Beethoven: Ouvertüren

  • Hallo Beethoven-Freunde (und wer ist das nicht?),


    über Beethovens Sinfonien und Werke wurde bisher zahlreich geschrieben, aber die Beethoven-Ouvertüren sind sinfonische Meisterwerke, die man nicht nur als Füller auf CD´s ansehen sollte:
    Leonore Nr. 1-3; Fidelio-Ouvertüre; Die Geschöpfe des Prometheus op. 43; König Stephan op. 117; Die Ruinen von Athen op. 113; Egmont-Ouvertüre op. 84; Coriolan op. 62; Zur Namensfeier op. 115; Weihe d. Hauses op. 124


    Ich habe deshalb schon seit fast 20Jahren auch die DG-Doppel-CD mit Karajan/Berliner PH, die ich vorher auch schon auf LP hatte.
    Ich höre die Ouvertüren auch nicht nach einer Sinfonie, weil sie noch auf der CD drauf sind, sondern lege diese bewusst separat auf.



    Die Karajan-Aufnahmen sind, soweit ich es gelesen habe, in der JesusChristus-Kirche in Berlin in den 60erJahren entstanden und haben interpretatorisch die gleiche Spitzenqualität wie seine Sinfonie-Aufnahmen.
    Auch die Klangqualität ist natürlich eingefangen, wenn auch mit etwas Rauschen versehen.
    :] Vergleiche mit anderen Dirigenten lassen mich immer wieder zu Karajan zurückkehren. Wer hat zum Beispiel noch die Coriolan-Ouvertüre so dramatisch unerbittlich und vollendet aufgenommen ?


    :) Eine vor kurzem gekaufte SONY - CD hat mich im Rahmen meiner jüngsten Beschäftigung der Beethoven-Sinfonien mit G.Szell / Cleveland Orchestra aufhorchen lassen - die gefällt mir durchs Szells straffe, strenge Art ebenfalls sehr gut:


    Auf der Szell-CD sind zwar nicht alle Beethoven - Ouvertüren, aber sie ist voll gepackt, was die CD-Technik hergibt:
    Leonore Nr. 1-3; Fidelio;Egmont; Coriolan; König Stephan; Die Geschöpfe des Prometheus.


    Die Beethoven-Ouvertüren sind es nun wert auf jede einzelne Ouvertüre noch genau einzugehen !

  • Sagitt meint: Die Ouvertüren Beethovens sind Kleinode. Großer Beethoven in sehr begrenzter Form. Egmont, Coriolan, alles sehr leidenschaftliche Musik.
    Großartig machte dies:


    a) Toscanini mit seinem NY-Orchestra. Dieser Mann konnte eine Wucht entfalten, dass es einen schlicht umhaut
    b) nicht ganz so packend, aber technisch besser: Daniel Harding mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
    c) einzelne Ouvertüren noch packender ( zB Egmont) Hogwood mit academy od ancient music
    d) die Coriolan-ouvertüre mit Kleiber und dem Bayrischen Staatsorchester.


    Alle genannten Aufnahmen gehören in die Kategorie: Hervorragend

  • Hallo Wolfgang,


    auch ich finde die Kombination Karajan / Coriolan-Ouvertüre bombastisch. Meine Aufnahme ist diese hier. (Die Ouvertüren sind Analogaufnahmen)



    An sonsten nehme ich auch gerne Szell, Harnoncourt und Klemperer.


    Gruß, markus

  • Hallo!


    Zitat

    Die Beethoven-Ouvertüren sind es nun wert auf jede einzelne Ouvertüre noch genau einzugehen !


    Dem stimme ich zu, einige der Beethoven-Ouvertüren können mit seinen prominenten Symphonie-Sätzen durchaus mithalten.
    Ich mache hier mal den Anfang der Einzelbesprechungen (ich hoffe, der Plural ist hier angebracht!) mit meinem derzeitigen Favorit unter diesen Werken, nämlich der


    Ouvertüre "Egmont" f-moll op.84 :


