Die beeindruckendsten Filme

  • Witzig, wie unterschiedlich man das beurteilt. Ich libe diese satten Farben, die Mode, die opulente Musik, die gestylten Schauspieler. das hat irgendwie alles noch ein wenig was märchenhaftes - so denke ich, und das ist ja mein Faible.

  • Märchenhaftes, opulentes Kino bot vor kurzem auch "Lulu und Jimi" (von Oskar Roehler),
    eine fast schon verkitschte aber mit einem unheimlichen "Drive"
    ausgestattete Liebesgeschichte zwischen einer jungen Tochter
    (Jennifer Decker) eines Industriellen und einem Farbigem aus den Staaten
    (Ray Fearon), die im damals stockkonservativem Deutschland der 50er-Jahre
    einen Skandal darstellte.


    Katrin Saß als böse Mutter und Alkoholikerin und Bastian Pastefka
    ("Irgendwann wird deine Trotzphase schon vorbeigehen, und dann
    wirst du die wunderbarste Frau in ganz Schweinfurt sein." hahaha)
    als spießiger, gewünschter Schwiegersohn sorgen für
    Unterhaltung...


    Trailer




    Ich bin eigentlich kein Kino-Junkie, aber gut gefallen haben mir auch:


    - Wir können auch anders (Detlev Buck)
    - Broken Flowers (Jim Jarmusch)
    - Forrest Gump (Robert Zemeckis)
    - American Beauty (Sam Mendes)
    - Schindlers Liste (Steven Spielberg)
    - Coffee and Cigarettes (Jim Jarmusch)
    - Das Boot (Wolfgang Petersen)
    - Der Soldat James Ryan (Steven Spielberg)
    - 00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter (Helge Schneider)
    - Der bewegte Mann (Sönke Wortmann)
    - Zugvögel – einmal nach Inari (Peter Lichtefeld)
    - Der menschliche Makel (Robert Benton)
    - Apocalypse Now (Francis Ford Coppola)
    - eben noch eingefallen: There will be blood (Paul Thomas Anderson)


    An die Namen einiger Filme kann ich mich leider nicht mehr
    erinnern; falls jemand eine Idee hat (wäre super):


    - Englischer Film, es geht um ein Bestattungsunternehmen,
    eine Frau fährt einen Monstertruck, es gibt eine Szene am Strand,
    in einer Szene Oral... von Mann zu Frau - an mehr erinner ich
    mich leider nicht :-(


    :hello:

    "Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten" Gustav Mahler

  • Hier redet die Nostalgie:


    The Kid (Chaplin)
    The Circus (Chaplin)
    Fanfare (Haanstra)
    Mrs Minniver 1
    Mrs Minniver 2
    High Society
    Drei von der Tankstelle
    Don Giovanni
    Rose Mary
    Oklahoma
    The ladykillers
    My Fair Lady


    LG, Paul

  • Vor Kurzem habe ich mir auf youtube den frühen Helge-Schneider-Film "Johnny Flash" (1986) angeguckt. Beeindruckend die Leistung von Andreas Kunze, der sowohl Jürgens Mutter, wie den Entertainer-Agenten, einen Bankangestellten, einen Optiker so treffend darstellt. Ganz abgesehen davon, dass man auch an den Figuren die Helge Schneider spielt seine Freude haben kann.


    Viele Grüße

  • Zitat


    SMOB sucht folgendes:


    Englischer Film, es geht um ein Bestattungsunternehmen,
    eine Frau fährt einen Monstertruck, es gibt eine Szene am Strand,
    in einer Szene Oral... von Mann zu Frau - an mehr erinner ich
    mich leider nicht :-(


    "Englischer Film" und "Bestattungsunternehmen": Vielleicht "Grabgeflüster - Liebe versetzt Särge"?


    Die weiteren genannten Punkte konnte ich da per Internetrecherche aber nicht ausfindig machen - muss aber nicht viel heißen.

    „People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing."
    Florence Foster-Jenkins (1868-1944)


  • Ich muss meine Liste noch ergänzen um:


    Gran Torino
    Tampopo
    Jenseits der Stille
    Babettes Fest


    Hm, listet man hier nur auf oder kommt auch mal ein Gespräch über die Filme zustande? Mich würde z.B. mal Eure Meinung interessieren zu den Klassikeren Dr. Schiwago und Vom Winde verweht. Sind die heute veraltet? Was fasziniert daran?

