CD-Versandhäuser - schnell, günstig, gut?!

  • Ich auch nicht. Bis November letzten Jahres. Nie. Trotz ungezählter Bestellungen. Und ich bin (war) seit 2006 dort Kunde, also an die 15 Jahre lang. Bis dahin wurde fast alles per DHL versandt und alles war zuverlässig spätestens 2 Tage später da. Aber wie berichtet, seitdem die, vielleicht auch Corona-bedingt, zusätzlich diese PIN MAIL Truppe mit reingenommen haben, läuft da einiges schief, speziell bei Bücher-Einzelbestellungen. Habe das denen auch am Telefon gesagt. Bestelle bei Medimops momentan nix mehr.:P ( An Medimops liegt es wie gesagt nicht, sondern an dieser Versandfirma.)


    Gruß... MDM

    Ach so ... ja, die Zusteller. Bei mir hat neulich ein DHL-Express-Bote einen Zettel im Briefkasten hinterlassen, auf dem mir ....... nichts mitgeteilt wurde. Keine Sendungsnummer, kein Ort, wo die Sendung abzuholen wäre ... nur, dass er bei mir war, ist klar. Anruf bei DHL Express erbrachte nichts, denn das System konnte unter meinem Namen und meiner Adresse gar keine Sendung finden . Jetzt muss ich den Versender kontaktieren.


    Grüße

    Garaguly

  • Ich auch nicht. Bis November letzten Jahres. Nie. Trotz ungezählter Bestellungen. Und ich bin (war) seit 2006 dort Kunde, also an die 15 Jahre lang. Bis dahin wurde fast alles per DHL versandt und alles war zuverlässig spätestens 2 Tage später da. Aber wie berichtet, seitdem die, vielleicht auch Corona-bedingt, zusätzlich diese PIN MAIL Truppe mit reingenommen haben, läuft da einiges schief, speziell bei Bücher-Einzelbestellungen. Habe das denen auch am Telefon gesagt. Bestelle bei Medimops momentan nix mehr.:P ( An Medimops liegt es wie gesagt nicht, sondern an dieser Versandfirma.)


    Gruß... MDM

    ...habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Medimops wird nur noch über Umwege bestellt, auf keinen Fall direkt.

  • Ich schließe mich dem Klagegesang von Garaguly mit einigen vertrauten und verschwundenen Geschäften aus dem Köln Bonner Raum an


    Bonn:


    Radio Uni - (direkt vor dem Haupteingang der Uni (;)), später durch die Buchhandlung Ludwig Röhrscheidt ersetzt, die aber auch nun lange nicht mehr unter uns weilt. Hier hatte man gelacht, als ich als Kind Musik von Rameau bestellen wollte.... das kommt davon :)


    Haus der Musik - da gibt's noch was hinter irgendeinem Hauseingang für Gerätereparatur. Die hatten früher mal Geräte von Revox/Studer (die B77 ;() und eine große Plattenabteilung.


    EK (Elektrokaufhaus am Friedensplatz) - irgendwann einem MacDonald gewichen.


    Musicland - noch lange in der Sternstraße geblieben. Der riesige Platz in Tannenbusch wurde aber schon ziemlich früh durch einen großen HIT-Markt ersetzt. Da konnte man lange stöbern.


    Bielinsky - Ein altes Lampengeschäft, was sich später mit Hifi und im Untergeschoss durch eine hervorragende CD Abteilung hervortat. ---- Alles weg


    Gilde-Buchhandlung - Ein kleiner Buchladen, dessen Untergeschoss eine auf Klassik spezialisierte Abteilung war. Hier gab es auch vorzügliche Beratung (Ich war nur nie mit den Weihnachtspräsenten zufrieden .... ^^) auch schon viele Jahre weg


    Der kleine CD-Laden bei Macdonald's am Bahnhof (kenne seinen Namen momentan nicht) kam recht spät, hatte leider überhaupt keine Klassik aber eine sehr nette und im Fachgebiet auch kompetente Bedienung, auch schon wieder weg .....



    Köln


    Hier ist der große und lebenstechnisch einschneidendste Verlust das Verkümmern der Musikabteilung von Saturn. Die Aufteilung dort hat meine Musikrezeption mitgeprägt Klaviermusik (solo, Duo), Kammermusik, Streichquartette .... Alles war nach Gebieten und dort dann erst nach Komponisten geordnet. So war die Versuchung eine Sinfonie von einem Komponisten zu holen, dessen Streichquartette man mochte, ziemlich gering, Man ging schon in der Streichquartettabteilung unter ;)



    Ich habe noch einmal die für mich wichtigsten aufgezählt. Friede ihrer Asche.


    BTW Mit jpc ist eigentlich ganz in Ordnung. Die Software ist leider ziemlich fehlerhaft, bessere Software gibt es nur da, wo man den Namen nicht aussprechen kann .... ;). ICh habe aber mit dem telefonischen Support von denen immer gute Erfahrungen gemacht. Lästig finde ich das dämliche Zerstückeln der Rechnungen, selbst wenn alles in einer Lieferung kommt....

  • Köln


    Hier ist der große und lebenstechnisch einschneidendste Verlust das Verkümmern der Musikabteilung von Saturn. Die Aufteilung dort hat meine Musikrezeption mitgeprägt Klaviermusik (solo, Duo), Kammermusik, Streichquartette .... Alles war nach Gebieten und dort dann erst nach Komponisten geordnet. So war die Versuchung eine Sinfonie von einem Komponisten zu holen, dessen Streichquartette man mochte, ziemlich gering, Man ging schon in der Streichquartettabteilung unter ;)

    Ja. Zu diesem traurigen Thema muss nichts mehr hinzugefügt werden. Die Erinnerungen sind allerdings himmlisch. Das es so etwas mal gegeben hat. Und das Irre ist: die Herstellung von CD's hat ja nicht aufgehört. Es erscheinen Monat für Monat Neuheiten. Aber das alles wird nicht mehr über den stationären Handel verkauft, sondern fast nur noch via Internet.