    Dieses etwa 8-9minütige Orchesterstück ist die Ouvertüre zu Beethovens Bühnenmusik zum Theaterstück "Egmont" von Goethe, die Uraufführung fand 1810 statt (Beethoven, nicht Goethe, das war 1796). In Goethes Drama (das ich Klassikerfreunden sehr empfehlen kann - mit das beste von J.W.G.!) geht es um den Freiheitskampf der Niederländer gegen die grausame spanische Herrschaft. Der große Held der Niederländer ist Egmont, sein spanischer Widersacher ist Herzog Alba, der am Schluß gewinnt, da Egmont hingerichtet wird (geschah 1568 ), aber doch verliert, da durch diese Tat die Freiheitsbewegung sich verstärken und siegen wird - daher schreibt Goethe als Bühnenanweisung auch, daß Egmont mit dem Erklingen einer Siegessymphonie zum Schafott schreitet. Die Schlußszene ist unglaublich visionär und eindringlich.
    Beethoven hat es geschafft, dies kongenial zu vertonen. Bevor aber die triumphale Siegesmusik in der Coda der Ouvertüre erklingt, wird im ersten Teil der Ouvertüre (sostenuto ma non troppo) die Unterdrückung der Niederländer unter dem Joch der Spanier beschrieben. Danach im bewegten Hauptteil ist der Freiheitskampf musikalisch in Szene gesetzt, immer wieder unterbrochen durch ein wuchtiges Fünfton-Sarabandenmotiv in f-moll, das Herzog Alba darstellt. Nach dessen letzten, vehementen Erklingen ertönt ein Klagemotiv der Streicher und darauf eine lange Generalpause - Egmont ist tot.
    Aus der Stille steigt dann apotheotisch triumphal die gewaltig-pathetische Siegessymphonie hervor. Immer wieder sehr spannend und bewegend anzuhören!


    Ich kenne die bereits erwähnte Karajan-Aufnahme und habe auch noch eine mit Solti und dem Chicago SO - etwas langsamer als Karajan, aber nicht minder spannend. Ich wage zu behaupten, daß diese Ouvertüre ihre Wirkung in jeder Einspielung kaum verfehlen kann!


    Wer auf die Ouvertüren "Leonore II", "Zur Namensfeier" und "König Stephan" verzichten kann, für den ist dies eine preiswerte Alternative zum Kennenlernen der Werke:


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo


    eine interessante, preisgünstige Komplettaufnahme der Ouvertüren gibt es von Neville Marriner und dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart bei Capriccio. Klassische Ausgewogenheit stehe vor Dramatik, die Interpretationen sind insgesamt dennoch sehr hörenswert. Als nette Zugabe gibt es ein paar Nummern aus der Ballettmusik zu Prometheus.


    Gruß, flo

    "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"


    Wise Guys 2000

  • Hallo!
    Nun zur Ouvertüre „Die Weihe des Hauses“ C-dur op.124:


    Das Werk wurde am 3.10.1822 uraufgeführt anläßlich der Einweihung des Theaters in der Josefstadt in Wien und diente als Eröffnungsmusik zum ebenfalls zur Theatereröffnung entstandenen Festspiel „Zur Weihe des Hauses“ von Carl Meisl.


    Mit einigen kräftigen Tutti-Akkorden beginnt die langsame Einleitung (maestoso e sostenuto), die zu majestätisch-feierlichen Trompetenfanfaren überleitet. Danach beginnt der Hauptteil der Ouvertüre (allegro con brio) – teilweise in Fugenform, wie es beim späten Beethoven häufiger der Fall ist. Formal liegt ein frei gehandhabter Sonatenhauptsatz vor.
    Die positive Ausstrahlung, der feierliche, freudige Klang des Werks lassen mich beim Hören nie unbeeindruckt, und ich kann es nicht nachvollziehen, daß diese Ouvertüre ein solches Schattendasein führt und selten aufgeführt wird.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo!


    Die Ouvertüren zu "König Stephan" Es-dur op.117 und "Die Ruinen von Athen" G-dur op.113 hat Beethoven 1811 komponiert. Bei "König Stephan" und "Die Ruinen von Athen" handelt es sich um zwei Festspiele, die August von Kotzebue anläßlich der Einweihung des neuen Theaters in Pest (gegenüber von Buda) schrieb. Beethoven komponierte die Bühnenmusik dazu. Die Ouvertüren sind aus der Bühnenmusik zusammengestoppelt.


    Die Stücke von Kotzebue (der damals unglaublich populär war) sind nicht gerade Sternstunden des Theaters. In den "Ruinen von Athen" stachelt Minerva (die römische Göttin der Weisheit) die alten Griechen zum Krieg gegen die Türken an, trifft dann den (ebenfalls römischen) Götterboten Merkur und macht mit ihm eine Zeitreise zur Einweihung des Theaters von Pest - ziemlicher Käse. :kotz:
    Für alle, die es wie Kotzebue nicht wissen: Bei den Griechen war Athene die Minerva und Hermes der Merkur! :beatnik:
    In "König Stephan" geht es um König Stephan, Herrscher von Ungarn (den gabs wohl wirklich, ich weiß aber nicht wann). Geschehnisse aus der ungarischen Geschichte sind das Thema und es läuft alles auf eine Lobpreisung des Hauses Habsburg hinaus...


