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Alfred_Schmidt

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1

Montag, 31. Januar 2005, 15:07

Musik des Mittelalters

Liebe Forianer und solche die es noch werden wollen,

Dies ist wieder einemal ein sogenannter Trailer-Thread wo ich lediglich "abklopfen" möchte, ob das (momentan) überhaupt ein Thema von Interesse für Euch ist.
Der Begriff ist ja sehr weit gesteckt, über Geistliche Musik, Minnesang, bzw Troubadours, aber auch Tänze und Kunstlieder des Mittelalters, aber auch bis in die frühe Renaissance.

Oft wird ja so getan, als begänne die "Klassische Musik" erst im Spätbarock, eine Linie der unser Forum ohnedies nicht folgt.
Allein - das Mittelalter und die Renaissance, sieht man von einigen wenigen Ausnahmen aus, wurde bisher links liegengelassen.

Ob mittelalterliche Musik heutige Ohren erfreuen kann ? - Ich weiß es nicht. - Interessant ist je jedoch allemal.


Freiwillige vor :hello:


gegeben Anno Domini MMV

Alfredus Fabricius

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

C.Huth

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2

Montag, 31. Januar 2005, 15:31

RE: Musik des Mittelalters

Alfredus Magnus,

wäre es nicht dienlicher, dies in "Allgemeine Klassikthemen" zu verlegen, da ja nun gerade nicht nur Instrumentales im Thema steht?

In letzter Zeit höre ich immer wieder mit wachsendem Interesse die neue CD des Ensembles "Sequentia" "Lost Songs of a Rhineland Harper, X and XI centuries", auf die ich bei Gelegenheit und mit einiger Zeit (wie immer) dann auch gerne eingehen will.

Gegeben im selbigen Jahre,

Claudius
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

Alfred_Schmidt

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3

Montag, 31. Januar 2005, 15:41

Servus Claudius

Ich weiß nicht was es ist, Eitelkeit sicher nicht, aber der Anrede "Alfredus Magnus" kann ich einfach nicht widerstehen :D
Ergo: Das Thema wurde verschoben

Servus
A.M

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Rocco

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4

Montag, 31. Januar 2005, 16:15

RE: Musik des Mittelalters

Hallo Alfred,

Musik des Mittelalters, also von etwa 500 bis 1500. EIn langer Bogen abendländischer Geschichte.

Stellvertrend und als Einstieg in diese Klangwelt kann ich diese 2-CD-Box empfehlen, die den musikalischen Bogen von der gotischen Ära bis zur Renaissance spannt. Gleichzeitig wird man mitgenommen auf eine musikalische Entdeckungsreise, die Lust auf mehr macht

Wer sich für die Tanzmusik dieser Zeit interessiert, dem sei, u.a., diese CD empfohlen:


Ich finde es immer wieder spannend, sich diesen doch teilweise sehr fremdartig wirkenden Klängen mal voll und ganz hinzugeben.
Beste Grüße aus Bonn
Matthias

Ich tu', was meine Pflicht gebeut, doch hass' ich alle Grausamkeit (ROCCO)

der Lullist

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5

Montag, 31. Januar 2005, 19:56

Hallo,

Musik des Mittelalters ist wahnsinnig spannend.
Natürlich muß man sich auch hier erst hineinhören, aber es lohnt sich.

Ich liebe die Musik der Hildegard von Bingen,
weibliche Gesänge nach Art der Gregorianik mag ich sowieso (Grüße aus St. Cyr)
Zwei Einspielungen vom Ensemble Sequentia erschienen bei der deutschen Harmonia Mundi finde ich absolut genial.

Dann Alfonso X "El Sabio" seine Cantigas de Santa Maria sind ein absoluter Tipp.
Billige Version bei Naxos, aber ziemlich gut interpretiert.

Es gab mal eine sehr schöne Box (harmonia mundi france) 5 CD's da wurde der Bogen gespannt vom frühen Christentum, über Gregorianik, der erste Polyphonie, Ars Nova, und höfischer Musik bis zur frühen Renaissance. Wenn man es kriegen kann - sofort holen es lohnt sich. :yes:

MStauch

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6

Montag, 31. Januar 2005, 22:03

Liebe Forianer,

zum Thema Musik des Mittelalters Möchte ich auf die umfangreiche Serie Reflexe Stationen europäischer Musik hinweisen.

Darin eine ganze Reihe umfangreicher Kassetten, etliches mit Thomas Binkley und dem Studio der früher Musik. Die erste Kassette, inzwischen auch auf CD wieder günstig erhältlich, habe ich noch als LP. Darin u.a. die sehr schöne Aufnahme mit der Musik Oswald von Wolkensteins.



Und von Thomas Binkley gibt es auch noch als Doppel-CD die Chansons der Troubadours und der Trouveres (Teldec).

MfG

Matthias
Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.

7

Donnerstag, 3. Februar 2005, 16:53

Hallo,

auch wir besitzen die Einspielung von Hildegard von Bingen „Saints“.
Musik zum Gänsehaut bekommen! Kann man wirklich weiterempfehlen!

Viele Grüsse

Bettina und Wilfried
Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den soll man sich vom Halse schaffen

Selim

MStauch

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8

Freitag, 4. Februar 2005, 22:02

Bei interessanter Musik des Mittelalters ist natürlich auch Perotin zu erwähnen.


Folgende Aufnahme steht bei mir schon lange im Regal und ich kann sie empfehlen. Strenge, aber ausdrucksstarke geistliche Musik. Musikgeschichtlich sicher eine wichtige Spur.

Tobe Welt, und springe,
Ich steh hier und singe.

der Lullist

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9

Mittwoch, 23. März 2005, 19:47

Bei Naxos endeckt man wirklich sehr interessante Aufnahmen:

Einige der Strophen der originalen Carmina Burana, gab es zwar schon mit dem Clemecic Consort, doch die Interpretationen sind so sehr verschieden, dass man soetwas getrost doppelt haben kann.


Ensemble Unicorn / Ensemble Oni Wytars

und Musik der Troubadours:


das gleiche Ensemble und genauso gut gemacht. Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig...

Hoffentlich bringt Naxos auch weiterhin solch tolle Aufnahmen heraus.

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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10

Mittwoch, 23. März 2005, 22:37

Hi

Zitat

Einige der Strophen der originalen Carmina Burana gab es zwar schon mit dem Clemecic Consort...

Nun ja, wenn man 5 LPs ( HM 335 - HM 339 ) als "einige Strophen" bezeichnen will... ;)

Ciao

Ciao

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pianoflo

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11

Mittwoch, 23. März 2005, 22:42

Tja, das Komma

@theophilus:

Was so ein kleines Komma alles ausmachen kann, lies doch noch mal genau, was Lullist geschrieben hat :D
"Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"

Wise Guys 2000

Theophilus

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12

Mittwoch, 23. März 2005, 22:47

RE: Tja, das Komma

@pianoflo:

Das erste Komma ist falsch, denn damit ergibt der Satz überhaupt keinen Sinn!

Ciao

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pianoflo

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13

Mittwoch, 23. März 2005, 22:52

@ theophilus:

Ist zwar kein völlig korrekter Satz, hat aber folgenden Sinn:

Auf der Aufnahme sind einige Strophen der Carmina Burana -
Das Ganze gabs zwar auch schon mit dem Clementic Consort, aber...

Denke ich zumindest, kannst ja den Lullist mal fragen, wie ers gemeint hat.

Wolln uns doch nicht wegen so einem Schmarrn streiten,

Gruß,
Flo
"Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"

Wise Guys 2000

Theophilus

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  • »Theophilus« ist männlich

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14

Mittwoch, 23. März 2005, 23:03

Hi pianoflo,

nein, wollen wir wirklich nicht. Aber ohne das erste Komma ist der Satz vollkommen in Ordnung und ich vermute, er kennt nur eine der LPs (oder vielleicht eine CD), und weiss gar nicht wieviel René Clemencic da eingespielt hat (ca. 1975).

Gute Nacht
Theophilus

Ciao

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der Lullist

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15

Donnerstag, 24. März 2005, 07:41

Doch ich weiß das René Clemencic eine Gesamtaufnahme vorgelegt hat, ist auch auf 3 CD's wiederveröffentlicht, bei HMF - hat die Bestellnummer 90335...

Ich habe den Satz vielleicht etwas knapp formuliert, weshalb hier jetzt aber über korrekte Kommasetzung debatiert wird finde ich etwas ..., naja.


Aber um das Thema wieder etwas sinnvoll zu gestalten,
was haltet ihr von der gängigen Musizierpraxis der mittelalterlichen Musik.
Als ich mit 12 meine ersten Aufnahmen kaufte war ich etwas überrascht über die "fetzige" Interpretation.
Ich hatte keine genaue Vorstellung davon wie diese Musik klingen würde, mal abgesehen von der Gregorianik.
Mittlerweile halte ich es für absolut legitim, denn wenn man z.B. die Gesänge der byzantinischen Tradition hört, so ist die Ähnlichkeit zur arabischen Musiktradition offensichtlich.
Also bietet sich das auch in den Cantigas de Santa Maria an, denn zu dieser Zeit waren die Osmanen ja sogar in Spanien.

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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16

Donnerstag, 24. März 2005, 09:11

Zitat

Ich habe den Satz vielleicht etwas knapp formuliert, weshalb hier jetzt aber über korrekte Kommasetzung debatiert wird finde ich etwas ..., naja.


Wenn sich dadurch der Sinn der Aussage völlig ändert, sollte es eben geklärt werden. Und das hast du ja jetzt mit deinem ersten Satz getan...

Ciao

Ciao

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Johannes_Krakhofer

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17

Donnerstag, 14. April 2005, 14:53

Das Mittelalter

[list]
[/list] Hi!!

Also die mittelalterliche Musik übt auf mich eine besondere Faszination aus, da sie mich in eine für mich unerreichbare, weit entfernte Zeitepoche eintauchen lässt.
Ich liebe die weltlichen Lieder von Walther von der Vogelweide, Tannhäuser, Neidhart von Reuenthal und aus der Carmina Burana.

Jeder der sich für alte Musik begeistern lassen will,möchte ich die CD ans Herz legen:
Musik aus Mittelalter & Renaissance "Zeit der Dämmerung"
mit Werken von Werke von Hildegard von Bingen, Walther von
der Vogelweide, Reuental, Dunstable, Ebreo,Dufay, Isaac, Senfl, Ortiz und vielen anderen.
(Ich schaffs schon wieder nicht ein Bild einzufügen, bin ich blöd, oder kann mir jemand sagen, wies geht!!!Bitte!!)

Mein Highlight: "Es hett´ein Biedermann ein Weib" und "Unter der Linde"(letzteres von Walther von der Vogelweide)

Mfg Joschi
Den Mozart und den Wagner hör´ich gerne, wenn ich jausen
nur beim Herrn Stockhausen kriegt mein Hamster Ohrensausen

(Erste Allgemeine Verunsicherung)

Maexl

Profi

  • »Maexl« ist männlich

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18

Sonntag, 9. Oktober 2005, 11:38

Grade "Unter der Linde" ist ein aus dieser Epoche sehr bekanntes Lied.

Wir hatten mal einen Deutschlehrer, der gleichzeitig Countertenor war und uns auch mal eines dieser Lieder vorträllerte. In welcher Besetzung sind die Stücke denn so etwa?

der Lullist

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19

Sonntag, 9. Oktober 2005, 11:51

Von einer Bestzung so wie Du sie Dir vielleicht vorstellst kann man eigentlich nicht wirklich sprechen.

Es waren meist umherziehende Musiker, bzw. dann die Troubadoure die dann mit den Musikern zusammenarbeiteten die sie an den Städten und Höfen vorfanden.

Jedenfalls das Bild mit dem Minnesänger der mit der Laute seiner liebsten ein Liedchen trällert ist eine romantische Vorstellung des 19. Jahrhunderts...

Vom Label Naxos gibt es ziemlich gute Aufnahmen mittelalterlicher Musik, und das zum kleinen Preis. Probieres es einfach mal aus.

die CD's mit den Trouveres kann ich nur nochmals empfehlen, oder die mit den Cantigas de Santa Maria von Alfonso X.

Im besten Fall sind solche Lieder aber recht farbig begleitet.
Fideln, diverse Blasinstrumente wie Dudelsäcke, Flöten etc. Drehleier, diverse Lautenähnliche Gerätschaften, Harfen, und Schlagwerk.

Die Musik ist jedenfalls wesentlich farbiger und rhythmischer als man meinen möchte (zumindest in der gängigen Aufführungspraxis)

Oolong

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  • »Oolong« ist männlich

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20

Montag, 10. Oktober 2005, 10:31

Möge dieser Thread ewiglich leben und gar feine Blüten in ihm gedeihen! :jubel:

In meinem Hören spielt mittelalterliche Musik eine achtbare Rolle - die Geistlichkeit aber mehr als die Troubadoure!

Als Einstieg ist die vom Lullisten gepriesene Harmonia mundi Ausgabe " Mittelalter- Eine musikalische Reise durch 10 Jarhunderte" mit ( übrigens 6 !!!)Querschnitt- CDs auch von mir außerordenlich zu empfehlen. Es gibt sie noch exklusiv bei 2001 für 29,99€ !!!

Leider ohne Coverfoto -aber doch sicher genau die Box die der Lullist meinte?
Es sind ausnahmslos namhafte Interpreten: A. Deller, die Hilliards, Anonymus 4, Ensemble Organum, Clemencic Consort, Paul O´Dette, Schola Hungarica...! Der zeitliche Bogen spannt sich vom frühesten Mittelalter " Vom Orient zum Okzident" über Gregorianik, Troubadoure und Minnesänger, frühe Polyphonien, Ars Nova bis zur Frührenaissance. Für mich ist diese Box ein wichtiger Kompass im Reich der oft strengen doch auch himmlisch schönen mittelalterlichen Musik!

Gruß
Stefan
Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

der Lullist

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21

Montag, 10. Oktober 2005, 12:05

Ja es die Box ;)

aber wie Du schon geschrieben hast, harmonia mundi france hat damit einen wirklich fabelhaften Einstieg in diese Musik geliefert.
Die Box ist ähnlich aufgebaut wie die hervorragende 15 CD Box "Baroque", umfangreiches Begleitmaterial und natürlich außergewöhnlich gute Aufnahmen.

Anhand der Mittelalter Box, kann man die Entwicklung der Musik von den frühchristlichen Gesängen bis zur beginnenden Renaissance mitverfolgen.
Die verschieden Stile der Gregorianik, dann eine CD mit höfischer Musik und schließlich die ersten Schritte in Richtung Renaissance mit dem Requiem von Ockeghem.

Ich habe bisher nichts vergleichbares gefunden, jedenfalls nicht in der Qualität und Ausführung.
An zweiter Stelle kommen dann die Einspielungen bei Naxos.

  • »Kurzstueckmeister« ist männlich

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22

Donnerstag, 30. November 2006, 17:13

Das Thema ist viel zu weit gefasst ...
Zur mehrstimmigen Musik vor der Renaissance möchte ich folgende CDs empfehlen:



Musik der Gotik
von Leonin, Perotin, La Halle, Vitry, Cluny,
Pusiex, Machaut, Royllart & anonymen Meistern.
(Notre Dame Epoche, Ars Antiqua, Ars Nova)
Early Music Consort London, Munrow

Was mich interessieren würde:
Kann jemand eine Gregorianik-Einspielung empfehlen, bei der ein ca. 7-köpfiges Ensemle nach Vorbild der "schola cantorum" historisch informiert singt?

Wenn man dann noch etwaige Entwicklungen in der Zeit um die Jahrtausendwende mitkriegen könnte, wärs überhaupt wunderbar.
:rolleyes:

salisburgensis

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  • »salisburgensis« ist männlich

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23

Donnerstag, 30. November 2006, 17:43

Zitat

Original von Kurzstueckmeister
Was mich interessieren würde:
Kann jemand eine Gregorianik-Einspielung empfehlen, bei der ein ca. 7-köpfiges Ensemle nach Vorbild der "schola cantorum" historisch informiert singt?



Eine sehr gute Adresse für Derartiges ist das Ensemble Organum unter Marcel Pérès.
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

salisburgensis

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24

Freitag, 1. Dezember 2006, 16:37

Salut KSM,

um meine gestrige Empfehlung noch etwas zu konkretisieren: es gibt eine drei CDs umfassende Reihe mit dem Titel Chants de l´Église de Rome vom Ensemble Organum mit Gregorianik aus römischer Überlieferung:




Altrömische Gesänge des 7./8.Jh.
Gesänge der byzantinischen Periode




Die Vesper zum Ostersonntag
Der Gesang der Römischen Kirche 6.-13.Jahrhundert




Messe de Saint Marcel
Altrömische Gesänge des 7.& 13.Jh.


:hello:
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

Draugur

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  • »Draugur« ist männlich

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25

Freitag, 1. Dezember 2006, 17:09

Sehr empfehlenswerte Aufnahmen mittelalterlicher deutscher Musik hat das "Ensemble für frühe Musik Augsburg" gemacht:

[jpc]6114004 [/jpc]

Neidhart (früher genannt: "von Reuental"), einer der schillerndsten Minnesänger, wird hier sehr witzig und originell sowie musikalisch virtuos zum Leben erweckt.

[jpc]5161403 [/jpc]

Gleiches gilt für Oswald, den sogenannten letzten Minnesänger, dessen Texte aber mehr in die Zukunft als in die Vergangenheit weisen (Autobiographie). Wie auch Neidharts Lyrik sehr originell und faszinierend.



Hier noch ein paar schöne Interpretationen verschiedener Autoren.
„People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing."
Florence Foster-Jenkins (1868-1944)

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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26

Samstag, 27. Januar 2007, 22:05

Obwohl ich nicht viel Neues beizutragen habe, hole ich den thread mal hervor, damit ich ihn nicht ständig suchen muß, und in der Hoffnung, dieses Gebiet etwas zu beleben, Empfehlungen und Informationen zu erhalten. In den letzten paar Wochen habe ich mir u.a. folgende CDs besorgt, teils auf Forenempfehlung, teils aus Gelegenheit:

Perotin u. Notre-Dame-Schule


Dunstable


weltliche Musik des 14. u. 15. Jhds., von Machaut, Binchois usw.


ich kann noch nicht viel sagen; in den letzten Tagen höre ich mehrfach die letzgenannte Sammlung. Hier gibt es eine Mischung aus ganz unterschiedlichen Stücken; manches klingt recht fremd, aber einige Sachen sind sehr schön. Insgesamt sehr faszinierend.

Einiges an Hintergrund in englischer Sprache findet man hier (und auf anderen Seiten dieses Komplexes)

"http://www.medieval.org/emfaq/beginlst/nocds.html"

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

  • »Prometeo« ist männlich

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27

Montag, 11. Juni 2007, 03:08

mich interessiert die mittelalterliche musik derzeit auch besonders
zu den genannten aufnahmen, von denen ich einige besitze, möchte ich noch folgende aus meinem bestand erwähnen:



hat irgend jemand erfahrungen mit dem besuch von etwaigen speziellen festivals für mittelalterlicher musik ?
"Der moderne Komponist darf seine Werke einzig und allein auf der Grundlage der Wahrheit schreiben."
Claudio Monteverdi

"Der Komponist komponiert erstens für sich selbst und zweitens für das Publikum; aber für ein ideales Publikum und nicht für das...welches real existiert"
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  • »Prometeo« ist männlich

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28

Montag, 11. Juni 2007, 03:20

ausserdem noch in meiner sammlung



.

wenngleich es sich bei letzterer zum grossen teil um sog. kontrafakturen handeln muss, da ja wohl nur 1-2 lieder von ihm tatsächlich mit musik überliefert sind :(

wer von euch hat eventuell einmal die verschiedenen zur verfügung stehen aufnahmen der messe nostres dame von guillaume de machaut verglichen ???
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  • »Prometeo« ist männlich

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29

Montag, 11. Juni 2007, 03:41

Zitat

Original von der Lullist


Dann Alfonso X "El Sabio" seine Cantigas de Santa Maria sind ein absoluter Tipp.
Billige Version bei Naxos, aber ziemlich gut interpretiert.



naxos ?

habe an billigen nur die gefunden :



?(
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  • »Prometeo« ist männlich

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30

Montag, 11. Juni 2007, 03:48

Zitat

Original von der Lullist


Es gab mal eine sehr schöne Box (harmonia mundi france) 5 CD's da wurde der Bogen gespannt vom frühen Christentum, über Gregorianik, der erste Polyphonie, Ars Nova, und höfischer Musik bis zur frühen Renaissance. Wenn man es kriegen kann - sofort holen es lohnt sich.


habe da mal reingehört



könnte eine alternative sein
vor allem seeeehr preiswert 6 cds für knappe 14 euro
enthält die berühmte carmina burana, lieder von thibaut de champagne und richard löwenherz und eine menge anonymes.
bei ebay kann man die komplette trackliste lesen :]
nur ist die box dort viel teurer :P
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