    In Köln gab's doch noch das MUSIKHAUS TONGER. Bei meinen Köln-Expeditionen, die allerdings stets dem Hansaring-SATURN galten, kaufte ich manchmal noch nebenbei drei/vier CD's bei TONGER.


    Grüße

    Garaguly

  • Noch ein paar Aspekte zu meinen derzeitigen CD- Käufen:


    1) jpc funktioniert nicht schlecht, jedenfalls häufigst. Bleibt was im Rückstand, wird es erstmal bei ==> Bestellungen weitergelistet. Bis zur tatsächlichen Lieferung kann es dauern.....

    Nicht o.k. fand ich es, dass keine Reaktion erfolgte, als ich eine Rechnung schuldig geblieben war und ich um erneute Zusendung dieser Rechnung gebeten hatte. Dabei war die jpc- Forderung korrekt, weil ich die Rechnung - per email - offenbar versehentlich gelöscht hatte. Ich hatte nicht beachtet, dass es eine ==> Rechnungsliste gibt ! Meine Schuld, man ist halt manchmal etwas in Eile.


    2) Mit Urwaldfluss und Medimops bin ich zufrieden, bestelle aber beim Amazonaisch nur das absolut Nötigste. Am Ende hat dann Medimops viel weniger im Angebot, als man anfangs glaubt (Klassik ohne Oper). Das versuche ich stoisch zu nehmen.


    3) Bei den kleinen Lieferanten arbeitet v.a. der Inhaber und sonst v.a. Aushilfskräfte, die leichter Fehler machen. Als ehemals Selbständiger kenne ich alle Nachteile von Aushilfskräften zu Genüge, möchte hier aber auch viele Vorteile dieser Menschen nochmals ins Gedächtnis rufen.


    4) Bei "Einklang" in Stuttgart kann ich das bisher Gesagte bestätigen, ich glaube, dass der Inhaber entweder eine gekürzte Miete zahlt für diese superteuere Lage oder ein finanziell entspannter Liebhaber ist, der von was anderem lebt. Das Personal dort versucht, die dollsten Bestellungen zu erledigen....


    5) Als Schwaben sind meine Frau und ich regelmässig in Berlin und ich kann dann 2 bis 4 Std. Dussmann einplanen. Wenn die zumachten, würde mir was fehlen.


    6) Ich bin nicht allzusehr auf CDs der Hitparaden aus, kaufe aber auch teurer, wenn nicht anders vorhanden. ;)=O8)

  • Und die Elektronikmärkte wie Saturn sind leider bezüglich des Umgangs mit Tonträgern ebenfalls in erschütterndem Zustand.

    Es kommt leider noch schlimmer, wie mir der nette und selber frustrierte Verkäufer mitteilte: In ca. einem halben Jahr geht da gar nichts mehr. Saturn will gar keine CDs mehr verkaufen. Bei Online wartet man sowieso in vielen Fällen unendlich, da sie immer erst mehrere Bestellungen haben wollen bei einer Firma.

    Nein auf die Medimöpse lasse auch nichts kommen ^^ !

    Super Service! :!:

    Ich habe auch nur sehr gute Erfahrungen gemacht mit ihnen - sowohl mit CDs als auch mit Büchern. Lieferung kam unproblematisch und die (gebrauchte) Ware war immer in einem Top-Zustand. Aktuell habe ich den Fall, dass sie einen Verbuchungsfehler gemacht haben - das erste Mal! Ich soll vier Tage warten. Dort habe ich angerufen, weill ich keine Lust habe, eine falsche CD wieder zurückzuschicken. Sie sagen, bei 1,5 Mio. Artikel dauert die Bearbeitung. Ich soll das Produkt in den Warenkorb legen. Bei Amazon habe ich allerdings schon die Erfahrung gemacht, dass wenn man die Ware da länger liegen lässt, der Preis steigt. Bei Medimops bislang zum Glück noch nicht!


    Einen schönen Sonntag wünscht

    Holger

  • Es kommt leider noch schlimmer, wie mir der nette und selber frustrierte Verkäufer mitteilte: In ca. einem halben Jahr geht da gar nichts mehr. Saturn will gar keine CDs mehr verkaufen.

    Krass! Aber wahrscheinlich betriebswirtschaftlich nachvollziehbar. Die machen nur das, was ihnen wirtschaftlich logisch erscheint. Und zudem setzt das nur einen Schlusspunkt unter eine langsam ins Erbärmliche kippende Situation. Der Niedergang der göttlichen Klassikwelt in der Kölner SATURN-Filiale am Hansaring ist ja schon hinreichend beweint worden. Die Frankfurter SATURN-Verhältnisse habe ich erst gestern hier nochmals beschrieben. Sie spotten jeder Beschreibung. Vor allem, wenn man die alte SATURN-Filiale auf der Berger Straße (die 2012 geschlossen worden ist, weil das Gebäude, in dem SATURN nur Mieter war, abgerissen wurde) in Frankfurt-Bornheim noch in Erinnerung hat. Man hat den Eindruck, dass SATURN sein CD-Geschäft einfach verhungern lässt. Da wird nichts mehr hineingesteckt, um das noch interessant zu halten, das Angebot wurde und wird beständig verkleinert. Und je unattraktiver das alles gestaltet wird, desto eher werden auch die letzten Kunden, die noch im Laden live und in Farbe mit Anfassen kaufen wollen ins Internet getrieben.

