Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2010)

  • Bei mir vorhin:



    hier: Symphonie Nr. 3


    Ich stelle besorgt fest, dass es diese wichtigen Brahms-Aufnahmen bei jpc nur noch als mp3-Donwload und bei amazon entweder nur gebraucht oder neu sehr sehr teuer (1 Stück) gibt.


    Ich werde meine CDs hegen und pflegen...


    :hello:
    Glockenton

    "Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)

  • "Erstkontakt":



    allerdings aus dieser Zusammenstellung



    u.a. mit Christel Goltz in der Titelpartie, Heinz Hoppe als Narraboth und Ernst Gutzeit als Jochanaan

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Ich will mich ein wenig mit demumstriettenen Komponisten Werner Egk und seiner Musik befassen - mehr aus Interesse denn aus Begeisterung.



    Aber wer weiß ? - "Stets findet Überraschung statt - wo man sie nicht erwartet hat" - sagt schon Wilhelm Busch


    mfg aus Wien


    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......



  • Nun, äh, ja, lieber Glockenton, bei mir sah die noch so aus:



    Was ich damit sagen will: für BMG sich wahrscheinlich die x-te Neuaufbereitung nicht mehr lohnen, da die jüngere Generation wohl eher mit mp3 angefext wird und wir älteren unsere Sachen weitestgehend schon im Stall haben.


    Und wie das so ist bei den nichtsnutzigen Plattenherstellern: bei mir gerade Schumanns op.17. Ein Überwerk. Die fabelhafte Deutung von Domotri Bashkirov läuft gerade bei mir. Als CD: not available. What a pitty!!!


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.


  • Lieber Wolfgang,
    Lutoslawski ist ein Komponist, der für mich - horribile dictu - auf ewig mit der Titelmelodie des ZDF-Magazins mit Gerhard Löwenthal verbunden bleiben wird. Dieser kurze Ausschnitt aus dem 1. Satz des Konzerts für Orchester, welches ich in einer sehr schönen Christoph von Dohnanyi-Aufnahme

    in meiner Sammlung habe, war in den 70er Jahren so prägend, dass jedes Schulkind diese Musik kannte.


    Heute abend höre ich - inspiriert durch Deinen interessanten Beitrag - nicht nur das erwähnte Konzert für Orchester mit dem Cleveland Orchestra und Dohnanyi, sondern auch Anne-Sophie Mutter mit Lutoslawski höchstselbst


    Henze, den Du auch erwähntest, habe ich übrigens in den letzten drei Jahren zweimal getroffen. Einmal in der Berliner Philharmonie, als Sir Simon Rattle sein "Floß der Medusa" aufführte (Henze saß merkwürdigerweise nach Ende des Konzerts auf einem einzelnen Stuhl direkt hinter der Ausgangstür des Blocks A links, wo jeder Zuhörer aus diesem Block zwangsläufig an ihm vorbei musste) und einmal in der Hamburgischen Staatsoper, wo Simone Young seine Oper "L'Upupa" aufführte. Dort sprach ich ihn - in der ersten Reihe sitzend - gezielt an und ergatterte ein Autogramm in meinem Programmheft.


  • Richard Wagner (1813–1883)
    Ouvertüre "König Enzio"
    Malaga Philharmonic Orchestra
    Alexander Rahbari
    2002


    Wer kennt schon die frühen Wagner-Ouvertüren? Der "König Enzio" ist mir darunter die liebste. :yes:
    Würde ich mal gerne live hören, vielleicht im Wagner-Jahr 2013 ...

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Anton Bruckner
    Symphonie Nr. 4


    Wiener Symphoniker
    Volkmar Andreae



    Meine Leib- und Magen-Vierte!


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Kontrastprogramm:


    Nach "die schöne Müllerin" mit Jonas Kaufmann



    gönne ich mir eine Sinfonie, die ich derzeit sehr häufig höre, nämlich Mahlers 9.



