Rosalind Elias - Mezzosopran der MET

  • Rosalind Elias, amerikanische Mezzo-Sopranistin/Altistin; geb. 13.3.1929 in Lowell/Massech. Sie studierte in Boston und in Rom. Ihr Debüt fand 1954 an der MET statt (Walküre). Ihr internationaler Durchbruch begann als Olga (Eugen Onegin) und Marina (Boris). Sie wirkte in den UA von Barbers Vanessa (1958) und Anthony and Cleopatra (1966) mit. 1969 war sie Dorabella in Salzburg. Gastspiele auch in verschiedenen US-Städten und in Europa.


    Mich begeistert Rosalind Elias als Preziosilla in "Die Macht des Schicksals" (Metropolitan Opera ) und als Azucena in "Der Troubadour" (Opernhaus Rom).

    W.S.

  • Mich begeistert Rosalind Elias als Preziosilla in "Die Macht des Schicksals" (Metropolitan Opera )

    Auch in der Studioaufnahme der Oper (1959 unter Previtali) ruft sie diese sehr gute Leistung ab. Hinsichtlich Phrasierung und Diktion hat sie auch zwei großartige Partner: Giuseppe di Stefano und Leonard Warren.

    "Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
    Enrico Caruso


    "Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
    ("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
    Giuseppe di Stefano

  • Löbl/Werba urteilen über ihre RCA-Azucena: sie liefere lediglich ein Clichébild ab.


    Daran verbirgt viel Ungerechtes vielleicht ein Körnchen Wahrheit. Aber welche Sängerin hätte alle Abgründe dieser Figur ausgeschöpft (und dabei so schön gesungen)? Die dramatische Spannweite im Stride le vampa und der anschließenden großen Szene mit Manrico ist jedenfalls beeindruckend. Ich kann nicht finden, daß die Simionato das besser bewältigt. Vor allem nicht, wenn man mit so gefährlichen Kategorien wie Cliché (vs. Wahrhaftigkeit?) handelt.


    :hello:

    Zerging in Dunst das heilge römsche Reich


    - uns bliebe gleich die heilge deutsche Kunst!


  • Ihre Gestaltung der Alt-Partie im Verdi-Requiem soll nicht ungenannt bleiben.
    Sie kann sich neben den übrigen großen Solisten jederzeit behaupten.
    Der Dirigent ist der großartige Fritz Reiner.

    :hello: Herbert

    Tutto nel mondo è burla.

  • Mich begeistert sie vor allem, wenn ich sie hin und wieder noch mal Live auf der Bühne erleben kann.
    Rolle der Mutter in Vanessa vor einigen Jahren an der New York City Opera oder im Musical Follies, letztes Jahr in New York.

  • Rosalind Elias wurde am 13. März 1929 geboren. Zu diesem Anlass habe ich die gleiche CD mitgebracht:


    die auch Herbert Henn im vorletzten Beitrag gepostet hat und die sich seit kurzem auch in meinem Beseitz befindet. Sie singt eine großartige Partie, und es will schon etwas heißen, sich im Verdi-Requiem gegen Leontyne Price zu behaupten.


    Rosalind Elias feiert heute ihren 86. Geburtstag.


    Happy Birthday!


    Willi :jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Rosalind Elias war eine feste Stammgröße an der MET. Sie war es, die Kathleen Battle zu Fall brachte. 1993 benahm sich Battle so unmöglich ihr gegenüber, dass der Intendant, Joseph Volpe, Battle hinausschmiss, worauf es fröhliche Parties gab. Das ist nachzulesen in einem Buch der Tochter von Arthur Fiedler (Boston Pops), das ich demnächst in der Rubrik "Was lese ich gerade" vorstellen werde.

    "Das sieht ja sehr verlockend aus", denkt man sich, wenn man lauter fremde Herrschaften zu atonaler Musik tanzen sieht, "da geh ich, glaub ich, nicht hin!" (Harry Rowohlt)

  • Das wird sicher interessant, lieber dottore, vielleicht besorge ich es mir ja auch: ist ja auch mal was anderes als immer nur Krimis- oder vielleicht ist das ja auch so etwas Ähnliches.


    Liebe Grüße


    Willi :D

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Rosalind Elias war eine feste Stammgröße an der MET. Sie war es, die Kathleen Battle zu Fall brachte. 1993 benahm sich Battle so unmöglich ihr gegenüber, dass der Intendant, Joseph Volpe, Battle hinausschmiss, worauf es fröhliche Parties gab. Das ist nachzulesen in einem Buch der Tochter von Arthur Fiedler (Boston Pops), das ich demnächst in der Rubrik "Was lese ich gerade" vorstellen werde.


