Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen

  • Wie ich es auch damals abstoßend fand, dass ausgerechnet aus diesem maßlos teuren (und hässlichen!) neuen ZDF-Nachrichtenstudio zur Hatz auf den "Protzbischof" geblasen wurde.

    Lieber Johannes Schlüter,


    volle Zustimmung, nur zur ganzen Wahrheit gehört auch, daß es liebe Amtsbrüder in Christo waren, die dem Fernsehen und den Medien, voran dem SPIEGEL, die Munition dazu frei Haus geliefert haben! Ich nenne nur die Namen Ackermann (Trier), Genn (Münster), Lehmann (Mainz) und Marx (München), die ihren Bischofskollegen mit allen Mitteln, erlaubten und unerlaubten, aus dem Amt gemobbt haben. Denn der vertrat klare katholische Positionen, die den vorgenannten Herren, die stets dem Zeitgeist hinterliefen und laufen, um ihn möglichst noch links zu überholen, ein Dorn im Auge waren. Insbesondere der letztgenannte, Reinhard Marx, war ganz besonders dazu prädestiniert, seinen Amtsbruder zur Ordnung zu rufen, weil er seinen Amtssitz in München im Jahr 2009 für rund 9 Millionen Euro restaurieren ließ. Die Kosten wurden mehrheitlich vom Freistaat Bayern, also vom Steuerzahler, übernommen:D. Meine Oma sagte schon immer: Aus anderer Leute Leder kann man gut Riemen schneiden.


    Hohe Verdienste hat sich auch der Frankfurter Stadtdekan, in Personalunion Domkapitular in Limburg, Johannes von und zu Eltz (nicht verwandt mit dem Bischof, aber neidisch auf sein Amt) im Kampf gegen seinen Bischof erworben. Soviel zu diesem Thema.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • absurde Vergleiche der Ereignisse der Kölner Silvesternacht mit angeblicher massenhafter sexueller Belästigung von Frauen auf dem Oktoberfest in München

    Man muß sich in Erinnerung rufen, daß die "Ereignisse der Kölner Silvesternacht" (2015/16) volle drei Tage von ARD und ZDF totgeschwiegen wurden, bis der öffentliche Druck zu groß wurde! Man stelle sich einmal vor, es wären statt "refugies" damals rechtsradikale Krawallmacher gewesen, die sich auf der Domplatte in dieser Form ausgetobt hätten! Die Sondermeldungen im TV hätten sich überschlagen, der ARD-Brennpunkt wäre zum Brenn-Ausrufungszeichen mutiert, Forderungen nach Ausrufung des nationalen Notstands und der Einsatz von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen wären lauthals erhoben worden. Nicht auszuschließen, daß einige Übereifrige sogar an den NATO-Bündnisfall gedacht hätten, weil ja nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa von rechtem, neonazistischen Mob bedroht und sämtliche "westlichen Werte" sich in akuter Gefahr befunden hätten.

    zum islamistischen Terror wie Bataclan oder Breitscheidplatz, zur Fridays for Future-Welle und ihrer Heiligen Greta, zur Corona-Politik und natürlich immer weiter zur Energiewende ... andere Sichtweisen als die des linken und grünen Milieus kommen zu selten zur Sprache

    man kann sagen, so gut wie gar nicht, oder sie werden ganz schnell unter den Teppich gekehrt, wie auch die unerhörten Vorgänge auf der Kölner Domplatte, von denen schon lange kein Ton mehr zu hören ist. Was nicht sein darf, das ist auch nicht.

    abstoßend bis zum Bedürfnis, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen!!!!

    Aus dem Fenster geschmissen habe ich ihn noch nicht, aber ich schaue mir seit Jahren nur noch Natursendungen u.ä. an. Wenigstens die sind noch frei von links-grün gestrickter Propaganda.

    Die Privaten kann ich mir gar nicht antun, die sind tatsächlich noch schrecklicher als der ÖR.

    ..... was nicht viel besagen will!


