Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2008)

  • Gleich einmal das erste Stück genannt, in der Ausgewogenheit gespielt, die auch nicht den kleinsten Fehler erlaubt und dann dem Hörer das Wunder des "späten" Mozart schenkt,hier


    Wolfgang Amadeus Mozart: Rondo a-moll KV 511


    in einer atemberaubenden Weise gespielt von Lise de la Salle



    Liebe Grüße Peter

  • Bei mir jetzt konzertante Sinfonien in exzellenten Interpretationen!




    Antonio Salieri: Konzert für Flöte, Oboe und Orchester in C-Dur
    Franz Danzi: Sinfonia concertante für Flöte, Klarinette und Orchester in B-Dur, Op. 41
    Ignaz Pleyel: Sinfonia concertante Nr. 5 für Flöte, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester in F-Dur


    Dagmar Becker, Flöte
    Lajos Lenczés, Oboe
    Wolfgang Meyer, Klarinette
    Bruno Schneider, Horn
    Rainer Schottstädt, Fagott


    Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
    Ltg. Jörg Faerber



    Die Firma Dabringhaus & Grimm glänzt seit Jahren mit der gleichbleibend hohen Qualität ihrer Veröffentlichungen. Diese wundervolle Aufnahme macht da keine Ausnahme! :]


    Auf der Netzseite des Produzenten findet sich ein interessantes Tagebuch über den genauen Ablauf der Produktion einer solchen CD.
    Die Lektüre zeigt: Es steckt eine Menge Planung und Arbeit in einer solch unscheinbaren kleinen Silberscheibe.



    Mit allerbesten Grüßen!


    Laurenz :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • Endlich eingetroffen und gleich im Player:



    Piotr Beczala - Salut!


    Arien von Donizetti, Gounod, Verdi, Bazin, Maillart, Massenet,
    Leoncavallo, Puccini, Offenbach
    Künstler: Piotr Beczala, RSO München, Ion Marin
    Label: Orfeo , DDD, 2007





    :jubel: großartig! :jubel:


    (Weiteres demnächst im Beczalathread)


    LG, Elisabeth

  • bei mir jetzt :



    Joly Braga Santos, Symphonien Nr 3 & 6, Álvaro Cassuto

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Diese:



    Joao Domingos Bomtempo: Symphonien Nr. 1 & 2
    Algarve Orchestra, Leitung: Álvaro Cassuto


    Erster Eindruck: Hübsch!


    Die erste ist recht Haydnesk, die größer dimensionierte zweite ist wesentlich dramatischer, deutlich persönlicher. Der zweite Satz ein berückendes Allegretto (weiter bin ich noch nicht...).


    Viele Grüße,
    Medard

  • Guten Abend


    bringe noch einige Bachkantaten zum Johannisfest mir zu Gehör



    Johann Sebastian Bach


    Kantaten BWV 7, 30, 167


    Interpretiert von den Solisten -die auch als "Chor" fungieren- Suzie LeBlanc (Sopran), Daniel Taylor (Altus), Charles Daniels (Tenor) und Stephan MacLeod (Bass), sowie dem Ensemble Montreal Baroque :jubel:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard


  • Das Johannisfest ist aber am 24. Juni, nicht am 10. April! :D


    Bei mir wieder mal deutsche Barockkantaten mit Andreas Scholl



    Auch wenn erst April ist, das wird wahrscheinlich meine CD des Jahres.


    Mit Gruß von Carola

  • Hélène Grimaud: Credo


    Gekauft habe ich mir die CD damals wegen Arvo Pärt, aber überrascht hat mich



    die "Sturm"-Sonate. Im Booklet steht zwar einiges über die Sonate, das man nicht ganz so Ernst zu nehmen braucht, die Interpretation von Hélène Grimaud aber doch.


    Liebe Grüße Peter


  • Hallo,


    hat das Requiem tatsächlich solchen Eindruck gemacht, daß Du schneller im Nachschubanschaffen bist als ich...?


    :hello:


    Ulli


  • Och, ich war gerade damit beschäftigt meinen Merkzettel aufzuräumen :D , als ich das Requiem hörte. Und da war der Eindruck schon stark genug, um die Sinfonien mitzubestellen.


    Viele Grüße,
    Medard

  • Zwar hab ich sie selbst "hochgeladen", aber es bleiben Ullis Werke. Sein Klavier- und Klarinettekonzert.


    Links dafür findet man hier.