    Das ist nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Fakt ist, dass Battle's Rauswurf auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist und Elias sicher nicht die Einzige war, die ihr Fett von Battle abbekam.
    1994 waren beide Sängerinnen für eine Neuproduktion von Donizetti's La fille du regiment engagiert. Was sich Battle da während der Proben geleistet hat oder haben soll, ist ja legendär. Proben wurden verschoben und ihren Wünschen angepasst. Das hinderte sie dann nicht daran trotzdem zu spät oder gar nicht zu erscheinen. Mitglieder des Ensembles berichteten davon, von ihr beleidigt worden zu sein, Battle soll sich geweigert haben, vor Mitgliedern des Ensembles zu proben und und und. Es gab ja noch eine Reihe anderer (skurriler) Vorfälle, die über einen längeren Zeitraum gingen, die aber den Rahmen hier sprengen würden. Battle's Starallüren könnten locker ein ganzes Buch füllen und dabei für amüsante Unterhaltung sorgen. Aber hier geht es um Elias und nicht um Battle, von welcher wir, glaube ich, ja auch einen thread haben.


    Gregor

  • Du hast natürlich Recht, aber Elias war "the last straw that broke the camel´s neck".

    "Das sieht ja sehr verlockend aus", denkt man sich, wenn man lauter fremde Herrschaften zu atonaler Musik tanzen sieht, "da geh ich, glaub ich, nicht hin!" (Harry Rowohlt)


  • In meinen Ohren ist Rosalind Elias eine der eigenwilligsten Sängerinnen, die ich kenne. In ihren vielen Aufnahmen kommt sie mir immer ein wenig so vor, als würde Oper in einem Musical-Theater am Broadway aufgeführt. Es klingt immer ein bisschen so. Das ist jetzt aber nicht abwertend gemeint. Ich kann ihr Stimme, die zwischen Mezzo und Sopran schwankt, nicht anderes beschreiben. Das betrifft ihr Judith in Bartoks "Blaubart" genau so wie den Hänsel in der Humperdinck-Oper, den sie an der Met in Englisch gesungen hat. Die Met war ihr Stammhaus. Dort ist sie nicht nur in großen Rollen aufgetretene, sondern war auch schon mal ein Knappe im "Parsifal" und ein Knabe in der "Zauberflöte". Sie war eine Art Allzweckwaffe, was ich sympathisch finde. Ihre Ausflüge in die Operette sind ganz und gar nicht zu verachten. Sie sang auf RCA beispielsweise den Orlofsky ("Fledermaus", sowie die Czipra und die Arsena ("Zigeunerbaron"). Das bereits sehr positiv genannte Verdi-Requiem unter Fritz Reiner gefällt mir auch ganz gut, wenngleich ich kein Freund von Leontyne Price in der Sopranpartie bin. Mit ihr geht zu sehr die Oper durch. Ich möchte hier nicht Aida hören. ;) Auch Jussi Björling klingt ziemlich müde und glanzlos. Ihm blieb ja kaum mehr ein Jahr. Die ganze Aufnahme ist mir zu spektakulär angelegt. Da ziehe ich dann doch Giulini und de Sabata vor.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Auch Jussi Björling klingt ziemlich müde und glanzlos. Ihm blieb ja kaum mehr ein Jahr. Die ganze Aufnahme ist mir zu spektakulär angelegt. Da ziehe ich dann doch Giulini und de Sabata vor.

    Und ich Toscanini mit einem nochganz anders klingenden Björling! :rolleyes:


    Reiners Tempi bei seiem Requiem sind mir tatsächlich auch zu breit, während ich bei Toscanini wie so häufig das Gefühl habe: So muss es sein!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Rosalind Elias ist - wie bereits an anderer Stelle des Forums vermerkt - am 3. Mai 2020 gestorben. Ein langes, erfolgreiches Leben, hat sich vollendet. Erst diese Tage hatte ich mir wieder diesen "Falstaff" angehört und gestaunt, was für eine gute Sängerin - auch im Ensemble - sie ist. Sie singt die Page. Und ich musste nachschauen, ob sie überhaupt noch lebte. Damals lebte sie noch. Was es doch für fast unheimliche Zufälle gibt.