  • "Veraltet" ist ein Begriff, den ich grundsätzlich nicht benutze, die beiden Filme treffen meine Vorliebe aber nicht. Ich empfinde sie als süßlich-sentimental. "Vom Winde verweht" habe ich aber ehrlich gesagt noch nie im ganzen gesehen, kenne nur Ausschnitte, die meine Vorstellung geprägt haben. "Dr. Schiwago" musste ich sogar im Geschichtsunterricht sehen.


    Übrigens wundert es mich, dass du von Peter Jackson ausgerechnet "King Kong" nennst... m.E. einen Film, der nur einen Spezialeffekt an den anderen reiht, während in seiner Herr-der-Ringe-Trilogie die Spezialeffekte immer sinnvoll in die Inszenierung eingebunden sind.

    „People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing."
    Florence Foster-Jenkins (1868-1944)

  • Hallo Draugur,


    King Kong hat schon mehrere Schwächen, doch er ist mit viel Liebe zum Detail inszeniert und das gefällt mir. Den habe ich mir schon mehrfach angeschaut. Herr der Ringe nur einmal. Das war ein gigantisches Erlebnis, aber ich brauche immer wat för et Hätz. Und da war man beim Herrn der Ringe nicht so gut bedient, beim King Kong schon. Die Beziehung von Ann und dem Affen fand ich sehr schön herausgearbeitet.


    LG,


    Knuspi

  • Ich möchte drei Filme nennen, die aus meiner Sicht besonders hervorstechen:


    Der intelligenteste, den ich kenne: Life of Brian


    Der mit der bestpassenden Filmmusik: Spiel mir das Lied vom Tod


    Der beste Film überhaupt: Pride and Prejudice, natürlich in der Version mit Jennifer Ehle und Colin Firth


    Bei Interesse begründe ich gern ausführlich.

  • Schön,dass Tamino auch mal in's Kino geht.


    Aber wo soll man bei diesem Thread bloß anfangen? Bei mir sind es einerseits Regisseure, von denen ich fast zwanghaft alles sammel:


    Erich von Stroheim :jubel: :jubel: :jubel:
    All die verstümmelten und ruinierten Meisterwerke. Was würde ich darum geben "Greed" wenigstens in seiner eigenen Schnittfassung sehen zu können?


    Billy Wilder :jubel: :jubel: :jubel:
    So herrlich böse!


    Alfred Hitchcock :jubel: :jubel: :jubel:
    In seinen besten Werken eigentlich ein Stummfilmregisseur. Wo soll man anfangen? Schon die frühen Filme bieten immer wieder typische Hitchcock-Szenen (Lodger, Blackmail), aber die Krone gebürt wohl Vertigo.


    Orson Welles :jubel: :jubel: :jubel:
    So innovativ,so verstörend, so fremd, durchaus auch pathetisch, immer überraschend. Citizen Kane sowieso, Touch of Evil - die Anfangssequenz, Othello - nur genial.


    John Ford :jubel: :jubel: :jubel:
    In Deutschland wohl unterschätzt (eben nur Western :no: ). Faszinierend wie er über Jahrzehnte einen Mythos für ein Land aufbaut und ihn dann langsam immer weiter selber zerstört. The Searchers - welch eine Abhandlung über Vor- und Nachteile von Zivilisation. Und wie er John Wayne führen konnte!


    Dann faszinieren mich Filme mit bestimmten Schauspielern oder auch Einzelfilme:


    Lang: Die Nibelungen
    Lang: Der müde Tod
    Murnau: Der letzte Mann
    Murnau: Faust
    Murnau: Tartüffe
    Murnau: Sunrise
    Pabst: Der Schatz
    Pabst: Die Dreigroschenoper
    Dupont: Variete
    Wiene: Das Testament des Doktor Caligari
    Sternberg: Morocco
    Cukor: The Women
    Wyler: The Little Foxes
    Wyler: Roman Holiday
    Lubitsch: Bluebeards Eight Wife
    Lubitsch: Ninotschka
    Fleming: Gone with the Wind
    Käutner: Große Freiheit Nr. 7
    Käutner: Unter den Brücken
    Olivier: Hamlet
    Olivier: Richard III.
    Olivier: King Henry V.
    Curtiz: Casablanca
    Harvey: The Lion in Winter
    Luhrmann: Romeo and Juliett
    Lee: Sense and Sensibility
    Lee: Brokeback Mountain


    Und noch viele mehr und natürlich auch die 4 Miss-Marple-Filme!


    :hello: Gustav

  • Hallo,


    meine Film-Favoriten sind


    - 1975 Der Spiegel: Für mich der größte Film überhaupt. In meinen Träumen blende ich mich in Szenen ein, oder schlüpfe in die Rolle der Mutter oder des Erzählers.


