Sopranistin voll Anmut und Charme: MIRELLA FRENI

  • Überlandfahrt mit dem Auto durch die Nacht: Im Autoradio das ARD-Nachtprogramm mit einem Opernkonzert – ein Duett mit 2 Sopranen, wunderschönen, glasklaren Stimmen, die Musik ist von Bellini! Wer mag da so wundervoll singen?


    Wieder zuhause: Im Netz gibt es auf der Radio-Programmseite eine „Playlist“, Datum und Uhrzeit eingeben, schon die Lösung des Rätsels gefunden:


    Bellini: Bianca e Fernando
    Duett Bianca (Mirella Freni) und Eloisa (Renata Scotto)
    Ove son? Che m'avenne? ... Sorgi, o padre
    Begleitet vom Londoner National Philharmonic Orchestra, Dirigent: Leone Magiera (der erste Ehemann der Sopranistin Mirella Freni)


    Das selten gespielte Duett stammt aus dieser CD:

    Mirella Freni & Renata Scotto in Duet
    Duette von Mercadante, Bellini, Mozart


    Künstler: Freni, Scotto,
    National PO, Dir.: Leone Magiera
    Label: Decca , ADD


    Da es schon einen gut besuchten Renata-Scotto-Thread gibt, wollte ich die Entdeckung dieser raren Aufnahme in den „Mirella-Freni-Thread“ stellen und habe keinen gefunden.


    Da die Sängerinnen-Portraits in diesen Tagen wie Pilze aus dem Boden schießen, hier also noch eines, das der beliebten Sopranistin Mirella Freni gewidmet ist.


    Mirella Freni (* 27. Februar 1935 in Modena, Italien, eigentlich Mirella Fregni, so steht es auf den alten Platten) ist eine Enkelin der Sopranistin Valentina Bartolomasi und Schulkameradin (ageblich Milchschwester) von Luciano Pavarotti.
    Sie machte ihr Debüt 1955 als Micaëla in „Carmen“, nach der sie auch ihre Tochter aus der Ehe mit Leone Magiera „Micaela“ nannte.
    1961 stellte sei sich in London als Nanetta in „Falstaff“ vor, eine Nanetta von unvergleichlichem mädchenhaften Reiz und bezaubernder Schönheit.
    Sie hat ein breites Repertoire und wurde durch Karajan gefördert. Berühmt wurde sie in Rollen wie Violetta („La Traviata“), Tatjana („Eugen Onegin“) und Mimì („La Bohème“), aber auch als Susanna in Le nozze di Figaro in der Verfilmung von Jean-Pierre Ponnelle. In zweiter Ehe war sie mit dem bulgarischen Bassisten Nicolai Giaurov verheiratet.
    Die Zahl ihrer Plattenaufnahmen ist riesig!
    Einen umfassenden Querschnitt durch ihr Repertoire (soweit bei EMI aufgenommen) zeigt diese 4-CD-Box aus der Serie „Icon“, die es jetzt bei jpc preiswert gibt:



    Mirella Freni - The Opera Singer (Icon Series)


    4 CDs
    Arien von Mozart, Bellini, Donizetti, Puccini, Gounod,
    Verdi, Mascagni, Cilea, Bizet, Massenet, Charpentier


    Mirella Freni, Nicolai Ghiaurov, Nicolai Gedda, Gösta Winbergh, Franco Corelli, Jon Vickers, Luciano Pavarotti,
    New PO, Philharmonia Orchestra, Paris Opera Orchestra, Berlin PO, Covent Garden Orchestra, La Scala Orchestra,
    Riccardo Muti, Leone Magiera, Alain Lombard, Herbert von Karajan u. va.


    EMI , ADD, 1962-1982


    Ich hoffe, der eine oder andere in diesem Forum kann auch etwas zum Bild dieser so liebenswerten Sängerin beitragen!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald,


    Man hört gemischte Urteile über die Freni. Um mich eine fundierte Meinung formen zu können, müßte ich viel mehr Aufnahmen von ihr haben.
    Denn soviele habe ich nicht.



    Diese Aufnahme gefiel/gefällt mir soo gut, daß ich ein Exemplar meiner Kusine als Geschenk gab.


    LG, Paul

  • Mirella Frenis Glanzzeit fiel zum Glück mit meinem Werdegang als ernsthafter Opernfan zusammen, und so habe ich, neben einer wundervollen Live-Erinnerung von ihr als Desdemona in Wiesbaden, recht viele Zeugnisse dieser exzeptionellen Sängerin. Ich nenne sie mal alphabetisch nach Komponisten, unter Auslassung ihrer zahlreichen klassischen Puccini- und Verdi-Partien, in denen sie nie weniger als sehr gut war, bebildere aber nur meine absoluten Favoriten:


    Bellini: I Puritani - D: Riccardo Muti, mit Pavarotti
    Bizet: Carmen - D: Seiji Ozawa, mit Jessye Norman, Neil Shicoff
    Donizetti: Don Pasquale - D: Muti (Paul hat die Aufnahme schon genannt. Da ziehe ich allerdings Kertesz und Sciutti vor)
    Donizetti: L'Elisir d'amore - D: Francesco Molinaro-Pradelli, mit Gedda, Capecchi s. TMOO - Elisir d'Amore, L'
    Gounod: Faust - Georges Pretre, mit Domingo und ihrem damaligen Mann Nicolai Ghiaurov



    Gounod: Mireille Plasson, mit Alain Vanzo
    Gounod: Roméo et Juliette - D: Alain Lombard, mit Franco Corelli
    Massenet: L'Amico Fritz - D: Gianandrea Gavazzeni, mit Luciano Pavarotti - für mich einer der absoluten Höhepunkte ihrer Discographie:



    Piccinni: La Cecchina ossia La buona figliola - D: Franco Caracciolo, mit Hollweg, Panerai
    Rossini: Guglielmo Tell - D: Riccardo Chailly, mit Pavarotti, Milnes - ein weiterer Höhepunkt.



    Eine Verdi-Aufnahme möchte ich aber doch nennen, denn sie gehört zu den wenigen rundum perfekten der Operndiscographie überhaupt.



    Eine Minibegründung findet Ihr als erste Nennung hier: TMOO - Simon Boccanegra


    Muss ich noch weiter betonen, dass ich diese Sängerin bewundere und ihre Stimme liebe?


    :hello: Jacques Rideamus

  • Die junge Mirella Freni hatte ein wirklich zauberhaftes Timbre und ist für mich in einigen Rollen unübertroffen geblieben: so etwa Mitte der 60er als Zerlina in der großartigen Klemperer-Aufnahme des Don Giovanni und als Mimi in der frühen Schippers-Einspielung (mit Gedda) von La bohème (1963). "Anmut" und "Charme", wie Harald den Thread betitelt hat, sind schon die richtigen Vokabeln für ihre junge Stimme - aber man muss das hören, richtig beschreiben kann ich das jedenfalls nicht.


    Später klang die Stimme voller, was einigen Rollen nicht geschadet hat: die Mimi unter Karajan ist anders, aber nicht schlechter als ihre frühere Interpretation der Rolle, die Amelia in Abbados klassischem Simone Boccanegra gelingt ihr blendend. Weniger überzeugt mich dann schon die Elisabetta in Karajans Don Carlo, aber ich mag diese Aufnahme ohnehin nicht. In den 70ern war Freni ja auf dem Tonträgermarkt im italienischen Fach omnipräsent. Später hat sie sich an Rollen wie die Tosca gewagt - das war sicherlich ihre Sache nicht. Nicht nur aus stimmlichen Gründen, sondern auch weil der Rollencharakter ihr einfach nicht entspricht. Überhaupt war eine individuelle Profilierung der gesungenen Rollen mit einigen Ausnahmen nicht unbedingt ihre Sache.


    Gesanglich fand ich Freni - jedenfalls wenn sie in ihrem Fach geblieben ist - immer tadellos. Wenn man sich ihre Tatjana unter Levine anhört (ich weiß: nicht die idiomatischste Aufnahme, aber ich hänge an ihr), die sie mit Anfang 50 aufgenommen hat, klingt ihre Stimme nur wenig gealtert, ohne Fehl und Tadel - zudem versucht sie hier wirklich mal, der Rolle ein individuelles Profil zu verleihen (für die Tschaikowsky-Partien hat sie sich ja anscheinend ohnehin begeistert, auch für die Lisa).


    Auf der Bühne habe ich sie leider nie gesehen, gesungen hat sie ja wohl noch bis vor wenigen Jahren.


    Hier noch meine beiden Lieblingsaufnahmen mit der jungen Freni - einmal die Bohème unter Schippers. In ihrer Gesamtheit ist die spätere, klassische Karajan-Einspielung vorzuziehen, aber nur in Bezug auf die Mimi bzw. auf Freni bleibt diese mein Favorit:






    Auf Klemperers Don Giovanni kann man eh nicht oft genug verweisen - in diesem Zusammenhang tu ich's besonders gern. Frenis Zerlina ist für mich immer noch das Maß aller Dinge (ich meine sogar, Adornos "Liebeserklärung an Zerlina" wäre im Zusammenhang mit dieser Aufnahme entstanden?):