    Nach dem erneuten Anhören der Aufnahme bin ich wieder zudem Schluss gelangt, dass es eine meiner liebsten ist. Sie hat Feuer und hintergründigen Witz. Und sie macht mir deutlich, das Verdi am Ende seines Lebens mit diesem Werk ein Fenster in die Moderne aufrissen hat. Was für ein Abschluss!

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold 1876

  • Rosalind Elias ist - wie bereits an anderer Stelle des Forums vermerkt - am 3. Mai 2020 gestorben. Ein langes, erfolgreiches Leben, hat sich vollendet.

    Lieber Rüdiger,


    …. ja, es war eine überaus erfolgreiche Sängerkarriere. Ich habe die Künstlerin, die hierzulande wohl wenig bekannt war, sehr hoch geschätzt und viele Aufnahmen mit ihr im Regal. Nun ist sie im gesegneten Alter von 90 Jahre gestorben. Möge sie in Frieden ruhen.


    Zur Erinnerung möchte ich einige bemerkenswerte Aufnahmen aus meinem Bestand nennen, die hier noch nicht erwähnt wurden:

    Sowohl ihre Maddalena in Soltis "Rigoletto" als auch die Suzuki in der "Butterfly" sind ganz große Klasse, und selbst die kleine Rolle der Mary im "Holländer" unter Antal Dorati, den ich übrigens für einen der besten überhaupt halte (George London ist ein furchterregender Holländer!), wird von ihr sehr schön gestaltet, übrigens in gutem Deutsch.

    Auch Jussi Björling klingt ziemlich müde und glanzlos.

    Mit diesem Satz, lieber Rüdiger, hast Du mich tief getroffen:(! Hier geht es zwar um Rosalind Elias, aber für mich ist die alte Reiner-Aufnahme mit Price, Elias, Björling und Tozzi, die ich bereits auf LP besaß und heute noch habe

    Verdi – Requiem / Fritz Reiner & Wiener Philharmoniker 2 LP Box Set

    ein wahres Juwel, mit einem fantastischen Sängerquartett, und Jussi Björling singt das "Ingemisco" und vor allem das "Hostias" hinreißend. Nur Giuseppe di Stefano in der alten EMI-Aufnahme unter Victor de Sabata übertrifft ihn da ein wenig. Doch das ist sicher vor allem Geschmacksache. Als die Reiner-Aufnahme erstmals auf CD erschien, habe ich sie sofort wieder gekauft und später sogar noch die neueste Überspielung im "24-bit"-Verfahren:

    so daß sie nun insgesamt dreimal in meiner Sammlung vorhanden ist! Da kann selbst Nicolai Gedda IMO nicht mithalten.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Jussi Björling singt das "Ingemisco" und vor allem das "Hostias" hinreißend. Nur Giuseppe di Stefano in der alten EMI-Aufnahme unter Victor de Sabata übertrifft ihn da ein wenig.

    Vor allem übertrifft Björling sich selbst unter Toscanini mit Milanov, Castagna und Moscona. Bei Reiner ist er nicht mehr ganz so überragend wie bei Toscanini.


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Liebe Melomanen,

    ich habe mir zum Gedenken an Rosalind Elias - die lange Jahre (1954 - 1996) eine 'tragende Stütze des Ensembles ' der Metropolitan Opera in New York (687 Vorstellungen in 53 Rollen) und auch lange im Vorstand der 'MOG' (Metropolitan Opera Guild) war und sich um den Opernnachwuchs in den U. S. A. kümmerte - ihre Schallplatte mit Szenen aus Massenets „Werther“ angehört, wo sie neben Cesare Vallettis beeindruckendem Titelhelden eine bewegende 'Charlotte' singt (leider muss man mitten in der Briefszene die Platte wenden); eine CD dieser 'RCA'-Aufnahme von 1961 mit Gérard Souzay als 'Albert' und Walter Alberti als 'Le Bailli' und dem Orchester des Opernhauses Rom unter René Leibowitz erschien m. W. bisher nicht. (Übrigens gibt es ihre 'Charlotte' auch in Mitschnitten von Aufführungen aus New Orleans 1964 – mit Giuseppe Di Stefano – und 1971 und 1972 aus der 'Met' mit Franco Corelli.).