    Da kann man nur sagen: Okay! Dann zieht endlich den Schlussstrich! Der Gaul ist einfach totgeritten!


    Noch etwas zu den inhabergeführten Läden: Der letzte dieser Läden in Frankfurt war "CD's am Goethehaus" - ich berichtete gestern von seiner Schließung. Die CD kostete dort gerne mal 22 Euro das Stück. Wenn man dann sieht, das z.B. JPC dieselbe Neuheit gleichzeitig für 16,99 anbietet ... tja ... was soll man da sagen? Das sind ganze fünf Euro Unterschied pro Scheibe. Und ich bin da ja noch nichtmal so streng. Ich habe immer mal wieder 100 - 200 Euro auf einen Schlag dort gelassen, einfach weil ich das Gefühl haben wollte, bei einer Shopping-Tour durch die Innenstadt auch ein Tütchen voller CD's gekauft zu haben. einfach der emotionalen Vollständigkeit und Abrundung halber!

    Aber wer denkt schon noch so? Das dürften nur ganz wenige Leute sein. Ich habe im Laufe der letzten vier Jahrzehnte, die ich in Platten- und CD-Läden/-Abteilungen zugebracht habe, zu oft erlebt, wie andere Kunden mit sich rangen, ob sie eine einzelne (!!!!!!) Platte/CD nun kaufen sollten oder nicht, die echt einen inneren Kampf mit sich geführt haben, ob sie die 35 D-Mark oder die 20 Euro nun ausgeben sollten oder nicht. Und für all diese Leute ist es gar keine Frage, wo sie ihre CD's kaufen, wenn sie sehen: 22 Euro im Ladengeschäft und 17 Euro beim Internethändler.


    Und bei den Massen an Silberlingen, die ich nach wie vor kaufe, muss ich natürlich sagen: hätt' ich die alle bei "CD's am Goethehaus" kaufen müssen, dann wäre meine Sammlung bedeutend kleiner. Auch wenn ich da sehr großzügig bin und ich nicht jeden Cent fünfmal umdrehen muss - die Mittel sind natürlich limitiert. Also galt und gilt auch für mich grundsätzlich: lieber 17,99 im Netz als 20/21/22 an der Ladentheke blechen zu müssen.


    Grüße

    Garaguly

  • Ich habe bei JPC Blu-rays, Bücher und CD's gekauft. Dies hat gut funktioniert. Qualität und Verpackung war gut. Bisher keine Rücksendungen oder Reklamationen. Wenn die Ware noch länger nicht da ist, hat mich der Kundenservice immer informiert.

    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Mit JPC klappt alles hervorragend und hab keine Beschwerden. Nur halten es wohl einige DHL Fahrer nicht für nötig bei meinen Nachbarn zu klingeln, trotz Hinweis am Briefkasten. Und es liegt auch keine Benachrichtigung im Briefkasten das ich das Paket bei der Post. abholen kann. Meine Nachbarin erzählte mir die Fahrer würden einmal kurz klingeln und dann schnell weitere fahren.

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  • Krass! Aber wahrscheinlich betriebswirtschaftlich nachvollziehbar. Die machen nur das, was ihnen wirtschaftlich logisch erscheint. Und zudem setzt das nur einen Schlusspunkt unter eine langsam ins Erbärmliche kippende Situation. Der Niedergang der göttlichen Klassikwelt in der Kölner SATURN-Filiale am Hansaring ist ja schon hinreichend beweint worden. Die Frankfurter SATURN-Verhältnisse habe ich erst gestern hier nochmals beschrieben. Sie spotten jeder Beschreibung. Vor allem, wenn man die alte SATURN-Filiale auf der Berger Straße (die 2012 geschlossen worden ist, weil das Gebäude, in dem SATURN nur Mieter war, abgerissen wurde) in Frankfurt-Bornheim noch in Erinnerung hat. Man hat den Eindruck, dass SATURN sein CD-Geschäft einfach verhungern lässt. Da wird nichts mehr hineingesteckt, um das noch interessant zu halten, das Angebot wurde und wird beständig verkleinert. Und je unattraktiver das alles gestaltet wird, desto eher werden auch die letzten Kunden, die noch im Laden live und in Farbe mit Anfassen kaufen wollen ins Internet getrieben.

    Da kann man nur sagen: Okay! Dann zieht endlich den Schlussstrich! Der Gaul ist einfach totgeritten!

    Lieber Garaguly,


    genauso ist es! Die Halbherzigkeit und Lieblosigkeit, mit der die CD-Abteilungen behandelt werden, geht der Schließung voraus! Wenn man immer nur auf das Internet verweist, reicht das glaube ich nicht als "Entschuldigung". Denn: Es gibt auch die Internet-Apotheken oder Kosmetik, wo die Produkte weit günstiger zu haben sind. Trotzdem haben sich die Läden gehalten. Warum? Weil sie sich darauf eingestellt haben. Douglas z.B. fährt zweigleisig, hat einen Online-Shop wie auch die Geschäfte. Man hat sich einfach keine Gedanken gemacht, wie man die CD-Shops weiterhin attraktiv gestaltet, so dass die Leute auch kommen. Denn eines bekommt man im Internet eben nicht: Beratung!

    Noch etwas zu den inhabergeführten Läden: Der letzte dieser Läden in Frankfurt war "CD's am Goethehaus" - ich berichtete gestern von seiner Schließung. Die CD kostete dort gerne mal 22 Euro das Stück. Wenn man dann sieht, das z.B. JPC dieselbe Neuheit gleichzeitig für 16,99 anbietet ... tja ... was soll man da sagen? Das sind ganze fünf Euro Unterschied pro Scheibe. Und ich bin da ja noch nichtmal so streng. Ich habe immer mal wieder 100 - 200 Euro auf einen Schlag dort gelassen, einfach weil ich das Gefühl haben wollte, bei einer Shopping-Tour durch die Innenstadt auch ein Tütchen voller CD's gekauft zu haben. einfach der emotionalen Vollständigkeit und Abrundung halber!