    Zur Musik:
    Wie schon gesagt, entnimmt Beethoven die Themen der Bühnenmusik. Es sind - vorsichtig gesagt - nicht gerade seine inspiriertesten Kompositionen. :rolleyes:
    Während ich der "Ruinen von Athen"-Ouvertüre nichts abgewinnen kann (angeblich inspiriert durch Beethovens Vorstellung von "altgriechischer Musik", er selbst nannte sein Werk "kleines Erholungsstück"), ist zumindest in der "König Stephan"-Ouvertüre das ein oder andere eingängliche volkstümlich-ungarische ganz nett anzuhören. Wann hat Beethoven sonst schon einen feurigen Csardas komponiert? Jedenfalls konnte es Glenn Gould nicht davon abhalten, das Werk als Beethovens schlechtestes zu deklarieren (wenn ich mich recht erinnere).


    Beethoven schlug immerhin noch Kapital aus diesen Gelegenheits(bei)werken: Er verkaufte sie (zusammen mit der Ouvertüre op.115) für 75 Guineen an die Londoner Philharmonische Gesellschaft, die nicht angetan davon war. Sie hatten "niveauvollere" und eigens für sie komponierte Werke erwartet. :motz: Die Werke wurden in London nach der Probe sofort verworfen. Angeblich hat dieser Vorfall Beethovens England-Geschäfte nachhaltig negativ beeinflußt.


    Fazit: Diese Werke unentschlossenen als Werbung für Beethoven nicht vorsetzen; für Beethoven-Fans wie mich haben sie schon irgendwie "Kultcharakter". ;)


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo Forianer,


    die Beethoven-Ouvertüren habe ich mir vor kurzem auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.

    :rolleyes: Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt:
    Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan.
    ;) Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten.
    Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.



    Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert.

  • Hallo!


    Nun zur Ouvertüre Coriolan c-moll op. 62:


    Beethoven hat sie 1807 als Vorspiel zum Schauspiel "Coriolan" komponiert, allerdings nicht für das bekannte von Shakespeare, sondern das längst vergessene von Heinrich Joseph von Collin. Bereits 1807 wurde das Stück schon seit Jahren nicht mehr gespielt, es handelt sich bei der Ouvertüre also um kein Auftragswerk, sondern eher um eine "freie" Konzertouvertüre.


    Die Besetzung: je 2 Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotte, Hörner, Trompeten, dazu Pauken und viele Streicher.


    Von dem von mir bereits häufiger zitierten Buch "Beethoven" von Paul Bekker kann man nun einen ausführlichen Eindruck bekommen, das folgende ist dem Buch entnommen:


    Collins Drama ist keine Umdichtung des damals in Deutschland noch wenig bekannten Shakespeare-Dramas gleichen Namens, sondern eine selbständige, auf der Darstellung des Plutarch ruhende Schöpfung. Die Ziele beider Dichter liegen weit entfernt voneinander. Shakespeare gibt die Tragödie einer überragenden Persönlichkeit, die sich „Menschenhaß aus der Fülle der Liebe trank“, an der Betätigung dieses Hasses aber doch wieder durch die Liebe gehindert wird und, ihre Schuld sühnend, als Opfer niedriger Kabalen ein schmähliches Ende findet. Collin fehlen die großen Gesichtspunkte. Seine Sprache ist sorgsam stilisiertes rhetorisches Pathos, sein Drama keine Menschheits- oder Persönlichkeitstragödie, sondern eine in szenische Form gebrachte philosophische Diskussion: Darf der Mensch das tun, was er will, unbehindert auf Rücksichten auf die ihn umgebenden Verhältnisse? Ist er freier Herr seiner selbst oder Angehöriger einer Gesellschaft, deren Gesetze er nicht missachten darf, ohne sich in schwere Schuld zu verstricken? So lauten die Fragen, die Collin am Coriolan-Thema erläutert. Das ganze Werk ist ein Monodrama, dessen Charaktere außer Coriolan nur Staffage sind, Objekte, an denen sich der Held reibt. Coriolan tut das, was er seiner Überzeugung nach einzig tun kann und tun muß. Es bleibt ihm kein anderer Weg, und der führt zur Vernichtung, zum Selbstmord. Diese unverschuldete Tragik, dieser Widerstreit zwischen den angeborenen Gesetzen der Persönlichkeit und den von außen diktierten Gesetzen der Moral bringt Collins Coriolan zu Fall. Der Mensch als Einzelwesen ist der Vernichtung preisgegeben, wenn er die eigene Persönlichkeit nicht in Einklang mit den höchsten Gesetzen der menschlichen Gesellschaft zu bringen vermag.


