Einmal und nie wieder...

  • Nie wieder Sinfonien von Mozart und Nie wieder seine Nachtmusik!
    Es sei denn, ich würde eines Tages auf eine Aufnahme eines Werkes
    treffen, die mir das Gegenteil beweisen würde.


    Drum: Geschmäcker sind verschieden und Mozarts Sinfonien zergehn auf meiner Zunge wie Salzsäure...Also ließ ichs bisher!


    Gäbe es allerdings eine Sinfonie des in den Himmel gelobten Komponisten,
    die irgendwie nicht in dieser typischen Berechenbarkeit daherkämen,
    so bitte ich mir den Namen einer solchen mir zu übermitteln.


    :angel:


    Jan

  • Zitat

    Original von jaaan
    Mozarts Sinfonien zergehn auf meiner Zunge wie Salzsäure...


    wenn salzsäure auf deine zunge käme, würde eher deine zunge zergehen. :D


    gefallen dir mozarts andere werke (opern, geistliches, kammermusik, etc.) auch nicht?


    greetings, uhlmann

  • Hallo Jan,


    nun ich ziehe Haydn-Symphonien den Mozartschen vor, persönlicher Geschmack eben. Daß Mozarts Symphonien allesamt berechenbar sind, ist so nicht haltbar.


    Die (vom Anfangsthema so totgenudelte) 40. Symphonie ist mir vielleicht doch noch die liebste. Extremer in der emotionalen Spannweite und "Expressivität" ging zu der Zeit nicht - Mozart bietet hier das Maximum. Zumal die Symphonie auch noch ganz auf das dramatische Finale zugeschnitten ist.


    :hello:

  • Zitat

    Ich habe mir kürzlich die Beethoven-CD "des größten Pianisten unserer Zeit", so die Presse, angehört, besser gesagt, erlitten.
    Ein Hoch auf Schnabel, Brendel, Andsnes, Aimard.


    Heldenbariton


    Wer soll denn das sein? Lang Laaang?

  • Das ist unfair der seriösenPresse gegenüber, lieber Heldenbariton, wenn Du ein paar schwarze Schafe selbiger zitierst :P


    Letztens gab es einen wundervollen Artikel über Lang Langs Beethoven-Ambitionen.


    Conclusio des Verfassers: Lang Lang solle sich ein wenig zurückziehen, die Musik noch mal mit den Großen ihres Fachs anhören, viel nachdenken und dann wiederkommen".


    Hätte vor Lachen fast meinen Cappucino ausgespuckt (und vor neckischer Schadenfreude.... :beatnik: )


    :hello:


  • Lieber Jan,


    Geschmäcker sind verschieden, das ist geschenkt. Deine Ausführungen gehen aber weit darüber hinaus. Du klingst, als wärst Du im Hinblick auf Mozarts Sinfonien und Serenaden eines der beklagenswerten Opfer unseres Zeitalters der technischen Reproduzierbarkeit. Vermutlich ist Dir durch das übermäßige (oberflächliche) Hören dieser Werke der Sinn für ihre Schönheiten und ihr meisterhaftes Umgehen mit der Form verloren gegangen. Ich meine, Du müsstest also vielleicht zunächst einmal ganz neu zu hören lernen. Versuche es doch mal unter Hinzuziehung der jeweiligen Partitur. Gerade weil Du von typischer Berechenbarkeit sprichst, könnte Deine Freude an der Musik über ein tieferes Verständnis von ihr und den ihr zugrundeliegenden Strukturprinzipien der Wiener Klassik wieder zunehmen. Natürlich ist die Musik der Wiener Klassik in einem gewissen Sinne berechenbarer als Vieles der zeitgenössischen Musik. Das ist aber kein Mangel, sondern folgt aus gewissen Prinzipien (z. B. Sonatenhauptsatz, Periodisierungen, Tonarten etc.). Die Musik ist auf diesem Wege "klassisch" geworden. Wenn Du mit Deinem Einwand der Berechenbarkeit aber gar andeuten wolltest, dass Du über all dies ja hinaus seist und die Musik Mozarts Dich tatsächlich langweile, weil Du den weiteren Verlauf bzw. die Entwicklung ihrer Sätze und die Verarbeitung ihrer Themen stets vorhersagen kannst, so würde ich Dir das schlicht nicht glauben. Dann hätte ich viele Fragen an Dich. Z. B. warum Mozart bestimmte Stellen vor allem in seinen späten Sinfonien genau so komponiert hat, zwingend so komponieren musste und nicht doch ein wenig anders etc.


