Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester in G-Dur

  • Hallo miteinander,


    eines der wichtigsten Klavierkonzerte des 20. Jahrhunderts und wir haben noch keine Besprechung davon (es sein denn, ich habe nicht richtig gesucht :rolleyes: ). Das muss sich ändern.


    Ravel hat dieses Konzert sehr spät in seinem tragisch verkürzten Leben komponiert. Begonnen hat er 1929, auch wenn er zum Teil Ideen und Skizzen früherer Jahre verwendete. Abgeschlossen hat er das Werk zwei Jahre später. Seine Idee, die Uraufführung vom Klavier aus zu dirigieren, konnte er nicht verwirklichen, da ein Gehirntumor ihn zu sehr einschränkte. Er beschränkte sich deshalb am 14. Januar 1932 in Paris aufs Dirigieren, den Klavierpart übernahm Marguerite Long.


    Das dreisätzige Werk (Allagramente/Andante/Alle Breve) fällt schon durch die Instrumentierung auf: es gibt eine Peitsche, die knallend den Auftakt für das Werk bewirkt. Ein Anfang, den man nicht mehr vergisst, der einen aber immer wieder aufrüttelt, wenn er gut gespielt ist. Stilistisch ist das Klavierkonzert geprägt von Jazz-Einflüssen, vor allem im ersten und dritten Satz (Ravel hatte kurz vor Beginn der Komposition eine erfolgreiche USA-Tournee absolviert), sowie spät-romantisch-impressionistischen (Mittelsatz). Das Werk ist rund 20 Minuten lang und hat sich relativ schnell in die Herzen von Publikum und Pianisten gespielt.


    Ich habe mittlerweile mehr als zehn Aufnahmen des Konzerts und könnte eigentlich allen irgendetwas gutes abgewinnen und darüber berichten. Besonders erwähnenswert ist natürlich die Aufnahme von Michelangeli mit Ettore Gracis. Daneben haben sich aber auch Francois, Argerich, Zimmerman oder Grimaud erfolgreich um dieses Konzert bemüht.


    Dennoch möchte ich heute mein Augenmerk auf einen eher unbekannten Pianisten widmen: Alexis Weissenberg, den meisten wenn überhaupt nur bekannt, da Karajan diverse Konzerte mit ihm eingespielt hat (für EMI). Die Ravel-Aufnahme hat er mit Seji Ozawa und dem Orchestre de Paris verwirklicht, und sie braucht sich vor den anderen nicht zu verstecken. Die Anforderungen (Ravel hat das Stück als Präsentationsstück zur Darstellung seiner virtuosen Fertigkeiten erdacht) meistert Weissenberg mühelos, auch weil er von einem Dirigenten unterstützt wird, der ihm mit dem Orchester überall hin folgt und ein inspirieredes Fundament liefert. Besonders gelungen sit jedoch der Mittelteil, schwelgerisch und impressionistisch zugleich, in dem Solist und Orchester regelrecht verschmelzen. Die Klangqualität ist leider vor allem in den ersten Takten relativ schlecht. Insgesamt dennoch eine lohnende Aufnahme, wahrscheinlich aber nur für Sammler von Interesse


    Interpretation: 7
    Klang: 4


    Leider ist die Aufnahme zur Zeit nur in einer 4-CD-Edition der französischen EMI erhältlich:



    Auf dem amazon.de-marketplace gibt es die Box allerdings schon für "schlappe" 16 Euro plus Versand.

  • @Thorsten,


    Deine Beschreibung der Weissenberg CD klingt interessant. Besonders die Beschreibung wie Ozawa mit dem Orchester umgeht. Passt exakt zu seiner Art. (höre 2. Klako von Rachmaninov mit den BSO und Zimerman).


    Jedoch wundert es mich das Du insgesamt für die Interpretation eine 7 gibst.
    Der Klang ist mit 4 ja weniger als befriedigend. schade

  • Hallo Thorsten,


    danke für die Mühe - den Ravel KK-Thread wollte ich auch schon lange angehen


    Mein Favorit ist, nimmt man die von Dir erwähnten ABM, Argerich, neuerdings auch Zimerman aus, auch etwas unbekannterer Natur: der 1931 geborene und 1976 bei einem Autounfall ums Leben gekommene Gieseking-Schüler Werner Haas (auch dieser in Frankreich bekannter als in Deutschland) hat 1969 die Ravel-Konzerte eingespielt (wobei ihm das für die linke Hand noch besser gelungen ist).


    In seiner Lesart habe ich das Konzert auch zum 1. Mal gehört/kennengelernt, war begeistert (damals vom Werk, Interpretation konnte ich nicht einschätzen). Da das damals noch auf LP war, habe ich in der Folgezeit natürlich noch einige CD-Einspielungen dieser (meist gekoppelten) Konzerte erworben, blieb aber -fast immer - etwas unzufrieden zurück, bis ich dann doch auch die CD mit Haas erworben habe.