    Noch vor Corona - ich glaube ein Jahr vorher - hatte der letzte CD-Laden in Münster dicht gemacht gegenüber der Lamberti-Kirche im Keller. Vorher fragte ich den Verkäufer dort: Warum bietet ihr nicht gleichzeitig Lieferungen nach Online-Bestellungen an so wie der Buchhandel das macht, wo man die Bücher sich nach Hause schicken lassen kann ganz wie bei Amazon. Die Antwort: Der Buchhandel hat den Vorteil der Preisbindung! Es sind also auch die Plattenkonzerne, die den Einzelhandel kaputt gemacht haben, indem sie eben nicht eine Preisbindung für CDs eingeführt haben. So gräbt man den Geschäften vor Ort das Wasser ab!

    Aber wer denkt schon noch so? Das dürften nur ganz wenige Leute sein. Ich habe im Laufe der letzten vier Jahrzehnte, die ich in Platten- und CD-Läden/-Abteilungen zugebracht habe, zu oft erlebt, wie andere Kunden mit sich rangen, ob sie eine einzelne (!!!!!!) Platte/CD nun kaufen sollten oder nicht, die echt einen inneren Kampf mit sich geführt haben, ob sie die 35 D-Mark oder die 20 Euro nun ausgeben sollten oder nicht. Und für all diese Leute ist es gar keine Frage, wo sie ihre CD's kaufen, wenn sie sehen: 22 Euro im Ladengeschäft und 17 Euro beim Internethändler.

    Das ist letztlich das Dilemma: Annähernd gleiche Preise wie das Internet kann der Einzelhandel nur machen, wenn der Umsatz groß genug ist. Bricht der ein, dann steigen die Preise. Und damit ist das Grab geschaufelt...

    Und bei den Massen an Silberlingen, die ich nach wie vor kaufe, muss ich natürlich sagen: hätt' ich die alle bei "CD's am Goethehaus" kaufen müssen, dann wäre meine Sammlung bedeutend kleiner. Auch wenn ich da sehr großzügig bin und ich nicht jeden Cent fünfmal umdrehen muss - die Mittel sind natürlich limitiert. Also galt und gilt auch für mich grundsätzlich: lieber 17,99 im Netz als 20/21/22 an der Ladentheke blechen zu müssen.

    Den Großteil meiner Sammlung habe ich zu einer Zeit angelegt, als es im Handel die CDs noch zum günstigen Preis gab. Aber das war - leider - einmal! ;(


    Schöne Grüße

    Holger

  • Den Großteil meiner Sammlung habe ich zu einer Zeit angelegt, als es im Handel die CDs noch zum günstigen Preis gab. Aber das war - leider - einmal! ;(

    Das ist bei mir ja auch der Fall. Natürlich stammen nicht geringe Teile meiner Sammlung noch aus Zeiten, als es in der Frankfurter 2001-Filiale regelmäßig allertollste Angebote gab und ich das Zeug da säckeweise rausschleppte - um nur mal ein Beispiel zu nennen. Aber die letzten zehn Jahre haben meine Sammlung etwa verdoppelt. Was ich zwischen 1988 (ersten CD-Player zum 16. Geburtstag geschenkt bekommen) bis ca. 2010 an CD's zusammengesammelt hatte, das hat sich seit 2010, wie gesagt, verdoppelt. Alles, was bis 2010 erworben worden ist, stammt überwiegend aus echten Geschäften und ist von mir persönlich in Tüten nach Hause getragen worden. Eine regelmäßige (aber stückzahlenmäßig nicht so massiv ins Gewicht fallende) Ausnahme stellte jpc dar, wo ich 1997 anfing zu bestellen, vor allem wegen der cpo-CD's, die es im normalen Handel nicht zu erwerben gab Erst nach 2010 kam ich zu Amazon und seinen teuflischen Bestellmöglichkeiten, die mich dann aber auch phasenweise zu wahren Bestellorgien verführten. Es gab immer mal wieder monatelange Phasen, in denen täglich (!!!!) zwischen 5 und 15 Umschläge mit CD's im Briefkasten steckten. Mehr als einmal haben Briefträger mich gefragt, ob ich von zu Hause aus einen CD-Versand betreiben würde.

    Als ich anfing ins Internet abzuwandern, da war der CD-Handel aber bereits in Auflösung begriffen. Die vielen Geschäfte und Musikabteilungen in Kaufhäusern, die ich für Frankfurt aufgelistet hatte, stellten den Stand der späten 80er und frühen 90er Jahre dar. Um 2010 herum war davon schon nicht mehr viel übrig. 2001 begann um diese Zeit bereits ins Siechtum überzugehen, die inhabergeführten Läden waren fast alle bereits Geschichte und die großen Kettenläden (VIRGIN z.B.) oder Abteilungen in Kaufhäusern waren auch schon zu oder bis zur Unkenntlichkeit geschrumpft.

    Es war bereits ein elender und unbefriedigender Zustand eingetreten, der mir das Kaufen von CD's in Geschäften bereits zu verleiden begann, weil es immer weniger Anlaufstellen gab und die, die es noch gab, boten stets weniger an. Amazon und JPC waren dann meine Rettung (oder mein Untergang, je nachdem).


