en fa majeur (P XII:3, Ben 338)
    Trio pour piano, alto et violoncelle en fa majeur (opus 32, P XIII:1)4
    "Sonate" pour piano, alto et violoncelle en fa (opus 34)5,4
    Trio avec piano en mi bémol majeur (opus 84, P XIII:2, Vienne (magasin de l'imprimerie chimique), vers 1810) 7,4
    Trio pour piano, violon et violoncelle en fa majeur (opus 87, P XIII:3, publié à Vienne par Steiner en 1811)5


    Duos


    Deux violons


    3 duos (en mi bémol majeur, ut majeur et fa majeur, opus 1, P XIV: 1-35)
    3 duos (en mi bémol majeur, sol majeur et si bémol majeur, opus 6, P XIV:4-6, publié par Pleyel vers 1799)4
    3 duos concertants (en la majeur, ut majeur et fa mineur, opus 22, P XIV: 7-9)16,12
    3 duos (en si bémol majeur, mi majeur et la bémol majeur, opus 33, P XIV: 10-12, publiés par Andre vers 1803)16
    3 duos (en ré majeur, fa majeur et mi bémol majeur, opus 51, P XIV:13-15, vers 18095)
    3 duos (en la majeur, fa majeur et mi bémol majeur, opus 54, P XIV: 16-18)14
    3 duos (en sol mineur, ut majeur et la majeur, opus 94, P XIV:19-2114)
    3 duos (en la mineur, mi majeur et ut majeur, opus 110, P XIV:22-245)
    10 autres duos sans numéro d'opus : en la majeur (P XIV:A1), si bémol majeur (P XIV:B1 et P XIV:B2), ut majeur (P IV:C1), ré majeur (P XIV:D1 et P XIV:D2), mi majeur (P XIV:E1), fa majeur (P XIV:F1 et P XIV:F2) et sol majeur (P XIV:G1)
    3 duos pour violon (opus 35)14


    Deux flûtes


    3 duos (en sol majeur, ré majeur et ut majeur, opus 2, P XV: 1-3)
    3 duos (en ré majeur, ut majeur et sol majeur, opus 6, P XV: 4-6)
    3 duos (en la majeur,ré majeur et sol mineur, opus 22, P XV: 7-9)
    3 duos (en ré majeur, fa majeur et si bémol majeur, opus 33, P XV: 10-12)
    3 duos (en ré majeur, fa majeur et ut majeur, opus 51, P XV: 13-15)
    3 duos (en sol majeur, ré majeur et sol majeur, opus 54, P XV: 16-18)
    12 duettinos en deux livres (P XV:19-30) :
    Livre I (ut majeur, ré majeur, ut majeur, ut majeur, ré majeur e t sol majeur)
    Livre II (sol majeur, la majeur, ut majeur, sol majeur, sol majeur et la majeur)


    Sonates pour violon


    Sept variations pour violon et basse en mi bémol majeur (opus 9, P XVI:17)
    13 variations pour violon et basse en si bémol majeur (opus 14, P XVI:2)12
    Sonate pour violon et basse continue en ut majeur (opus 15, P XVI:3, publiée par Andre en 1799)16,14
    Sonate pour violon et alto en ré majeur (opus 27, P XVI:4)5
    Sonate pour violon et alto en la majeur (opus 29, P XVI:5)7
    Variations pour violon (opus 41, P XVI:6, perdu)
    Sonate pour violon avec accompagnement d'un alto (opus 42)
    Sonate pour violon et alto (ou violoncelle) en ut majeur (opus 45, P XVI:7, perdu)
    Variations pour violon et basse en si bémol majeur (P XVI:B1)
    Variations pour violon en ut majeur (P XVI:C1)