    - 1989 Dekalog 8: Ein Film über Verzeihung und die Allgegenwärtigkeit Gottes.


    - 1964 Die rote Wüste: Ein Film, der von Angst handelt, und das sie überwindbar ist.


    - 1967 Die Abenteurer: Freundschaft ist trotz Liebe möglich. Das zeigt dieser Film.


    - 1958 Vertigo: Der Film handelt von dem Wunsch, sich in eine andere Persönlichkeit zu verwandeln.


    - 1940 Rebecca: Ich liebe Mrs. Danvers. Die zu Ende des Films auf sie herabstürzenden Balken tun mir weh.


    - 1964 Marnie: Tippi Hedren ist eine tolle Schauspielerin. Und ich mag die Künstlichkeit des Films.


    - 1965 Morituri: Janet Margolins glühende Augen. Die Frau spielt, als ob sie vom Wahn besessen wäre.


    - 1937 Schneewittchen: Die Filmmusik, die kuscheligen Tiere, die Todesverherrlichung. Mich begeistert der Film.


    Viele Grüße,
    Olli

  • Musik ist mein Beruf, aber Kino eines meiner ganz grossen Hobbys :yes:


    Im Urlaub könnte ich bei schlechtem Wetter von morgens bis abends im (Heim)kino sitzen.
    Der Gefahr, dass Kulturmenschen angesichts meiner Liste, bei der nichts von z.B. Thomas Mann dabei ist, die Nase rümpfen oder bestenfalls mit dem Kopf schütteln, setze ich mich aus.
    Macht nichts :D - ich stehe dazu.


    Meine Lieblingsfilme sind auch gleichzeitig diejenigen, die mich am meisten beeindrucken:


    Star Trek TNG: The first contact - ich kann nur sagen: Resistance is futile
    Star Trek Voyager: Endgame ( Schlussfilm der Serie), und die ganze Serie
    Star Trek TNG: Der Aufstand, Treffen der Generationen und Nemesis und die Serie
    Star Trek: Star Trek ( der neue Film mit Kirk und Spock als junge Burschen)


    Terminator: Alle 4 Filme


    Matrix Triologie - regt mich immer wieder zum Nachdenken an


    I robot


    Hulk / The incredible Hulk


    Herr der Ringe ( extended version = 8 DVD...)


    die Underworld -Filme - mit Chips und Cola gut zu ertragen


    Jurassic Park: alle Filme


    Rambo alle Filme - sicherlich sehr unterhaltend, aber Lletzte ist wegen seiner realistischen Darstellung dessen, was Krieg bedeuten kann, eine einzige Warnung gegen den Krieg.


    X-Men (?)....naja, es geht, gut finde ich hier vor allem Patrick Steward


    Star Wars schon länger nicht mehr - kommt mir zu kindisch vor, habe aber auch alles und kenne alles...


    Casablanca (Kultfilm, finde Bogart und seine heute altmodische Art von Männlichkeit generell gut)


    "Kulturell Hochwertiges" sehe ich selten, weil ich mich beim Kino faszinieren und unterhalten lassen will. Ich möchte lieber in fremde Welten eintauchen als mir eine Verfilmung der sicherlich sehr gelungen Faust-Inszenierung mit Gründgens zumuten.


    Ich habe aber auch geschichtlich sehr ernste Filme. Die sehe ich aber sehr selten, weil es immer so traurig ist (hat meistens etwas mit der Nazi-Zeit zu tun) :


    Schindlers Liste (den habe ich nur einmal gesehen und war zwei Tage lang nur tief betroffen - glaube nicht, dass ich mir das in absehbarer Zeit wieder ansehe)


    Die Wannsee-Konferenz (DVD von einem Fernsehspiel - schauspielerisch m.E. hervorragend)


    Max Manus (über den norwegischen Widerstand während der deutschen Besatzungszeit)


    Ansonsten stehe ich dazu, hauptsächlich ein (Star)Trekker zu sein.
    Die für Sci-Fi unüblich positive Grundmeinung über die Zukunft und das Element des Entdeckens fremder Welten finde ich ........faszinierend.
    Zu meinen Lieblingsschauspielern zählen deswegen auch nicht rein zufällig Kate Mulgrew ( Janeway), Patrick Steward (Picard, Locutus of Borg), Brent Spiner(Data) und Leonard Nimoy(Spock).


    Meine Lieblings-DVDs wie z.B. alle 3 Matrix, First contact, etc. habe ich in den letzten Monaten alle durch Bluerays wegen des entscheidend besseren HD-Bild und Tons ausgetauscht.
    Neue Sachen kaufe ich nur noch als Blueray.