    Ich werde noch immer davon beeindruckt. Und bleibe erstaunt.
    Wo ich z.B. erwarte, daß er sein Klavierkonzert à la Mannheimer beendet. Und mehr Male die Möglichkeit hat. Erst wenn der Tonleiter anfängt, ist es klar: ein Ende mit "big bang".
    Und sein Klarinettekonzert. Da fehlen mir die Worte. Wunderschön ist viel zu gering.
    :jubel: :jubel: :jubel:


    LG, Paul


  • L. v. Beethoven
    Die späten Streichquartette


    daraus zunächst:
    Quartett Es-Dur op. 127
    Quartett cis-moll op. 131


    Takács Quartet


    8)


    Ulli

  • In diesen Tagen höre ich vor allem den zweiten Satz der fünften Sinfonie voin Bruckner. Jetzt läuft die Einspielung aus dieser Box:




    Anton Bruckner. Symphonie Nr. 5
    Staatskapelle Dresden, Jochum



    Freundliche Grüße, Andrew :pfeif:

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Diese:



    Atli Heimir Sveinsson (*1938 ): Timinn og Vatnid (Zeit und Wasser). Ballett-Oratorium
    Marta G. Halldorsdottir (Sopran), Sverrirr Gudjonsson (Coutertenor), Bergbor Palsson (Bariton), Kammersveit Reykjavikur & Kor, Leitung: Paul Zukofsky


    Dies ist ja eine der CD-Produktionen, für die das cpo-Label meine absolute Hochachtung hat und für die ich es liebe: völlig marktuntauglich - ein isländischer Komponist, den niemand kennt; moderne Musik; ein Werk von beinahe 150 Minuten Dauer.
    Eigentlich unverkäuflich.
    Aber: WAS FÜR EINE MUSIK!!! :faint:
    Hochintelligent (Achtung: seriell!! 8o ) und zugleich zutiefst anrührend!!! ;(


    Habe ich heute mal wieder aufgelegt, als ich sah', daß diese Ausnahme-Musik aktuell beim Dreibuchstabenversand für EUR 1,99 verscherbelt wird - ich hab da damals das zehnfache hinblättern müssen... :angry:.


    Tolle Musik!


    Viele Grüße,
    Medard

  • Lieber Medard,


    danke für die ungefragte Einschätzung!
    Da eine der Toch-CDs mit den Sinfonien schon ausverkauft ist und von meiner Bestellung gestrichen wurde, nominiere ich diese einfach mal nach!



    LG, Peter.

  • Erst:



    Dann:


    Alexi Matchavariani
    Symphony No.3 (1983)
    Symphony Orchestra of Leningrad Philharmonic St.Petersbourgh, Vakhtang Matchavariani
    Aufnahmejahr: unklar


    Und zum Schluß:


    Levko Revutsky
    Piano Concerto in F major op.18 (1929)
    Jewgenyi Rhzanow, Piano
    Ukrainian SSR State SO, Yuri Nikonenko
    Aufnahmejahr: 1988

    ^_^J.

  • Zweimal Sibelius: Symphonie Nr. 4 a-moll, op. 63, unter seinen Symphonien die vielleicht Düsterste.


    In diesen Tagen eingetroffen:


    Herbert Kegel, den ich in letzter Zeit schätzengelernt habe, weil seine Art, selbst kühleren Partituren Glut einzuhauchen und er damit, z. B. bei Hindemith, zu mich begeisternden Ergebnissen gelangt, überzeugt mich mit seiner Einspielung der Vierten nicht so recht: Es klingt plastisch, knackig, leidenschaftlich - doch bleibt mein Favorit bei Sibelius Lorin Maazel, dessen Neigung zu perfektem Glanz ich ansonsten weniger mag.


    Sibelius ist ein Komponist, dem ich lange aus dem Weg ging, der mich mit seinem schwerfällig dahinströmenden Pathos eher befremdete - bis ich die Gesamteinspielung Maazels (mit den Wiener Philharmonikern aus den 60ern) entdeckte: Seine im Vergleich zu Kegel abgerundete, kühle Auffassung, die es Sibelius' Musik erlaubt, sich ruhig zu verströmen, hat meine Vorbehalte gegen den Finnen deutlich relativiert.


    Die Vierte, die ich gerade gehört habe, berührt mich hier, in ihren melancholisch-fahlen Farben, die Maazel wunderbar herausarbeitet:



    Eine Gesamteinspielung, die ich sehr empfehle!

  • Weiter geht's mit etwas Bruch:



    Schottische Fantasie und Serenade


    Beides Erstkontakte für mich.

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • ... ich durfte mal wieder als erste auspacken und reinhören:


    Giovanni Bottesini (1821-1889)
    Kontrabasskonzert in fis

    +Kontrabasskonzert in h;
    Grand Duo Passione für 2 Kontrabässe und Orchester
    Künstler: Boguslaw Furtok, Johannes Stähle, RSO Frankfurt, Stephan Tetzlaff, Ulrich Edelmann
    Label: CPO , DDD, 98/99




    Gefällt mir!


    EDIT: so gefällt mir das: :jubel: :jubel: :jubel:
    [SIZE=7]zufrieden, Paul ?[/SIZE]



    LG, Elisabeth


  • Ist das ALLES?