    Grüße

    Garaguly

  • Also ich kann mich partout nicht über jpc beklagen! Sie liefern seit Jahren schnell und pünktlich. Bei den auch ab und zu mal vorkommenden Problemen wurde immer geholfen - nicht immer schnell, aber zumindest nicht allzu lange an Wartezeiten.

    Mit JPC klappt alles hervorragend und hab keine Beschwerden. Nur halten es wohl einige DHL Fahrer nicht für nötig bei meinen Nachbarn zu klingeln, trotz Hinweis am Briefkasten. Und es liegt auch keine Benachrichtigung im Briefkasten das ich das Paket bei der Post. abholen kann. Meine Nachbarin erzählte mir die Fahrer würden einmal kurz klingeln und dann schnell weitere fahren.

    Das ist auch meine Erfahrung, da ich aber krankheitsbedingt seit anderthalb Jahren meist zu Hause bin, hat sich das Problem erledigt. Doch will ich hinzufügen, dass wir uns bei der Zustellung durch DHL oder private Lieferanten in Zukunft noch an so einiges gewöhnen müssen: Pakete werden immer häufiger an der Haustüre abgelegt und nicht mehr zur Wohnungstüre gebracht. Angeblich Coronabedingt; das wird sich verselbständigen und bleiben - denke ich.

    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Ein CD-Fachgeschäft ( vor allem im teuren Zentrum einer Großstadt) zu führen, dürfte sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen, wie schon mehrfach richtig festgestellt wurde. Außerdem: Es fehlt- nicht nur in Deutschland- mittlerweile an Fachkräften in so ziemlich allen Bereichen, die man sich denken kann und es wird künftig alles noch viel schlimmer. Egal, wohin man schaut, ob in Medizin, Pflege, Handwerk, IT, Bildung, Militär, Polizei, Gastronomie u.v.m. Ungeplante Vorkommnisse wie Corona und die Hochwasserkatastrophe verschlimmern den Mangel. Fachverkäufer mit wirklicher Kompetenzen im Bereich Musik dürften da keine Ausnahme bilden. Das kann man wohl auch nicht wirklich lernen, sondern diese zur fachkundigen Beratung notwendige echte Klassikkompetenz kann man sich wohl eigentlich nur in vielen Jahr(zehnt)en nach und nach aneignen.

    >>So it is written, and so it shall be done.<<

  • Pakete werden immer häufiger an der Haustüre abgelegt und nicht mehr zur Wohnungstüre gebracht. Angeblich Coronabedingt; das wird sich verselbständigen und bleiben - denke ich.

    Ja, das denke ich auch! Bis März 2020 war es selbstverständlich, dass der DHL-Bote die Treppe hochkam, um mir die Pakete direkt zu übergeben. Auch musste ich den Empfang immer durch meine Unterschrift quittieren. Das ist weggefallen. Der DHL-Mensch klingelt, wenn ich öffne, ruft er mir von unten zu: "Pakeeeeet!" und ist schon wieder verschwunden. Ich muss dann runter ins Erdgeschoss, um mein Paket zu holen. Unterschriften scheinen auch niemanden mehr zu interessieren. Die Boten werden von selbst nicht wieder zur alten Praxis zurückkehren, es sei denn sie bekommen von ihren Vorgesetzten konkrete Anweisungen dazu. Das wird aber nicht so sein, denn so spart man Zeit und es können mehr Adressen pro Schicht angefahren werden. D.h., nicht nur der unter Zeitdruck stehende Bote selbst hat ein Interesse daran, dass die "Corona-Zustände" im Zustellwesen schön beibehalten werden, auch die Chefetagen werden die Rückkehr zum "Vorkrisenzustand" nicht wollen.

    Noch bin ich vergleichsweise jung und der Gang nach unten zur Haustüre und wieder zurück birgt für mich normalerweise keine Probleme (es sei denn man leidet unter Corona-Folgen und hat "fette" Gelenkschmerzen und ist beim "Wiederaufstieg" in den zweiten Stock schon im ersten Stock konditionstechnisch im Eimer - zum Glück hat sich das alles schon wieder fast normalisiert bei mir).

    Aber für eine zunehmend alternde Gesellschaft wird das zum Problem. Nicht wenige alte Leute sind sehr darauf angewiesen, dass ihnen gelieferte Waren direkt an die Wohnungstüre gebracht werden.


    Grüße

    Garaguly

  • D'accord, leiber Garaguly! Bei Päckchen oder kleinen Paketen wie CD-Lieferungen habe ich damit bisher keine Probleme (obwohl es mich natürlich ärgert), aber es gibt ja auch andere Gelegenheiten. Da hatte vor einiger Zeit ein Nachbar beim weltweit größten Waren-Anbieter (den Namen kennen alle!) Dielen-Möbel bestellt und musste sie dann, am Briefkasten abgestellt, nach oben hieven. Schöne neue Lieferanten-Welt...

    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Fachverkäufer mit wirklicher Kompetenzen im Bereich Musik dürften da keine Ausnahme bilden. Das kann man wohl auch nicht wirklich lernen, sondern diese zur fachkundigen Beratung notwendige echte Klassikkompetenz kann man sich wohl eigentlich nur in vielen Jahr(zehnt)en nach und nach aneignen.

    Diese Spezies des versierten Fachverkäufers ist natürlich mit den Läden oder den großen Musikabteilungen untergangen. Und du hast völlig Recht: Diese Leute hörten die Musik, die sie verkauften, meist auch selbst und konnten tatsächlich Fachgespräche mit ihren Kunden führen. Ich bin da gelegentlich auf Leute gestoßen, die ein unfassbares Wissen zur Musikgeschichte und zur Aufnahmegeschichte besaßen, die unglaublich viele Komponisten und Werke und Interpreten kannten. Da waren zum Teil echte Liebhaber am Werke!