    Claviers


    18 sonatines pour piano et violon (P XVII:1-18), réparties en trois livres :
    Livre I (sol majeur, si bémol majeur, ut majeur, ré mineur, mi bémol majeur et la bémol majeur)
    Livre II (sol mineur, ut majeur, ré majeur, mi bémol majeur, mi bémol majeur et si bémol majeur)
    Livre III (fa majeur, la majeur, ut majeur, si bémol majeur, sol majeur et ré majeur)
    Polonaise favorite pour piano et violon en fa majeur (P XVII:19)
    P XVIII: 1 - Marches pour piano Op. 31
    P XVIII: 2 - 6 Valses pour piano Op. 94
    P XVIII: 3 - Bürgermarsch pour piano (perdu)
    P XVIII: 4 - Marches pour piano
    P XVIII: 5 - Sonate pour piano à 4 mains en ut majeur
    P XVIII: 6 - Sonate pour piano à 4 mains en sol majeur
    P XVIII: 7 - Sonate pour piano à 4 mains en ré majeur
    P XVIII: 8 - 2 Märsche der Niederösterreichischen Landeswehr pour piano (perdu)
    P XVIII: 9 - Polonaise favorite de Varsovie pour piano en sol majeur
    P XVIII:10 - Polonaise favorite pour piano en fa majeur
    P XVIII:11 - Symphonie Op. 40 pour piano à 4 mains en ré majeur
    P XVIII:12 - Marche funèbre pour piano en si bémol mineur
    P XVIII:13 - Menuet pour piano en ut majeur
    P XVIII:14 - Menuet pour piano en fa majeur
    P XVIII:15 - Rondo pour piano en mi bémol majeur
    P XVIII:16 - Menuet pour piano en ré majeur
    P XVIII:17 - Danse hongroise pour piano en fa mineur
    P XVIII:18 - Andante pour piano à 4 mains en ut majeur
    P XVIII:19 - 12 danses allemandes pour clavecin
    P XVIII:20 - Quatuor pour deux clavecins en ut majeur
    P XVIII:21 - Quatuor pour deux clavecins en mi mineur
    P XVIII:22 - Quatuor pour deux clavecins en la majeur
    P XVIII:G1 - Allegro pour piano à 4 mains en sol majeur


    Sacrées


    4 messes : en ut majeur (opus 108, P XIX:1, pour quatre chanteurs solistes, deux violons, altos, flûte, hautbois, 2 clarinettes, 2 bassons, 2 cors, 2 trompettes, tambours, violoncelle, contrebasses et orgue, publié en 1824), en ré mineur (P XIX:2, publiée à Florence par Presso Ferdinando Lorenzi en 1842) et 2 autres en ut majeur (P XIX:3 et 4)
    3 Pange lingua : en ré majeur (P XX:1), en mi bémol majeur (P XX:2) et en si bémol majeur (P XX:3)
    Offerimus tibi en ré majeur (P XX:4)

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Wie angedroht, ääähh.. wie versprochen habe ich mir heute die Sinfonien Nr 1-3 von Franz Krommer angehört. Die Nr 1 ist quasi eine Zweitbegegnung, ich hatte sie bereits einmal gehört und zwar in einer anderen Einspielung (siehe ein paar Einträge weiter oben) Um Sinnvolles über die Nr 2 und 3 schreiben zu können, müsste ich sie zumindest ein weiteres mal hören, das verdienen diese Werke, es wäre schade, sie leichtfertig einstufen zu wollen.
    Aber ich habe mir meinen Beitrag Nr 9 vom 8. Jänner 2015 wieder durchgelesen (mein Gott wie die Zeit vergeht - die cpo Aufnahme war noch nicht mal existent, sie wurde erst 2016 veröffentlicht) wo ich folgendes geschrieben habe:

    . Ich höre im ersten Satz gewisse Reminiszenzen an eine Ouvertüre einer Mozart-Oper - verrate aber noch nicht, welche ich hier meine - Vielleicht ist es nur Einbildung - vielleicht bestätigt mich ein anderes Mitglied in meiner Vermutung.(wenige Sekunden ab Min 5:24 - und dann wieder im Finale des 1. Satzes)