    Viele Grüße


    Bernd

  • Mirella Freni hat viel und sehr gerne an der WSO gesungen, bis zum Tod von Nicolai Ghiaurov wohnte das Paar auch in Wien, erst danach ist sie in ihre Heimat Italien zurückgekehrt. Daher ist sie eigentlich eine meiner "Hauptsängerinnen", die mich viele Jahre in meiner Karriere als Opernfan begleitet hat und der ich unzählige wundervolle Opernabende verdanke.
    Das Schauspiel war nicht unbedingt ihre Stärke, dafür vermochte sie umso mehr mit ihrer Stimme auszudrücken, sodass ich ihr die Mimi auch noch glaubte, als sie altersmäßig eigentlich schon über diese Rolle hinausgewachsen war. Mirella Freni war quasi jahrelang abonniert auf die Mimi. Ich erinnere mich auch an ihre wunderbare Manon Lescaut in der Puccinioper (mit Peter Dvorsky, der leider viel zu rasch in der Versenkung verschwunden ist), an ihre Amelia, an ihre Elisabetta, wobei sie sich furchtbar über die fünfaktige Fassung aufregte, die damals erstmals bei uns gegeben wurde (Die italienische Version), weil sie den Fontainebleauakt als überflüssig und ermüdend empfand, was ich nie nachvollziehen konnte. (Also, das Ermüdend schon, aber überflüssig?????? Diese wunderbare Musik?)
    lg Severina :hello:

  • Ich kann mich erinnern, als sie das erste Mal in der Wiener Staatsoper sang, das muss im Oktober 1963 gewesen sein, mit Gianni Raimondi als Rudolfo,
    das war die Zeit des "Karajan Streits" mit dem "Maestro Suggeritore" (das ist ein Soufleuer, der für die Sänger, manchmal in derselben Tonhöhe, die eben gespielten Szenen "soufliert"), war damals ja das Tagesgespräche in Wien, wo viele Sängerinnen erlauchten Namens,wie Leontyne Price, Ettore Bastianini, Antoinetta Stella, Mirella Freni und Giannai Raimondi diesen verlangten.


    Karajan verlies vor dem Vorhang dem Publikum eine Erklärung und schickte das Publikum heim.
    Einige Tage danach war die Premiere, ohne den "M.S." - der größte künstlerisch Erfolg der Ära Karajan, und da war ich natürlich dabei.


    Aber auch ohne "M.S." war der Triumphzug dieser schönen strahlenden Stimme der Freni und nebenbei der wunderschönen Inszenierung, die bis zum heutigen Tag, noch im Progamm, der WSTO steht.


    Auch mir gefiel der "Don Carlos" mit dem Fontainebleauakt, wenn auch Mirella Freni meinte es wäre anstrengend, denn ganz einfach, man weiß dann wie die Liebe zu Don Carlos entstand, weil sie sich dort trafen, und von Carlos auch blieb. Ihre Elisabetta war großartig, ich glaube es war mit José Carreras.


    Auch gefiel mir ihre Lisa, viel später, in "Pique Dame" ich glaube da war Martha Mödl die alte Gräfin, auch in einer wunderschönen Inszenierung, die von einer häßlichen heutigen abgelöst wurde.


    Habe letzthin eine Aufzeichnung, der "Bohéme" aus San Francisco gesehen, da ist zwar Mirella Freni älter geworden, aber sie noch immer die kleine rührende Stickerin - aber auch ich bin schließlich älter geworden.


    Sie ist, und war eine der Lieblingssängerinnnen von mir und steht auf einer sehr hohen Stufe - mit Anderen, da ich für Sängerinnen und Sänger ein sehr großes Herz habe. Liebe Grüße, und Danke Harald, für das Reinstellen, dieser traumhaft guten Sopranistinnen und zugleich dieses wunderbaren Menschen - Mirella Freni.

  • Hier meldet sich noch ein freni-tischer Fan :jubel:


    Für mich ist Mirella Freni viel mehr die "Voce dell'angelo" als Renata Tebaldi, die ja diesen Ehren-Kosenamen hatte.
    Ihr Timbre ist einfach nur wunderschön-celestemente, wenn es dieses Wort denn gäbe.


    Ihre Mimi mit Pavarotti ist für mich der einzige Grund, die Bohème überhaupt noch zu hören-meines Erachten war genau das ihre Rolle! Und natürlich die Liù, wobei ich nichtmal weiss, ob es davon eine Aufnahme gibt
    Die leidenden, schmachtenden Verdi und Puccini-Damen waren wie gescahffen für ihre Stimme und ihren Typus.. Auch das französische Fach, wenn sie da nur ien bisschen idiomatischer gesungen hätte.
    Bei der obengenannten Mireille von Gounod ist mir das leider serh unangenehm aufgefallen-aber selbst das kann man einer solchen Stimme eher nachsehen als Anderen.
    Ich verstehe aber nicht, warum sie nicht im zentralen lyrischen Fach geblieben ist und ins Jugendlich-dramatische auswandern musste.
    Für mein Ohr hat sie damit ihre Haupt-Begabung, nämlich mit wunderbarem Gesang einfach anzurühren, ein bisschen verschenkt.
    Schade!


    Fairy Queen


    Ich habe heute von einer alten LP erfahren, auf der Mirella Freni und Renata Scotto zusammen Duette singen. Insbesondere Bellini. :angel: Neben dem berühmten Norma-Duett auch das unbekannte Juwel aus Bianca e Fernando.
    Ich kann es kaum erwarten das mit ihr zu hören!!!!
    Bellini hat für schöne Stimmen komponiert und es müsste m.E. verboten werden, seine Musik von anderen Stimmen zu singen.
    Die Freni ist da jedenfalls genau richtig! :jubel:

  • Zitat

    Original von Fairy Queen


    Ich habe heute von einer alten LP erfahren, auf der Mirella Freni und Renata Scotto zusammen Duette singen. Insbesondere Bellini.