    So lehrhaft die idealistische Darstellung des Gesellschaftsproblems aus der Wende des 18. Jahrhunderts heute anmutet, für Beethoven als Kind dieser Zeit besaß sie starken Anziehungsreiz. Dieser furchtlose Held, der auch im selbstgewählten Tod noch das Recht auf seine Persönlichkeit behauptet und lieber das Leben als seinen freien Willen opfert, musste in Beethoven Sympathien wecken. Als Musiker durfte er die reflektierenden Momente der Dichtung, vor allem das störende Motiv der Rache Coriolans an seinen Mitbürgern, ausscheiden. Die philosophischen Gegensätze der Herren- und Gesellschaftsmoral, die Collin mit einem Sieg der letzteren enden lässt, verwandelt Beethoven in den musikalischen Kontrast der rückhaltlos stürmenden Willensmacht und Empfindung. Die Willenskraft im Coriolan ist die des Zerstörers. So mochte Napoleon dem reifenden Beethoven erscheinen – nicht mehr als die Macht, deren Wille aufbaut, sondern deren Wille niederreißt und in diesem Zerstörungswerk sich selbst zerschmettert. Die Coriolan-Ouvertüre ist das Negativ des ersten Eroica-Satzes. An Stelle der kernig-frischen Einleitungsharmonien steht hier ein düster brütendes Unisono. Eine unheilvolle Lebensenergie ballt sich zusammen und entlädt sich in blitzartig einschneidenden Akkordschlägen. An Stelle des in schwungvollen Akkordgängen aufstrebenden Dur-Themas der Eroica treten jetzt stachelige Achtel-Staccati, trotzig widerstrebende Synkopen, schroff ausgezackte melodische Linien, massive, finster gefärbte Harmonien, die mit drückender Wucht lasten, reden eine Sprache voll rau einschneidender Härte und unerbittlicher Entschlossenheit.


    Erst das Seitenthema bringt versöhnlichere Klänge. Zum erstenmal erklingen Dur-Harmonien. Die scharf gestoßenen, eckigen Motive werden durch weich gleitende, gebundene Phrasen ersetzt. Ein leise durchhallender Hornklang gibt der Violinmelodie zart getöntes Begleitkolorit. Es sind die menschlich liebenswürdigen Züge der Coriolan-Natur, die hinter der Rauheit und unbeugsamen Härte des Willens verborgene Weichheit der Empfindungen, die sich in diesem hingebungsvollen, von leiser Wehmut überschatteten Gedanken spiegeln.


    Doch nur kurze Zeit währt die Beruhigung. Das Bild trübt sich wieder, Mollklänge erlangen die Vorherrschaft, die andrängenden Synkopen verjagen alle besänftigenden Empfindungen. Ein unruhiges Wogen der im Erreichen ihres Ziels bedrohten Willensmächte schwillt zu einer gewaltigen Kräftespannung an und führt zu einem neuen Ausbruch der Anfangsgedanken, Beethoven bezieht hier die Einleitung in die Wiederholung mit ein. Die Anfangstakte erhalten durch die Umdeutung nach f-moll drohendere Bedeutung, der Aufbau des Themas vollzieht sich in gekürzter, eindringlicherer Fassung. Das Seitenthema, jetzt in lichtem C-dur erklingend, vermag sich ebenso wenig wie vorher zu behaupten, die negierenden Kräfte verdrängen es wieder. Mit einem schroffen Ruck nach Des-dur bricht der Teil kurz ab – Coriolans Schicksal ist entschieden. Wie eine flehende Mahnung erscheint noch einmal das C-dur-Thema am Beginn der Coda, doch schnell wird es nach Moll gezogen. Der Wille des Helden, entschlossen bis zum Äußersten, sich treu zu bleiben, kehrt sich an keine Mahnungen und Warnungen. Noch einmal erhebt er sich zur vollen, dämonischen Größe, um dann, mit jähem Sturz, zerschmettert hinabzusinken in die Tiefe, die ihn schweigend aufnimmt.


    ...der Rest ist Schweigen... (keine Apotheose wie beim "Egmont")


    Viele Grüße,
    Pius.