    In Europa hat sich die in America ausserordentlich beliebte Sängerin – von Freunden und Kollegen 'Roz' genannt – ziemlich rar gemacht. Ihr wohl größter Erfolg war hier – neben der Europäischen Erstaufführung von Barbers „Vanessa“ bei den Salzburger Festspielen 1958 - wohl die 'Dorabella' in Jean-Pierre Ponnelles Inszenierung von „Cosi fan tutte“ unter Seiji Ozawa bei den Salzburger Festspielen 1969 (mit Anneliese Rothenberger, Teresa Stratas, Lajos Kozma, Tom Krause und Walter Berry – ich habe davon eine Querschnitt-CD auf 'Opera Viva' ) und die 'Türkenbab' in Stravinskis „The Rake's Progress“ bei den Festspielen in Glyndebourne 1977 (mit Felicity Lott, Leo Goeke und Samuel Ramey unter Bernard Haitink; davon habe ich ein Video.)


    Leider habe ich kein Video, sondern nur den von der 'Electrola' 1970 auf einem LP-Doppelalbum veröffentlichten Soundtrack der TV-Sendung „Heute Abend: Anneliese Rothenberger“, gesendet am 20. 3. 1970 in der ARD. Unter dem Titel „Ein spanisches Capriccio“ versammelten sich Anneliese Rothenberger (als Zerlina, Figaro-Gräfin - mit sich selbst als Susanna im Duett! - Rosina, Troubadour-Leonora, Micaela und Aldonza/Dulcinea in „The Man of La Mancha“ sowie mit „Andalucia“ von Manuel Ponce und „Blue Spanish Eyes“ von Bert Kaempfert), Olivera Miljakovic (Cherubino und Frasquita und zwei Lieder), Robert Ilosfalvy (als Manrico, Don José und im Lied „Granada“), Willi Brokmeier (Graf Almaviva, Sancho Pansa und auch zwei spanische Lieder), Wolfgang Anheisser (als Figaro, Graf Luna und mit dem Lied „Estrelllita“) sowie – etwas ungewöhnlich – Franz Mazura (als Don Giovanni, Escamillo, Don Quixote und mit „Vaya con dios“) im September 1969 an malerischen Drehorten wie Granada und Marbella. Leider wirkte Rosalind Elias hier nur als (französisch gesungene) Carmen in drei Titeln mit; das Symphonie-Orchester Graunke unter Franz Allers und Bert Grund sorgte für die Orchester-Begleitung und es sang der Chor der Bayerischen Stäätsoper München in der Einstudierung von Wolfgang Baumgart..


    Ich höre sie auch gerne als 'Cherubino' in Erich Leinsdorfs Wiener Aufnahme von „Le nozze di Figaro“ (1958 neben Lisa Della Casa, Roberta Peters, George London und Giorgio Tozzi) und im 'leichten' Fach in den Querschnitten aus „Die Fledermaus“, „Rose-Marie“ (Friml), „The Vagabond King“ (ebenfalls Friml) und „Show Boat“ (Kern) in der 'Reader's Digest'-Anthologie „Treasury of Great Operettas“ (u. a. mit ihren 'Met'-Kollegen Anna Moffo, Jeanette Scovotti, William Lewis und Robert Nagy). Leider habe ich nur die Ausgabe auf 9 LPs; es gab aber auch eine Version von 'RCA' auf 12 Schallplatten, wo Rosalind Elias zusätzlich die Czipra im „Gipsy Baron“ (Strauss) und das Lied 'Zigeuner' aus „Bitter Sweet“ von Noel Coward singt.


    Noch 2011 gab sie ihr Debüt am New Yorker Broadway in Stephen Sondheims Musical „Follies“ als 'Heidi Schiller' – eine beliebte 'Altersrolle' ehemaliger Opernsängerinnen wie Licia Albanese, Carol Neblett oder Renate Holm. In unzähligen 'Broadcast Matinees' aus der alten und der neuen 'Met' und vielen Schallplatten ist die Stimme von Rosalind Elias erhalten geblieben. Rest in Peace, dear Rosalind!


    Carlo

  • Ihr wohl größter Erfolg war hier – neben der Europäischen Erstaufführung von Barbers „Vanessa“ bei den Salzburger Festspielen 1958

    Rosalind Elias sang auch bei der Uraufführung in der MET die Rolle der Erika in dieser anfangs sehr erfolgreichen Oper von Samuel Barber. Inzwischen ist es um das Werk recht still geworden, es wurde aber schon kurz nach der Erstaufführung mit dem begehrten Pulitzer-Preis für Musik ausgezeichnet.

    Es gibt übrigens die Oper in der Uraufführungs-Besetzung auch auf CD:

    mit Rosalind Elias als Erika an der Seite von u.a. Eleanor Steber (Vanessa) und Nicolai Gedda (Anatol). Dirigent war kein Geringerer als Dmitri Mitropoulos.