    Gruss :hello:
    Glockenton

    "Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)

  • Lieber Glockenton,


    es ist doch wirklich SEHR verwunderlich, daß nichts von Thomas Mann dabei ist...jaja :yes: :D :stumm: :angel:


    Nach deinen hochdifferenzierten Beiträgen zur alten Musik hätte ich sowas nicht ganz erwartet :stumm::D


    Aber das soll kein Vorwurf sein, Star Trek habe ich auch en masse geschaut.


    Trotzdem könnten dir ein paar Portionen "kulturell hochwertige" und trotzdem sehr unterhaltende Filme gefallen: Filme der Coen Brüder, Filme von Tarantino, Haneke etc.


    Ganz ehrlich, ich trashe mich auch manchmal mit so Kram wie Terminator zu. In meiner Jugend habe ich alle Staffeln von Voyager auf DVD angeschaut etc.


    Deine Bezeichnung "kulturell Hochwertiges" und das Argument, mit dem du implizierst, das "kulturell hochwertige" sei nicht unterhaltend, erinnert mich sehr an oft anzutreffende Aussagen von Leute über klassische Musik (diejenigen, die hauptsächlich easy Listening - Pop - Einheitsgedudel hören) .
    Wie diesen Leuten will ich dir deine jetzigen Favouritenfilme garnicht schlecht- oder ausreden, sondern dich ermutigen, deinen Horizont zu erweitern.



    In der Hoffnung, nicht allzu arrogant gewirkt zu haben...


    Viele Grüße :hello:

    Das Frühstück ist ihm viel zuviel Zeremonie. Die ganze Lächerlichkeit kommt zum Ausdruck, wenn ich den Löffel in die Hand nehme. Die ganze Sinnlosigkeit. Das Zuckerstück ist ja ein Anschlag gegen mich. Das Brot. Die Milch. Eine Katastrophe. So fängt der Tag mit hinterhältiger Süßigkeit an.


  • NOSFERATU (1922)


    Der beste Dracula- und vielleicht generell Horror-Film bis heute. Das perfekte Beispiel für den grandiosen frühen deutschen Film.



    BEN HUR (1959)
    "Der" Monumentalfilm schlechthin. Und das nicht zu unrecht. Ein echtes Meisterwerk, das man sich immer wieder antun kann.



    DIE STROHPUPPE (1964)
    Sir Ralph Richardson in seiner wohl besten Rolle als menschenfeindlicher, despotischer und Klassik liebender (Beethoven! :D) Millionär, der durch eine junge Frau langsam zum Menschen wird. Leider bis dato nicht auf DVD erschienen. X(



    DER TOD IN VENEDIG (1971)
    Tolle Bilder, tolle Musik (Mahler!), tolle Story (Mann), toller Regisseur (Visconti), tolle Schauspieler – toller Film über einen Mann, der dem Jugendwahn verfallen ist. Einer der besten Filme aller Zeiten.



    BARRY LYNDON (1975)
    Aufstieg und Fall eines Mannes, der immer mehr wollte, eingebettet in wunderschöne Bilder (spätes 18. Jh.). Der beste (und vielleicht verkannteste) Kubrick-Film für mich.



    DER MARATHON MANN (1976)
    Lord Laurence Olivier in seiner besten Altersrolle als ruchloser ehemaliger KZ-Arzt, der mit jüdischen Diamanten Geld machen will.



    TITANIC (1997)
    Ein Film, der an sich eher in die 50er oder 60er passen würde als in die jüngste Zeit. Einer der letzten Monumentalfilme. Und trotz aller Kritik: Was für einer! Ich finde, daß DiCaprio (damals noch sehr gut aussehend) und Winslet eine Traumbesetzung sind. Die beste Szene des Films ist für mich die, als einer der reichsten Männer der Welt, John Jacob Astor, am Ende dem Tod ins Auge blickt. All sein Geld wird ihn nicht retten.



    DER HERR DER RINGE (2001–03)
    Ja, auch diese Trilogie gehört hier rein. Obschon ich sagen muß, daß das sehr hohe Niveau des I. Teils (das war damals echt ein Erlebnis im Kino) irgendwie nicht gehalten werden konnte (insbesondere den II. Teil finde ich relativ schwach), insgesamt betrachtet dennoch ein wegweisendes Meisterwerk. Einige Rollen wären schlichtweg nicht besser zu besetzen gewesen (McKellen, Lee, Rhys-Davies).