    Loge

  • Zitat

    Original von Wulf
    Lieber Siegfried,


    was man an Enscus "Rumänischer Rhapsodie" bemängeln kann, ist die Tatsache, daß daß was, er v.a. in der 1. einbaut, eher wie so eine Art "universelle Volksmelodie" klingt, da ist kaum spezifische Rumönisches dabei.


    :hello:


    Hallo Wulf,
    ich weiß nicht, ob du schon mal in Rumänien warst. Doch wenn du mal rumänische Kinder singen hörst, wirst du entdecken, was Enescu zu seiner 1. Rhapsodie beflügelt hat. Wenn du das "spezifisch Rumänische" hier nicht erkennst, dann erkennst du es nirgendwo.
    Ich befürchte, daß hier jeder den destruktiven Eingangsthread zu toppen versucht.

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Hallo uhlmann!


    Zitat

    wenn salzsäure auf deine zunge käme, würde eher deine zunge zergehen. großes Grinsen


    Entschuldigung. Ich hätte wohl besser ein derb übersäuertes Lutschbonbon
    anstatt dieser Salzsäure auf die Zunge nehmen sollen. Aber naja...
    Dann isse jetzt halt weg... :-)
    Verzeih!




    Möglicherweise liegt mir einfach auch die Epoche nicht so sehr am Herzen, wie es beispielsweise die spätromantische Werke tun. Dort, so finde ich, gibt es auch für Partiturenunerfahrene "mehr" zu erleben.
    Nun. Leider bin ich ein solcher Partiturunerfahrener, der über wenig Theorieerfahrung und Notenverständnis verfügt (spiele erst seit einem Jahr Trompete und bin ein regelrechter Neuling was den Notensatz betrifft, was es für mich erschweren würde, eine gesamte Partitur mitzulesen.Ich werds demnächst dennoch versuchen. Danke) und der Musik lediglich mit seinem Gehör aufnimmt und sie so verarbeitet. Könnte ich all diese Defizite im theoretischen mindern, so würde ich wahrscheinlich zumindest über die
    Partitur sagen können: Wow! Genialer Mensch! Aber so:


    Bei Mozart verschliesst sich seine Welt für mich. Bruckner, beispielsweise,
    lädt mich geradezu ein, die Unsere zu verlassen und die Seine zu betreten.
    Schubert, Beethoven...aber halt nicht Mozart. Seine Musik ist wie versiegelt für mich.
    So fass ich das halt auf.


    Ist es nun deutlicher?


    :stumm:


    Gruß


  • Salü,


    da ist festzuhalten, dass Mozart kein Sinfoniker ist. Man könnte höchstens einen Bruchteil seines Gesamtwerkes unter dem Aspekt "Mozart als Sinfoniker" beleuchten. Es gibt da den Thread:


    Wer komponierte die besseren Sinfonien – Haydn oder Mozart?


    Die Kurzzusammenfassung ist: Bei Mozart konzentriert sich - mit wenigen Ausnahmen - alles auf seine letzten "großen" Sinfonien KV 504, 543, 550 und 551. Haydn hätte sie niemals komponieren können. Bei Haydn ist - mit wenigen Ausnahmen - die grandiose Vielfalt taktangebend. Lies Dich am besten selbst durch den Thread, der sich auch nicht gestört fühlt, wenn Du ihn wiedererweckst!


    Vermutlich kommt es auch zu einem nicht unerheblichen Teil auf die Einspielung an, die Deinem "Urteil" zugrundeliegt. Und "Berechenbarkeit" ist Ansichtssache. Wenn man eine bestimmte Kompositionsform in- und auswendig kennt, ist sie natürlich berechenbar - in anderen Fällen nicht. Eine "klassische" Sonatenhauptsatzform wirst Du in Mozarts späten o.g. Sinfonien jedenfalls vergeblich suchen.