  • ouvertüren gibt es zu:


    die geschöpfe des prometheus op. 43 (1800/01); ballettmusik
    coriolan op.62 (1807) zu dem trauerspiel collins
    große ouvertüre 'zur namensfeier' op. 115 (1814/15)
    egmont op. 84 (1809/10) zu goethes tragödie
    die ruinen von athen op. 113 (1811) zu kotzebues festspiel
    die weihe des hauses op. 124 (1822) zu meisls gelegenheitsfestspiel (die folgende musik ist größtenteils mit op. 113 identisch)
    könig stephan op. 117 (1811) zu kotzebues festspiel


    und dann natürlich die 3 leonorenouvertüren (op. 72, 72a, 138 ) bzw. die ouv. zu fidelio (72b)


    allen ouv. ist gemeinsam, daß sie nachfolgende bühnenmusik einleiten, somit 'keine 'gattung' selbst. konzertouvertüren darstellen ... beatnik


    auch die 'namensfeier' sollte uspr. mit der 'ode an die freude' verbunden werden. der plan ist bekanntermaßen anders ausgeführt worden. dann wurde sie für die namensfeier des öster. kaisers vorgesehen.


    gruss

  • Zitat

    Original von Pius


    In "König Stephan" geht es um König Stephan, Herrscher von Ungarn (den gabs wohl wirklich, ich weiß aber nicht wann).


    *969 bei Gran [Esztergom], † 15. August 1038, nur heißt er dort, wo der Paprika wächst, István.


    :hello:


    [auch] István

  • ein ganz wichtiger könig: nämlich der erste christliche herrscher ungarns ... bekannt durch die 'stepahns-krone' ... die ösis müssen sich damit auskennen ... :hello:

  • Eindeutige Referenz bei Coriolan ist für mich Kleiber und das Bayrische Staatsorchester. Weiteres Highlight ist für mich Fricsay und die Berliner mit Egmont.
    Über die Ouvertüren mit Zinman möchte ich nicht nur schlechtes sagen. Sicher es gibt einige Ouvertüren, denen die Seele geraubt wird (die Ruinen verliert zum Beispiel stark) andererseits kommt bei manchen die besondere Dramatik besonders heraus (Fidelio, Corialan, teilw. Egmont).


    Ansonsten, ein gutes Mittel aus Szell und Karajan (Szell ist jetzt übrigens auch in der Esprit Serie um 5,90 erhältlich.


    IDS


    Georg

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Was hier fehlt ist Harnoncourt.
    Hab die Aufnahme jetzt länger nicht gehört, war aber sehr zufrieden damit.
    Power und Emotion.



    mal eine Harnoncourt-CD bei Teldec, die immer noch (oder wieder) hochpreisig verkauft wird

  • Die Leonore-Ouvertüren:


    Leonore I


    Die erste Ouvertüre, die Beethoven zu seiner einzigen Oper komponiert hatte, fiel bei einer Privatvorführung 1805 im Hause Fürst Lichnowskys durch ( "zu leicht" / "zu wenig Bezug zur Oper" ). Beethoven legte die Patitur daraufhin ganz unten in die Schublade, und da kam sie zu seinen Lebzeiten auch nicht mehr hervor. Daher hat diese Ouvertüre eine so hohe, quasi-postume Opuszahl 138.


    Hörenswert ist das Werk allemal. Es waren wohl ziemliche Banausen, die das Werk Beethoven damals ausredeten.
    Leonore I steht, wie die anderen beiden auch, in der Grundtonart C-dur und beginnt mit einer langsamen Einleitung (andante con moto), auf die dann das Hauptthema (allegro con brio) des Sonatensatzes folgt. Es ist das Leonore-Thema und erinnert etwas an "O namenlose Freude". Das Seitenthema (Pizarro-Thema) steht in c-moll und ist düster-dramatisch. Im Mittelteil (adagio ma non troppo in Es-dur als Quasi-Durchführung) erklingt in den Holzbläsern das Florestan-Thema "In des Lebens Frühlingstagen". Das 1. Thema (Leonore) dominiert die Reprise und triumphiert in der Coda, die plötzlich im pianissimo versinkt, bevor sie durch einige Tutti-Akkorde abrupt endet.


    Leonore II


    Der zweite Versuch ist schon als meisterlich zu bezeichnen! Leonore II wurde bei der Uraufführung der Oper am 20.11.1805 ebenfalls zum ersten Mal aufgeführt. Die Ouvertüre sprengt mit einer Länge von über 530 Takten die bisherigen Dimensionen dieser Gattung.


    Die Einleitung (adagio) zitiert die Florestan-Melodie (As-dur) der Kerkerszene. Aus dieser Szene entwickelt sich das Leonoren-Thema (C-dur), das den Hauptteil der Ouvertüre beherrscht, und erstrahlt in vollem Pathos (das Florestan-Thema erscheint in untergeordneter Rolle zwischendurch). Das musikalische Geschehen wird immer konflikthafter, kampfartig. Da ertönt über einem gehaltenen Streicher-Akkord das berühmte Trompetensignal, beim ersten mal noch leiser. Nach einigen leisen Takten Leonoren-Thema erklingt das Trompetensignal, nun deutlicher, ein zweites Mal. Nun folgt das adagio-Florestan-Thema, neue Hoffnung schöpfend. Nach einer gewaltigen Stretta schließt die Ouvertüre mit einer triumphalen Siegessymphonie auf das Leonoren-Thema.