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • ... also der letzte Beitrag schreit nach Ergänzung ;)


    Billy Wilder`s "Ben Hur" (1959) kann imo einfach nicht für sich stehen bleiben...


    "Die vom ZDF rekonstruierte und musikalisch neu bearbeitete Originalfassung - mit einigen der ersten Farbsequenzen der Filmgeschichte -
    hält auch heute noch den Vergleich mit dem 1959 enstandenen Remake stand"
    (Lexikon des internationalen Films)


    ...gemeint ist FRED NIBLO`s 1926 abgeschlossener 150min. Stummfilm,
    übr. mit Wilder seinerzeit als einer der Regieassistenten und Miklos Rozsa als "Hauptkompositeur"
    Letzterer, mit 5 Jahren Violinschüler des Jenö Hubay Schülers Lajos Berkovits,
    später u.a. vom Max Reger - Schüler Herman Grabner kompositorisch unterwiesen und vom damaligen Thomaskantor Karl Straube gefördert,
    ist auch mit klassischen Werken hervorgetreten...


    Es gibt übr. ein 4DVD-Set mit beiden Versionen - selbst warte ich (natürlich :P) auf ein Set ohne das Remake von 1959...
    - z.B. sind 2 Schlüsselszenen zwischen dem Titelhelden u. seinem römischen Freund (resp. späteren Widerpart)
    in der frühen Version entschieden weniger melodramatisch aufgeplustert...



    - in diesem Zusammenhang (dieses PS muß einem alten Stummfilm-Freak noch zugestanden sein...)
    sei noch auf Buster Keatons "The Three Ages" (1923) hingewiesen ("eine Fülle brillanter Gags" urteilt obiges Lexikon),
    gedacht zwar als Parodie auf D.W.Griffith`s "Intolerance", "funktioniert" aber auch als quasi verfrühte Persiflage des allbekannten Wagenrennens...


    (aus den Pferden sind - aufgr. der angespannten Wetterlage - Huskys geworden;
    am Ende muß energisch die Peitsche her, um nicht zurückgeweht zu werden :))


    - dieses KLEINOD galt lange als verschollen...heute existiert wenigstens e i n e , 1954 aufgefundene, beschädigte Fassung :(



    :hello:
    wim michl


    (PS bei der Erwähnung der Filme den Regisseur (u. gegebenenfalls den Originaltitel) nicht vergessen - alles andre ist unseriös, ehrlich ;))

  • Zitat

    Original von pieter.grimes


    ...gemeint ist FRED NIBLO`s 1926 abgeschlossener 150min. Stummfilm,
    übr. mit Wilder seinerzeit als einer der Regieassistenten und Miklos Rozsa als "Hauptkompositeur"


    Lieber Pieter.Grimes!


    Darf ich ein Missverständnis (wohl nur ein Tippfehler) ausräumen:


    Wilder (Billiy) war natürlich nicht Regieassistent 1925 sonder Wyler, William. Und Rosza, missverständlich, hat erst die Musik 1959 gemacht.


    Ansonsten gebe ich dir recht, was das Wagenrennen angeht. Das ist wirklich noch beeindruckender als 1959 (und das will was heißen). Insgesamt ein hervorragender Film (1925), den man aber aufgrund der technischen Möglichkeiten, die 1959 vorhanden waren, schlecht mit dem späteren vergleichen kann.


    :hello: Gustav

  • 1) HEHE nix Tippfehler ... Whyler/Wilder - kannze sehn, wie fit ich bin hinsichtl. amerik. (Tonfilm)Kino vor 1960 :wacky: :wacky:


    2) tatsächlich Tippfehler - allerdings im oben 2mal erwähnten Filmlexikon (u. ich habs brav übernommen :P),
    nach dem Rosza tatsächlich (auch) den 25er Film teilweise komposit. betreut hat..................
    (wäre ja soo unmöglich nicht - Rozsa war seinerzeit immerhin schon 18, aber wohl kaum schon fürs Film-Genre tätig...)


    :hello:
    micha

  • Zitat

    Original von pieter.grimes
    ...wie fit ich bin hinsichtl. amerik. (Tonfilm)Kino vor 1960 :wacky: :wacky:


    Das ist aber schade, v.a. was Wilder, Billy angeht.


    :hello: Gustav

  • Für mich ist "Giganten" einer der beieindruckensten Filme.


    Es ist das der letzte Film, in dem James Dean spielte. Weiters spielen Elizabeth Taylor, Rock Hudson und der junge Dennis Hopper. Regisseur war George Stevens. Der Film beruht auf einem Roman von Edna Ferber, der bei seinem Erscheinen heftige Reaktionen auslöste.