    Vielleicht solltest Du die ersten 10 Zeilen dieses Threads mal lesen!


    :pfeif:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Original von Fairy Queen
    Ich habe heute von einer alten LP erfahren, auf der Mirella Freni und Renata Scotto zusammen Duette singen. Insbesondere Bellini. :angel: Neben dem berühmten Norma-Duett auch das unbekannte Juwel aus Bianca e Fernando.
    Ich kann es kaum erwarten das mit ihr zu hören!!!!
    Bellini hat für schöne Stimmen komponiert und es müsste m.E. verboten werden, seine Musik von anderen Stimmen zu singen.
    Die Freni ist da jedenfalls genau richtig! :jubel:


    Liebe Fairy Queen,


    die gibt es (inzwischen :D) auch auf CD



    Hier das komplette Programm:


    Mercadante: Le due illustri rivali - Leggo già nel vostro cor
    Bellini: Bianca e Fernando - Ove son? che m'avenne? ... Sorgi, o padre
    Mozart:Le nozze di Figaro - Cosa mi narri? ... Sull'aria
    Bellini: Norma - Dormono entrambi ... Mira, o Norma ... Si, fino all'ora


    Liebe Grüße Peter


  • Lieber Harald, pardon!
    Das war eine echte Koinzidenz. Peter B. hat mir von dieser LP heute morgen erzählt und ich habe den Anfang des Threads wirklich noch nciht gelesen.... das kommt davon wenn man keine Zeit hat und wie ein Wirbelwind durch Tamino rast. :untertauch:


    F.Q.

  • Zitat

    Original von oper337
    Ich kann mich erinnern, als sie das erste Mal in der Wiener Staatsoper sang, das muss im Oktober 1963 gewesen sein, mit Gianni Raimondi als Rudolfo...


    Von dieser Paarung gibt es es sogar eine DVD, allerdings aus der Scala:



    Überhaupt habe ich meine DVDs vergessen. So seien noch diese erwähnt (und die MIREILLE, die es auch gibt, mal außen vor gelassen):



    Cilea: ADRIANA LECOUVREUR - D:Gianandrea Gavazzeni, mit Peter Dvorsky



    Giordano: FEDORA - D:Gianandrea Gavazzeni, mit Placido Domingo


    Keinesfalls vergessen sollte man ihre Susanna unter Karl Böhm in dieser Modellinszenierung Jean-Pierre Ponnelles:




    und natürlich ihre Micaela in dieser CARMEN-Aufnahme von den Salzburger Festspielen unter Karajan mit Grace Bumbry und Jon Vickers:



    Die anderen Verdis und Puccinis setze ich mal als bekannt voraus und möchte nur auf diese hinweisen, die mir immer besonders gefiel, nämlich ERNANI unter Riccardo Muti, wieder mit Domingo sowie Nicolai Ghiaurov und Renato Bruson:



    :hello: Jacques Rideamus

  • M.Freni hatte meiner Meinung nach, stimmlich ihre Glanzzeit in den 1960 er bis Anfang 70er Jahren, vor allem in den lyrischen tragischen Frauengestalten, Mimi, Traviata, Manon Lescaut, Micaela, Desdemona, Liu und Butterfly, aber sie konnte auch in heiteren Rollen mit ihrer reinen, klaren, schön timbrierten Stimme brillieren, Susanna, Zerlina, Adina, Norina, Nanetta, etc.
    In den 1970er Jahren sang sie schließlich auch Rollen aus dem dramatischen Fach, Elisabetta in Don Carlo, Amelia in Simone Boccanegra, Aida, Tatjana in Eugen Onegin u.a. Mir klingt sie aber angenehmer und schöner, als rein lyrischer Sopran. Ich höre auch sehr gerne eine ihrer frühen Aufnahmen, das "Stabat Mater" von Pergolesi, in dem sie auch in den Duettgesängen mit Teresa Berganza wunderbar harmoniert.


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Zitat

    Original von Jacques Rideamus


    Von dieser Paarung gibt es es sogar eine DVD, allerdings aus der Scala


    :hello: Jacques Rideamus


    Lieber Jaques Rideamus!


    Die Inszenierung ist die selbe, denn das komplette Bühnenbild und die Kostüme stammten aus Mailand / Scala.


    Was damals zu großer Aufregung in den Kostümschneidereien in Wien führte, heute sind wir es schon gewöhnt, Inszenierungen komplett zu übernehmen.


    Diese Aufnahme ist enorm berührend, auch heute nach 45 Jahren!


    Lieb Grüße Peter, aus Wien. :hello:

  • Zitat

    Original von musicophil
    Um mich eine fundierte Meinung formen zu können, müßte ich viel mehr Aufnahmen von ihr haben.
    Denn soviele habe ich nicht.


    Lieber Paul,


    soo viele vielleicht nicht, denn vieles, was Mirella Freni auf LP/ CD aufnahm, ist ja schon außerhalb Deines Repertoires.


    Diese Aufnahme hast Du aber bestimmt mit Freni als Susanna:


    Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
    Die Hochzeit des Figaro


    Wixell, Norman, Freni, Ganzarolli, Minton,
    BBC SO, Colin Davis
    Label: Philips , ADD, 1971




    LG, Elisabeth

  • gerade in einem Kalenderblatt gefunden:


    Staatsoper Wien 1983.
    Am 25. Juni 1983 wurde an der Wiener Staatsoper "La Bohème" von Giacomo Puccini gegeben. In den Titelpartien: Placido Domingo und Mirella Freni.


    Nach Ende des zweiten Aktes drohte der totale Eklat, denn Dirigent Giuseppe Patané hatte sich aufs Heftigste mit dem Orchester zerstritten und weigerte sich, weiterzudirigieren. Als Streikbrecher betätigte sich Konzertmeister Erich Binder, der den dritten und vierten Akt pannenfrei über die Bühne brachte.


    Das Publikum war außer sich vor Begeisterung und rief die Stars 83 mal vor den Vorhang. Die Applausorgie kam schließlich auf Spielfilmlänge: 90 Minuten. Wie Maestro Patané den Enthusiasmus aufgenommen hat, ist nicht überliefert.

  • MIRELLA FRENI
    durfte ich in 3 Vorstellungen an der
    Wiener Staatsoper erleben
    als MIMI 18.Jänner 1985
    mit CARLOS KLEIBER
    am Pult.
    Pavarotti Ihr Rudolfo.
    Es waren nur 3 Vorstellungen
    damals und alle e i n z i g a r t i g!!
    DIE FRENI gehört für mich
    zu den TOPSÄNGERINNEN.
    Tolle Stimme, tolle Persönlichkeit,
    tolle Frau und tolles Aussehen.
    da kam wirklich alles Positive zusammen....
    Dazu noch eine Dame ohne Starallüren einfach
    nur GIGANTISCH!!!!


    :jubel::jubel::D

    mucaxel

  • Bei aller Wertschätzung für Mirella Freni höre ich sie am liebsten in Rollen wie Liu oder Mimi und anderen Puccini-Partien! Oder als Micaela, Nanetta oder Margarethe. Natürlich auch ihre Susanna oder Zerlina bei Mozart.


    Obwohl sie auch viel von Verdi gesungen hat (die Amelia in Simone Boccanegra lasse ich ja noch gelten) ist das doch nicht so ihr Fach gewesen. Der peinliche Misserfolg ihrer „Traviata“ ist in Mailand und Umgegend zur Legende geworden. Schuld daran war – wie öfters – Herbert von Karajan. Er hat sie in ihren Anfängen an der Scala gesehen und war sofort in die junge Sängerin vernarrt. In der Spielzeit 1964 will er sie um jeden Preis zu seiner Violetta an der Mailänder Scala machen! Die junge Mirella war für diese Rolle nicht genügend vorbereitet – das ganze geriet zu einem Fiasko.


    Drei Jahre später – nach gründlichem Befassen mit der Rolle – hat sie zwar die Violetta in London gesungen – und später anderswo, und auch im Film verkörpert – aber ihre Lieblingsrolle ist das nie geworden, sie hatte Schwierigkeiten mit dem hohen F im ersten Akt und auch mit den Koloraturen des „Sempre libera“.


    Dies ist der Soundtrack zu dem "La Traviata"-Film (wurde im Bonisolli-Thread bereits besprochen):



    Aufnahme: 1973, Studio, Filmsoundtrack
    Dirigent: Lamberto Gardelli
    Staatskapelle Berlin
    Chor der Deutschen Staatsoper Berlin


    Alfredo Germont: Franco Bonisolli
    Annina: Gudrun Schäfer
    Barone Douphol: Dalibor Jedlicka
    Dottore Grenvil: Hans-Joachim Lukat
    Flora Bervoix: Hania Kovicz
    Gastone de Letoriès: Peter Bindszus
    Giorgio Germont: Sesto Bruscantini
    Marchese d'Obigny: Heinz Reeh
    Violetta Valery: Mirella Freni


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Ich bin auch ein großer Fan von Mirella Freni. Ihr cremiges, sinnliches Timbre prädestinierte sie für Rollen wie Juliette, Micaela, Desdemona oder die Puccini-Heldinnen.