    Grüße

    Garaguly

  • Ich bin da gelegentlich auf Leute gestoßen, die ein unfassbares Wissen zur Musikgeschichte und zur Aufnahmegeschichte besaßen, die unglaublich viele Komponisten und Werke und Interpreten kannten. Da waren zum Teil echte Liebhaber am Werke!

    Seinerzeit bei Saturn und auch bei der Gildebuchhandlung zu finden. Und ja, ich habe es genossen, von derem Wissen zu profitieren. Aber die Rentabilitätsgrenzen sind mittlerweile so, dass ein solches Gespräch, was sich gegebenenfalls nicht in CDs pro Minute rechnet, auf Plattformen verlagertv wird, die nicht die Mietkosten der Kölner Innenstadt haben. Für mich wäre dieses Forum hier eine Plattform für ein solchen Austausch, was ja durchaus in Teilen funktioniert.


    BTW Ich habe sicher, seit ich im Forum bin, an die 1000 CDs gekauft und muss etwas 'runterfahren. ( Garaguly Keine Angst, den Umfang Deiner Sammlung erreiche ich so schnell nicht ;)) Einmal Bekanntes zu Vergleichszwecken in neuen, alten , auf jeden Fall anderen Interpretationen, aber auch Alben zu Genres, wo ich sehr lange nichts mehr gekauft habe (Sinfonien Opern ) und Komponisten, die ich hier erst kennengelernt habe. Also geht es ja irgendwie weiter.


    D'accord, leiber Garaguly! Bei Päckchen oder kleinen Paketen wie CD-Lieferungen habe ich damit bisher keine Probleme (obwohl es mich natürlich ärgert), aber es gibt ja auch andere Gelegenheiten. Da hatte vor einiger Zeit ein Nachbar beim weltweit größten Waren-Anbieter (den Namen kennen alle!) Dielen-Möbel bestellt und musste sie dann, am Briefkasten abgestellt, nach oben hieven. Schöne neue Lieferanten-Welt...


    Die Coronaattituden, Ware liegt irgendwo vorm Haus, obwohl im Bericht steht, dass es einem Hausbewohner übergeben wurde, prangere ich fast immer an, auch wenn es manchmal für mich nervig ist. Dass in Coronazeiten manches nicht immer persönlich ausgehändigt wird, ist völlig in Ordnung, aber falsch dokumentieren ......


    Ich hatte aber auch einmal ein längeres Gespräch mit einem Briefträger, wo es wohl von allen Seiten Beschwerden gab, dass die Post nicht wie gewohnt schon um 8 Uhr im Briefkasten lag (sein Volumen hatte sich ver-x-facht). Zusätzlich verkomplizert es die Gemengelage, wenn alle alles billig haben wollen, aber dann doch Premiumsupport erwarten. Bei jpc anrufen, wenn der Zusteller gröberen Mist gebaut hat! Dann wissen die, dass der Kunde es bemerkt und Besseres erwartet. Der Rest ist dann deren Aufgabe.

  • CDs am Goethehaus - ist der Laden endlich dicht...!

    Sorry für meine Gehässigkeit: nach Schließung des "Phonohaus" am Roßmarkt waren alle Verkäufer, die ich mochte und mit denen ich gerne Kontakt hatte, leider weg. Der in meinen Augen eher muffelige (damals) jüngere Mann, der dann am Goethehaus weitergemacht hat (Eigentümer? Pächter? Angestellter von...??), hat mich nach etwa zwei Besuchen am neuen Ort von dort vertrieben.
    Weitere Gründe: viel zu teuer (!!!) und viel zu wenig Auswahl. Gründe dafür gibt es sicherlich, doch kann ich nix für Standort, Raum, Miete und Einkaufskonditionen. Was auch immer da zusammen kam.


    EINKLANG in Stuttgart kämpft. Wie es in den Büchern aussieht, weiß ich natürlich nicht. Aber es gibt jetzt drei weitere Geschäfte in diesem Raum, die sich ihrerseits auch verkleinert haben, im Falle des Musikhauses sogar mehrfach über Umzüge und in drastischem Umfang. Das sieht nicht gut aus.

    Zur Atmosphäre gäbe es dort auch Potential für Verbesserungen, einschließlich Kundenansprache, die Wahrnehmung beginnt - für manchen Angestellten anscheinend eine Herausforderung.

    Aber alles in allem sind das nette Leute, sie bemühen sich und ich wünsche ihnen, dass sie gesund durch die Krise kommen und sich halten können...

    "Das Thema, welches die Pauke zuletzt hat, findet gewiß keiner heraus!" (Gustav Mahler)

  • ... Was ich zwischen 1988 (ersten CD-Player zum 16. Geburtstag geschenkt bekommen) bis ca. 2010 an CD's zusammengesammelt hatte, das hat sich seit 2010, wie gesagt, verdoppelt. Alles, was bis 2010 erworben worden ist, stammt überwiegend aus echten Geschäften und ist von mir persönlich in Tüten nach Hause getragen worden. ...

    Garaguly: wir sind wir gleich alt. Oder jung, je nach Perspektive. Ich bekam den ersten CD-Player mit 17 ein Jahr nach Dir...


    Meine Pfade waren in Frankfurt die gleichen. Meistens Phonohaus (wie hieß noch die nette Französin?), Saturn auf der Berger (mit der U4), aber auch WOM, HMV und so weiter.


    Kurios: im Phonohaus waren die maulfaulsten Mitarbeiter (ever!) der Branche ausgerechnet im Eingangsbereich tätig. Zwei kompetente Nuschelorakel in Sachen Jazz. Aber nach vielen Jahren und viel, viel Geld habe ich es nie (!) erlebt, dass einer von denen auch nur "Hallo" sagt oder gar "Auf Wiedersehen". Unfassbar... ;-)


    Im Saturn gab es sehr kundige Leute, doch schon zu den Blütezeiten wurden Klassik und Jazz immer mehr zu Gunsten von Videospielen, DVDs u.a. verkleinert.