    -Aufnahme von 1990; für mich "die Referenz" noch knapp vor Bruno Walter oder Karel Ancerl oder Gielens späterer Aufnahme von 2003

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • [amx=B000001GXJ]300[/amx]


    Verdi, Simon Boccanegra


    José Carreras, Mirella Freni, Pietro Cappuccilli, Nicolai Ghiaurov, José van Dam und Giovanni Foiani
    Orchester der Mailänder Scala

    Viele Grüße,


    Marnie


  • Anton Bruckner (1824–1896)
    Symphonie Nr. 5
    Münchner Philharmoniker
    Sergiu Celibidache
    1986


    Eine tolle Aufnahme! :jubel:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Und wieder - wie so oft in diesen Tagen - greife ich in diese Schatzkiste:




    Wolfgang Amadeus Mozart:
    Symphonien Nr. 1-41
    Prager Kammerorchester, Charles Mackerras



    Zurzeit laufen Nr. 25, 29 + 30.


    Heute Vormittag habe ich diese Cd gleich zweimal gehört:




    Granville Bantock:
    Hebridean Symphony
    +Old English Suite;Russian Scenes
    Kosice PO, Adrian Leaper



    Besonders die Old English Suite hat es mir angetan. Die musste noch ein drittes Mal laufen ...


    Freundliche Grüße von Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Beethovens Sinfonie Nr. 8 und Tschaikowsky Sinfonie Nr. 5 mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Rudolf Kempe. Und was soll ich sagen, ein echter Kempe, hier im Herkulessaal der Münchner Residenz etwa 1 Jahr vor seinem Tod 1976.



    Grüße aus Burgdorf


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Zitat

    Original von Wolfram
    DSDS ... das Finale ... meine Frau steht drauf ... X(


    Ich habe es gerade weggeschaltet - ich kann es einfach nicht ertragen. Mein Beileid..... ;)

    Viele Grüße,


    Marnie

  • Zitat

    Original von Swjatoslaw
    Ist von denen noch jemand online?


    Ja. Klar...
    Habe aber gerade einen Krampf im Löschfinger :untertauch:


    Habe lieber ein bißchen Mitleid mit Wolfram.. Das erheischt er sich doch gerade mit seinem Posting. Ansonsten ist das hier ja auch ganz schnell wieder Schnee von gestern....


    :hello::hello:
    Reinhard

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Hallo Sviatoslav,


    ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag am Ball bleiben darf ("lach!"), denn ich höre mich gerade durch die 9-Cd-Box mit den Orchesterwerken Richard Strauss', die Rudolf Kempe zwischen 1970 und 1975 mit der Staatskapelle Dresden in der Dresdner Lukaskirche aufgenommen hat. Irgendwie bin ich letztens wieder auf Rudolf Kempe gekommen, und schon hatte ich diese Kassette in der Hand.
    Schon gehört habe ich in diesem Durchgang die sinfonischen Dichtungen "Aus Italien" op. 18, "Macbeth" op. 23, "Metamorphosen", "Eine Alpensinfonie" op. 64, "Also sprach Zarathustra" op. 30, "Tod und Verklärung" op. 24 und die Walzer aus dem Rosenkavalier op. 59. Heute noch folgen wird das Violinkonzert d-moll op. 8 mit Ulf Hoelscher und die "Sinfonia Domestica" op. 53.
    Dreierlei fällt mir beim Hören dieser Kassette zum wiederholten Male auf:
    - welch ein großartiger Komponist von Orchesterwerken Richard Strauss war, in welche fantastischen Klanggewänder er die Geschichten von den Menschen und den literarischen Figuren und die Vorgänge in der Natur kleiden konnte;
    - welch ein herausragender Dirigent Rudolf Kempe war, ich kenne keinen, der in dieser Breite die Orchesterwerke Richard Strauss' adäaquat wiedergegeben hat, auch die Wiedergabe auf 7 CD's der reinen Orchesterwerke durch David Zinman und das Tonhalle-Zürich-Orchester auf 7 CD's, die ich ebenfalls in meiner Sammlung habe, reicht nicht an Kempe heran.
    Ich habe noch einen ausgezeichneten Zarathustra und Don Juan mit Herbert Blomstedt, auch mit der Staatskapelle Dresden, das gleiche in ebenfalls hervorragender Qzalität mit Solti und seinen Chikagoern (+ Till Eulenspiegel) und zwei CD's von Karajan, seine ebenfalls großartige Alpensinfonie und seine CD mit dem Till Eulenspiegel (eindrucksvollste Japantrommel unter allen Aufnahmen), dem Don Juan, Tod und Verklärung und dem Tanz der sieben Schleier aus der Salome;
    - welch ein excellenter Klangkörper die Staatskapelle Dresden war und ist.
    Wer die Orchestermusik Richard Strauss' mag, dem kann ich die Kempe-Kassette nur empfehlen: in meinen Augen Referenz.