    Ihre Mimi ist nach wie vor einzigartig und exemplarisch. Sie war Karajan’s Lieblingssängerin und der Dirigent, der ihre Karriere maßgeblich förderte, erzählte einmal in einem Interview – auf die Frage angesprochen wer sein Lieblingssänger sei – wenn er Sänger sein könnte, dann möchte er Mirella Freni sein.
    Da gibt es noch die berühmte Anekdote als nach einer Boheme-Vorstellung er mit Tränen in den Augen an ihrer Seite vor den Bühnenvorhang trat und ihr gestand, daß sei erst das zweite mal in seinem Leben, daß er weinen müsse. Das erste mal war bei dem Tod seiner Mutter. So sehr hat ihn Freni’s Mimi bewegt. Bei einer anderen Gelegenheit unterbrach er während einer Probe in Salzburg sein Dirigat und wies die Mitglieder des Orchesters auf den Gesang von Freni hin, da dies für ihn einfach perfekt sei.


    Oft waren ihre Partner die Drei Tenöre, doch war es Luciano Pavarotti, der als ihr Traumpartner galt. Die beiden verband eine lebenslange Freundschaft, sie spielten schon im Sandkasten miteinander und man sah eine zutiefst bewegte Mirella Freni bei Pavarottis Beerdigung in Modena im September 2007. Dazwischen liegen unzählige Auftritte und Platteneinspielungen dieser beiden großartigen Künstler.
    Die Freni hat ja eine beachtliche Diskographie vorzuweisen und eigentlich gibt es alle Rollen aus ihrem Repertoire auch auf CD.



    Meine erste Erfahrung mit der Freni hatte ich auch durch die bereits legendäre Karajan-Boheme mit Pavarotti. Die Mimi wurde ihre Paraderolle und sie gilt wohl zu Recht als DIE Mimi des 20. Jahrhunderts. Im Puccini-Fach hat sie auch Rollen wie Liu, Lauretta und später sogar Manon Lescaut ihr zu eigen gemacht. Tosca und Butterfly hat sie nur für Schallplatten aufgenommen, da sie sich für diese Rollen nicht bühnengeeignet sah. Vor allem über die Butterfly meinte sie, sie sei ihr auf der Bühne emotionell einfach nicht gewachsen. Auf CD jedoch singt sie für Karajan eine herrliche Butterfly.




    Sie verfügte nicht nur über eine außergewöhnlich schöne Stimme, sie war zudem auch noch eine hübsche Erscheinung auf der Bühne. Die junge Freni muß besonders bezaubernd gewesen sein, wie diese Bilder von ihrer MET-Juliette und einer Schallplattenaufnahme von L’amico Fritz zeigen.





    Zu ihrem Repertoire gehörten auch Mozartrollen wie die Susanna und die Zerlina. Durch Karajan hat sie sich später auch ein anderes Repertoire erschlossen. Auf sein Angebot die Desdemona in Salzburg zu singen erbat sie sich ein Jahr Bedenkzeit um die Rolle zu erarbeiten, und um für sich herauszufinden, ob ihr die Partie überhaupt stimmlich liegt. Der Rest ist Geschichte. Die Desdemona gilt als eine ihrer besten Rollen und sie wird ja auch als beste Desdemona ihrer Generation bezeichnet. Es folgte mit großem Erfolg die Don Carlo Elisabetta und auch die Aida, letztere nicht ganz unumstritten. Hier wagte sie sich in bereits sehr dramatisches Gefilde und viele meinen, ihre Stimme sei für die Partie zu lyrisch und zu wenig dramatisch gewesen. Obwohl man aber auch sagt in den lyrischen Passagen singt sie zweifellos eine der schönsten Aidas.


    Durch ihren Ehemann, Nicolai Ghiaurov, gelangte sie wohl auch zum Russischen Fach und überzeugte als Tatjana und Lisa.


    Sie hatte eine lange Karriere und konnte 2005 nicht nur ihren 70. Geburtstag sondern gleichzeitig auch ihr 50jähriges Bühnenjubiläum feiern. Sie konnte sich die jugendliche Frische in der Stimme bis zuletzt erhalten und beendete ihre Karriere ganz leise ohne große Ankündigung.


    Nach dem Ende ihrer Karriere widmete sie sich als Lehrerin in ihrer Gesangsschule dem Sängernachwuchs. Sängerinnen nachfolgender Generationen wie Anna Netrebko, Nicole Cabell, Maja Kovalevska und Nino Machaidze bezeichnen die Freni als großes Vorbild und Lieblingssängerin. Die beiden letztgenannten zählten auch zu ihren Schülerinnen.


    Es sei noch erwähnt, daß die MET sie in ihrem Jubiläumsjahr 2005 mit einer großen Gala ehrte, bei der sie nocheinmal unter Beweis stellte, daß sie nach wie vor über beeindruckende stimmliche Resourcen verfügte.
    Der Jubel bei dieser Gala war enorm und nach ihrer Rede am Ende des Abends hatte nicht nur sie sondern auch das Publikum Tränen in den Augen, denn sie beendete ihre bewegende Ansprache mit den Worten „…und bitte vergeßt mich nicht“. Das wird dieser außergewöhnlichen Sängerin wohl nicht passieren.