    Haas spielt souverän, manchmal etwas zurückgenommen, findet stets die richtigen Farben. Begleitet wird er vom Monte Carlo National Opera Orchestra unter Alceo Galliera, das vielleicht manchmal etwas nuancierter klingen könnte, aber dem man insgesamt gerne zuhören mag.

    Interpretation: 7-8 (um Luft nach oben zu lassen :D)
    Klang: 6-7


  • Zitat

    Original von Richard Ross
    @Thorsten,
    Jedoch wundert es mich das Du insgesamt für die Interpretation eine 7 gibst.
    Der Klang ist mit 4 ja weniger als befriedigend. schade


    Ich sehe das wie Uwe: Ich lasse Luft nach oben und glaube nicht, dass ich sehr oft eine 10/10 vergeben werde. 7 ist für mich schon überdurchschnittlich gut und bei besserem Klang wäre es eine eher eine Kaufaufforderung als eine Kaufempfehlung.

  • Hallo Thorsten und alle Ravel-Freunde,


    ja das Thema Ravel-Klavierkonzerte muß unbedingt im Tamino-Forum behandelt werden. Auch das Klavierkonzert für die linke Hand ist genauso wichtig und wertvoll wie das Klavierkonzert G-Dur.
    Besonders der zweite Satz hat bei mir damals bis heute einen tiefen Eindruck hinterlassen und das Klavierkonzert für die linke Hand gehört zu meinen Klassikwerken, die ich sehr oft höre.


    Ich habe gelesen, das hier mit Interpretationswerten und Klangeinstufungen, wie bei STEREOPLAY(ich bin Abonent) üblich, gemessen wird; finde ich gut!


    :) Meine erste Aufnahme ist die DECCA-CD mit Alicia de Larocha/Rafael Frühbeck de Burgos mit beiden Klavierkonzerten.
    Diese hervorragende Interpretation muß bei jedem, auch beim Ersthörer einen tiefen Eindruck hinterlassen. Alle später gehörten können meiner Meinung nach nicht mithalten.
    In der Stereoplay ist folgende Bewertung rezensiert:
    Interpretation: 10
    Klangqualität: 9


    ;) Eine weitere Decca - CD von den Klavierkonzerten, die in meiner Ravel-Gesamtaufnahme mit Dutoid/Montreal SO von Pascal Roge bestritten wird ist ebenfalls sehr gut, aber hat nicht die Tiefe der Larocha-Aufnahme. Die Klangqualität des gesamten Orchester-Ravel hat DECCA_Spitzenqualtität, das Klavier scheint plastisch vor einem zu stehen - so sauber kommt es rüber.
    Ravel ist für Roge der richtige Komponist in den er sich gut einfühlen kann (im Gegensatz zu seiner Saint-Saens-Klavierkonzerte-Einspielung), da hier kein Brio ausgebreitet werden muß.
    Die Stereoplay-Rezension hatte auch Spitzenwerte:
    Interpretation: 9
    Klangqualität: 10


    ;) Eine andere Aufnahme der Klavierkonzerte in meiner früheren Ravel-Orchesterwerke-Gesamtaufn.auf EMI-LP mit Martinon/Orchestre de Paris wird von Aldo Chiccolini gespielt. Nicht schlecht aber an die beiden Decca-Aufnahmen kommt Chiccolini nicht heran.
    Interpretation: 8
    Klangqualität: 7


    In Bezug auf die Larocha-Decca-CD möchte ich mich der Stereplay-Bewertung 100% anschließen - es scheint die Referenzaufnahme zu sein. Im Decca-Katalog ist die Aufnahme derzeit nicht vorhanden - scheint also gestrichen zu sein.


    Gruß aus Bonn
    Wolfgang


  • Mir stellt sich die Frage, wo denn dann etwa die Einspielung von Michelangeli anzusiedeln wäre. Kennst Du die und kannst sie mit Larocha vergleichen? Wie gesagt, bei mir gibt es nicht soviel "10"-Bewertung, aber ABM wäre eine Wert, gerade auf der CD mit Ravel/Rachmaninoff 4

  • Hallo Thorsten,


    ich kenne die Michelangeli - Aufnahme nicht, aber was ich bisher an Kritiken gelesen habe ist die Aufnahme von der Interpretation her sicherlich auf dem gleich hohen Level, wie die Larrocha-Aufnahme anzusiedeln.
    Ich habe gestern abend die Larrocha-Ravel-Aufnahme wiedermal gehört - fantastisch - die Aufnahme ist von 1973 und auf höchstem Decca-Klangniveau.
    Die ABM-Aufnahme stammt aus 1958 !


    Gruß aus Bonn
    Wolfgang


  • Also, was ich bisher an Kritiken gelesen habe, ist die Larrocha-Aufnahme nicht auf dem gleichen Level wie ABM anzusiedeln. Da fehlt ihr pianistisch noch ein bisschen, um mit dem Maestro mitzuhalten.