    Nun hatte ich eine Alternativaufnahme vor mir - und ich hatte nicht mehr in Erinnerung WELCHE Overtüre es war, die da angeblich kurzfristig vor meinen geistigen Ohren"aufblitzte".
    Was würde passieren ? Würde diese Stelle spurlos vorübergehen ? Würde ich krampfhaft versuchen irgend etwas hineinzuinterpretieren, das vielleicht gar nicht da war - nie dagewesen ist ?
    Mal sehn .....
    Und in der Tat - da war sie wieder diese Stelle - unverkennbar - einige Takte aus Mozarts Ouvertüre zu "Cosi fan tutte"
    Sollte ich hier falsch liegen, dann muß es so in mir verankert sein, daß ich das immer wieder so interpretieren würde. Immerhin interessant, obwohl sowohl mein Eindruck, als jener des Verfassers des WIKIPEDIA Eintrags eine gewisse stilistische Nähe zui Mozart war, so verflüchtigt er sich doch eher, denn Krommers Musik unterliegt vielerlei Einflüssen - oder sie ist lediglich ein Spiegel der Zeit ihres Entstehens. Näheres nach erneutem kritischen Hören der Sinfonie Nr 2


    mfg aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Seit 2009, als dieser Thread eröffnet wurde, sind wieder 10 Jahre vergangen. Es ist zu bedauern, dass nicht mehr von Franz Krommer auf Tonträgern erhältlich ist. Siehe die Liste in Beitrag 16, die Alfred Schmidt gepostet hat. Da wären Schätze zu heben. Ich habe etliche der erhältlichen Aufnahmen Krommers im Regal stehen und ich bedaure nicht, die Werke gehört zu haben.


    In Beitrag 13 wurden die Klarinetten-Quartette erwähnt. Das Opus 83 ist auch auf der folgenden Scheibe enthalten. Dafür erhält man noch das Klarinettenquintett op. 95. Es spielen Henk de Graaf, Klarinette und das Schubert Consort Amsterdam.



    Mit diesen eingespielten Sinfonien Nr. 4, 5, und 7 hat das Orchestra della Svizzera Italiana mit ihrem Dirigenten Howard Griffiths weitere Werke zugänglich gemacht, nachdem Nr. 1 bis 3 bereits vorliegen. Fehlen noch in dieser Edition des Labels cpo die Nr. 6 und 9. Es bleibt zu hoffen, dass die Lücke gestopft wird. (Nr. 8 ist verschollen, wenn ich "perdu" richtig übersetze.)


    .

    Knochen sind Bausteine. Sie bedeuten nicht den Tod, aber fallen ohne Fleisch auseinander.

    Enno Poppe

  • Ich habe heute mal meine CD-Bestände durchforstet und nur eine einzige Aufnahme mit Werken von Franz Krommer gefunden, diese:

    Krommer: Concertos for 2 Clarinets by Dieter Kloecker

    Es enthält neben dem bereits mehrfach erwähnten Klarinettenkonzert op. 35 noch das sogenannte "Concertino italien" sowie das Klarinettenkonzert op. 91.

    Der 2011 verstorbene Dieter Klöcker ist der 1. Solist, er wird assistiert von Waldemar Wandel, d.h. in allen drei Konzerten kommen zwei Solisten zum Einsatz. Das wird auch von Dieter Klöcker bestätigt, der einen umfangreichen Begleittext für die Ausgabe verfaßt hat.

    Darin heißt es u.a.: "..... zu den glücklichsten Werken Krommers gehören auch die drei Doppelkonzerte für zwei Klarinetten und Orchester. Krommers Konzert op. 35 erschien 1802 in Offenbach und ist dem italienischen Klarinettenvirtuosen Marsano gewidmet. Das hochvirtuose Werk führt auch die modernen Solisten technisch in abenteuerliche Bereiche. Melodisch gibt Krommer hier seine eigensten und liebevollsten Gedanken wider (.....) Weiter in die Romantik hineinreichend ist das Klarinettenkonzert op. 91, das ebenfalls 1818 in Offenbach erschien. Im wesentlichen trifft musikalisch das gleiche zu, was über das erste Doppelkonzert op. 35 gesagt wurde (.....) Eine völlig anders geartete Komposition ist das 1809 in Wien entstandene Concerto italien, das Krommer dem reisenden Klarinettengenie und Instrumentenbauer Ivan Müller widmete (.....) Es fällt sowohl stilistisch wie auch hinsichtlich der technischen Ansprüche aus dem Rahmen. Eine langsame, gefühlvolle Einleitung führt zu einem feurigen Allegro mit starkem romantischen Einschlag, in dessen Coda Krommer viele Jahrzehnte vor Brahms einen Gedanken der ungarischen Tänze vorwegnimmt. Bezeichnend für seinen romantischen Gestaltungswillen ist auch die Einsätzigkeit des Werks (....) Bliebe zu sagen, daß wir in Krommers Musik stets eine helle, optimistische Grundhaltung finden. Seine Musik spiegelt deutlich wider, daß Böhmen eines der wichtigsten Ursprungsländer abendländischer Musik war. Es wird wohl noch viele Jahre dauern, bis Musiker und Publikum erkannt haben werden, daß auch dieser sogenannte 'Kleinmeister' mit seinen besten Werken ebenbürtig neben dem Schatten der großen Vorbilder bestehen kann." (Dieter Klöcker, 1996, gekürzt).