    Ich hab nicht vor, Deinen Geschmack zu verändern - aber Salzsäure ist eher für Dirigenten geeignet, die Mozart verhunzen. :D


    :hello:


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Zitat

    Original von Ulli


    Wer komponierte die besseren Sinfonien – Haydn oder Mozart?


    Die Kurzzusammenfassung ist: Bei Mozart konzentriert sich - mit wenigen Ausnahmen - alles auf seine letzten "großen" Sinfonien KV 504, 543, 550 und 551. Haydn hätte sie niemals komponieren können.


    Und Mozart hätte niemals Haydns 82 oder 86 oder 102 usw. komponieren können...


    Zitat


    Vermutlich kommt es auch zu einem nicht unerheblichen Teil auf die Einspielung an, die Deinem "Urteil" zugrundeliegt. Und "Berechenbarkeit" ist Ansichtssache. Wenn man eine bestimmte Kompositionsform in- und auswendig kennt, ist sie natürlich berechenbar - in anderen Fällen nicht. Eine "klassische" Sonatenhauptsatzform wirst Du in Mozarts späten o.g. Sinfonien jedenfalls vergeblich suchen.


    Hä? Natürlich stehen alle Ecksätze in diesen Sinfonien in der Sonatenhauptsatzform! Was denn sonst? Nur ist das eine recht flexible Form, i.d.R. sehr viel weniger vorhersehbar (bei Haydn noch weniger) als in vielen Sinfonien des 19. Jhds. Bruckner z.B. ist SEHR VIEL schematischer in seiner Spätversion der Sonatenform und ziemlich berechenbar.


    Der Vorwurf der Vorhersehbarkeit ist jedenfalls in dieser pauschalen Form nichtssagend. Die meisten Hörer haben extreme Schwierigkeiten mit völlig unvorhersehbarer Musik. Aber allzu vorhersehbare wirkt leicht langweilig. Es kommt wie überall auf das Verhältnis an. Man könnte durchaus zustimmen, dass Mozart etwas vorhersehbarer als Haydn oder Beethoven ist. Aber Schubert und Bruckner sind mindestens so vorhersehbar wie Mozart usw., so dass man es kaum als Qualitätskriterium brauchen kann.
    Ich finde auch nicht, dass die Wiener Klassik berechenbarer ist als die Musik des Hochbarock oder der italienischen Oper des 19. Jhds., im Gegenteil...


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

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  • Hallo Ulli,

    Zitat

    Ich hab nicht vor, Deinen Geschmack zu verändern - aber Salzsäure ist eher für Dirigenten geeignet, die Mozart verhunzen.


    Salzsäure-Nikki? :D
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Hä? Natürlich stehen alle Ecksätze in diesen Sinfonien in der Sonatenhauptsatzform! Was denn sonst? Nur ist das eine recht flexible Form, i.d.R. sehr viel weniger vorhersehbar (bei Haydn noch weniger) als in vielen Sinfonien des 19. Jhds. Bruckner z.B. ist SEHR VIEL schematischer in seiner Spätversion der Sonatenform und ziemlich berechenbar.


    Ich setze noch einen drauf und behaupte, dass in der Prager Sinfonie (KV 504) alle drei Sätze in (komplexen) Sonatenhauptsatzformen komponiert sind. Jedenfalls erinnere ich das so. Meine letzte Beschäftigung mit dieser Sinfonie liegt allerdings schon Jahre zurück. Mit allen Wiederholungen ist der dramatisch-ernste Kopfsatz übrigens der längste Kopfsatz einer Sinfonie vor Bruckner. Gibt es zur "Prager" eigentlich einen eigenen Thread? Das würde sich lohnen.


    Loge

  • Vielen Dank. Es ist ja wieder einmal alles auf das vortrefflichste eingerichtet in diesem besten aller Klassikforen.


    Loge

  • Zitat

    Ich finde auch nicht, dass die Wiener Klassik berechenbarer ist als die Musik des Hochbarock oder der italienischen Oper des 19. Jhds., im Gegenteil...


    Nun das mag sein. Es liegt möglicherweise aber auch an der Weise der
    Instrumentierung, dass sich das für mich so anhört. Da wird auch die beste
    Aufnahme der Prager Sinfonie nicht an mir rütteln können.
    Schönhören geht da leider auch nicht! Habs oft genug versucht.
    Aber: Nein danke, Mozart!
    Ich versteh diese Musik (wenn sie denn beim hören als Musik entstünde) nicht!


    Nundenn...ich will den toten Amadeus jetzt nicht mehr länger kritisieren,
    soll er ruhen und soll er auch in

    Zitat

    Salzsäure-Nikki

    's Kopf weiter ruhen.


    Da fällt mir gerade ein Vergleich ein...hätte ich eine Stellung inne, wie Eduard Hanslick sie einst besaß, und hätte in der Zeit Mozarts gelebt, so hätte ich diesen wohl ebenso zerrupft wie E.H. einst Bruckner und Wagner.
    Und da mir diese beiden Herren mehr als Mozart am Herzen liegen, versuche
    ich jetzt (anders als einst E.H.für Bruckner und Wagner) Mozart's Sinfonik für mich nicht länger als Fall anzusehen und lege sie gaaanz sanft auf den Stapel meines Schreibtisches, wo drauf steht: "Altpapier. Bitte nur wegwerfen und nicht länger kritisieren")


    ;)

  • Lieber Jan,


    wie gesagt: probiere es doch mal mit der 40. (KV 550). Hier hat sogar legendary

    Zitat

    Salzsäure-Nikki

    zusammen mit dem, glaube, Royal Concertgebouw, eine sehr packende Darbietung gegeben. Der letzte Satz mutet fast expressionistisch an in der Betonung seiner Extremitä....extremen Kontraste. Also wenn Dir manche Diris zu wenig rocken, har non court - der Mann der irrwitzigen Tempi, hier geht er ab. :beatnik:


    :hello:

  • Hallo Taminoianer,


    als ich eben ans Regal trat, fiel mir Ralph Vaughan Williams' 'Sinfonia Antarctica' in die Hände. Und es tut mir herzlich Leid - aber auch nach diversen Hörversuchen kann ich der Musik nicht das Geringste abgewinnen. Davon gibt es noch ein, zwei andere Fälle bei mir, aber die 'Antarctica' dürfte der Schlimmste sein. Dabei war ich gutwillig denn 'Fantasia on a Theme by Thomas Thallis' ist eins meiner ewigen Lieblingsstücke.


    Habt Ihr ähnliche Fehlkäufe, von denen Ihr Euch eigentlich viel versprochen hattet, die aber trotz heißen Bemühens ungeliebte Stiefkinder bleiben? Und ich möchte betonen: Ich meine nicht eine missglückte Aufnahme eines bestimmten Werkes, das Ihr an sich schätzt, sondern Musik, die Ihr einfach nachhaltig nicht mögt.


    Ich bin gespannt!


    Marschallin

    Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding...

    Einmal editiert, zuletzt von Marschallin ()

  • Ach, wie schön! :angry: :kotz: Schon wieder ein Negativ-Thread! Noch dazu einer, den wir bereits mehrmals hatten:


    Einmal und nie wieder...


    Aufnahmen, die ich nie wieder hören möchte


    Mein Kommentar zu dieser Art Threads - nach dem Motto: Flüssiger als flüssig, nämlich überfl:]: Einmal und nie wieder...


    ?(
    Johannes


    P. S.: Darüber hinaus: Es existiert keine 'Sinfonia Antarctica' von Vaughan Williams. :no:
    hier nachzulesen:
    http://www.klassika.info/Kompo…aughan_Williams/wvjh.html



    Themen wurden zusammengefügt.
    LG, Thomas

  • Zitat

    Original von Guercoeur
    P. S.: Es existiert keine 'Sinfonia Antarctica' von Vaughan Williams. :no:
    hier nachzulesen:
    http://www.klassika.info/Kompo…aughan_Williams/wvjh.html


    Da lese ich: 7 Symphonie Nr. 7 für Sopran (textlos), Frauenchor (textlos), Orgel und Orchester "Sinfonia Antartica" (Arr. aus: Scott of the Antarctic - Filmmusik 1948 ) 1949-52.


    Wenn ich es recht verstehe, monierst Du einen Schreibfehler.


    Marschallin: Du findest bei Vaughan Williams noch einige Werke, die Dir zusagen werden, wenn Du die Tallis-Fantasia magst. Ich habe im Moment die Sinfonia Antartica unter Vernon Handley bei mir laufen, dort ist sie mit der "Serenade to Music" kombiniert, die Dir sicherlich gefallen würde.


    Eine so "liebliche" Musik konnte Vaughan Williams kaum zu dem Sujet schreiben, das der Sinfonia Antartica zugrunde liegt. Sie ruft ja gerade die Gewalt der unversöhnlichen Natur ins Bewusstsein, in der sich der Mensch bewährt - und untergeht. Eine für mich zumindest zutiefst beeindruckende Musik, die neben der Harschheit, mit der die antarktische Öde, die unerträgliche Kälte dargestellt wird, doch auch eine Vielzahl "schöner" Stellen hat, wie etwa den ersten Einsatz des Frauenchors.


    Man kann natürlich nicht alles mögen, da hat jeder seinen eigenen Geschmack. Für mich ist die Musik Vaughan Williams gut fasslich, sie ist - es liegt ja die Filmmusik für "Scott of the Antarctic" zugrunde - außerordentlich bildhaft und in ihrem humanistischen Anspruch berührend:


    To suffer woes which hope thinks infinite,
    To forgive wrongs darker than death and night,
    To defy power which seems omnipotent,
    Neither to change, nor falter, nor repent:
    This ... is to be
    Good, great and joyous, beautiful and free,
    This is alone life, empire and victory
    (Shelley: Prometheus Unbound)


    Gib Dich nicht auf, lass den Vaughan Williams einfach noch ein Jahr oder zwei liegen - und versuche es dann noch einmal. Das Schlimmste an Musik hast Du weißGott nicht mit ihm im CD-Regal.


    Eine neugierige Frage: Welche Aufnahme ist es denn, die Du hast? Und: Ich gebe Dir auch gerne eine Liste von Vaughan Williams-Werken, die zugänglicher sind ...


    LG Peter

  • Geurrecoeur, ich wünsche ebenfalls einen erquicklichen Morgen. Aber warum liest Du so einen Thread überhaupt, wenn er Dir Spontanerbrechen verursacht? Kann ja nicht angenehm sein ... Well, one man's cure is another man's poison. Oder wie wir in Hamburg sagen: Wat den een sin Uhl is den annern sin Nachtingall.


    Hallo Peter,


    her mit der Liste und Dank im Voraus!( 'Greensleeves' und 'Shropshire Boy' kenne ich natürlich, aber die wirst Du bestimmt nicht gemeint haben.)


    Grüße
    Marschallin


    P.S. Liebst Du Romantic Verse auch ansonsten? Keats, Wordsworth etc.?

    Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding...

    Einmal editiert, zuletzt von Marschallin ()

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  • Hallo Alexandra,


    es ging mir hauptsächlich darum, darauf hinzuweisen, daß bereits zwei dieser unseligen Threads existieren.


    Zu Deiner Frage: Einige, weitgehend lyrische bzw. harmonische Werke aus dem großen Oeuvre von RVW, die Dir evtl. gefallen könnten:


    The Lark Ascending - Eine Romanze für Violine und Orchester 1914
    On Wenlock Edge - Liederzyklus für Tenor und Orchester 1923
    Serenade to Music für 4 Soprane, 4 Alte, 4 Tenöre, 4 Bässe und Orchester 1938
    Songs of Travel - Liederzyklus für Singstimme und Orchester 1901/04
    Flos Campi - Suite für Viola, kleinen gemischten Chor und Kammerorchester 1925
    An Oxford Elegy für Sprecher, kleinen gemischten Chor und Kammerorchester 1947-49
    The Pilgrim's Progress - Eine Moralität in 1 Prolog, 4 Akte und 1 Epilog 1921-49


    Falls Du auch Chor a capella magst, kann ich diese CD mit wahrhaft balsamischen Chorgesängen dringend empfehlen:


    Ralph Vaughan Williams ( 1872 - 1958 ):
    Over Hill, over Dale - Partsongs, Folksongs and Shakespeare Settings
    für Chor a capella
    Ian Bostridge, Tenor; Michael George, Baß; Holst Singers, Stephen Layton
    Hyperion, 1995, 1 CD



    :hello:
    Johannes

  • Vielen Dank für die Informationen, Johannes, offenbar ist der erste Kaffe an den richtigen Stellen angekommen. ;)


    Ich mag Chor a capella sehr und werde gleich mal die Cd beim Shop mit den drei Buchstaben ordern.


    Ansonsten suche ich verzweifelt die Williams-Cd im Regal, um Peter zu sagen, welche Aufnahme es genau ist. Aber ich kann sie nicht mehr finden. Entweder steckt das Ding mit Johannes unter einer Decke, um zu beweisen, dass es die 'Sinfonia Antarctica' gar nicht gibt, oder es ist wütend wegen meiner offen geäußerten Abneigung. Ich suche weiter.


    Marschallin

    Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding...

    Einmal editiert, zuletzt von Marschallin ()

  • IIRC heißt es ANTARTICA weil RVW die italienische Schreibweise gewählt hat.


    Wenn Du a capella - Chormusik magst, wirst Du in England massenhaft fündig, nicht nur bei RVW :]

  • Zitat

    Original von pbrixius


    Eine für mich zumindest zutiefst beeindruckende Musik, die neben der Harschheit, mit der die antarktische Öde, die unerträgliche Kälte dargestellt wird, doch auch eine Vielzahl "schöner" Stellen hat, wie etwa den ersten Einsatz des Frauenchors.
    ...
    LG Peter


    ...für mich auch. :yes::yes:

  • Auch für mich eine sehr beeindruckende Musik, die mich wirklich frösteln läßt.
    Der Einstaz der-zusätzlich dazugemischten- Orgel in der Handley-Aufnahme beeindruckt mich immer wieder.
    :yes: :yes:

  • Ich höre gerade die'aufsteigende Lerche'. Sie gefällt mir wunderbar. Nach diesem schrecklichen Tag ist das wunderbar, noch einmal Danke für den Rat.


    Alexandra

    Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding...

  • Hallo Alexandra,


    Zitat

    Original von Marschallin
    Ich höre gerade die 'aufsteigende Lerche'. Sie gefällt mir wunderbar. Nach diesem schrecklichen Tag ist das wunderbar, noch einmal Danke für den Rat.


    freut mich sehr, daß Dir die 'Lerche' so gut gefällt. :] Ist auch eines meiner Lieblingsstücke von RVW. Da kann man schon mal dahinschmelzen. :D


    Herzliche Grüße
    Johannes

  • Einmal und nie wieder:


    IL BARBIERE DI SIVIGLIA mit Ivan Kozlovski und Mark Reizen unter Samosud (Moskau 1953) in russischer Sprache.


    Ich kann mit Buffo-Belcanto ohnehin nicht viel anfangen, und das dann auch noch auf Russisch. Brrrr...


    :hello:
    M.

  • Zitat

    Original von Emotione
    Menotti: Der Konsul


    Vor langen Jahren gelangte ich einmal ohne jede Vorbereitung in eine Aufführung des Konsuls. Seither habe ich keine Note von Menotti mehr gehört.
    Mag sein, dass mein Gehör heute anders reagieren würde. Dieses Risiko möchte ich aber nicht eingehen. Die Musikwissenschaftler unter Euch mögen mir verzeihen.


    Emotione


    Dann hast Du also nie AMAHL AND THE NIGHT VISITORS oder AMELIA AL BALLO gehört? Vielleicht auch nichts für Musikwissenschaftler, aber ich bin sicher, die beiden Stücke würden Dir gefallen.


    R.

  • Zitat

    Original von Emotione
    Menotti: Der Konsul


    Vor langen Jahren gelangte ich einmal ohne jede Vorbereitung in eine Aufführung des Konsuls. Seither habe ich keine Note von Menotti mehr gehört.
    Mag sein, dass mein Gehör heute anders reagieren würde. Dieses Risiko möchte ich aber nicht eingehen. Die Musikwissenschaftler unter Euch mögen mir verzeihen.


    Emotione


    Den Konsul habe ich zwar auch unvorbereitet, aber im Ergebnis ganz anders erlebt, als die Oper 1989 in Passau auf dem Spielplan stand - ich fand Handlung und Musik großartig - und so etwas wie die verzweifelte Arie der Magda Sorel "To this we´ve come..." - Gänsehaut pur.


    Vielleicht solltest Du das Risiko doch noch einmal eingehen. :yes:


    :hello:


    Elisabeth

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