    "Das Thema, welches die Pauke zuletzt hat, findet gewiß keiner heraus!" (Gustav Mahler)

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  • Zum Thema Alter: Ich dachte, dass Du deutlich jünger bist als ich. Hattest Du nicht mal geschrieben, dass Du die Helene-Lange-Schule und das Friedrich-Dessauer in Höchst besucht und Ende der 90er Abitur gemacht hättest? Mein Abi war 1993 (und wäre ich nicht in der 11. Klasse sitzengeblieben:untertauch::untertauch::untertauch::untertauch::untertauch:, dann wär ich sogar noch ein bisschen früher dran gewesen).


    Aber zum Thema:

    Zum SATURN auf der Berger Straße: Die Situation verschlechterte sich dort schon, nachdem das Tiefgeschoss mit seiner riesigen Platten- und CD-Abteilung in der ersten Hälfte der 90er aufgelöst wurde und als die neue Abteilung in den ersten Stock umzog. Aber trotzdem war zu diesem Zeitpunkt - so um 1995 - eigentlich noch alles ganz gut dort. Es war also eher ein Verschlechtern auf noch hohem Niveau, ein Downgrading von "sehr gut mit Sternchen" auf "gut bis sehr gut" würde ich sagen. Aber von da an ging's dann nach einigen Jahren ab etwa dem Jahr 2000 immer weiter bergab. Und ja: Es gab dort im Berger-SATURN recht kompetente Verkäufer, die Ahnung von dem hatten, was sie da vertickten. Allerdings auch ein bisschen nerdig-nervige Typen (besonders dieser lange, schlaksige Typ mit der Brille, der auch eher verschlossen wie eine Auster war). .... Ich weiß auch nicht ... in dieser Branche des Plattenverkäufers haben schon auch kuriose Charaktere ihr Auskommen gefunden. Aber naja, das sagt man über meinen Berufsstand ja auch8o:saint:.


    Zum PHONOHAUS: Da mich Jazz nie interessierte, hatte ich mit der maulfaulen Belegschaft des Erdgeschosses nie was zu tun. An denen bin ich schnurstracks vorbei nach oben in die himmlische Welt der Klassik.


    Grüße

    Garaguly

  • Zitat von Accuphan

    .......

    Zitat von Garaguly

    .......

    Ihr beiden seid ganz schön frech über ehemalige Angestellte und Freunde aus dem Phonohaus und CD am Goethehaus!

    Ich kam mit allen gut aus vielleicht liegt oder lag auch einwenig an Euch! ;)

    " Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus!" :P


    Zitat von Accuphan

    (wie hieß noch die nette Französin?)......

    ähm Schweitzerin.....Violaine *....mit ihr habe ich immer noch Kontakt! :)


    Wenn ihr sooft dort wart sind wir uns ganz bestimmt auch öfter über den Weg gelaufen!

    * Sie war es die mir den Weg zur Barockmusik geebnet hat! :hail:


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Ein Ärgernis seit dem Inkrafttreten des Brexit ist es, dass nun ja Einfuhrumsatzsteuer bei UK-Importen in die EU fällig wird, seit kurzem auch nicht erst ab 22 EUR, sondern allgemein. So sehr ich das britische Label Dutton Vocalion liebe, so umständlich ist es nun, da Dutton etliche seiner Veröffentlichungen leider nicht als hochauflösende Downloads bei Seiten wie Qobuz anbietet, so dass man gezwungen ist, sich die CD bzw. SACD zukommen zu lassen. Um die Einfuhrsteuer zu umgehen, kann man vieles via jpc ordern (bei Direktbestellung beim Label würde diese ja fällig). Was hier allerdings auffällt, sind die enorm langen Lieferzeiten von "ca. mind. 4 Wochen". Selbst Japan-Importe kann jpc in der Regel binnen 2 Wochen besorgen. Etwas Recherche förderte zu Tage, dass das weniger an jpc als vielmehr an Dutton zu liegen scheint, das als relativ kleines Label wohl nicht die Kapazitäten hat. Ich kann nur hoffen, dass Dutton gut durch die derzeit besonders schwierigen Zeiten kommt. Seit Jänner 2021 werden auf der Website auch keine Neuerscheinungen mehr gelistet.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • " Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus!" :P

    Naja ... das genau war ja das Problem, lieber Fiesco! Da schallte bei ganz bestimmten Personen der Belegschaft halt gar nix. Betrat man den Laden und äußerte ein "Guten Tag" oder ein "Hallo", dann kam da nix retour. Und das gehört sich ganz grundsätzlich nicht!! Ist noch nicht einmal eine Frage von "Kunde ist König" oder sowas (wobei man das Kunde-Verkäufer-Verhältnis in diesem Falle aber auch nicht außer Acht lassen kann). Es geht um tageslichttaugliches Benehmen. Und ich meine und erwarte nichts Besonderes. Die vor altpersischen Großkönigen auszuübende Proskynese muss niemand ausführen, wenn ich den Raum betrete:saint:. Aber auf einen entbotenen Gruß kann man eine verbale Reaktion der freundlicheren Art erwarten - in der Regel verbalisiert als "Guten Tag", "Hallo", "Guten Morgen" oder oder oder. Und das war dort einfach zu oft nicht der Fall, als dass es sich um ein Versehen oder eine eben mal vorkommende Unpässlichkeit hätte handeln können.