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Man muß sich in Erinnerung rufen, daß die "Ereignisse der Kölner Silvesternacht" (2015/16) volle drei Tage von ARD und ZDF totgeschwiegen wurden, bis der öffentliche Druck zu groß wurde! Man stelle sich einmal vor, es wären statt "refugies" damals rechtsradikale Krawallmacher gewesen, die sich auf der Domplatte in dieser Form ausgetobt hätten! Die Sondermeldungen im TV hätten sich überschlagen, der ARD-Brennpunkt wäre zum Brenn-Ausrufungszeichen mutiert, Forderungen nach Ausrufung des nationalen Notstands und der Einsatz von parlamentarischen Untersuchungsausschüssen wären lauthals erhoben worden. Nicht auszuschließen, daß einige Übereifrige sogar an den NATO-Bündnisfall gedacht hätten, weil ja nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa von linkem, neonazistischen Mob bedroht und sämtliche "westlichen Werte" sich in akuter Gefahr befunden hätten.

    man kann sagen, so gut wie gar nicht, oder sie werden ganz schnell unter den Teppich gekehrt, wie auch die unerhörten Vorgänge auf der Kölner Domplatte, von denen schon lange kein Ton mehr zu hören ist. Was nicht sein darf, das ist auch nicht.

    Ja, der Umgang mit diesem Ereignis war für die Medien schandhaft. Noch drei Jahre vorher war wochenlang der FDP-Politiker Rainer Brüderle quer durch sämtliche Medien geteert und gefedert worden ... ähhh ... wofür? ... ach, ja, dass er einer Journalistin gesagt habe, sie fülle ihr Dirndl oberweitenmäßig gut aus. Sicher, peinlich sowas. Man(n) sagt so etwas einfach nicht zu einer Frau, mit der man kein intimes Verhältnis pflegt oder sich nicht wenigstens in klar erkennbarer Anbahnungsphase zu selbigem befindet.

    Aber, dass dann, nachdem der Fall Brüderle so hochgezogen wurde, als ob er ein Vergewaltiger gewesen sei, sexuelle Massenübergriffe auf eng begrenztem Raum in einem eng umgrenzten Zeitraum von denselben "Schreib- und Berichterstattungskräften", die bei Brüderle noch Daueralarm gegeben haben, nun beschwiegen wurde ... das vergesse ich persönlich unserer Medienlandschaft bis heute nicht! Ich muss immer wieder an die Tage der Zögerlichkeit und des versuchten Wegredens zurückdenken. Ich war damals ehrlich zweifach schockiert: über die Untaten selbst, dieses in dieser Form singuläre Ereignis. Und über die Art des Umgangs damit vonseiten der Medien. Die reden bzw. berichten mit gespaltener Zunge und nach Doppelstandards, das war meine damalige klare Erkenntnis. Mein Verhältnis zum ÖRR war bereits durch die Art und Weise der Flüchtlingsberichterstattung während des Gesamtjahres 2015 angeschlagen und der Umgang mit dem Kölner Silvester-Massenübergriff hat den Knacks erheblich vertieft. Gerade, weil es kein Einzelphänomen einer Sendung oder eines Moderators/Journalisten war, sondern weil es ein Vorgang von umfassender Tragweite in der gesamten Medienlandschaft war. Mithin ein Systemversagen.


    Grüße

    Garaguly

  • Bei Länderspielen schalte ich immer so 2 Minuten nach Anstoß ein, dann entgeht mir das Knien, Sackhüpfen oder sonstige Zeichensetz-Gedöns.

    ^^ Genial formuliert.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Der nächste Skandal erreicht den ÖRR:

    MDR-Landesfunkhausdirektorin tritt zurück


    https://www.fr.de/panorama/mdr…-zurueck-zr-91749206.html



    Die dunklen Abseiten des netten NDR:


    https://www.t-online.de/region…klarer-berater-rolle.html

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

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  • diesem maßlos teuren (und hässlichen!) neuen ZDF-Nachrichtenstudio

    Auch dazu ein Wort: Teuer und häßlich gilt durch die Bank für sämtliche Nachrichtenstudios der ÖRR. Von den privaten gar nicht zu reden.

    Wie gesagt, ich schaue mir seit Jahren keine Nachrichtensendungen im TV an, aber hin und wieder gerät man beim Um- oder Einschalten in eine solche Sendung. Von dem abstoßenden Design einmal abgesehen, sind diese Sendungen schon allein durch das Auftreten der Sprecher und Redakteure ein Graus. Dieses ständige Herumlaufen im Studio erinnert mich an Unterhaltungssendungen und nimmt (für mich) dem Gesprochenen noch den letzten Rest von Seriosität. Mich interessieren nicht die neuen Stöckelschuhe von Frau Slomka oder die Beine von Frau Miosga, sondern ich möchte ganz einfach informiert werden. Aber der Inhalt der Nachrichtensendungen entspricht in aller Regel der Verpackung: oberflächlich, und statt Information Desinformation. Das brauche ich nicht, klicke stattdessen im Internet Schlagzeilen an, die mein Interesse wecken und lese dann, soweit es für mich relevant ist.

    Mein Verhältnis zum ÖRR war bereits durch die Art und Weise der Flüchtlingsberichterstattung während des Gesamtjahres 2015 angeschlagen und der Umgang mit dem Kölner Silvester-Massenübergriff hat den Knacks erheblich vertieft.

    Mir hat es endgültig den Rest gegeben, denn

    Die Vorgänge beim NDR lassen die Rufe "Lügenpresse" der rechten Demonstranten plötzlich gar nicht so skandalös erscheinen.

    .... was gleichermaßen für die gesamte ARD und das ZDF gilt.

    Dasselbe gilt für das Gender-Gaga, das auch der ÖRR heftig propagandiert

    Wenn "gegendert" wird, denke ich stets an den Ausspruch von Max Liebermann, als 1933 nach Hitlers Ernennung die Nazis durch das Brandenburger Tor zogen: Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Aber der Inhalt der Nachrichtensendungen entspricht in aller Regel der Verpackung: oberflächlich, und statt Information Desinformation. Das brauche ich nicht, klicke stattdessen im Internet Schlagzeilen an, die mein Interesse wecken und lese dann, soweit es für mich relevant ist.

    Und Du glaubst wirklich, dass das, was Du im Internet durch klicken auf Schlagzeilen bekommst, weniger oberflächlich, mehr informativ und weniger desinformativ ist? - Wow!

    mfG Michael


    Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs, eine Behauptung noch kein Argument und ein Argument noch kein Beweis.

  • Und beim BR nutzt man zwei Dienstwagen.
    Ist doch alles Schick beim Öffentlichen Rundfunk.
    Weiß gar nicht, warum man sich so aufregt. Ist doch für viele der ÖR das einzig Wahre. Die dürfen dass. Stellt euch nicht so an!;)

    Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie. Wem meine Musik sich verständlich macht, der muß frei werden von all dem Elend, womit sich die anderen schleppen.

    Ludwig van Beethoven


    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Und beim BR nutzt man zwei Dienstwagen.
    Ist doch alles Schick beim Öffentlichen Rundfunk.
    Weiß gar nicht, warum man sich so aufregt. Ist doch für viele der ÖR das einzig Wahre. Die dürfen dass. Stellt euch nicht so an!

    Ich finde, man muss hier zwei Ebenen voneinander trennen - die materiellen Fragen, die Gier usw. Was ist berechtigt und was nicht, auch die Sozialneidfragen darf man da gerne mit in die Betrachtung einbeziehen.


    Die andere Ebene ist die der politischen Schlagseite des ÖRR. Für mich persönlich hat das das größere Gewicht.


    Filz und Gier sind keine Alleinstellungsmerkmale des ÖRR. Ich denke an roten SPD-Filz, der so sprichwörtlich geworden ist über Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte, ich denke an Kohls "schwarze Kassen" und an die CSU-Amigo-Affäre, an Bonusmeilen-Affären und immer wieder und überall ging es um Dienstwagen, Dienstwagen, Dienstwagen oder um falsch abgerechnete Spesen etc. etc. etc. - - - nicht, dass ich das gut fände - beileibe nicht. Und erst in der Wirtschaft!!! Was geht da nicht alles ab: von der Flick-Affäre bis zu VW/Audis-Abgas-Betrugs-Software.

    Die Massagesitze in Patricia Schlesingers Luxus-Audi als Phänomen des ÖRR hinzustellen, ginge kilometerweit an der Sache vorbei.


    Das mich aufregende ÖRR-Problem sitzt woanders. Ich nannte es oben.


    Grüße

    Garaguly

  • Nüsslein-Volhards Ansage an die Gender-Verwirrten ist mehr als notwendig. Es müssten mehr Leute ihres Kalibers den Mund aufmachen.

    Mit Verlaub: Nicht zufällig äußert sie sich bei BILD. Auch eine Nobelpreisträgerin kann vermeintliche Gemeinplätze reproduzieren und Opfer ihrer Vorurteile sein. Wirklich kompetente Evolutionsbiologen sind da ganz anderer Meinung in dieser Frage. Es gibt keine eindeutige genetische Determination des Geschlechts bei Säugetieren - auch nicht durch das X oder Y-Chromosom.


    Schöne Grüße

    Holger

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  • Mit Verlaub: Nicht zufällig äußert sie sich bei BILD. Auch eine Nobelpreisträgerin kann vermeintliche Gemeinplätze reproduzieren und Opfer ihrer Vorurteile sein. Wirklich kompetente Evolutionsbiologen sind da ganz anderer Meinung in dieser Frage. Es gibt keine eindeutige genetische Determination des Geschlechts bei Säugetieren - auch nicht durch das X oder Y-Chromosom.


    Schöne Grüße

    Holger

    Mangels eigener biologischer Expertise kann ich aus Eigenem nichts dazu sagen, aber ich gehe davon aus, dass sie weiß, was sie sagt und nicht blind drauflos plappert und Opfer angeblicher eigener Vorurteile würde. Vielleicht sind ja auch die kompetenten Evolutionsbiologen, von denen du sprichst, auf dem falschen Dampfer. Und das mit der BILD, nun ja, wer weiß, wo man mit der Position Nüsslein--Volhards noch Raum bekommt. Und reichweitenstark ist die BILD ja nun mal. Da spielt das Horn, in das man stößt, vielleicht nicht mehr die zentrale Rolle - Hauptsache, es wird überhaupt noch verbreitet.

    Auch Springer scheint ja nach letzten Volten Matthias Döpfners kein Refugium der Anti-Genderisten mehr zu sein. Ich dachte schon daran, dass dieses Interview mit Nüsslein-Volhard Teil einer Springer-internen Auseinandersetzung ist. Wäre interessant zu erfahren, wie das Interview zustande kam. Wer kam auf wen zu und so weiter.


    Grüße

    Garaguly

  • Mir persönlich ist es einerlei, wo Nüsslein-Volhard dies äußerte. Ab sofort kann man sich auf eine Nobelpreisträgerin berufen, dass es biologisch eben nur zwei Geschlechter gibt. Diese Dame hat mehr Expertise als der "Queer-Beauftragte" der Bundesregierung. Das ist das Entscheidende. Danke, Frau Professor!

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Mangels eigener biologischer Expertise kann ich aus Eigenem nichts dazu sagen, aber ich gehe davon aus, dass sie weiß, was sie sagt und nicht blind drauflos plappert und Opfer angeblicher eigener Vorurteile würde. Vielleicht sind ja auch die kompetenten Evolutionsbiologen, von denen du sprichst, auf dem falschen Dampfer. Und das mit der BILD, nun ja, wer weiß, wo man mit der Position Nüsslein--Volhards noch Raum bekommt. Und reichweitenstark ist die BILD ja nun mal. Da spielt das Horn, in das man stößt, vielleicht nicht mehr die zentrale Rolle - Hauptsache, es wird überhaupt noch verbreitet.

    Auch Springer scheint ja nach letzten Volten Matthias Döpfners kein Refugium der Anti-Genderisten mehr zu sein. Ich dachte schon daran, dass dieses Interview mit Nüsslein-Volhard Teil einer Springer-internen Auseinandersetzung ist. Wäre interessant zu erfahren, wie das Interview zustande kam. Wer kam auf wen zu und so weiter.

    Lieber Garaguly,


    natürlich ist es absolut skandalös, dass eine Universität Vorträge absagt, nur weil sie eine unpopuläre Meinung vertreten. Das ist eine Art Zensur, die inakzeptabel ist und dem Prinzip der Wissenschaftsfreiheit wiederspricht. Nur macht eine Wissenschaftlerin keine gute Figur, wenn er sich in einen Diskurs einmischt, der kein wissenschaftler, also "populärwissenschaftlich" ist, und dann Klischees bedient aus dem außerwissenschaftlichen Bereich. Wenn Menschen Probleme damit haben, ihr Geschlecht zu definieren, dann sollte das ein Wissenschaftler erst einmal akzeptieren. Wie man in der Biologie das Geschlecht definiert, muss damit wenig zu tun haben. Es ist einfach absurd und auch anmaßend, wenn sich ein Mensch in seiner Haut nicht wohlfühlt, ihm quasi moralisch vorzuschreiben, er müsse das aber tun, nur weil das irgendeiner biologischen Definition von Geschlecht entspräche mit dem unguten impliziten Nebengedanken, dass man ihn dann als Kranken abstempelt und nicht Ernst nimmt. Die Zeiten sind ja auch noch nicht so lange her, dass man Homosexualität als Krankheit angesehen und "therapiert" hat. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Biologen - auch prominente - zu einer vereinfachenden mechanistischen Denkweise neigen. Die Hypothek des Darwinismus. Die eigentliche biologische Diskussion über solche Themen findet in der Öffentlichkeit gar nicht statt. Zur Genetik kommen eben noch andere Faktoren dazu, die in der Entwicklung die Ausprägung eines Geschlechts mit bestimmen. An solchen Diskussionen hat aber die Öffentlichkeit gar kein Interesse. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Ich dachte immer das Tamino Forum ist ein seriöse Forum. Aber dieses Bashing geht gar nicht.

    Nun, Bashing ist undifferenziertes Schimpfen ohne Argumente. Diese werden hier durchaus geliefert. Aber so ist es vielleicht: Was von der einen Seite wie Bashing aussieht, wirkt von der anderen Seite wie das Stockholm-Syndrom…

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



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  • Ich dachte immer das Tamino Forum ist ein seriöse Forum. Aber dieses Bashing geht gar nicht.

    Lieber Rodolfo,

    die Zeiten ändern sich. Klassik war gestern.

    In den Aufreger-Threads über Winnetou, die ÖRR und die Globalisierung wurden in den letzten sieben Tagen 101 Beiträge gepostet, das sind ca. 24% aller 439 Beiträge in diesem Forum in diesem Zeitraum. Vorher war Covid mal sehr aktuell, da hat man sich inzwischen dran gewählt, dann kam die Ukraine - die verlor auch bald das Interesse, jetzt sind es Winnetou und Genderfragen.

    Du siehst, das alles bewegt mehr als Klassik, die inzwischen am Rande ein Schattendasein fristet.

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Du siehst, das alles bewegt mehr als Klassik, die inzwischen am Rande ein Schattendasein fristet.

    Da brauchen wir uns über den wirklichen Niedergang der Kultur ja keine Sorgen mehr zu machen. Wenn sie keinen mehr interessiert, dann auch ihr Verschwinden nicht ...


    Sehr traurig!

  • Du siehst, das alles bewegt mehr als Klassik, die inzwischen am Rande ein Schattendasein fristet.

    Also, ich höre mehrere Stunden täglich klassische Musik. Von Schattendasein kann da keine Rede sein.


    Aber ich gebe natürlich meine übrigen Interessen nicht ab, wenn ich Musik höre. Die Dinge, um die es hier geht, beschäftigen eine größere Anzahl von Foristen offensichtlich sehr intensiv. Und dieser Thread hier ist eigens für dieses Thema gegründet worden, um nicht irgendwelche Musik-Threads zu zerschießen mit politischen Diskussionen.


    Was es daran nun zu mäkeln. gibt, dass diese Themen in gesonderten Threads behandelt werden, ist mir schleierhaft.


    Grüße

    Garaguly

  • Was es daran nun zu mäkeln. gibt, dass diese Themen in gesonderten Threads behandelt werden, ist mir schleierhaft.

    Lieber Garaguly ich verstehe das nicht als Mäkeln, sondern einfach als simple Feststellung. Dass man sich politisch interessiert, ist nur natürlich und wünschenwert.


    Hier werden aber die Beiträge im Forum gezählt , die sich mit dem eigentlichen Thema (klassische Musik) beschäftigen und die mit Allotria ... das Ergebnis finde ich an sich schon interessant, weil es anzeigt, worüber man meint, sich im Forum austauschen zu müssen ...

  • das alles bewegt mehr als Klassik, die inzwischen am Rande ein Schattendasein fristet.

    Lieber Orfeo, leider verfüge ich nicht über die Eigenschaft, meine Schotten dicht zu machen und die Wirklichkeit um mich her auszublenden, stattdessen aber Sinfonie, Klaviersonaten und Opern zu hören. Das halte ich sogar für gefährlich. Gerade die Deutschen haben damit ja so ihre Erfahrungen machen müssen. Auch eine Klassikforum ist für mich kein Elfenbeintum, in dem man sich vor der bösen Umwelt in Sicherheit wiegen kann. Wenn es ernst wird, dann bringt einem Musik auch nicht weiter, so meine Erfahrung. Ich glaube nicht daran, dass Kunst vor Bedrohungen schützt. Ich finde auch, dass die aktuellen Krisen alles andere an den Rand drängen. Wie kann man dem entkommen? Ich würde auch lieber in aller Ruhe und Besinnlichkeit meine ganz persönlichen Loewe- und Weber-Betrachtungen fortsetzen statt über Energierechnungen, Krieg, den im Versagen begriffenen ÖRR oder die verseuchte Umwelt nachzugrübeln. Der Stapel ungelesener Bücher wir immer größer. :(

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

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  • Sind denn Beiträge, die sich darüber aufregen, dass es Beiträge gibt zu Themen, die mich nicht interessieren, notwendig?


    Davon abgesehen: Kulturdiskussionen sind nun mal oft politisch - von der Frage, warum Notre Dame brannte und wie sie wiederaufgebaut wird bis zur Diskussion, ob es in der Amazon-Serie „Rings of Power“ farbige oder amazonenhafte Elfen geben sollte. Und ob auf Klassiksendern nur noch einzelne Sätze gegeben werden dürfen. Also verstehe ich die Aufregung nicht ganz.

    "...man darf also gespannt sein, ob eines Tages das Selbstmordattentat eines fanatischen Bruckner-Hörers seinem Wirken ein Ende setzen wird."



  • Sind denn Beiträge, die sich darüber aufregen, dass es Beiträge gibt zu Themen, die mich nicht interessieren, notwendig?

    Ich rege mich nicht auf. Ich denke, dass man das erkennen kann. Ich stelle einfach fest. Für mich sind allerdings viele Beiträge in diesen offensichtlich "notwendigen" Threads nach Art und Inhalt kaum diskutabel... Leider.

  • Rheingolds Beitrag spricht mir aus dem Herzen! Ich kann nicht verstehen, dass bei Tamino über einen xbeliebigen Komponisten und seine irgendetwas Kompositionen diskutiert wird, während ringsherum die Welt brennt.

    Die Pandemie ist längst nicht vorbei, die Klimakrise führt uns jeden Tag vor, was wir alle zu verantworten haben, und der kleine Zampano aus Moskau bringt alle Welt an den Rand des Abgrunds.

    Dabei muss man auch noch nach dem fernen Osten schauen oder in die Arktis: China greift immer unverhohlener nach der Weltbeherrschung, Russland okkupiert Gebiete in der Pol-Region, wo gewaltige Rohstoffe vermutet werden.

    Und in den USA ist der irre Trump weiter auf dem Vormarsch und wird, wenn mich nicht alles täuscht, 2024 wieder antreten und dank der ebenso irren Bevölkerung auch gewinnen. Irre Bevölkerung deshalb, weil sie mit der Bibel in der Hand oder irgendwelchen Bibelzitaten im Mund gleichzeitig mit Schnellfeuerwaffen um sich ballern.

    Bei so einer Weltlage geht mir jedes Verständnis über die heile Welt, die man hier produziert, ab. Ich habe mein Leben gelebt, aber meine Enkel müssen alles ausbaden, was meine, unsere, Generation versaubeutelt hat!

    .


    MUSIKWANDERER

  • Ich kann nicht verstehen, dass bei Tamino über einen xbeliebigen Komponisten und seine irgendetwas Kompositionen diskutiert wird, während ringsherum die Welt brennt.

    Das ist das Ding mit der Kultur :). Darf ich an dieser Stelle Werbung für meinen Beitrag in Die Klaviersonate in der individuellen Musikrezeption machen .... ;) Der Komponist Hartmenn scheint da gerade die Frage zu beantworten ...



    Die Pandemie ist längst nicht vorbei, die Klimakrise führt uns jeden Tag vor, was wir alle zu verantworten haben, und der kleine Zampano aus Moskau bringt alle Welt an den Rand des Abgrunds.

    Dabei muss man auch noch nach dem fernen Osten schauen oder in die Arktis: China greift immer unverhohlener nach der Weltbeherrschung, Russland okkupiert Gebiete in der Pol-Region, wo gewaltige Rohstoffe vermutet werden.


    Alles brisante und wichtige und auch diskussionswürdige Fragen. Meine volle Zustimmung!


    Aber, gehört das nicht in ein Forum zu Politik? Und wenn man es trotzdem hier diskutieren möchte, sollte man in einem Kulturforum nicht ein Niveau erreichen, was über der Empörungs"kultur" einer Zeitschrift liegt, die seit 70 Jahren den Bürger täglich mit Nacktbildchen und Skandalen versucht durch tägliche Dauerempörung vom wirklichen politschen Denken abzulenken.


    Der Dienstwagenblödsinn ist so alt, wie ich selbst bin. Im öffentlichen Dienst ist das exakt geregelt, wer einen oder zwei Dienstwagen hat oder wem Chauffeure zur Verfügung gestellt sind und für welche Gelegenheiten dir genutzt werden dürfen. In den Ministerien sowieso und überall sonst über Vergleiche. Dass das eventuell alles überholter Blödsinn ist, muss auf einem anderen Level diskutiert werden, als dem, was irgendeine Intendantin sich geleistet hat (was man ja offensichtlich nicht einmal korrekt beurteilen kann!)


    Winnetou hin oder her, aber die deutsch-jugoslawischen Karl May Filme aus den Sechzigern gehören in meinen Augen nicht zur schützenwerten Kultur, wenn ich mich nicht sehr irre :). Das ist Filmschrott von damals, an den der eine oder andere vielleicht eine liebevolle Erinnerung knüpft. Ich habe den Eindruck, dass jede Generation gerne ihren eigenen Schrott mag und dem ÖRR unter Sechzig da einfach das Publikum wegbricht. Wer schaut sich heute noch den Käse mit Peter Kraus und seinen Paukern an...? Wenn man Kultur schützen möchte. müsste auch hier die Diskussion auf einem anderen Level geführt werden.


    Alles andere ist einfach Empörung, was dann schnell zum gegenseitigen Ankotzen und Anschreien wird, beides Entäußerungen, die in keinem Thread eines Kulturforums Platz haben sollten.


    my two cents.

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  • Wie man in der Biologie das Geschlecht definiert, muss damit wenig zu tun haben.

    Ja eben!. Soziologen und Biologen definieren "Geschlecht" nun ja von unterschiedlichen Blickpunkten aus. Einmal als biologisches Geschlecht und einmal als soziales Geschlecht. Ich denke, dass die Biologen gar kein Problem damit haben, dass es eine Art von sozialer Geschlechtsdefinition gibt. Ich habe nur den Eindruck, dass die soziologisch motivierte Denkweise aber leider nach einer totalitären Ausschließlichkeit strebt und Biologen, die auf die biologische Geschlechtsdefinition verweisen, gerne mundtot machen möchte. Bei einigen so heftig befeindeten Beiträgen aus den Reihen der Biologen handelt es sich nicht um Übergriffe ins Feld der Soziologen. Alleine Nüsslein-Volhard lässt den nicht-biologischen Geschlechtsbegriff ja im Raum stehen. Sie verwahrt sich nur gegen Anmaßungen und Übergriffe auf biologisches Gebiet aus völlig unberufenen Mündern wie dem des Herrn Sven Lehmann von den Grünen.


    Die Fronten sind in dieser Frage deswegen so verhärtet, weil nicht wenige Vertreter der Queer-Szene totalitär und hasserfüllt auftreten und weil eine Mehrheit gezwungen werden soll, sich Sprachzwängen und Denk-"Logiken" zu unterwerfen, die ins Absurde hineinragen, weil jeder, der da nicht mitzieht verteufelt und angeprangert wird als rechter Gottseibeiuns.


    Viele Leute haben einfach kein Interesse daran, sich Vorstellungen einer kleinen Minderheit anzupassen - und je heftiger die einen Anpassung verlangen desto heftiger fällt von anderer Seite die Ablehnung aus.


    Grüße

    Garaguly

  • Winnetou hin oder her, aber die deutsch-jugoslawischen Karl May Filme aus den Sechzigern gehören in meinen Augen nicht zur schützenwerten Kultur, wenn ich mich nicht sehr irre :) . D

    Du irrst Dich sogar gewaltig, lieber astewes!:yes:

    >>So it is written, and so it shall be done.<<

  • Wer schaut sich heute noch den Käse mit Peter Kraus und seinen Paukern an...?

    Ich!!!:hahahaha: Diese Filme sind ein kultur- und gesellschaftsgeschichtlich wichtiger Einblick in die westdeutsche Mentalität der späten 1960er und frühen 1970er Jahre (Der mit den Pauker-Filmen war aber Hansi Kraus. Peter Kraus hat ja allerdings auch Filme gedreht). Man sieht heute oft nur die Ikonen (im Guten wie im Schlechten) jener Jahre. Aber abseits dieser Ikonen - da zeigt sich das andere Westdeutschland jener Zeit.

    Diese Filmchen sind natürlich in gewisser Weise unerträglich, aber andererseits sind sie auch faszinierend.


    Gut! Mag sein, dass ich da allein auf weiter Flur stehe. 8o

    Aber ich halte sie sogar für etwas Bewahrenswertes. Das Westdeutschland dieser Zeit verkörpert sich eben in Filmen Rainer Werner Fassbinders und in den Pauker-Filmen. Und wenn man beides nebeneinanderstellt, dann sieht man erst wie eine Gesellschaft mental wirklich aufgestellt war.


    Dasselbe gilt natürlich im Grunde für das Filmschaffen jeder Epoche.


    Grüße

    Garaguly

  • Hach, die Pauker-Filme mit Hansi Kraus ... Wirklich schwer erträglich aus heutiger Sicht. Als Kind mochte ich sie trotzdem. Ich pflichte bei, sie geben den westdeutschen Zeitgeist um 1970 sehr gut wieder. Gut gealtert sind sie indes nicht. Ich frage mich, ob das nicht auch schon seinerzeit wem auffiel, wie furchtbar das teils ist. Interessant auch die letzten Spielfilme mit dem von mir geliebten Heinz Erhardt, die auch versuchten, auf dieser merkwürdigen Welle des damaligen Zeitgeistes mitzuschwimmen und qualitativ sicher seine schwächsten sind, auch wenn allein seine Mitwirkung sie dann doch noch irgendwie sehenswert macht.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Diese Filmchen sind natürlich in gewisser Weise unerträglich, aber andererseits sind sie auch faszinierend.

    Da stimme ich Dir in gewisser Weise zu. Der rein dokumentarische Aspekt ist natürlich wertvoll und macht die Werke an sich erhaltenswert. Aber von dort ist es noch ein weiter Weg, Geld für Lizenzen für den ÖRR auszugeben.


    Sorry für den Fehler mit Hansi Kraus. Wirklich seeeeeehr lange nicht mehr geschaut. Ich glaube aber, Peter Kraus hat hier auch um diese Zeit dokumentarisch Wertvolles hinterlassen...:)



    Aber ich halte sie sogar für etwas Bewahrenswertes. Das Westdeutschland dieser Zeit verkörpert sich eben in Filmen Rainer Werner Fassbinders und in den Pauker-Filmen. Und wenn man beides nebeneinanderstellt, dann sieht man erst wie eine Gesellschaft mental wirklich aufgestellt war.

    Volle Zustimmung! Das ist aber etwas völlig anderes, als die zum Teil von mir beim Lesen einiger Beiträge so empfundene Sentimentalität, dass etwas, was mir damals vielleicht gefallen hat, heute nicht mehr so leicht zur Vefügung steht. Dazu muss man bedenken, dass diese ganze Karl-May-Filmografie als DVD sicher noch zu erhalten ist und wahrscheinlich auch in den einschlägigen Kanälen gestreamt werden kann ... Die Generation nach uns wird irgendwann mit denselben Problemen kämpfen müssen, dass ihr Kram (den ich jetzt wirklich nicht mehr kenne) durch Nachrutschendes, was sicher viel schlechter ist, verdrängt wird ....


    Natürlich sind die Grenzen immer etwas verschwommen, aber ich halte die Klaviersonate von Hartmann (nochmal Werbung :)) für etwas zu Schützendes. Sie kommt von einem Komponisten, der völlig ohne äußere Empörung einen absolut unmenschlichen Zustand brandmarkt, der ihm offensichtlich schon lange auf der Seele lag. Das ist große Kunst, weil es eben auch heute noch Gültigkeit hat und nicht nur als Zeitdokument für die "schlimmen Zeiten" damals steht.

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  • Reinhard

    Hat den Titel des Themas von „Finanzierung der öffentlich Rechtlichen“ zu „Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen“ geändert.