    Für Verehrer der Sängerin eine lohnende Anschaffung.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Zitat von nemorino

    Es gibt übrigens die Oper in der Uraufführungs-Besetzung auch auf CD:

    Auch die Aufführung von den Salzburger Festspielen.....



    ....die Besetzung der Hauptpartien ist bis auf die Resnik identisch, in Salzburg sang dann I.Malaniuk !


    LG Fiesco


    PS: Ich liebe diese Oper sehr und überhaupt habe ich einen Faible für Samuel Barber! :)

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Liebe Opernfans!


    Heute läuft im 'Nightly Opera Stream' der Metropolitan Opera in New York auf 'metopera' (frei und kostenlos empfangbar) den ganzen Tag eine wunderbare Dokumentation "The Opera House" (2017 / 128 Min.) über die Geschichte dieses Opernhauses am Lincoln Center.


    Gezeigt werden Opernausschnitte mit legendären Sängern, aber auch Blicke hinter die Kulissen, wie man sie in unseren Breitengraden noch nie zu sehen bekam. Und das Beste: kommentiert werden sie u. a. von der 90jährigen (!) Leontyne Price und auch von der kürzlich verstorbenen Rosalind Elias! Unbedingt ansehen - oder besser noch - abspeichern!


    Carlo

  • Okay, da war ich wohl etwas voreilig und habe mich durch den Trailer täuschen lassen.


    Ich habe mir den Film "The Opera House" von Susan Froemke gerade angesehen und war etwas enttäuscht, weil es in erster Linie um die dennoch interessante, von vielen Widrigkeiten begleitete Baugeschichte der neuen 'Met' im Lincoln Center ging. Rosalind Elias und Justino Diaz, die beide in der Eröffnungsvorstellung am 16. 9. 1966 in der Uraufführung von Samuel Barbers bis heute glückloser Oper "Antony and Cleopatra" in Hauptrollen sangen, kamen nur kurz zu Wort. 'In fact' ist diese Dokumentation aber eine Hommage an die "Cleopatra" Leontyne Price, die mit vielen ausführlichen und persönlichen Erinnerungen den Film prägt. (Im Anschluss an diesen Film von 110 Minuten ist sie noch einmal mit ihrer glorios gesungenen 'Nil-Arie' aus ihrem Bühnenabschied als "Aida" am 3. 1. 1985 zu sehen, wo sie beim Applaus mit den Tränen kämpft.)


    Der durch seine Reportagen-Serie "New York, New York" bekannt gewordene Werner Baecker hat im September 1966 anlässlich der Eröffnung der neuen 'Met' einen für Opernfans wesentlich interessanteren Film gedreht und darin u. a. Lotte Lehmann, Anna Moffo, Leontyne Price, Anneliese Rothenberger, Jerome Hines, Lauritz Melchior und James McCracken präsentiert, wobei der Schwerpunkt auf der Geschichte des 'alten' Metropolitan Opera House lag. (Der Film wurde vom NDR zum 100-Jahre-Jubiläum der 'Met' 1983 noch einmal wiederholt und ich habe ihn mir auf Video aufgenommen.) Auch brachte er einige Film-Schnipsel von dem hochemotionalen 'Gala Farewell Concert' am 16. 4. 1966, das damals nicht im Rundfunk übertragen wurde. (Mr. Fuggette gab auf seinem Label 'MRF' auf drei LPs einen Privat-Mitschnitt heraus, der in meiner Sammlung ist.)


    Carlo

  • Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Wieder eine Sängerin, deren Namen ich zwar kannte, die aber keinerlei Erinnerungen in mir wach rief. Ich habe also gesucht und drei Sachen gefunden.


    Opera Star ROSALIND ELIAS makes Broadway Debut



    und den Carmen Schnipsel, der hier kurz auftaucht, gibt es auch bei YT


    und drittens noch ein qualitativ grottenschlechte Aufzeichnung von Samuel Barber's Oper Vanessa aus Monte Carlo (2001) mit Dame Kiri Te Kanawa als Vanessa und Rosalind Elias als Baroness unter Lawrence Foster. Aber wie gesagt, man kann sich nicht die ganze Oper ansehen, irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht.


    Orfeo wünscht euch allen, dass ihr gesund bleibt

  • Es gibt aber noch mehr mit Rosalind Elias, z.B. als Edwige in Guillaume Tell (mit Zancanaro als Tell) aus San Antonio (1984) in durchaus erträglicher Qualität


    Orfeo wünscht euch allen, dass ihr gesund bleibt