    Der Film überrascht einen Seher heutiger Filme mit der einen oder anderen nicht vollzogenen Wendung ín der Handlung.


    lg,
    Franz

    Sagt nicht:"Ich habe die Wahrheit gefunden", sondern:"Ich habe eine Wahrheit gefunden." (Khalil Gibran; Der Prophet, dtv, 2002)


  • Keine Sorge, keine arrogante Wirkung entstanden :D
    Sehe Deinen Beitrag erst jetzt, deswegen die verspätete Antwort.
    Arnie als Terminator sehe ich auch immer wieder gerne - besonders mit Knarre in der einen Hand und einem Sarg auf den Schultern, dabei den Kugelhagel der Polizei cool auf sich ziehend... :D


    Aber ich mag ja auch durchaus kulturell "hochwertige Sachen" und habe mir mit gespannt und interessiert Theater auf dem ZDF-Theaterkanal angesehen.
    Mit Interesse stelle ich auch fest, dass meine Söhne, die ja meinen Action- und Scifi-Geschmack teilen, oft lieber relativ actionlose Szenen aus "Enterprise- The next Generation" sehen als Streifen, bei denen es richtig kracht. Sie mögen - ganz wie ich- vor allem die schauspielerischen Qualitäten von Leuten wie Patrick Stewart (Picard) und Brent Spiner (Data).


    Übrigens, die einzigen mich noch wirklich faszinierenden Szenen bei Star Wars sind die sehr seltenen guten Dialoge zwischen dem Kanzler Palpetine ( dem späteren dunklen Sith-Lord und Imperator) und Anakin.


    (George Lucas schreibt meistens keine guten Dialoge, und Emotinen wie romantische Liebe oder Trauer geraten bei ihm oft - mit piepsender Keksdose R2D2- leicht lächerlich)


    Da sitzen sie im Theater und der Kanzler (für mich gut dargestellt durch den schottischen Schauspieler Ian McDiarmid) versucht wie eine Schlange den Anakin (der spätere Darth Vader) zur bösen Seite zu ziehen. Das spielt er überzeugend, und so etwas bleibt haften und beeindruckt auch.


    Die Animationstechnik wird ja immer besser werden und das vorher Gesehene in den Schatten stellen.
    Aber die Schauspielkunst ist das entscheidende Kriterium darüber, ob man sich einen Film auch noch nach Jahrzehnten gerne ansieht - denke ich mir so.


    Vielleicht sollte ich noch zwei Filme hervorheben.


    "Lord of the Rings" wurde ja hier schon erwähnt.
    Es ist sicherlich ein gewaltiges Epos und m.E. ein wirkliches Fest für Augen und Ohren.
    Der Surround-Sound dieser Filme ist gigantisch. Damit meine ich nicht nur die Effekte oder die Tiefbässe, sondern auch die räumliche Weite und Tiefe des Orchesterklangs.
    Allein schon wenn man das Menü anwählt, wird man durch die pure Soundqualität und auch die -wie ich finde- zum Film ideal passenden Kompositionen gefesselt.


    Vor einigen Wochen kaufte ich mir dann "2012" auf Blueray.
    Ich habe ja schon Einiges in Sachen Weltuntergang gesehen, aber so etwas realistisch-Beeindruckendes doch noch nicht.


    Auf dieser filmeffektmässigen Ebene habe ich noch nichts Vergleichbares gesehen.
    Szenen in der Art wie bei "Lord of the Rings" bei er sich gegen Ende die Erde öffnet und ganze Armeen da hineinfallen sind bei 2012 nahezu Standardkost...es geht tatsächlich noch mehr.


    Wahnsinnig beeindruckend fand ich auch die Szene, bei der man in einem startenden Flugzeug mitfliegt, dass zwischen zwei Wolkenkratzern versucht hindurchzufliegen, die sich im Einsturz befindend aufeinander zu bewegen.
    Oder die, bei der der Papst auf dem Petersplatz mit den Gläubigen für die Welt betet und anschliessend der ganze Petersdom über den Leuten - samt Papst- schön langsam zusammenfällt....


    Schauspielerisch ist der Film gewiss nicht schlecht, aber aufgrund der schieren Gewalt der mehr als deutlich für sich sprechenden Bilder bleiben doch vor allem diese Effektanteile im Gedächtnis als "beeindruckend" haften.