    Grüße

    Garaguly

  • Wenn ihr sooft dort wart sind wir uns ganz bestimmt auch öfter über den Weg gelaufen!

    Also, ich war seit ca. 1992/93, während meines letzten Schuljahres vor dem Abitur, bis zur Schließung des Ladens 2002 quasi Dauerstammgast im Phonohaus. Alleine die in der Klassikabteilung regelmäßig stattfindenden Sonderangebotsaktionen lockten mich immer in den Laden. Dazu kam die Suche nach spannenden Neuheiten oder die Suche nach neuen, mir unbekannten Komponisten. Und davon gab es in den mittleren und späten 90er Jahren noch deutlich mehr als heute. Da war das PHONOHAUS einfach eine sehr gute Anlaufstelle. Bestimmt sind wir uns da mal begegnet. Und wahrscheinlich lief uns auch der werte accuphan mal über den Weg. Jaja, klein ist die Welt am Ende doch irgendwie.


    Grüße

    Garaguly

  • Hallo Garaguly!

    Ich war da ab 1974, und das fast jeden Tag, bis 2016 als im umzog in den Black Forrest!

    Jetzt geht es ja wieder :), 1X im Monat nach Straßburg oder Stuttgart!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Per du war ich mit niemandem im Phonohaus. Leider habe ich auch den Nachnamen der Französin, die Schweizerin ist, vergessen.


    Bitte sage ihr mal einen ganz herzlichen Gruß - auch wenn der ohne Bild und Namen unbekannt bleiben wird. Ich traf sie immer wieder auch in der Alten Oper.

    Sie empfahl mir zum Entdecken Berwald mit dem San Francisco Symphony (sie war auch im Konzert, ich glaube Bruckner 4) unter Blomstedt, sowie dessen Carmina Burana.


    Sinngemäßes Gespräch zwischen Violine und mir. Sie reicht mir die DECCA-CD der Carmina Burana unter Blomstedt:

    - Kennen Sie die schon?

    - Nein. Ich habe aber schon eine Carmina - die für mich beste. Ich habe in alle reingehört. Welser-Möst ist Benchmark.

    - Man kann ja auch zwei Versionen davon besitzen... (lächelt)

    - Ok, ich kann ja mal reinhören... (denke sowas wie "Wow... das ist auch geil")

    ...

    - Ich nehme sie! :-)


    Ich erinnere mich seit Jahrzehnten an diese tolle Verkäuferin und habe sie im Forum wahrscheinlich auch schon an anderer Stelle erwähnt.

    Ein weiterer Netter war auch oben bei der Klassik. Groß, kräftig, wenige Haare. Ihn traf ich Jahre nach der Schließung in einem Café in der Sandhofpassage, und ich meine, dass wir uns
    direkt geduzt haben. Immerhin hat er mich sofort erkannt.

    Eines Tages lief eine Bruckner Neunte (glaube ich) im Laden über die Lautsprecher. Ich war irritiert, weil ich keine Aufnahme zuordnen konnte und gleichzeitig gebannt zuhörte. Stellt sich heraus, dass der Kerl (wie auch immer er heißt) einen in Deutschland nicht erhältlichen Japan-Mitschnitt von Günter Wand besaß und den laufen ließ. Der Sack! Das war ganz schön gemein. ;-) Gute Gespräche auch mit ihm, gute Tips. Ein engagierter Typ, den ich in der Branche auch sehr vermisse.

    "Das Thema, welches die Pauke zuletzt hat, findet gewiß keiner heraus!" (Gustav Mahler)

  • Ihr beiden seid ganz schön frech über ehemalige Angestellte und Freunde aus dem Phonohaus und CD am Goethehaus!

    Ich kam mit allen gut aus vielleicht liegt oder lag auch einwenig an Euch! ;)

    " Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus!" :P

    Ich schließe mich dem von Garaguly dazu Gesagten an.

    Ich würde es allen hier anonym beschriebenen, von Insidern vielleicht identifizierbaren Personen ins Gesicht sagen.


    Ich habe damals schon mal versucht, sowas wie Feedback zu geben. Offen, persönlich, vor Ort, mit Leib und Seele, angreifbar. Ich habe tatsächlich versucht, mit dem Chef des Phonohauses zu sprechen. Den Dialog hätte ich aufschreiben müssen, denn die Worte habe ich vergessen, Situation und Stimmung sind aber noch präsent.

    Brauchte man eine Verkörperung des Spruchs "Der Fisch stinkt am Kopf zuerst", da war er in Fleisch und Blut. Und mit Hund, glaube ich... Unverständnis für meine Rückmeldung beschreibt die ungläubige, rührungslose und desinteressierte Haltung dieses Mannes nur ansatzweise. Das hätte ich auch einem toten Esel ins Ohr labern können. Ich war fassungslos. Und alle, denen ich davon erzählt hatte, ebenso.

    Mein Vater hat im EG Unsummen für Jazz-Platten ausgegeben, neben Klassik wie dem damals Scheibe für Scheibe erschienenen Mahler-Zyklus des RSO Frankfurt unter Inbal. Und dessen Bruckner und Berlioz und vieles andere mehr. Statler und Waldorf im Eingang hat das alles nicht gerührt. Garaguly erinnert sich ja ebenfalls daran.


    "Das Thema, welches die Pauke zuletzt hat, findet gewiß keiner heraus!" (Gustav Mahler)

  • Dazu kam die Suche nach spannenden Neuheiten oder die Suche nach neuen, mir unbekannten Komponisten. Und davon gab es in den mittleren und späten 90er Jahren noch deutlich mehr als heute.

    Es gibt wahrscheinlich noch immer viel mehr als Du denkst, man muss aber über eher langweilig ausschauende Listen oder durch umfangreiche Lexika turnen ...

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