    Liebe Grüße


    Willi

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Jean Antonetti begleitet Johana Martzy bei Schuberts Fantasie C-dur und dem Rondo Brilliant op. 70.



    Bei der Fantasie wüsste ich eine Alternative mit dem Duo Klien/Schneiderhan, das Rondo indes kann ich mir kaum besser vorstellen. Schade, dass die Aufnahme nur mühsam als LP greifbar ist.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Den heutigen Sonntagmorgen genießen wir, wie oft, mit schöner Barockmusik, zuerst



    Kennedy war am Freitag im Dortmunder Kontzerthaus mit einer Programmmischung aus Bach und Ellington



    und später Telemanns Wassermusik in HIP-Qualität




    Schönen Sonntag


    tukan

  • Mahler zweite in der DG-Aufnahme unter Bernstein. Habe gestern Mahlers zweite in der Sony/CBS-Aufnahme unter Bernstein gehört und bin doch erstaunt, wieviel breiter Bernstein in den späteren Aufnahme seine Interpretation angelegt hat. - Beides ist gültig, die frühere Version hat aber mehr Biss und gefällt mir momentan besser. Auch, wenn der unendlich gedehnte Schluss ("Aaaaaaaaaauuuuuuuuuuuufffeeeeeeeeeeeeerrrrsteeeeeeeeeeeeehhhhnnnn, ...") in der DG-Aufnahme der helle Wahnsinn ist. So und nicht anders ...

  • Zitat

    Original von Wolfram
    Auch, wenn der unendlich gedehnte Schluss ("Aaaaaaaaaauuuuuuuuuuuufffeeeeeeeeeeeeerrrrsteeeeeeeeeeeeehhhhnnnn, ...") in der DG-Aufnahme der helle Wahnsinn ist. So und nicht anders ...


    Oh ja! :jubel:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Ich bin mr nicht sicher, ob dieser Beitrag nicht das Thema sprengt, wenn ich zeige was ich gerade an OPERN-DVD sehe.


    Eigentlich ein Thema für eine neue Rubrik, aber da schon DIESE Rubrik angefeindet ist, ist das wohl keine so gute Idee.



    Ich höre und sehe diesen Barbier Livemitschnitt aus Schwetzingen, 1988) als Alternative zum neulich besprochenen, und das soll ebenfalls eine Rezenson werden.


    Ich habe zum Thema Oper auf DVD einige Ideen die ich in den nächsten Tagen verwirklichen, bzw anregen möchte...


    mfg aus Wien


    Alfred

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......


  • Ich habe am Karfreitag (2.4.) die Live-Aufnahme der Matthäuspassion unter Herrweghe (Philharmonie Köln) aufgezeichnet und höre sie seitdem dauernd. Ich habe das Werk selber schon gesungen, kenne jeden Ton, aber hier war es vollkommen neu und frisch: lebendig in den Tempi, mit atemberaubenden piani, mit einer perfekten Verbindung von Text und Musik. Zwei Chöre und zwei Orchester (jeweils 12 Musiker), getrennt aufgestellt, in der Mitte der zusätzliche Frauenchor für Choräle. Die Besonderheit: außer dem einzigartigen Evangelisten Christoph Prégardien kamen alle Solisten aus der Mitte des Chores, oder anders gesagt: alle Solisten sangen die Chorpartien mit, wobei man keinen der Solisten aus dem Chor heraushören konnte. Non plus ultra.