    Gregor

  • Und es war wohl eine der beschämendsten Aktionen Holenders zu Beginn seiner Amtszeit, diese großartige Sängerin quasi vor die Tür zu setzen.....
    Dass sie die Butterfly nie auf der Bühne gesungen hat, bedaure ich zutiefst, als Tosca würde ich sie allerdings rein von ihrer Persönlichkeit her auch nicht sehen. Exaltierte Diva war sie weder auf der Bühne noch im Privatleben.
    lg Severina :hello:

  • Zitat

    Original von severina
    Und es war wohl eine der beschämendsten Aktionen Holenders zu Beginn seiner Amtszeit, diese großartige Sängerin quasi vor die Tür zu setzen.....


    Warum wollte er sie nicht mehr engagieren? Andere Häuser rissen sich doch auch noch in den 90er Jahren um sie. Als sie Mitte der 90er Jahre in Wien in Pique Dame aufgetreten ist, war doch Holender schon der Direktor, oder nicht?
    Das war aber dann auch das letzte was man von ihr in Wien gesehen hat. Ich nehme an, daß ist auch der Grund warum auch Ghiaurov nicht mehr in Wien aufgetreten ist.


    Zitat

    Original von severina
    Dass sie die Butterfly nie auf der Bühne gesungen hat, bedaure ich zutiefst, als Tosca würde ich sie allerdings rein von ihrer Persönlichkeit her auch nicht sehen. Exaltierte Diva war sie weder auf der Bühne noch im Privatleben.


    Das Schicksal der Butterfly berührte und erschütterte sie einfach zutiefst und sie wagte es nicht die Rolle zur Gänze auf der Bühne darzustellen.
    Was die Tosca betrifft, gefällt sie mir in der Aufnahme mit Domingo unter Sinopoli. Die Stimme hat zum Zeitpunkt der Produktion an Dramatik gewonnen und sie singt sehr expressiv.




    Gregor

  • Holenders "Alleinherrschaft" begann 1992 (Eigentlich sollte es ja eine Doppeldirektion mit Eberhard Waechter sein, die dessen unerwarteter Tod beendete), und zunächst wollte er mit dem "Startheater" aufräumen, was in Wien einfach nicht funktioniert, bzw. den Stars nicht mehr ihre gewohnten Gagen zahlen. Was besonders absurd deshalb war, weil er ja als Künstleragent jahrelang die Gagen in diese astronomischen Höhen getrieben hatte, und plötzlich sollten dieselben Leute, denen er Höchstgagen herausgehandelt hatte, um viel weniger bei ihm singen. Die Freni weigerte sich damals, u.a. mit dem Argument, dass das auch auf ihre Reputation abfärben würde, so nach dem Motto: "Wenn Wien ihr plötzlich weniger zahlt, wird sie wohl nicht mehr so gut sein!" Fazit: Sie trat nach diesem Gagenstreit nie mehr in Wien auf, ebenso wenig wie Ghiaurov. Einige waren damals der Meinung, Holender habe diesen Kampf deshalb geführt, um die ungeliebten Stars los zu werden. Keine Ahnung, ob das stimmt, ich kenne ja auch nur die Versionen, die in der Zeitung standen und am Stehplatz ventiliert wurde,. Aber eine ganze Reihe von Künstlern war dann plötzlich weg, teilweise aber auch das Stammpublikum, das ratlos den Besetzungszettel studierte: "Wer um Himmels willen sind diese Leute????" Dass Holender ein ausgesprochen gutes Händchen für junge Talente hat und enorm viel von Stimmen versteht, stellte sich ja erst später heraus, und von seinem sturen Credo "Keine Startheater!" ist er gottlob ja bald wieder abgerückt. :]
    lg Severina :hello:

  • Meine liebste "Mimi" mit Mirella Freni stammt aus Rom, 1969 bei der RAI aufgenommen. Partner als Rodolfo ist der junge Luciano Pavarotti, Dirigent Thomas Schippers:



    Puccini: La Bohème


    Uraufführung: 1.2.1896 in Torino
    Libretto: Giuseppe Giacosa, Luigi Ilica nach Henri Murger


    Aufnahme: 17.7.1969, live, Roma
    Dirigent: Thomas Schippers
    Orchestra della RAI di Roma
    Coro della RAI di Roma
    Chorleitung: Gianni Lazzari


    Alcindoro: Franco Calabrese
    Benoît: Alessandro Maddalena
    Colline: Nicola Ghiuselev
    Marcello: Sesto Bruscantini
    Mimi: Mirella Freni
    Musetta: Rita Talarico
    Parpignol: Mario di Felici
    Rodolfo: Luciano Pavarotti
    Schaunard: Gianni Maffeo
    Un sergente dei doganieri: Mario Frosini


    Eine wirklich schöne Aufnahme!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Auch als Desdemona war Mirella Freni eine Klasse für sich. Selten hörte ich das Lied von der Weide und das Ave Maria beseelter gesungen als von ihr.