    :hello:
    Glockenton

    "Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)

  • Gestern habe ich nun den vorgestern neu erworbenen Film "Avatar" auf Blueray zum ersten Mal gesehen:



    Auch dieser Film ist sehr sehr beeindruckend.
    Die HD-Bildqualität der Blueray ( sehe auf einem 50-Zöller Plasma) ist ein einziger Wahnsinn, auch die Farben.


    Viel will ich von der Handlung nicht verraten, aber ich kann ja meinen ersten Kommentar weitergeben, der aus mir während des Abspanns mit vor Ergriffenheit leicht belegter Stimme herauskam:


    "Das Schlimme ist, das wir Menschen in unserem Verhalten darin durchaus realistisch beschrieben werden - wir sind so. Erst machen wir unser eigenes Paradies kaputt, und dann gehen wir zum nächsten".


    Mir hat es trotz der nicht besonders ambivalenten Charektere sehr gefallen.
    Und, um auf Alfreds Motivation zum Musikhören mit meiner beim Filme ansehen zu vergleichen:
    Auch ich wollte mich unterhalten.


    Und ich wurde im Leben schon sehr oft schlechter unterhalten... ;)


    :hello:
    Glockenton

    "Jede Note muss wissen woher sie kommt und wohin sie geht" ( Nikolaus Harnoncourt)

  • ich bin ein reger Kinogänger (eigentlich wöchentlich). Aber am meisten beeindruckt haben mich drei Filme


    Rainer Werner Fassbinder "Angst essen Seele auf" mit Brigitte Mira


    Volker Schlöndorff "Der junge Törless" mit einem ganz jungen Mathieu Carrière


    Claude Chabrol "Das Biest muss sterben"


    Ansonsten kann ich hier auch eine längere Liste angeben (nur Titel) - Reihenfolge sagt nichts über Lieblingswert aus.


    Der Tango der Rashevsky
    Wie im Himmel
    Die Kinder des Monsieur Mathieu
    shall we dance (japanische Fassung nicht das Remake mit Richard Gere)
    Max und Mary - oder schrumpfen Schafe wenn es regnet
    Vom Fliegen und anderen Träumen
    Little voice
    Der Totmacher
    Die Brücken am Fluss
    7 Brüder



    Moderne Zeiten (Charlie Chaplin)
    Feuerzangenbowle
    Die Spaziergängerin von Sans-Sousi
    12 Uhr mittags
    Spiel mir das Lied vom Tod
    Ben Hur
    Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh
    alle Miss Marple Filme mir Margaret Rutherford


    und ganz viel andere.


    Bartolifan

  • Ich bin ein seltener Kinogänger - 3 Filme haben sich mir unauslöschlich eingeprägt:


    Wilde Erdbeeren - I. Bergmann - schwarz/weiß, mit beeindruckenden Symbolen


    Die Legende vom heiligen Trinker - mit dem unvergleichlichen Hannes Messemer


    Krieg der Knöpfe - schwarz/weiß, die unzensierte franz. Fassung, deutsch synchronisiert, 1962


    zweiterbass

    Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

  • In den letzten 20 Jahren war ich 4 x im Kino. 2 x in Opernübertagungen aus der Met. Auch in Harry Potter 1, und im Herr Der Ringe 1.


    Ist nicht mehr meine Welt. Teilweise unerträgliche Lautstärke, Kornflakes knabbernde Kinder (auch bis 30 Jahre), dass tu ich mir nicht an. Ich genieße das als DVD oder im Fernseher.


    Als Westernfan meine NUmmer 1 "Die glorreichen Sieben" und "12 Uhr mittags". Aber auch die Monumentalfilme wie Ben Hur, Spartacus, Quo vadis, die Brücke am Quai, Hatari,Doktor Schiwago, Vom Winde verweht, Lawrence von Arabien (schon wegen seiner tollen Musik), aber auch Niagara, Manche mögens heiß, Casablanca u.a. gehören zu meinen Favoriten. Unter den Filmen, die nach der goldenen Hollywood-Zeit, für mich nach 1965, entstanden sind, gefallen mir nur noch wenige, evtl Gladiator, Jenseits von Afrika oder Forrest Gamp. "Das war Hollywood von gestern, aber gestern ist vorbei" - Waterloo und Robinson sangen diesen Tiel.