    Der Fanatismus ist die einzige "Willensstärke", zu der auch die Schwachen und Unsicheren gebracht werden können (Nietzsche)

  • Zitat

    Original von dr.pingel
    Ich habe am Karfreitag (2.4.) die Live-Aufnahme der Matthäuspassion unter Herrweghe (Philharmonie Köln) aufgezeichnet und höre sie seitdem dauernd. Ich habe das Werk selber schon gesungen, kenne jeden Ton, aber hier war es vollkommen neu und frisch: lebendig in den Tempi, mit atemberaubenden piani, mit einer perfekten Verbindung von Text und Musik. Zwei Chöre und zwei Orchester (jeweils 12 Musiker), getrennt aufgestellt, in der Mitte der zusätzliche Frauenchor für Choräle. Die Besonderheit: außer dem einzigartigen Evangelisten Christoph Prégardien kamen alle Solisten aus der Mitte des Chores, oder anders gesagt: alle Solisten sangen die Chorpartien mit, wobei man keinen der Solisten aus dem Chor heraushören konnte. Non plus ultra.


    Die getrennte Aufstellung mit zwei Chören und zwei Orchestern hat Bach vorgeschrieben - also ist das, was Herreweghe macht, nichts Besonderes, sondern etwas absolut Normales. Sir Simon Rattle hat exakt dasselbe letzten Samstag in der Berliner Philharmonie mit den Berliner Philharmonikern gemacht. Nur dass sein Evangelist Mark Padmore wohl nun tatsächlich der beste Evangelist unseres Jahrzehnts ist (übrigens: Mark Padmore ist auch der Evangelist der zweiten Herreweghe-Schallplatteneinspielung). Ganz abgesehen von Rattles anderen Solisten: Quasthoff, Kozená, Tilling... Und ich wage mal zu behaupten: die Berliner Philharmoniker laufen jedem anderen Instrumentalensemble, vielleicht einmal abgesehen von Les Musiciens du Louvre, den Rang ab, was das instrumentale Können angeht. Allein schon das Violinsolo von Daniel Stabrawa *schwärm*.


    [Edit: Natürlich möchte ich hier nicht die unglaubliche Virtuosität anderer Orchester wie z.B. der Wiener Philharmoniker oder des Chicago Symphony Orchestra oder des Concertgebouworkest Amsterdam oder auch z.B. des NDR-Sinfonieorchesters kleinreden: nur sind diese Ensembles in der letzten Zeit nicht gerade durch Barockmusik-Sternstunden auffällig geworden. Und nur auf diese bezog ich mich in meiner obigen Bemerkung. Während das, was die Berliner Philharmoniker unter William Christie bei Händels "Messias" oder unter Rattle bei Bachs Matthäus-Passion an Barock-Virtuosität geleistet haben, wirklich aller, aller Ehren wert war.]


    Diese Herreweghe-Vergötterung, die allenthalben derzeit abgeht, kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen. Das mag alles ganz nett sein, was er aufführt; ich würde auch immer in eine seiner Darbietungen gehen, sofern der Preis nicht astronomisch ist. Ich besitze auch seine erste Einspielung der Matthäus-Passion mit René Jacobs. Aber Herreweghe ist nun mal ein Dirigent der zweiten Reihe, nichts anderes. Ganz nett, ganz okay. Gegen Mächte wie Furtwängler, Klemperer, Harnoncourt im Bereich Matthäus-Passion definitiv ohne den ihm derzeit zugemessenen Alleinvertretungsanspruch.


    Was ich heute abend höre? Das Mozart-Klarinettenkonzert mit der amerikanischen Solistin Suzanne Stephens, begleitet vom Radio-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Karlheinz Stockhausen. Der auch die Kadenzen sowie zwei "Übergänge" zu diesem Werk komponierte, die in dieser - äußerst schwer erhältlichen - Version zur Aufführung gelangen. Näheres dazu werde ich demnächst in dem Thread über Bläserkonzerte schreiben.

  • Es "mahlert" weiter bei mir:



    Gielens spätere Aufnahme von 2003, in der er im ersten Satz noch schroffer, noch brutaler vorgeht als in der früheren von 1990.

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • W.A.Mozart:


    Konzert für Flöte und Harfe C-Dur KV 299


    Oboenkonzert C-Dur KV 314


    Robert Wolf, Naoko Yoshino, Hans-Peter Westermann
    Concentus Musicus Wien
    Nikolaus Harnoncourt


    Teldec




    Agon

  • Ich wechsele den Komponisten, bleibe aber bei der 9.:



    Live-Mitschnitt eines Konzertes aus der Basilika in Ottobeuren vom 24.06.1979

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • daraus:



    CD 1:


    W.A.Mozart:


    Sinfonie Nr. 28
    Die Hochzeit des Figaro-Ouvertüre
    Sinfonie Nr. 33


    Cleveland Orchestra,
    George Szell


    Sony



    Agon

  • Ich möchte jetzt gar nicht darauf eingehen, dass Swjatoslaw doch von einem sehr hohen Kothurn aus spricht und mehr Verdikte als Argumente bringt. Mir scheint auch sein Bachbild nicht zeitgemäss. Sinfonieorchester mit Opernsolisten (von den Chören sagt er kein Wort) unter berühmten Dirigenten wie Furtwängler, Klemperer und Rattle sollen das letzte Wort bei der Matthäuspassion sein? Swjatoslaw meint zu Recht, dass die doppelte Aufstellung bei Bach vorgeschrieben war. Aber Bach kannte auch nur kleine Chöre, kleine Orchester und alte Instrumente und Solisten, die aus dem Chor hervorgingen. Alles Dinge, die bei Herreweghe Standard sind und bei den "großen" Dirigenten halt nicht. Noch eine persönliche Nachbemerkung: ich kann es inzwischen gut hören, ob ein Barockorchester spielt oder ein Sinfonieorchester, und Barockmusik klingt für mich mit alten Instrumenten einfach tausendfach schöner als ein Sinfonieorchester. Daher hat Swjatoslaws Aussage, dass die Berliner Philharmoniker jedem anderen Instrumentalensemble den Rang abliefen, hier keine Relevanz: sie spielen eben nicht auf Barockinstrumenten und ihr Klangkörper ist auch zu groß.

    Der Fanatismus ist die einzige "Willensstärke", zu der auch die Schwachen und Unsicheren gebracht werden können (Nietzsche)

  • Zitat

    Original von dr.pingel
    Ich möchte jetzt gar nicht darauf eingehen, dass Swjatoslaw doch von einem sehr hohen Kothurn aus spricht und mehr Verdikte als Argumente bringt. Mir scheint auch sein Bachbild nicht zeitgemäss. Sinfonieorchester mit Opernsolisten (von den Chören sagt er kein Wort) unter berühmten Dirigenten wie Furtwängler, Klemperer und Rattle sollen das letzte Wort bei der Matthäuspassion sein?


    Dazu könnte man jetzt eine Menge sagen, aber dieser Thread ist nicht der richtige Ort dafür. Nur soviel von meiner Seite aus: ich habe überhaupt nicht den Ehrgeiz, ein "zeitgemäßes" Bach-Bild zu haben. Wenn man mich mit meiner Vorliebe für die genannten Dirigenten (übrigens habe ich neben Furtwängler, Klemperer und Rattle auch noch William Christie und Nikolaus Harnoncourt genannt) "unzeitgemäß" nennen möchte: kein Problem damit.