    Freundliche Grüße Siegfried

  • Nachdem ich in diesen Tagen wenig Schmeichelhaftes über Charles Gounod und seine Opern lesen mußte, will ich trotzdem hier eine - leider recht selten gehörte - Oper von Gounod vorstellen, mit ihrer (fast) Namens-Schwester in der Titelrolle:



    Félicien Charles Gounod * 17.6.1818 Paris, gest. 18.10.1893 Saint-Cloud


    Mireille

    Uraufführung: 19.3.1864 in Paris (1. Fassung); 15.12.1864 in Paris (2. Fassung)
    Libretto: Michel Florentine Carré nach Frédéric Joseph Etienne Mistral


    Aufnahme: 11.–21.11.1979, Studio
    Spieldauer: 150 min.
    Dirigent: Michel Plasson
    Orchestre National du Capitole de Toulouse
    Choeurs du Théâtre du Capitole de Toulouse
    ( Fassung von Henri Buesser 1864)


    Ambroise: Marc Vento
    Andreloun: Luc Terrieux
    Clémence: Michèle Command
    Maître Ramon: Gabriel Bacquier
    Mireille: Mirella Freni
    Ourrias: José van Dam
    Taven: Jane Rhodes
    Un passeur: Jean-Jacques Cubaynes
    Vincenette: Christine Barbeaux
    Vincent: Alain Vanzo


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald,


    soeben mit Gounod und seiner ROMÉO ET JULIETTE beschäftigt, höre ich gerade seine wunderbare Oper über die "andere" Arlesienne in der von Dir genannten Aufnahme.


    Ich finde es zwar legitim, auch bei heiligen Kühen darauf hinzuweisen, dass auch sie zuweilen nur "muh" machen und geruchsintensive Fladen hinterlassen, ohne ihnen damit die Qualitäten einer guten Kuh abzusprechen, stehe deshalb aber auch nicht an, zwei Dinge zu betonen:


    1. Ich halte die MIREILLE ungeachtet ihrer relativ geringeren Popularität für Gounods beste Oper, denn sie enthält nicht weniger gute Passagen als die beliebteren Werke und hat ein Sujet, in dem Gounod offenbar ganz zu sich selbst fand, während er sich m. E. an den beiden großen literarischen Vorlagen etwas verhob. Was nicht bedeutet, dass ich sie von Zeit zu Zeit durchaus gerne höre, denn mindestens enige von Gounods Melodien gehören zum Schönsten, was es auf der Opernbühne zu hören gibt.


    2. Die von Dir genannte Aufführung unter Michel Plasson, der offenbar eine besonders glückliche Affinität zu Gounod hat, gehört m. E. zu den wenigen Aufnahmen, die eine Alternative fast überflüssig machen. Mirella Freni gefällt mir hier nicht weniger als in der thematisch verwandten, wenn auch leichteren Mascagni-Oper L'AMICO FRITZ. Alain Vanzo passt hier ideal und ist auch gut bei Stimme, und auch José van Dam ist kaum zu übertreffen.


    Ich kann Deine Empfehlung also nur unterstreichen.


    :hello:


  • Dass Mirella Freni (bürgerlich: Fregni) nicht nur eine meiner ganz großen Lieblingssängerinnen ist, die mich jedesmal in Verzückung geraten ließ, sondern auch privat eine bezwingende Natürlichkeit und Schönheit verkörperte, mögen diese beiden Fotos belegen, die ich in den 60ern in Wien (anlässlich der "Carmen"-Aufnahmen unter Karajan in den Sofiensälen) machen durfte. (Angeblich ist das kleine Mädchen im Hintergrund Mirellas Tochter.)



    Arrestati, sei bello! - (Verweile, Augenblick, du bist so schön!)

    4 Mal editiert, zuletzt von Milletre ()

  • 150 Jahr Puccini - Da wollen auch die Plattenfirmen profitieren.
    Die DECCA wirbt mit einer neuen Doppel-CD "Un bel di" für die Puccini-Sängerin Mirella Freni:



    Mirella Freni - Un Bel Di (Arien & Szenen aus Puccini-Opern)


    * 2 CDs
    * Erscheinungstermin: 15.8.2008

    Szenen & Arien aus Manon Lescaut, La Boheme,
    Tosca, Madama Butterfly, Il Trittico, Turandot


    Künstler: Mirella Freni, Luciano Pavarotti, Wien PO, Philharmonia Orchestra, National PO, Berlin PO, Metropolitan Opera Orchestra,
    Dirigenten: Herbert von Karajan, Giuseppe Sinopoli, Nicola Rescigno, James Levine
    Label: Decca , ADD, 1972-93


    Auf der jpc-Seite gibt es Hörproben!


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Höre Mirella Freni eben in einer Carmen in italienisch, mit


    Carmen - Giulietta Simionato,
    Don José - Franco Zefirelli
    Micaela - Mirella Freni,
    Escamillo - Giangiacomo Guelfi


    Dirigent: Dervaux, aus dem Jahr 1959 live.


    Eine herrliche Aufnahme mit gesungenen Rezitativen.


    Liebe Grüße Peter aus Wien.


  • Was es nicht alles gibt...