    Versuch dann mal Kontrabaßkonzerte von Dragonetti zu hören. :P


    LG, Paul


    Edit: Ja, Elisabeth. Sehr zufrieden. :D

  • Zitat

    Original von musicophil


    Versuch dann mal Kontrabaßkonzerte von Dragonetti zu hören. :P


    LG, Paul



    Diese?



    Domenico Dragonetti (1763-1846)
    Kontrabaßkonzert in G


    +Duo f. Cello & Kontrabaß;Streichquartett Nr. 4;
    3 Walzer D. 370 f. Kontrabaß solo;Quintett D. 180
    f. Kontrabaß & Streichquartett
    Künstler: Fioravanti, Orch. del Padove e del Veneto, Martignon
    Label: Dynamic , DDD, 95




    LG, Elisabeth

  • Meine finnische Woche ist noch nicht zu Ende: :D


    Toivo Kuula ( 1883-1918 ):
    Sämtliche Werke für gemischten und Frauenchor a cappella

    Tapiola Chamber Choir & Friends of Kuula, Hannu Norjanen
    Finlandia, 1993, 1 CD



    :hello:
    Johannes

  • Zum Beschluß des Tages noch dies:


    Bohuslav Martinu, Symphonie Nr. 1 (1942)
    Neeme Järvi, Bamberger Symphoniker



    Igor Strawinsky, Capriccio für Klavier und Orchester (Neufassung von 1949)
    Peter Rösel, Klavier, Herbert Kegel, Dresdner Philharmonie


  • Zitat

    Original von Sonnensucher
    Hat eigentlich jemand in letzter Zeit mal was von Barezzi gehört? Hunderte von Beiträgen in regelmäßiger Folge und nun seit dem 18. Februar totale Funkstille ... ?(


    Hallo Lorenz,


    momentan ist es noch ziemlich stressig, deswegen habe ich mir Abstinenz verordnet. Nachdem die Lehrproben endgültig rum sind und die Hausarbeit auch weggeschickt, bleiben immer noch mündliche Prüfungen in den nächsten Wochen - nebenbei darf man halt noch alles frisch vorbereiten, weil ja noch kein Fundus vorhanden ist und da kommt bei fast 3 x so vielen Stunden wie im ersten Jahr einiges zusammen... :wacky:


    Werde mir aber vornehmen, eine Lösung zu finden, regelmäßig vorbeizuschauen, ohne wieder so viel Zeit zu verbringen, dass ich zu nichts anderem mehr komme wie im ersten Jahr :D


    Bin dann mal wieder eine zeitlang weg, bis danach!


    :hello:
    Stefan

    Viva la libertà!

  • Bei mir gerade eine der faszinierendsten, farbigsten Ballettmusiken im Umfeld von Ravels 'Daphnis et Chloé':


    Nikolai Tscherepnin (1873-1945):
    Narcisse et Echo -
    Ballett für gemischten Chor und Orchester, opus 40 1911
    The Hague Chamber Choir, Residentie Orchestra The Hague, Gennady Rozhdestvensky
    Chandos, 1998, 1 CD



    :hello:
    Johannes

  • Gesualdo da Venosa: Quinto libro di Madrigale
    - Felicissimo sonno


    [amx=B0007IP5HI]300[/amx]



    Felicissimo sonno
    che ne le luci di madonna vivi,
    e noi di luce privi,
    deh, con un sogno messagier le mostra
    l'afflitta anima nostra.
    Fa che in partir da lei pietà vi resti
    e pietosa si desti.



    Liebe Grüße Peter


  • Na, da bin ich ja erleichtert :)


    Hatte schon befürchtet, Du hättest die Freude an der Sache verloren und hörtest nur noch DSDS-Superhits und Gangsta-Rap. Schüler haben bisweilen einen geradezu magischen Einfluß auf ihren Lehrer - zumal wenn dieser ein noch ungefestigtes Jungexemplar ist. :D


    ======================


    So, um die Kurve zum Threadthema noch irgendwie zu kriegen: Bei mit jetzt Wagner zum richtig Wachwerden!



    Richard Wagner: Stokowski Symphonic Syntheses


    Bournemouth Symphony Orchestra
    Ltg. José Serebrier



    Einen schönen Tag Euch allen!


    Laurenz :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • Guten Morgen


    bei mir kämpft jetzt Tancredi gegen Clorinda:




    Claudio Monteverdi


    Madrigali Libro 8 (Ausz.), darunter das "Il Combattimento di Tancredi e Clorinda"


    Mit Rolando Villazon, Patrizia Ciofi, Topi Lehtipuu und Le Concert d'Astree, Leitung: Emmanuelle Haim :jubel: :jubel:


    Ich bin kein Fan von R. Villazon, aber sein Monteverdidebüt ist ein wahres Hörprachtstückt und er hat im dem Ensemble von Emmanuelle Haïm einen ebenbürdigen musikalischen Partner gefunden.


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard