Die Blume im Kunstlied

  • Die Idee zu diesem Thread kam mir heute, als ich meine gestern erhaltene CD-Lieferung allmählich duirchzuhören begann, darunter war auch eine Liederplatte mit Irmgard Seefried - und das erste Lied auf dieser CD ist "Das Veilchen" von Mozart.


    Es wäre vielleich ganz nett, einen kleinen Blumenstrauß anzulegen, also Lieder deren Thema die Verherrlichung einer Blume ist - wobei jedes Mitglied nur EINE Blume beisteuern darf, eventuell mit Anzerige der cD wo eine Aufnahme dieses Liedes drauf ist - und optional noch, was einem dieses Lied persönlich bedeutet, es darf aber auch eine Bluime sein, die bereits genannt wurde, wenn der ergänzende Text interessant ist. Nach 1-2 Wochen ist dann jedem User noch eine zweite Blume zu nennen erlaubt.


    mfg aus Wien


    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Schönes Thema,


    eins meiner Lieblingslieder von E. Grieg, nach J. W. v. Goethe


    Zur Rosenzeit



    Ihr verblühet, süße Rosen,
    Meine Liebe trug euch nicht;
    Blühtet, ach! dem Hoffnungslosen,
    Dem der Gram die Seele bricht!


    Jener Tage denk' ich trauernd,
    Als ich, Engel, an dir hing,
    Auf das erste Knöspchen lauernd
    Früh zu meinem Garten ging;


    Alle Blüten, alle Früchte
    Noch zu deinen Füßen trug
    Und vor deinem Angesichte
    [Hoffnung in dem]1 Herzen schlug.


    Der auf erste Knöspchen lauernd
    früh zu seinem Garten ging,
    ach der Tage denk ich trauernd,
    als ich Engel an dir hing.

  • Bonsoir,



    Robert Schuman: Dichterliebe op. 48 Nr. 1-16 (Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine)


    Nr. 3: Die Rose, die Lilie, die Taube


    Bonne nuit
    roman

  • Nachtviolen (Musik Schubert D752; Text Mayrhofer)



    Die fabelhafte Rita Streich singt dieses schlichte Lied so unglaublich schön.


    Nachtviolen, Nachtviolen!
    Dunkle Augen, seelenvolle,
    Selig ist es, sich versenken
    In dem samtnen Blau.


    Grüne Blätter streben freudig
    Euch zu hellen, euch zu schmücken;
    Doch ihr blicket ernst und schweigend
    In die laue Frühlingsluft.


    Mit erhabnen Wehmutsstrahlen
    Trafet ihr mein treues Herz,
    Und nun blüht in stummen Nächten
    Fort die heilige Verbindung.


    LG, Paul

  • Einen ganzen Blumenstrauß bietet Benjamin Britten in seinen 5 Flower Songs op.47 von 1950, eigentlich Chorlieder, hier die solistisch besetzte Version in meiner Sammlung:



    1. To Daffodils (Herrick)
    2. The Succession of the Four Sweet Months (Herrick)
    3. Marsh Flowers (Crabbe)
    4. The Evening Primrose (Clare)
    5. Ballad of Green Bloom (Anonym)


    Wunderschöne Stücke, leider in Konzerten viel zu selten zu hören. Danke für den Frühlings-Thread!


    Grüße,
    Gustav Theodor

    "Nur in der Gesellschaft wird es interessant, Geschmack zu haben."
    Immanuel Kant

  • Eines meiner Lieblinglieder ist "Christrose"



    Titel: Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit...
    Text: Kurt Hertha
    Komposition: Robert Stolz


    Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
    Draussen in Eis und Schnee.
    Und wenns in der Winternacht friert und schneit,
    Das tut der Rose nicht weh.
    Es grünt eine Hoffnung zur Weihnachtszeit,
    Drinnen im Herzen still:
    Daß immer und ewig so schön wie heut'
    Frieden werden will.
    Christrose, Christrose, Christrose, Christrose,
    Blume der Heiligen Nacht!
    Christrose, Christrose, Christrose, Christrose,
    Hast mir die Hoffnung gebracht!
    Die Liebe vertreibt meine Einsamkeit,
    Mir tut das Herz nicht mehr weh,
    Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
    Draussen in Eis und Schnee.


    Zu meinem Bedauern konnte ich weder bei amazon noch bei jpc eine Aufnahme davon finden. Bekannt ist mir nur, dass René Kollo einst dieses schöne Lied sang.


    Mit lieben Grüßen,
    Diotima. :hello:

  • Aus Schuberts Zyklus "Die schöne Müllerin":


    9. Des Müllers Blumen


    Am Bach viel kleine Blumen stehn,
    Aus hellen blauen Augen sehn;
    Der Bach, der ist des Müllers Freund,
    Und hellblau Liebchens Auge scheint,
    Drum sind es meine Blumen.


    Dicht unter ihrem Fensterlein,
    Da will ich pflanzen die Blumen ein,
    Da ruft ihr zu, wenn alles schweigt,
    Wenn sich ihr Haupt zum Schlummer neigt,
    Ihr wißt ja, was ich meine.


    Und wenn sie tät die Äuglein zu
    Und schläft in süßer, süßer Ruh,
    Dann lispelt als ein Traumgesicht
    Ihr zu: Vergiß, vergiß mein nicht!
    Das ist es, was ich meine.


    Und schließt sie früh die Laden auf,
    Dann schaut mit Liebesblick hinauf:
    Der Tau in euren Äugelein,
    Das sollen meine Tränen sein,
    Die will ich auf euch weinen.


    Von meinem Lieblingssänger Fritz Wunderlich unnachahmlich lyrisch gesungen. :angel:


    Hier:


    Freundliche Grüße Siegfried

  • Ich zitiere mal aus dem Limerick-Thread:


    P.S.


    Ein Mensch glaubte treu, brav und bieder,
    die Vier sei'n die letzten der Lieder.
    Doch ehrende Salven
    post scripto! Die "Malven"
    schrieb Strauss allerletztens noch nieder.




    Malven


    von Betty Wehrli-Knobel, 1904


    Aus Rosen, Phlox und Zinnienflor
    Ragen im Garten Malven empor,
    Duftlos und ohne des Purpurs Glut,
    Wie ein verweintes blasses Gesicht
    Unter dem goldnen himmlischen Licht.
    Und dann verwehen leise, im Wind
    Zärtliche Blüten, Sommers Gesind...



    Das Lied ist Strauss' letzte vollendete Komposition. Sie entstand im November 1948.
    Sie fand sich erst 1982 im Nachlass von Maria Jeritza wieder und wurde 1985 von Kiri Te Kanawa uraufgeführt.


    Es gibt wenige Einspielungen, doch neben ihr nahm auch Jessye Norman das eigentümliche, lange nach einem harmonischen Grundpfeiler suchende Lied auf.





    audiamus



    .

  • Zitat


    Zu meinem Bedauern konnte ich weder bei amazon noch bei jpc eine Aufnahme davon finden. Bekannt ist mir nur, dass René Kollo einst dieses schöne Lied sang.


    Mit lieben Grüßen,
    Diotima. :hello:


    Hallo Diotima,


    in der Tat gibt es dieses Lied nur von Rene Kollo aufgenommen. Es befindet sich auf einer Weihnachts CD von damals noch Ariola. Falls Interesse, bitte PN an mich.


    LG Uwe :hello:

  • Einer meiner Favoriten ist Richard Strauss "Allerseelen".


    Dort heisst die erste Zeile:


    "Stell auf den Tisch die duftenden Reseden"

  • Hallo zusammen,


    mein Beitrag soll eines der bekanntesten Lieder überhaupt sein:


    Schubert: Heideröslein



    Sah ein Knab' ein Röslein stehn,
    Röslein auf der Heiden,
    war so jung und morgenschön,
    lief er schnell, es nah zu sehn,
    sah's mit vielen Freuden.
    Röslein, Röslein, Röslein rot,
    Röslein auf der Heiden.


    Knabe sprach: "Ich breche dich,
    Röslein auf der Heiden!"
    Röslein sprach: "Ich steche dich,
    dass du ewig denkst an mich,
    und ich will's nicht leiden."
    Röslein, Röslein, Röslein rot,
    Röslein auf der Heiden.


    Und der wilde Knabe brach
    's Röslein auf der Heiden;
    Röslein wehrte sich und stach,
    half ihm doch kein Weh und Ach,
    musst' es eben leiden.
    Röslein, Röslein, Röslein rot,
    Röslein auf der Heiden.


    Was es mir bedeutet? Nun ja - ich mag die offensichtliche Doppeldeutigkeit - auch wenn mir das "Röslein" leid tut.



    Viele Grüße
    Frank

    From harmony, from heavenly harmony
    this universal frame began.

  • Zitat

    Original von MosesKR1
    Einer meiner Favoriten ist Richard Strauss "Allerseelen".


    Dort heisst die erste Zeile:


    "Stell auf den Tisch die duftenden Reseden"


    Ja, das ist auch eines meiner Lieblingslieder. Vor allen Dingen
    finde ich die Wendung, die der Text nimmt, immer wieder berührend...
    "wie einst im Mai".


    Aber bei Strauss findet sich ja noch mehr ganz zauberhaftes, wie z.B.


    die Georgine. Der Text stammt aus "den letzten Blättern" von
    Hermann von Gilm.


    ...ich hab' den Maitag dieses Lebens
    wie du den Frühling nicht gekannt;


    und spät wie dir, du Feuergelbe,
    stahl sich die Liebe mir ins Herz;
    ob spät, ob früh, es ist dasselbe
    Entzücken und derselbe Schmerz.


    Georgine ist ein anderer Name für die Dahlie.


    Herzliche Grüsse von Ines

  • Ich möchte auf die Blumenlieder op. 500 von Robert Stolz hinweisen, die mir sehr gut gefallen, und die nur wenig operettenhaft sondern tatsächlich "Kunstlieder" sind, wenn auch einige recht schelmenhaft daherkommen und sicherlich nicht allerhöchste Kunst. So kann am auch eine andere Seite von Robert Stolz kennenlernen. Ich mag sie.
    jpc hatte eine m.E. sehr schöne Aufnahme mit Dagmar Schellenberger von 2006 von cpo im Programm, die jetzt bei jpc selbst nicht mehr erhältlich zu scheint, aber beim anderen Werbepartner amazon.



    Da ich erstens gar keine Zeit und zweitens jetzt keinen Zugriff auf die CD habe, werde ich erst später zu den einzelnen Liedern etwas sagen können.


    Ulmo
    (in einer Atempause zwischen zwei Projekten, der lieber Stückwerk zu liefern beschlossen hat, als schweigend den Eindruck zu bestärken, Tamino sei so nicht lebensfähig.)

    SINE IRA ET STUDIO (Tacitus)

  • Können wir auch einen Strauch zu den Blumen zählen? Dann zählt der "Flieder" von Rachmaninoff zu meinen Lieblingsliedern - im russischen Original heißt das Lied "Siren" (phonetisch). Ich kenne nur eine Aufnahme dieses sehr elegischen, nicht leicht zu singenden Liedes, nämlich eine englischsprachige mit dem Titel "Lilacs" mit dem verewigten Jussi Björling.

    "...and suddenly everybody burst out singing"
    Busman's Honeymoon

  • merci beaucoup - ich liebe dieses Lied schon seit Jahren und konnte bisher mit "Georgine" nichts anfangen, eine feuergelbe Dame?

  • Du bist wie eine Blume

    Du bist wie eine Blume
    so schön, so hold und rein.
    Ich schau' dich an, und Wehmut
    schleicht mir ins Herz hinein.


    Mir ist, als ob ich die Hände
    aufs Haupt dir legen sollt',
    betend, daß Gott dich erhalte
    so rein, so schön, so hold.


    Text: Heinrich Heine (aus dem Buch der Lieder, Nr.47 Die Heimkehr, 1825 veröffentlicht).
    Vertont wurde das Gedicht gut zwei Dutzend Mal, u.a. von Franz Liszt.


    :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried


  • Die kaum überschaubare :faint: Anzahl der Vertonungen findet sich hier:
    "http://www.recmusic.org/lieder/get_text.html?TextId=7483"


    Die bekannteste dürfte jedoch von Robert Schumann stammen: op.25, 24 (Myrten)


    Da gibt es z.B. auch noch:


    Märzveilchen (H.C. Andersen, übertragen von A. v. Chamisso)


    Der Himmel wölbt sich rein und blau,
    Der Reif stellt Blumen aus zur Schau.
    Am Fenster prangt ein flimmernder Flor.
    Ein Jüngling steht, ihn betrachtend, davor.


    Und hinter den Blumen blühet noch gar
    Ein blaues, ein lächelndes Augenpaar.
    Märzveilchen, wie jener noch keine gesehn!
    Der Reif wird angehaucht zergehn.


    Eisblumen fangen zu schmelzen an,
    Und Gott sei gnädig dem jungen Mann.


    op.40,1 eine seltsamerweise kaum bekannte Sammlung; ziemlich düster.
    "Der Spielmann" ist eine verschärfte Variante von "Das ist ein Flöten und Geigen",
    "Der Soldat" erinnert an Mahlers "Tamboursgsell" (oder "Zu Straßburg auf der Schanz").


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Wenn man es nicht nur als Kunstlied sieht...


    "Letzte Rose" aus der Oper Martha von F. Flotow


    "Wenn die kleinen Veilchen blühen" aus einem Singspiel von R. Stolz


    "Schenkt man sich Rosen in Tirol" aus dem Vogelhändler von C. Zeller


    :hello:

  • Hallo,


    vor mehreren Jahren erwarb ich bei JPC eine CD mit dem Titel "Blumenlieder" , gesungen von Mitsuko Shirai, herausgegeben von einem Label namnes Signum. Offenbar ist die CD nicht mehr erhältlich.
    Sie ist deswegen interessant, weil sie außer den bekanntern auch viele unbekannte Lieder enthält, u.a. von Loewe, Strauss und Milhaud.


    lg.


    Mme. Cortese

    Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

  • Text Heinriche Heine, komponiert R. Schumann


    Die Lotosblume ängstigt
    Sich vor der Sonne Pracht,
    Und mit gesenktem Haupte
    Erwartet sie träumend die Nacht.


    Der Mond, der ist ihr Buhle,
    Er weckt sie mit seinem Licht,
    Und ihm entschleiert sie freundlich
    Ihr frommes Blumengesicht.


    Sie blüht und glüht und leuchtet,
    Und starret stumm in die Höh';
    Sie duftet und weinet und zittert
    Vor Liebe und Liebesweh

  • Wer kennt es nicht?


    Ein Veilchen auf der Wiese stand,
    Gebückt in sich und unbekannt;
    Es war ein herzigs Veilchen.
    Da kam eine junge Schäferin
    Mit leichtem Gang
    und munterm Sinn
    Daher, daher,
    die Wiese her und sang.
    Ach! denkt das Veilchen,
    Wär' ich nur
    Die schönste Blume der Natur,
    Ach, nur ein kleines Weilchen,
    Bis mich das Liebchen abgepflückt,
    Und an dem Busen matt gedrückt!
    Ach nur, ach nur
    Ein Viertelstündchen lang!
    Ach! aber ach!
    Das Mädchen kam
    Und nicht in acht das Veilchen nahm;
    Ertrat das arme Veilchen.
    Es sank und starb
    und freut' sich noch:
    Und sterb' ich denn,
    So sterb' ich doch
    Durch sie, durch sie,
    Zu ihren Füßen doch.


    (Text von Johann Wolfgang Goethe, vertont von Wolfgang Amadeus Mozart)

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Der Refrain in Paolo Tostis „L'ultima canzone”, in welcher ein verlassener Jüngling die Hochzeit seiner Angebetenen betrauert, lautet:


    Foglia di rosa
    O fiore d'amaranto
    Se ti fai sposa
    Io ti sto sempre accanto.


    :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Guten Abend,
    auch Vergissmeinnicht finden sich im Lieder-Strauß.
    Hier bei Eduard Mörike - Hugo Wolf
    Heimweh
    Anders wird die Welt mit jedem Schritt,
    Den ich weiter von der Liebsten mache;
    Mein Herz, das will nicht weiter mit.
    Hier scheint die Sonne kalt ins Land,
    Hier deucht mir alles unbekannt,
    Sogar die Blumen am Bache!
    Hat jede Sache
    So fremd eine Miene, so falsch ein Gesicht.
    Das Bächlein murmelt wohl und spricht:
    Armer Knabe, komm bei mir vorüber,
    Siehst auch hier Vergissmeinnicht!
    - Ja, die sind schön an jedem Ort,
    Aber nicht wie dort.
    Fort, nur fort!
    Die Augen gehn mir über!
    Eine wunderschöne Interpretation gibt es Von Hermann Prey begleitet von Günther Weissenborn . Überhaupt lagen Prey die Mörike-Lieder Hugo Wolfs sehr am Herzen.
    Viele Grüße
    Santoliquido

    M.B.

  • Vermutlich sind auch in diesem Lied Vergissmeinnicht gemeint:
    ....Blickt nicht herein,
    Blaue Blümelein!
    Ihr macht meinem Schläfer die Träume so schwer.....
    Aus "des Baches Wiegenlied" im Zyklus "Die schöne Müllerin" von Wilhelm Müller /Franz Schubert

    M.B.

  • Auch Veilchen kommen bei Mörike/Wolf vor:
    Frühling läßt sein blaues Band
    Wieder flattern durch die Lüfte;
    Süße, wohlbekannte Düfte
    Streifen ahnungsvoll das Land.
    Veilchen träumen schon,
    Wollen balde kommen.
    - Horch, von fern ein leiser Harfenton!
    Frühling, ja du bist's!
    Dich hab ich vernommen!
    Santoliquido

    M.B.

  • Dieser nette Thread hat den Hobby-Botaniker in mir geweckt und mich angeregt,einmal die musikalische Botanisiertrommel zu leeren und die bisher gesammelten Pflanzen zu bestimmen.
    Wie aus dem Folgenden erkennbar wird , ist das nicht immer ganz leicht.


    musica 5.5.09 Rose Rosa spec. (Rosengewächse)
    Hier ist keine eindeutige Zuordnung zu einer Art möglich,da eine große Zahl an Stammformen in Frage kommen
    Roman 5.5.09 Rose Rosa spec. (Rosengewächse)
    Lilie Madonnenlilie ? Lilium candicum (Liliengewächse)
    Hier meint Heine wohl die weiße Madonnenlilie,auch Dichterlilie genannt
    musicophil 5.5.09 Nachtviole Hesperis matronalis (Kreuzblütengewächse)
    diotima 6.5.09 Christrose Helleborus niger (Hahnenfußgewächse)
    Siegfried 6.5.09 Vergissmeinnicht Myosotis palustris (Raublattgewächse)
    Ziemlich sicher dem Sumpfvergissmeinnicht zuzuordnen,da der Standort typisch ist.Auch im Text kommt ja nochmals - quasi verschlüsselt - "Vergiss mein nicht"
    audiamus 6.5.09 Malve Stockrose ? Alcea rosea (Malvengewächse)
    Aufgrund der herausragenden Größe handelt es sich wohl um diese Pflanze
    Rose Rosa spec.
    Phlox Staudenphlox ? Phlox paniculata (Himmelsleitergewächse)
    Zinnie Gartenzinnie ? Zinnia violacea (Korbblütengewächse)
    Moses KR1 6.5.09 Resede Gartenresede ? Reseda odorata (Resedengewächse)
    Da auf den Duft hingewiesen wird,bin ich sicher ,daß wir diese Art vor uns haben.Die wildwachsende Reseda lutea kommt hier wohl weniger in Frage.
    Frank1970 6.5.09 Heideröslein Daphne cneorum (Seidelbastgewächse) ?
    Große Streitfrage - beim Heideröslein im botanischen Sinne handelt es sich um diesen kleinen Seidelbast.Allerdings sticht das Röslein,was wiederum für eine echte Rose der Gattung Rosa spricht.
    Ines Kluwe 6.5.09 Georgine Gartendahlie ? Dahlia x hortensis (Korbblütengewächse)
    Honoria Locusta 7.5.09 Flieder Gartenflieder ? Syringa vulgaris (Ölbaumgewächse)
    Johannes Roehl 14.1.10 Märzveilchen Viola odorata (Veilchengewächse)
    musica 20.3.10 Lotosblume Indischer Lotos ? Nelumbo nucifera (Lotosblumengewächse)
    Siegfried 20.3.10 Veilchen Raues Veilchen ? Viola hirta (Veilchengewächse)
    Hier könnte es sich tatsächlich um diese Veilchenart handeln,da sie ja mitten auf der Wiese bzw. Schafweide steht.Das Sandveilchen(Viola rupestris),das ähnliche Standorte bevorzugt ist so klein,dass es unsere Schäferin wohl übersehen hätte.Die meisten anderen Veilchen - wie auch das bereits erwähnte Märzveilchen stehen eher am Waldrand oder im Wald und dorthin wäre die Schäferin mit ihrem hübschen Gewand wohl nicht hingegangen.So schlummert der wichtige Herbarbeleg weiterhin am Busen und dort wird man wohl nicht so leicht rankommen.
    santoliquido 21.3.10 Vergissmeinnicht Mysotis palustris (Raublattgewächse)
    Veilchen Märzveilchen ? Viola odorata (Veilchengewächse)
    Hier geht es wohl wieder um das Märzveilchen , auch Duftveilchen genannt,da im Gedicht ja auf die Frühlingsdüfte hingewiesen wird.


    Viele Grüße an die Freunde der scientia amabilis
    Santoliquido

    M.B.

  • Korrektur einer Fehlbestimmung bei Mozarts Veilchen !
    Die Schäferin hat ja das Veilchen nicht gesehen und gepflückt !Dann wars wohl doch das kleine Sandveilchen (Viola rupestris).
    Bitte vielmals um Entschuldigung bei den Wolfgangs (Johann und Amadeus)
    Viele Grüße
    Santoliquido

    M.B.

  • Ein schönes Duett von Mendelssohn



    Maiglöckchen läutet in dem Tal,
    das klingt so hell und fein,
    so kommt zum Reigen allzumal,
    ihr lieben Blümelein!


    Die Blümchen, blau und gelb und weiß
    Sie kommen all herbei,
    Vergißmeinnicht und Ehrenpreis
    und Veilchen sind dabei.


    Maiglöckchen spielt zum Tanz im Nu
    und alle tanzen dann.
    Der Mond sieht ihnen freundlich zu,
    hat seine Freude dran.


    Den Junker Reif verdroß das sehr,
    Er kommt ins Tal hinein;
    Maiglöckchen spielt zum Tanz nicht mehr.
    Fort sind die Blümelein.


    Doch kaum der Rief das Tal verläßt,
    da rufet wieder schnell
    Maiglöckchen auf zum Frühlingsfest
    und leuchtet doppelt hell.


    Nun hält's auch mich nicht mehr zu Haus
    Maiglöckchen ruft auch mich.
    Die Blümchen gehn zum Tanze aus,
    zum Tanzen geh auch ich!