    La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Ich gehe sehr oft ins Kino, Filme sind, neben der Musik (und den Büchern) ein weiteres Hobby von mir.
    Die Frage hier ist bloß, was wird unter 'beeindruckend' verstanden? In welcher Form beeindruckend? Für mich gibt es Filme, die in verschiedenen Aspekten beeindruckend sein können, zb visuell, inhaltlich, schauspielerisch, technisch usw. Es gibt auch Filme, die ich irgendwie beeindruckend finde, die ich deswegen aber noch lange nicht mag (das muss ja nicht immer zwangsläufig das Gleiche sein).
    Ein paar Beispiele für Filme, die ich in ein oder anderer Richtung beeindruckend finde :
    - "The Night of the Hunter"(vor allem visuell, von der Kameraarbeit, dem Licht und wegen Robert Mitchums Schauspielleistung)
    - "2001 - Odysse im Weltraum" (visuell, Kameraarbeit, Atmosphäre, Aufbau, musikalische Verbindung mit den Bildern)
    - "Das Leben der Anderen" (Atmosphäre, Aufbau, schauspielerische Leistungen)
    - "Hunger" und "Shame" (inhaltlich, im Aufbau, Atmosphäre, schauspielerische Leistung von Michael Fassbender)
    Aber ich werde nicht zu weit ausholen. Rein visuell beeindruckend sind für mich so Filme wie die "Matrix"-Trilogie oder "Avatar".
    Filme, die mich durchaus beeindruckt haben und die ich trotzdem nicht unbedingt mag sind zB "Pi" und "The Fountain".
    Was meine Lieblingsfilme angeht, die Liste würde hier den Rahmen sprengen (und wer will sich das schon durchlesen). Ich kann nur sagen, dass ich kein festes Genre habe Drama bis Komödie, da ist alles dabei.
    Ein paar Vorlieben von mir sind sozialkritische Filme, sowie Slice-of-Life und intelligente SF- und Historienfilme.

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Was Filme angeht, lebe ich defintiv in der Vergangenheit! Die hat damit zu tun, dass ich mit zunehmendem Alter immer mehr Angst davor habe, (positiv oder negativ) erschreckt zu werden und mich also mich auf Dinge einlasse, die ich schon kenne. Beeindruckend (aus den verschiedensten Gründen) finde ich z.B. immer wieder (ohne Reihenfolge!)


    • The Night of the Hunter [Charles Laughton] SchallundWahn :hello:
    • 2001 [Stanley Kubrick] nochmal SchallundWahn :hello:
    • Apokalypse Now [Francis Ford Coppola]
    • Lawrence of Arabia [David Lean]
    • Tadellöser & Wolff / Ein Kapitel für sich [Eberhard Fechner]
    • Mit meinen heißen Tränen [Fritz Lehner]
    • High Noon [Fred Zinnemann]
    • 12 Angry Men [Sidney Lumet]
    • ...

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Das Piano


    Das Bild des Pianos am Strand, das auf dem Cover der DVD zu sehen ist, wird man nicht so schnell vergessen. Die Story beeindruckt. Sie ist auch eine Liebesgeschichte. Sie lässt mich darüber nachdenken, was Musik bewirkt, welchen Stellenwert sie im Leben besitzt.
    .

    Knochen sind Bausteine. Sie bedeuten nicht den Tod, aber fallen ohne Fleisch auseinander.

    Enno Poppe

  • - "The Night of the Hunter"(vor allem visuell, von der Kameraarbeit, dem Licht und wegen Robert Mitchums Schauspielleistung)

    Vor allem die nächtliche Silhouette des Reiters, der nach den Kindern sucht. Eine mit einfachen Mitteln erzeugte verdichtete, schaurige und zugleich poetische Stimmung, die, wenn überhaupt, wohl selten in der Filmgeschichte übertroffen wurde.

  • Und dazu noch dieses Lied, dass er singt/summt...ich habe da jedesmal Gänsehaut...überhaupt kann man in dem Film regelrecht Angst vor Mitchum gekommen (wie hat der's nur geschafft diese nervenzerfetzenden tierischen Laute auszutauschen!)

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Ist nicht mehr meine Welt. Teilweise unerträgliche Lautstärke, Kornflakes knabbernde Kinder (auch bis 30 Jahre), dass tu ich mir nicht an. Ich genieße das als DVD oder im Fernseher


    Hallo La Roche


    Das höre ich immer wieder. Ich gehe hauptsächlich in sogenannte Arthouse bzw. Programmkinos. Die großen wie Cinemaxx oder Cineplex mag ich auch nicht.


    Ich mag aber die Atmosphäre beim Kino. Genauso wie es für mich einen Unterschied gibt, ob ich ins Theater oder die Oper gehe oder mir das zuhause vor dem TV anschaue. Ich habe in dieser Richtung allerdings herkömmliche Technik. Vielleicht wäre es etwas anderes wenn ich modernste Technik mit Flachbildschirm und Surround-Anlage hätte.


    LG Bartolifan