    Meinerseits bleibt zu sagen, daß die CD aufnahmetechnisch sowie was die Solisten betrifft keine Wünsche offenläßt. Allerdings klingt das RSO Stuttgart unter der Stabführung von Wolf-Dieter Hauschild reichlich kompakt, um nicht zu sagen stellenweise grob. Ein Kammerorchester wäre wohl die bessere Wahl gewesen.


    Eine Empfehlung zum Kauf kann ich ohnehin nicht aussprechen; der große Urwaldfluß bietet die CD z.Zt. für rd. 140 € :Dan!


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Franz Krommer (alias František Vincenc Kramář) ist nach meinen ersten Höreindrücken wirklich einer der spannendsten Zeitgenossen Mozarts - oder vielleicht sollte man wirklich gerade Beethovens sagen. Die Dramatik der Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 40 gemahnt mindestens ebenso deutlich an letzteren. Allerdings erinnert der Beginn des Werkes wirklich frappierend an die Ouvertüre von Don Giovanni, hierin stimme ich Alfred völlig zu. Interessanterweise kommt es aber zumindest mir nicht wie eine bloße Kopie vor. Diese Symphonie, die grob auf "vor 1803" datiert werden kann, ist offensichtlich die bis dato am häufigsten eingespielte von Krommer - vielleicht also seine beste? Neben den genannten Einspielungen von Matthias Bamert (Chandos, 1993) und Howard Griffiths (cpo, 2013/14) existiert noch mindestens eine weitere unter František Vajnar mit dem Prager Kammerorchester (Supraphon, 1980), die auch mal als CD zu haben war, derzeit aber vergriffen ist (immerhin als digitaler Download erhältlich). Ich bin gespannt, ob die übrigen Symphonien von Krommer das Niveau der sehr starken Zweiten aufweisen, die mich in jedem Satz überzeugen konnte.


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    Hier der Kopfsatz:


    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

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  • Franz Krommer:Sinfonie Nr 2



    Bevor ich mich den späteren Sinfonien widme, oder eine bereits erschienenen CD mit weiteren Sindonien hier vorstelle. möchte ich mich kurz mit der nächsten von mir bewusst gehörten Sinfonie Krommers, nämlich der Nr 2 op 40 widmen. Sie ist seiner ersten Schaffensepoche zuzuzählen und entstand 1803 und war dem Tabakfabrikanten Peter Bernard (1755-1805) gewidmet, einem Musikliebhaber und Kunstmäzen aus Offenbach.


    Das Werk hat 4 Sätze und eine Gesamspieldauer von - je nach Dirigat - 24-28 Minuten

    1) Adagio - Allegro Vivace

    2) Adagio

    3) Allegretto

    4) Allegro


    Ich möchte mich vorerst der cpo Aufnahme mit dem Orchestra della Svizzera Italiana unter Howard Griffith widmen.

    Hier ist die Sinfonie als Block leicht beschrieben. Schon der Beginn ist ein Schock. das Werk beginnt mit einer Drohendnen Gebärde voll Wucht

    Wie Beethoven ? Nein - fast möchte ich sage ungestümer und rhytmisch aggressiver. Prinzipiell ist dies der Grundton der gesamten Sinfonie - weitgehend unabhängig von den Satzbezeichnungen. Ein durch Tempo und Rhythmus geprägtes Werk mit kurzen Lieblichen Passagen, die quasi als Überraschungseffekte auftauchen mit einer teilweise schlagkräftigen Wucht (Ohne füllige Dicke des Orchesters, sondern prägnant), Man könnte auch "hendsärmelig" sagen, aber das wäre abwertend. Der Finalsatz, wenngleich sehr ähnlich strukturiert wie die andern wartet mit einigen (für mich) überraschenden Passagen auf. Eine Sinfonie, die man nie vergessen wird, so man sie inemal gehört hat. Ich erinnere mich, daß ich sei beim ersten Mal hören nicht beschreiben konnte und wollt, ich war ein wenig verwirrt und geschockt.

    Heute indes war ich auch BEEINDRUCKT.

    Ich habe mir aber die Frage gestellt ob es sich hier um eine spezielle Interpreatation handle oder um die Komposition selbst.

    Das würden wir nie erfahren

    Wirklich nicht ? Fast durch Zufall fand ich bei meiner Recherche den Hinweis auf eine zweite existierende Aufnahme, Nämlich mit den

    London Mozart Players unter Matthias BAMERT (2001 für CHANDOS)

    (ich besitze sie selber aber sie war mir nicht im Bewusstsein)

    Und nun hörte ich Ausschnitte davon ein zweites Mal;

    Weicher und dicker im Klang, langsamer im Tempo, weniger Dynamilk.

    Diw im Booklet der CHANDOS Aufnahme beschriebene Ähnlichkeit des Beginns des ersten Satzes mit jenem der "Don Giovanni" Ouvertüre von Mozart war nun in der Tat hörbar. Dennoch klang alles verbindlicher und harmloser.

    Ich denke, die Beurteilung wird einerseits von persönlichen Geschmack der hörenden Person abhängen, andrerseit der Reihenfolge des Hörens.


    Das hier verlinkte Klangbeispiel bringt die (relativ) "brave" und "konventionelle" Aufnahme aus London

    Ich habe sie etwas später gar nicht mehr sooo harmlos empfunden - das war lediglich kurz nach hören der cpo Aufnahme der Fall.

    Ich hoffe ich hab Euch neugierig gemacht . denn das war meine Absicht. :hello:



    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Franz Krommer:Sinfonie Nr 3 op. 62


    Heute setze ich mich mit der Sinfonie Nr 3 op 62 auseinander.


    Sie ist 4 sätzig und hat eine Spieldauer von fast 29 Minuten


    Die Satze:


    Adagio - Allegro assai

    Andante allegretto

    Menuetto. Allegretto

    Finale Allegro


    Sie ist durchwegs kräftig, strahlend und hell angelegt mit großen Kontrasten, die aber IMO nie aufgesetzt wirken. Etwa ab 3:00 wechselt das Tempo von Adagio zu Allegro assai. Die Musik klingt unheimlich vertraut, indes fällt mir kein Thema ein das hier kopiert worden wäre. Vielleicht sollte ich noch die gelegentlich auftretende tänzerische Eleganz erwähnen, die die Kontraste und extremen Tempi gekonnt abmildert.

    Eine ausgechnet Balance stellte der harmlos beginnende 2.Satz dar,deraber schnell selbstbewusstere Fanfarenartige aufweist,immer wieder durch sanftere Stellen aufgelockert, aber gelegentlch auch marschartig.

    Tänzerisch rustikal schließlich der 3. Satz,sehr verbindlich und eingängig.

    Schneller und freier der 4. Satz - stellenweise sogar ungestüm


    Der Gesamteindruck:

    Mozart lässt grüßen, allerdings nur stellenweise und aus weiter Ferne

    Darüber hinaus sehr kraftvoll, dynamisch und dennoch nicht harsch oder sperrig.

    Weniger auf Tiefgang (oder was man als solchen bezeichnet)

    denn als publikumswirksam* und effektvoll angelegt, das aber sehr erfolgreich.


    mfg aus Wien

    Alfred


    *)Hier ist ein zeigenössisches gemeint, aber auch all jene, die Sinfonien des späten 18. Jahrhunderts lieben.

    Interpreten SIND Sklaven !