    Leonore III


    Als sei das noch nicht genug, setzt Beethoven noch einen drauf und arbeitet Leonore II zu einem grandiosem Sonatenhauptsatz um, der auch als erster oder letzter Satz einer Symphonie fungieren könnte. Das Werk ist auf 638 Takte angewachsen und erklang erstmals bei der Uraufführung der zweiten Fassung der Oper am 29.3.1806.
    Was hat Beethoven gegenüber Leonore II verändert? Die Fortissimo-Akkordfolge nach der Einleitung ist neu, ebenso ein echtes zweites Thema und eine echte Reprise, so daß man von einem Sonatensatz sprechen kann. Es gibt mehr düster-drohende Passagen und die Trompetenstelle wurde etwas geändert.
    Diese Ouvertüre ist ein Meisterwerk!

  • So jetzt hab ich auch Harnoncourt (hab die teurere CD zum Preis der Low-Bugdet-Serie bekommen, Restposten machts möglich). Muss sagen, dass wenn ich jetzt wählen müsste würde ich Harnoncourt wählen. Sein Beethoven hat etwas ganz spezielles. Ich weiß nicht wie ich sagen soll, sein Interpretationen klingen irgendwie so, dass man erkennt, dass die Musik 200 Jahre alt sind und deswegen sind sie so frisch...


    Keine Ahnung ob man dass so sagen kann, aber nach einiger Zeit ist mir bei NKs Beethoven der Knopf aufgegangen.

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Salut,


    Zitat

    Original von Pius
    Leonore I


    Die erste Ouvertüre, die Beethoven zu seiner einzigen Oper komponiert hatte, fiel bei einer Privatvorführung 1805 im Hause Fürst Lichnowskys durch ( "zu leicht" / "zu wenig Bezug zur Oper" ).


    Hörenswert ist das Werk allemal. Es waren wohl ziemliche Banausen, die das Werk Beethoven damals ausredeten.


    ...wo sie doch die Oper als solche doch gar nicht kannten, oder war dieses Privatkonzert nach dem 20.11.1805?


    :hello:


    Ulli

  • Hallo, Ulli!



    Das Sujet der Oper war den Herrschafften wohl bekannt.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo zusammen,


    ich meine auch, dass die Karajan-Box eine gute Wahl für den Anfang ist. Alles komplett, vieles gut, manches (Coriolan) sehr gut.


    Die Auswahl, die bei der Symphonien-GA mit Bernstein/WPO enthalten war, fand ich nicht so überzeugend, gerade bei den Reißern.


    Harnoncourt und Zinman sind hervorragend als Gegenentwürfe geeignet, wenn man einen Kontrast zu Karajan sucht. Und zu Furtwängler und Klemperer bei Beethoven muss man ja wohl nicht viel sagen ...


    Wer hat andere historische Aufnahmen der Ouvertüren, jenseits von Furtwängler, Klemperer und Toscanini?

  • Bei der Erfassung von Immerseels Beethoven Zyklus bin ich mit widersprüchlichen Angaben im Booklet konfrontiert und frage mich daher: Gibt es eigentlich einen verbindlichen Überblick, in welcher Tonart die Ouvertüren stehen?


    Die Ouvertüre zu Coriolan op. 62 ist in der Übersicht des Booklets angeblich in d-Moll, im Text dann in c-Moll. Und laut Bielefelder Katalog in e-Moll???
    Die Ouvertüre zu Die Ruinen von Athen op. 113 steht angeblich in g-Moll und Pius nennt hier G-Dur.
    Der Türkische Marsch aus op. 113 ist in der Übersicht angeblich in B-Dur, im Text dann in D-Dur.
    Die Ouvertüre zu Die Weihe des Hauses op. 124 ist in der Übersicht angeblich in D-Dur, im Text dann in C-Dur


    Und wenn wir schon dabei sind: wie ist denn das mit den Leonore II, III und Fidelio Ouvertüren? In bunter Mischung ist mal die eine op. 72 oder op. 72a oder op. 72b. Gibt's da eigentlich eine verbindliche Festlegung?


    Es wäre schön, wenn an dieser Stelle die Übersicht auch die Tonarten mit angeben würde, um endgültige Klarheit zu schaffen. Danke.

    Nach Schlaganfall zurück im Leben.

    Einmal editiert, zuletzt von enkidu2 ()

  • Zitat

    Original von enkidu2
    Und wenn wir schon dabei sind: wie ist denn das mit den Leonore II, III und Fidelio Ouvertüren? In bunter Mischung ist mal die eine op. 72 oder op. 72a oder op. 72b. Gibt's da eigentlich eine verbindliche Festlegung?