  • Hallo Thorsten,


    kennst Du die Larrocha - Aufnahme überhaupt. Was diese Pianistin angeht hat immer Spitzenqualität, hinzu kommt noch der Dirigent R.F.Burgos, der ein spitzenmäßiger Orchesterbegleiter ist.
    In der Stereoplay-Kritik von 06/1987 wird diese Ravel-CD auch als Referenzaufnahme bezeichnet.


    8) Ich würde vorschlagen wir besorgen uns beide mal die andere Aufnahme, Du mit Larrocha und ich mit Michelangeli.


    Gruß aus Bonn
    Wolfgang

  • Hallo,


    ich habe gerade die Interpretationen von Michael Rische (arte nova) und Philippe Entremont (Sony) hintereinander gehört.
    Dabei fiel auf, dass in der Sony-Aufnahme (mit Ormandy am Pult) doch mehr Feuer zu spüren war. Obwohl ich es ein wenig leiser gehört habe, kam es mir lauter vor.
    Risches Aufnahme ist aber auch nicht übel.



    Der Peitschenknall am Anfang ist fantastisch. Ich kann mir vorstellen, dass das einer der schwierigsten Einsätze in der Literatur ist.



    Gruß, Peter.

  • Ich möchte doch auf die erste Einspielung des Stücks durch MARGUERITE LONG hinweisen, die ziemlich schnell nach der UA stattfand (Long spielte damals mit dem Orchestre des Concerts Lamoureux unter Ravel). Klangtechnisch ist das natürlich meilenweit vom heutigen Standard entfernt, aber ich empfinde die Aufnahme rein stilistisch eben doch als sehr französisch und relativ weich im Klavier, was sicher zum Teil eine Frage der Aufnahmetechnik ist, möglicherweise aber auch mit dem Flügel zusammenhängt (damals in Paris vermutlich eher ein Erard oder ähnliches, nicht der großvolumigere, aber härtere Steinway).


    Etwas unklar ist mir bei der Einspielung die Angabe zu Orchester und Dirigent. Meine alte EMI/Angel-LP (Koppelung mit Milhaud-Konzert) gibt "Orchesterbegleitung, Maurice Ravel" an. Ich bilde mir aber ein, in neuerer Zeit sowohl eine genauere Orchesterangabe als auch einen anderen Dirigentennamen gelesen zu haben, finde die Site aber leider nicht mehr, es muß im Zusammenhang mit einer Sendung auf France Musique gewesen sein. Kann mir da jemand weiterhelfen?


    Die für mich persönlich interessanteste Version ist ja leider nie gemacht worden, da Walter Gieseking zwar Ravels Piano-Solo-Gesamtwerk, aber nicht die Konzerte eingespielt hat.


    Einen schönen Tag noch
    Hartmut

  • hallo,


    die aufnahme mit krystian zimerman ist top. in jedem falle würde ich in diesem zusammenhang 2 aufnahmen nennen, die IMO top of the top sind. die schon mehrfach genannte mit benedetti michelangeli und dann die spätere aufnahme der argerich (london symphony orchestra unter abbado).





    gruß, siamak

  • Zitat

    Original von sound67
    Die Einspielung durch Michael Rische finde ich reichlich brav. Diese CD gewinnt erst durch die Katalograritäten einigen Repertoirewert.


    Nachdem ich jetzt zwei weitere Aufnahmen des Klavierkonzertes besitze, kann ich mich da nur anschließen.
    Schon gegen Martha Argerich kam mir die Rische-Aufnahme sehr verhalten vor.



    Was aber Arturo Benedetti-Michelangeli hier macht, das haut mich wirklich vom Hocker. Unglaubliche Spielfreude, feinste Technik, ein tolles Orchester, hier stimmt einfach alles.
    Genial!



    Gruß, Peter.

  • hallo Peter,


    die aufnahme mit rische, die ich auch besitze, ist gut, hat aber gegen viele der bekannten keine wirkliche chance. das ist das problem der tonträger. hätte man ihn mit dieser leistung im live-konzert gehört, wäre man wohl begeistert, da halt auch ein einmaliges ereignis ! stellt sich aber die frage, ob rische es live dann genauso gebracht hätte, wie auf der platte :D .


    gruß, siamak :)

  • Hartmut schrieb"Etwas unklar ist mir bei der Einspielung die Angabe zu Orchester und Dirigent"


    Es gilt als sicher, das Pedro de Freitas Branco, Bruder des Komponisten Luis de Freitas Branco-einem der interessantesten Komponisten Portugals und Lehrer von Joly Braga Santos(Bild-mein Avatar)- der Dirigent dieser Aufnahme war.


    Ravel war allerdings bei der Aufnahme zugegen und hat wohl sein Einverständnis gegeben, diese Aufnahme als authentisch ansehen zu können.
    Diese Aufnahme von Marguerite Long ist wirklich fabelhaft und klingt für ihr Alter auch ganz hervorragend.


    Wirkliche Favoriten habe ich im Falle des G-dur Konzertes nicht.


    Ich teile allerdings die Bewunderung für Werner Haas, einem der wirklich ganz großen deutschen Pianisten, dem man ein Vergessen nach seinem tragischen Unfalltod unbedingt ersparen sollte.


    Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß ich sehr geschockt war, als ich als kleiner Junge im Radio die Nachricht von seinem Tod erfuhr.
    Er war ein Freund meines Klavierlehrers(eines Cortot-Schülers) und hat viele überragende Aufnahmen gemacht, so auch diejenige der Ravel-Konzerte.


    Bei diesem Konzert schätze ich es übrigens überaus, wenn es mit einem "echt" französischem Orchesterklang aufgenommen wurde, was bei der Haas-Aufnahme mit dem Monte-Carlo Orchester ja auch, jedenfalls 1973, gegeben ist.


    Die Michelangeli-Aufnahme ist natürlich seit ihrem Erscheinen "die" herausragende gewesen und sie klingt auch so-obwohl(oder gerade weil?)1958 aufgenommen.
    Die Aufnahme mit Entermont schätze ich auch sehr!
    Auch schätze ich die Einspielungen von Alicia de Larrocha oder Martha Argerich , aber ich möchte gerne noch auf einige andere
    Einspielungen aufmerksam machen.


    Bei Aufnahmen mit wirklich französischem "Flair" würde ich sehr diejenige von dem französischem "Tastengott" Samson Francois unter Pretre(bei EMI) empfehlen.


    Auch die alten Aufnahmen mit Monique Haas unter Paray(DG) oder Vlado Perlemutter unter Horenstein gehören zu meinen Lieblingen.


    petemonova


    Der Anfang mit der "Peitsche" ist eigentlich sehr einfach.
    Der Dirigent gibt den Auftakt und alle fangen bei "Peng" an-ich habe dieses Konzert selber häufiger im Orchester gespielt.


    Es gibt wirklich unzählige gute Aufnahmen diese Werkes, zu denen die Rische-Aufnahme m.e. leider nicht gehört(aber eine Menge anderer Aufnahmen, welche ich jetzt vergessen habe).




    Viele Grüße,


    Michael

  • Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Bei Aufnahmen mit wirklich französischem "Flair" würde ich sehr diejenige von dem französischem "Tastengott" Samson Francois unter Pretre(bei EMI) empfehlen.


    Beim Durchstöbern alter Diskussionen bin ich hierauf gestoßen. Lieber Michael, meintest Du vielleicht diese Aufnahme:


    ?


    Ist zwar nicht mit Prêtre, sondern mit Cluytens. Wie auch immer, mich würde interessieren: Kennt diese CD jemand? Empfehlung?

  • Zitat

    Original von Gurnemanz
    Beim Durchstöbern alter Diskussionen bin ich hierauf gestoßen. Lieber Michael, meintest Du vielleicht diese Aufnahme:


    ?


    Ist zwar nicht mit Prêtre, sondern mit Cluytens. Wie auch immer, mich würde interessieren: Kennt diese CD jemand? Empfehlung?


    Ich erlaube mir die Antwort, weil ich zufällig eine alte Schallplatte mit der Aufnahme habe: Unbedingte Empfehlung! :yes:
    Der alte François spielt das, finde ich, sehr poetisch, erzeugt mit seinem Anschlag eine beeindruckende Palette an Farben. Gerade der gläserne zweite Satz wirkt himmlisch auf diese Weise. Und die Qualität der alten Aufnahme bringt das mit einem sehr warmen Klangbild auch schön rüber.

  • Hallo Gurnemanz,
    es ist mir peinlich, zugeben zu müssen, daß mir damals ein Fehler unterlaufen ist:
    Dirigent der Francois-Aufnahme ist natürlich Cluytens und nicht Pretre.


    Sorry vielmals.... :O


    Im übrigen handelt es sich bei der CD, welche Du abgebildet hast, um die Aufnahme, welche ich meinte und Vox schönen Kommentar schließe ich mich an:


    Unbedingte Empfehlung!


    :hello:
    Michael

  • Warum peinlich? Fehler machen wir alle. Auf jeden Fall Dir und Vox ein herzliches Dankeschön für den Rat, werd's ernsthaft bedenken.


    Inzwischen habe ich bemerkt, daß sich in meiner Sammlung zwei Aufnahmen des Konzerts befinden, die ich demnächst mal vergleichend vornehmen werde: mit Argerich/Abbado und mit Ciccolini/Martinon.

  • Auch von mir eine unbedingte Empfehlung für Francois/Cluytens! Sehr spannend ist die Balance, die Cluytens zu Beginn wählt, das Klavier schält sich gleichsam aus dem Orchesterklang heraus. Francois spielt wunderbar: Glasklar, etwas distanziert, aber keineswegs kühl. Den Mittelsatz spielt ihm keiner nach, auch nicht die Argerich und der fulminante Zimerman. Außerdem hat Cluytens das genau richtige Tempo erwischt, und das Orchester funkelt und leuchtet wie sonst nur noch bei Boulez. Das Finale bei Francois/Cluytens ist dann der helle Wahnsinn - ein Furioso an Tempo und Farben. Einfach überwältigend!
    :hello:

  • Beim Ravel G-Dur-Konzert gibt es eine alles überragende Einspielung: Die von Benedetti Michelangeli (EMI) von 1975. Das ist schlicht ein einmaliges - auch von ihm selbst - unwiederholbares Jahrhundertereignis. Allein der langsame Satz ist ein Wunder, dieser stehende Ton, der quasi in die Unendlichkeit weiter klingt - magisch! :jubel: Alles andere - Zimerman, Larrocha, Monique Haas, Argerich, Ivan Moravec usw. usw. rangiert für mich eindeutig dahinter. Zimerman kommt finde ich ABM am nächsten - alles ist aber ein bischen unverbindlicher und glatter. Schade, daß es den späteren Filmmitschnitt mit Celibidache aus London nicht auf DVD gibt. Wegen dieser Aufnahme zerbrach übrigens die Verbindung von ABM mit seinem Produzenten Cord Garben. Während der Aufnahme verlor einer der Techniker die Nerven und eine Lampe fiel aus - ABM durfte fortan im Dunkeln spielen! Celibidache tobte hinterher vor Wut - ABM dagegen blieb ruhig, zog sich ins Künstlerzimmer zurück und meinte: "Garben soll sich entschuldigen!" Das sah der wiederum nicht ein - woraufhin ABM den Kontakt zu ihm abbrach. Gardens Begründung: Er könne nichts für das Fehlverhalten dieses Technikers! Wie ist es doch in der Politik: Der Minister trägt die Verantwortung für das, was in seinem Namen geschieht! Schade, daß das so gelaufen ist - wir hätten so vielleicht doch noch eine Tonaufnahme von ABM mehr bekommen...! ABMs Platte mit dem Ravel-Konzert und Rachmaninows 4. Klavierkonzert war übrigens die erste, die ich in meiner zarten Jugend gekauft habe! Sie steht - aus Nostalgie - noch heute in meinem Schrank, obwohl ich gar keinen Plattenspieler mehr besitze!


    P.S.: Die Aufnahme von Samson Francois ist zweifellos sehr interessant, aber exzentrisch - zerstört völlig die Klassizität dieses Werks. Ravel machte ja das Experiment, zwei Konzerte zur gleichen Zeit zu schreiben, die völlig entgegengesetzten Charakter haben: das klassische G-Dur-Konzert und das tragisch-dunkle D-Dur für die linke Hand, für Paul Wittgenstein, der im Krieg seinen rechten Arm verlor - dem Bruder des Philosophen Ludwig Wittgenstein.


    Beste Grüße
    Holger

  • Hallo Holger,

    Zitat

    Die von Benedetti Michelangeli (EMI) von 1975


    sorry, aber die Aufnahme ist von 1958.


    Zitat

    Die Aufnahme von Samson Francois ist zweifellos sehr interessant, aber exzentrisch - zerstört völlig die Klassizität dieses Werks. Ravel machte ja das Experiment, zwei Konzerte zur gleichen Zeit zu schreiben, die völlig entgegengesetzten Charakter haben: das klassische G-Dur-Konzert und das tragisch-dunkle D-Dur für die linke Hand, für Paul Wittgenstein, der im Krieg seinen rechten Arm verlor - dem Bruder des Philosophen Ludwig Wittgenstein.


    Ehrlich gesagt vestehe ich Deine Argumentation nicht.
    Er zerstörte weshalb die Klassizität des G-Dur Konzertes?


    Dazu müßte ich erst einmal wissen, was genau für Dich die Klassizität des G-Dur Konzertes ausmacht.
    Natürlich ist das G-Dur Konzert klassizistisch angelegt, das D-Dur Werk dagegen nicht, aber eine genauere Beschreibung, warum Francois Deiner Meinung nach das G-Dur Konzert zerstört, brauche ich schon bei einer solchen Behauptung.


    Ob man von einem Experiment betreffend der beiden Klavierkonzerte schreiben kann, wage ich zu bezweifeln.


    Dies war m.E. eher eine Sache der Auftragslage, welche Ravel professionell erledigte.


    Und natürlich war Paul Wittgenstein der Bruder von Ludwig Wittgenstein.


    Paul Wittgensteins Aufnahme des D-Dur Konzertes unter Max Rudolph( die Aufnahme unter Bruno Walter kenne ich leider nicht) ist übrigens für mich nur als furchtbar zu beschreiben.
    Wittgenstein streut alle mögliche unpassende Glissandi ein und versucht, enormen Lärm mit halt nur einer Hand zu erzeugen.
    Technisch scheint er dem Werk nicht gewachsen.


    Dies hat schon Ravel seinerzeit nicht gefallen und auf Wittgensteins Worte "Interpreten sind keine Sklaven" hat er nur geantwortet:
    "Interpreten sind Sklaven" .



    LG,
    Michael


    P.S.

    Zitat

    ABM dagegen blieb ruhig, zog sich ins Künstlerzimmer zurück und meinte: "Garben soll sich entschuldigen!"


    Aha, er blieb ruhig......
    Nun ja, ehrlich gesagt hatte er schon ein Rad ab, ich kann den Produzenten verstehen.
    Sich wegen einer kaputten Lampe entschuldigen zu sollen........


    Neeeee, wirklich, für solches Theater habe ich bei einem Künstler wenig bis gar kein Verständnis.
    Cord Garben ist selber ein sehr tüchtiger Pianist und ich denke mal, daß es einfach Grenzen gibt bei dem, was man sich so alles gefallen lassen muß im Umgang mit einem Genie.


    Und genial war ABM sicherlich, auch für mich ist er einer der größten überhaupt.
    Aber alles hat seine Grenzen, denke ich.


    Der arme Techniker.............so etwas ist einfach nur gemein.


  • Hallo Michael,


    die Tücken des Computers - ein klassischer Dreher: es muß natürlch 1957 heißen. ABM gab am 4. März 1957 ein denkwürdiges Konzert in London mit Schumann, Chopin, Debussy und Mompou und am nächsten Tag, also am 5.3.1957 begannen die Aufnahmen für das G-Dur-Konzert und das 4. von Rachmaninow.


    Der Vorfall mit der Fernsehaufnahme war in München 1991. ABM hat sich eigentlich sehr anständig verhalten! Er schaute während der Aufnahme nach oben auf einen Techniker, weil eine Lampe zu scharf eingestellt war. Der verlor die Nerven und die Lampe fiel aus, so daß eine Hälfte der Tastatur unbeleuchtet, die andere unbeleuchtet blieb. Das ist sicher nicht angenehm für den Pianisten! Das Aufnahmeteam wurde daraufhin sehr nervös. Nach dem Ende des Konzert gerieten Celibidache und Cord Garben verbal sehr heftig aneinander - sie haben einander schöne Schimpfworte ausgetauscht! ABM spielte ohne sichtliche Beeinträchtigung, hat sich von all der Aufregung nicht anstecken lassen und sich einfach still und leise zurückgezogen. Er wollte sich an der >Ursachenforschung< nicht beteiligen, schreibt C. Garben. Am nächsten Tag ließ er verlauten: Garben solle sich entschuldigen. Besser kann man eigentlich die Situation nicht deeskalieren. Daß sich der verantwortliche Aufnahmeleiter für eine solche Panne entschuldigt, ist doch eigentlich selbstverständlich! Daraufhin schreibt C. Garben: Damit endete meine 18jährige Zusammenarbeit mit ABM. Mehr sagt er nicht. ABM war ein äußerst scheuer und schüchterner Mensch. Ich nehme an, daß er nicht noch einmal in eine solche Streßsituation geraten wollte - ohnehin war er damals ja totkrank!


    Ravel schreibt über seine beiden Klavierkonzerte:


    "Die gleichzeitige Planung der beiden Klavierkonzerte war ein interessantes Experiment. Jenes, in dem ich selbst den Solopart spielen werde, ist ein Konzert im echten Sinne des Wortes - ichmeine damit, daß es im Geiste Mozarts und Saint-Saens geschrieben ist. Eine solche Musik sollte meiner Meinung nach aufgelockert und brilliant sein und nicht auf Tiefe und dramatische Effekte abzielen (...) Ich hatte eigentlich die Absicht, das Konzert >Divertissement< zu betiteln. (...) Das Konzert für die linke Hand ist allerdings ganz anders. Es enthält viele Jazzeffekte, und die Schreibweise ist nicht so locker. In einer solchen Komposition soll im wesentlichen der Eindruck vermittelt werden, daß das Klangvolumen nicht dünner ist als in einer Komposition für zwei Hände."


    Samson Francois Vortrag paßt zur Beschreibung, die Ravel nicht vom G-Dur, sondern D-Dur-Konzert gibt. Von einem Divertissement, vom klassischen Geiste Mozarts und Saint Saens, keine Spur: statt Auflöckerung dramatische Effekte und Jazzeffekte, kein musikalischer Fluß, sondern eine Aneinanderreihung extrovertierter, quasi improvisatorischer Klanggesten.


    Auch der Philosoph Wittgenstein hat übrigens fleißig musiziert - die Familie Wittgenstein war insgesamt sehr musikalisch! Die Aufnahme mit Paul Wittgenstein ist übrigens auf der CD "Ravel conducts Ravel" - sie enthält außerdem eine Aufnahme des G-Dur-Konzerts mit Margarete Long. :pfeif:


    Beste Grüße
    Holger

  • Hallo Holger,
    stimmt, die Aufnahme ist sogar von 1957, es wurde hier in diesem thread ja auch schon öfters auf die wirklich maßstabsetzende Einspielung durch ABM hingewiesen, auch von mir.


    Zitat

    Eine solche Musik sollte meiner Meinung nach aufgelockert und brilliant sein und nicht auf Tiefe und dramatische Effekte abzielen


    Ja, das sehe ich ein, und ich verstehe Deine Meinung zu Francois Aufnahme nun besser.
    Aber ehrlich gesagt hat mich an der Francois-Aufnahme noch nie etwas in dieser Hinsicht gestört.


    Zitat

    Die Aufnahme mit Paul Wittgenstein ist übrigens auf der CD "Ravel conducts Ravel" - sie enthält außerdem eine Aufnahme des G-Dur-Konzerts mit Margarete Long.


    Sehr weit oben im thread habe ich schon etwas zu der Aufnahme mit Marguerite Long geschrieben, da hatte ich noch einen anderen Avatar.


    Ob ABM sich anständig verhalten hat?


    Ich finde so ein Verhalten eigenartig, man muß auch mal großmütig sein können und Mißgeschicke ertragen können.
    Klar ist das nicht von Vorteil, wenn ein Teil der Tastatur im dunklen Bereich liegt, aber ABM gehörte sicherlich nicht zu den Pianisten, welche es nötig hatten, permanent auf die Tastatur zu schauen.


    Zitat

    ABM spielte ohne sichtliche Beeinträchtigung


    Na, dann ging doch alles gut.


    LG,
    Michael

  • Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Ob ABM sich anständig verhalten hat?


    Ich finde so ein Verhalten eigenartig, man muß auch mal großmütig sein können und Mißgeschicke ertragen können.


    Hallo Michael,


    in dem Falle muß man sich darauf verlassen, was Cord Garben schreibt! Sein Bericht sagt aus, daß ABM die Geschichte mit großem Gleichmut hingenommen hat - kein einziges Wort darüber verlor. Celibidache war derjenige, der <ausrastete<. Garben und Celi haben sich auf der Bühne regelrecht >gefetzt< und ABM als übersensibler Mensch hat da wohl einfach das Weite gesucht. Nach diesem Vorfall fand übrigens noch ein öffentliches Konzert statt. Da hat ABM sehr launig mit Cord Garben ausgiebig geplaudert über seinen Anschlag - und das Publikum vor der Tür warten lassen! :yes:


    Der andere Film mit dem G-Dur Konzert mit ABM und Celibidache, der vor Jahren im Fersehen lief, hat die BBC in London aufgenommmen - vor dieser Geschichte! Leider ist der auf DVD z Zt. nicht zu bekommen!


    Beste Grüße
    Holger

  • Ravels Klavierkonzert ist eines der wenigen Werke, das mir bei einem Live-Konzert schon beim ersten Hören spontan gefallen hat. Die Kritik in Reclams Klaviermusikführer, Band 2, 7. Auflage ...


    "verführerischer Reiz und auch die Schwäche, die das Klavierwerk Ravels beschließen"
    "Taschenspielereien des ersten Satzes"
    "... so gering bleibt der Nachhall"
    "wendet sich an eine oberflächliche Schicht des Aufnehmens"


    ... nervt mich daher besonders.


    Vor ein paar Monaten diente das komplette Konzert sogar (live gespielt) als Ballettmusik in der Pariser Oper.


    Manchmal denke ich, dass Musikkritiker nur nach dieser ominösen "Wichtigkeit" gehen (wie immer diese definiert ist) und dabei jeden Snn für das Schöne verloren haben.



    Thomas Deck

  • Gerade habe ich nacheinander drei Einspielungen des Klavierkonzerts gehört, zunächst die schon genannten mit Samson François mit André Cluytens und Martha Argerich mit Claudio Abbado. Auffällig war für mich, daß beide Interpretationen nicht weit auseinanderliegen, beide klanglich und musikalisch fein durchdrungen - François vielleicht eher lyrisch im 1. Satz, klangsinnlicher, Argerich energiegeladener, aber das sind feine Nuancen, beim Wiederhören empfände ich es vielleicht anders. Auf hohem Niveau befinden sich zweifellos beide Aufnahmen.


    Dann Aldo Ciccolini mit Jean Martinon und dem Orchestre de Paris (EMI 1975, ein Bild finde ich nicht, die CD enthält noch das Klavierkonzert für die linke Hand und Tzigane mit Itzhak Perlman, Violine). Hier werden teilweise deutlich langsamere Tempi gewählt, das Allegro assai enthält eine fast pathetische Breite - ich fand's durchaus ansprechend, auch wenn ich Argerich/Abbado bzw. François/Cluytens den Vorzug einräumen würde.

  • Hallo, miteinander!


    Gut zwei Jahre nach dem letzten Beitrag hier möchte ich knapp einen Interpretationsvergleich des Deutschlandfunks von vor wenigen Wochen referieren:


    Die Rede war von Einspielungen zunächst mit Boulez, an dem es wohl nicht lag, dass Aimard das Konzert agogisch zu beliebig in Angriff nahm (Cleveland, 2010), während seine Aufnahme mit Zimerman (Cleveland, 1994) überzeugt.


    Die Plattenproduktion im Anschluss an die Uraufführung mit Marguerite Long unter Freitas Branco (Orchestre du Gramophone, 1932) darf, da vom Komponisten überwacht, Authentizität beanspruchen und zeichnet sich durch äußerste Geradlinigkeit und jazzoiden Schwung aus, ganz im Sinne der artifiziellen Spielernatur Ravels.


    Unbefriedigend insbesondere wegen ausgeprägter Manierismen im zweiten Satz ist (der sonst auch bei Ravel maßstabsetzende) Michelangeli unter Ettore Gracis aus den Siebzigern - also wohl nicht die Aufnahme, die oben mehrfach gelobt wurde (?) - ich kenne sie nicht -, ebenfalls nicht sonderlich überzeugend aus ähnlichen Erwägungen Tzimon Barto unter Andrew Davis (London Philharmonic, 1988 ). Schon stärker, aber wegen gewisser Manierismen dennoch ohne Referenzstatus scheint die Aufnahme mit Yundi Li unter Ozawa (Berliner Philharmoniker, nach 2000) zu sein. Bernstein wiederum am Klavier und als Dirigent der Wiener Philharmoniker (1971) entstellt wider alle Dynamikvorschriften über seine sonstige Subjektivität hinaus den Finalsatz zu einer Shownummer.


    Insgesamt passabel erscheint in einer Live-Produktion Oli Mustonen unter Salonen (Berliner Philharmoniker, nach 1990). Von den Klassikern überzeugen außerdem die Einspielungen mit Monique Haas unter Paul Paray (Paris) aus den Sechzigern, aber auch aus den Vierzigern unter Schmidt-Isserstedt (NWDR). [Kann auch sein, dass ich hier die Daten verwechselt habe. ?( ]


    Den beiden Diskutanten fiel auf, dass es offensichtlich etliche Pianistinnen, aber so gut wie keine deutschen Pianist(inn)en
    gibt, die sich mit diesem Konzert auseinandersetzen. Prüfstein scheint nicht selten der technisch ganz einfache zweite Satz zu sein. Er steht in seiner Mozartnähe (ist ja nichts Neues ) in bewusst extremem Gegensatz zu den meist grell verspielten Ecksätzen.


    Nicht diskutiert wurde leider Samson Francois.


    Den einzelnen Sätzen (eigentlich recht originelles Konzept) wurden schließlich folgende Referenzen zugeordnet: Argerich unter Abbado (London Symphony, 1988 ) - voller Esprit und Musizierlaune, leicht und kontrolliert, quasi italienisch - auch meine Referenz, Larrocha unter Foster (London Philharmonic, 1974) - kurz darauf habe ich das Konzert mit dieser Aufnahme (für mich leider nicht mehr verfügbarer Bandmitschnitt) kennengelernt - temperamentvoll, aber quasi zwanglos streng im Mittelsatz - und schließlich (s.o.) Zimerman / Boulez.


    Sehr interessante Sache!


    :thumbsup: Wolfgang

  • Hallo WolfgangZ,


    Ravel ist auch nicht unbedingt Bernsteins Sache ! Aber allein die Spielfreude, die er an dem Werk hat überzeugt auch schon und macht seine Interpretation zumindest hörenswert.


    *** Meine Favoriten für beide Ravel-KK hatte ich schon in Beitrag 5 genannt: Larrocha/Burgos/Foster (Decca, 1974,ADD) und die ganz famos klingende mit
    Roge/Dutoit (Decca, 1982, DDD).



    Es hat sich noch eine weitere eingefunden, die aber nicht ganz an den hohen Standard der Vorgenannten herankommt, aber trotzdem auch zu den Hörenswerten gehört:



    EMI, 1979, ADD


    Die CD hatte ich preiswert erworben, weil ich zunächst hauptsächlich eine weitere Vergleichsinterpretation von La Valse . haben wollte. Ich dachte eine Orchesterversion mit Maazel zu erhalten. Stattdessen ist auf dieser CD die reine Klavierfassung mit Michel Beroff zu hören. Diese fabelhafte Beroff-Aufnahme alleine ist die Einspielung, die diese CD wirklich herausragend macht.


    Die ebenfalls referenzwürdige Zimerman/Boulez-CD kenne ich inzwischen auch - diese wird in Kürze auch meinen Bestand bereichern.