    Leonore I op. 138 C-Dur
    Leonore II op. 72a C-Dur
    Leonore III op. 72b C-Dur
    Fidelio op. 72 E-Dur (die Ouvertüre alleine wohl op. 72c)


    Weihe des Hauses op. 124 C-Dur
    Coriolan op. 62 c-moll
    Egmont op. 84 f-moll
    Prometheus op. 43a C-Dur
    Ruinen op. 113: Ouvertüre g-moll, Marcia alla Turca B-Dur


    Häufiger Übersetzungsfehler ist wohl do minor/majeur als d-moll bzw. D-Dur (wegen des'd'?). Die Tracklistangaben im Booklet bei der Immerseeledition sind bezüglich op. 62 und 124 in der Tat fehlerbehaftet.


    :hello:


    Ulli

  • Zitat

    Original von Ulli
    Ruinen op. 113: Ouvertüre g-moll, Marcia alla Turca B-Dur


    Hier wird nicht selten G-Dur angegeben, da der Hauptteil der Ouverture nach der andante-Einleitung in dieser Tonart steht. In solchen Situationen wird nicht ganz einheitlich verfahren, obwohl eigentlich der Beginn des Satzes zählt. Die Kreutzersonate wird immer mit A-Dur angegeben, obwohl das Presto im Kopfsatz a-moll ist, bei Mendelssohns 5. Sinfonie findet man sowohl d-moll wie auch D-Dur.


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ich danke für die Hilfe. - Bleibt mir nur unverständlich, wie im Bielefelder Katalog seit Jahrzehnten die Coriolan Ouvertüre in e-Moll angegeben sein kann. Korrigiert die denn niemand?

  • Die Beethoven-Ouvertüren sind allesamt Leckerbissen ersten Ranges und so mancher Symphonie anderer Komponisten überlegen. Meine persönlichen TOP-Favoriten sind "Egmont", "Leonore III" und "Coriolan".


    Kennengelernt habe ich die meisten – wie wohl viele unter uns – mit Karajan:



    Die Aufnahmen sind auch sehr gut, will ich meinen. Ich weiß nicht genau, ob sie identisch sind mit denen von teleton im Eingangsbeitrag genannten Aufnahmen.


    In letzter Zeit gesellten sich dazu noch die Aufnahmen von Bernstein ("Egmont", "Coriolan", "Fidelio", "Leonore III", "Die Geschöpfe des Prometheus", "König Stephan"), aufgenommen zwischen 1978 und 1981 für die DG, die den Einspielungen Karajans in nichts nachstehen, vielleicht gar eine Spur emotionaler sind.


    Man fndet sie sowohl auf der alten Box, wo sie mit den Wiener Symphonien-Aufnahmen gekoppelt waren, als auch auf der neuen "Collectors Edition":



    Die "Leonore III" ist auf letzterer Box sogar zweimal vertreten: Als Wiener Aufnahme von 1978 und als Teil des Amnesty International-Konzerts aus München von 1976. Die Münchner Aufnahme ist meinem Empfinden nach sogar noch um Nuancen besser, etwas spritziger und pompöser (14'25 statt 15'07). Der besondere Anlaß spornte Dirigent und Orchester wohl zusätzlich an (wie auch in der am selben Tag ebenfalls aufgeführten 5., die der Wiener Aufnahme m. E. überlegen ist). Hier zeigt sich mal wieder, daß das BRSO ein ausgezeichneter Klangkörper ist, der den Wiener Philharmonikern in nichts nachsteht.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    Was hier fehlt ist Harnoncourt.
    Hab die Aufnahme jetzt länger nicht gehört, war aber sehr zufrieden damit.
    Power und Emotion.


    Das stimmt! Diese CD höre ich auch heute noch regelmäßig, gehört zu meinen Lieblings-CDs!


    Was mir noch fehlt auf dieser CD, habe ich mit dieser Box ergänzt:


    Die habe ich vor vielen Jahren mal für ca. DM 70,-- erstanden... erschütternd, was die im amazon-Marketplace kosten soll... 8o :no:


    (In der Box war übrigens auch z.B. die Bühnenmusik 'Eleonore Prohaska'. - Die Trauermusik daraus gehört für mich zu dem schönsten, was Beethoven jemals komponiert hat!).

  • Zitat


    Zitat von Josef:
    Die Aufnahmen sind auch sehr gut, will ich meinen. Ich weiß nicht genau, ob sie identisch sind mit denen von teleton im Eingangsbeitrag genannten Aufnahmen.


    Ja, es sind die Aufnahmen aus der DG-Ouvertüren-GA von 1966 aus der Jesus-Christus-Kirche Berlin, die auch in der Beethoven-Sinfonien GA 1977 enthalten sind.


    Karajan hat (neben einigen TV-Konzerten) später in den 80ern nochmal für die CD im Rahmen seiner letzten und digitalen Beethoven - GA 1984 die Ouvertüren Fidelio, Leonore II, Coriolan, Egmont eingespielt.
    Diese sind auch auf den DG-Einzel-CD´s der Sinfonien Nr.3 und 8 in DDD enthalten.
    :wacky: Leider von der Interpretation und der gesamten klanglichen Abstimmung her gar nicht so mustergültig wie in der Ouvertüren-GA (DG, 1966, ADD).
    Die gesamte DDD-CD mit der Sinfonie Nr.8 mit den Ouvertüren Fidelio, Leonore II, Egmont ---- tut mir leid, aber die habe ich für mich abgehakt.



    Interessant deine INFO zu Leonard Bernstein.
    Ich dachte nämlich das ich mit Bernstein alle Beethoven - Ouvertüren in der SONY- und der DG - GA habe.
    :) Seit einigen Tagen sehe ich aber durch deine INFO die neue "Amnesty International CD-Box" in der ja noch unbekannte Bernstein -Leckerbissen schlummern !
    :yes: Bernstein´s Beethoven-Ouvertüren-Aufnahmen stehen für mich, neben den frühen Karajan-Aufnahmen, an der Spitze.


    ;) Nur eine Ouvertüre habe ich nie besser gehört als mit Karajan - die Coriolan-Ouvertüre (DG, 1966, ADD).

  • Zitat

    Original von teleton


    Nur eine Ouvertüre habe ich nie besser gehört als mit Karajan - die Coriolan-Ouvertüre (DG, 1966, ADD).



    Wirklich? :D





    Mein Favorit ist hierbei - man entschuldige freilich den historischen Klang - Furtwängler 1943.


    Eine unfassbar spannende, extreme Interpretation mit schneidenden Pauken und vorwärtsdrängenden Steigerungen, das Verklingen im Nichts kenne ich nirgendwo eindringlicher und erschütternder.

    'Architektur ist gefrorene Musik'
    (Arthur Schopenhauer)

  • Hallo Wolfgang,


    diese neue "Amnesty International"-Box bietet erstmals dieses bis dato nicht auf CD erschienene Konzert (auf LP übrigens schon 1977 rausgekommen) neben den bekannten späten Aufnahmen der 7. und 9. sowie der in Wien aufgenommenen Ouvertüren.
    Es ist schon etwas dumm, wenn man den Rest der Box schon hat, allerdings finde ich, die Aufnahme der 5. und der "Leonore III" lohnt sich allemal. Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb, ist diese 5. sehr impulsiv geraten und der ein Jahr später entstandenen Wiener Aufnahme vorzuziehen. Auch, was die "Leonore III" angeht, würde ich so urteilen, allerdings sind da die Unterschiede nicht so extrem.


    :hello:


    Hallo novecento,


    das Problem bei Furtwängler ist eben, daß er immer Mono ist. Natürlich war er ein Spitzeninterpret bei Beethoven, aber audiophil ist das für heutige Ohren eben nicht mehr, weshalb ich Leute verstehen kann, die sich das nicht mehr antun wollen. Die klanglich beste Furtwängler-Aufahme, die ich kenne, ist die bei Tahra erschienene letzte der 9. Symphonie aus Luzern 1954.


    :hello:

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat

    Original von teleton
    Karajan hat (neben einigen TV-Konzerten) später in den 80ern nochmal für die CD im Rahmen seiner letzten und digitalen Beethoven - GA 1984 die Ouvertüren Fidelio, Leonore II, Coriolan, Egmont eingespielt.
    Diese sind auch auf den DG-Einzel-CD´s der Sinfonien Nr.3 und 8 in DDD enthalten.
    :wacky: Leider von der Interpretation und der gesamten klanglichen Abstimmung her gar nicht so mustergültig wie in der Ouvertüren-GA (DG, 1966, ADD).
    Die gesamte DDD-CD mit der Sinfonie Nr.8 mit den Ouvertüren Fidelio, Leonore II, Egmont ---- tut mir leid, aber die habe ich für mich abgehakt.


    Ich habe die späte "Egmont"-Aufnahme mal bei youtube gesehen als Video (dürfte identisch sein mit der auf der CD). Es kann sein, daß das als Video besser wirkt als rein auf CD. Allerdings stimmt es schon, daß es an die früheren Aufnahmen nicht herankommt.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid