Fremd gegangen - Opernsänger singen Operette, Volkslied und (igitt) Schlager .....

  • Ein Fundstück in meinem Archiv:


    Auf einer alten CD mit dem Titel "Un amore cosi grande" singt Mario del Monaco Lehars "Dein ist mein ganzes Herz", aber auch "Wien, Wien, nur du allein".

    Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

  • Auch Sandor Konya, sonst eher bei Verdi und Wagner zuhause, scheute sich nicht, Operetten aufzunehmen. So kann man ihn hier in Franz Lehars "Das Land des Lächelns" erleben. Er bringt diese Arie grandios zum Aufblühen:


  • Und in diese Reihe fügt sich nun Jonas Kaufmann quasi nahtlos ein. Er war ja eigentlich das veranlassende Element für den Start dieses Threads. Manchmal wir Opernsängern übel genommen, wenn sie "Schlager" singen. Ich gestehe, daß mir das bei weitem lieber ist, als wenn Schlagersänger und sogenannte von den PR-Abteilungen der Unterhaltungsindustrie "Publikumslieblinge" modifizierte Texte von Opernarien singen, oft noch begleitet von einem Unterhaltungsorchester, für das die Orchestrierung "modernisiert" wurde......


    mfg aus Wien
    Alfred

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen

  • Ich gestehe, daß mir das bei weitem lieber ist, als wenn Schlagersänger und sogenannte von den PR-Abteilungen der Unterhaltungsindustrie "Publikumslieblinge" modifizierte Texte von Opernarien singen, oft noch begleitet von einem Unterhaltungsorchester, für das die Orchestrierung "modernisiert" wurde......


    Lieber Alfred,


    das geht mir ganz genauso, diese Einschätzung teile ich vollauf. Hier ein weiteres Beispiel für zwei gestandene Opernsänger, die ihre reichen stimmlichen Mittel in den Dienst der Operette stellen: Teresa Stratas und Wieslaw Ochmann .


  • Johannes Roehl schrieb neulich: ein Witz, den man erklären muss, ist sicher ein schlechter Witz.
    Ich habe dem Rechnung getragen und meiner überschwenglichen, ernst gemeinten aber in etwas scherzhafter Form vorgebrachten Renate Holm-Begeisterung auf Deine Anfrage hin nachträglich ein Smiley zugefügt.


    Wenn diese Maßnahme ebenfalls nicht verstanden wird, bin ich mit meinem Latein am Ende.

  • Lieber Hami,


    dann musst Du schnellstens nach Wien reisen. Beim Heurigen Wolf in Neustadt am Walde ist gerade ein Renate Holm-Stüberl eingerichtet worden. Es soll wunderschön geworden sein und die drei Karrieren, Oper, Operette, Film der großartigen, universellen Künstlerin sehr gut darstellen. Vielleicht kommst Du nach Wien, wenn ich einmal dort bin, denn dann ist eine Heurigen-Begegnung mit Renate Holm fast garantiert, weil ich mich mir ihr und anderen Wiener Freunden immer treffe, wenn ich in der Welt-Opern-Hauptstadt Wien bin. In dem Heurigen ist auch ein Stüberl eingerichtet, das Heinz Holecek - dem unvergesslichen Honzo - gewidmet ist . Wie schön, so sind die beiden Unzertrennlichen, die disziplinierte, auf ihre Kunst konzentrierte Berlinerin Renate Holm und der so herrlich lockere, gemütlich, seelenvolle Honzo wieder vereint. :jubel:
    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Vielleicht kommst Du nach Wien, wenn ich einmal dort bin, denn dann ist eine Heurigen-Begegnung mit Renate Holm fast garantiert,


    Ja das wäre schon was, lieber Operus. Gott sei Dank, dass ich neulich nicht vergaß, die berühmte Fledermaus aufzunehmen. Renate Holm ist als Adele nicht zu übertreffen.
    Und dann auch noch die übrige Besetzung!!! Heinz Holecek ist auch dabei.


    Dann also in Wien.

  • Eine Stimme, die mir unbedingt noch fehlt in diesem traumhaften, beschwingten Reigen, ist auf jeden Fall der herausragende, großartige Joseph Schmidt, dessen Stimme ins Herz trifft wie kaum ein zweiter. Seine exquisiten Operettenaufnahmen sollen an dieser Stelle ebenfalls mit einem Klangbeispiel gewürdigt werden:


  • Joseph Schmidt war einer der größten Tenöre mit einer ungemein hellen, in der Höhe silbrig strahlenden Stimme mit einem unverwechselbar, persönlichem Timbre. Durch seine Körpergrösse war ihm eine umfassendere Karriere auf der Opernbühne, zu der er stimmlich prädestininiert gewesen wäre, verwehrt. Nun kommt das Fabelhafte, er hat dieses Defizit kompensiert und auf Tonträgern, in Funk, Film mit Operettenliedern und speziell für ihn geschaffenen Tenorhits wie: "Heut ist der schönste Tag in meinem Leben" und "Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben fast Einmaliges geleistet." Also Vorbildfunktion im Sinne: Man kann aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, auch Kunstwerke bauen"


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Ich höre gerade eine wunderbare Platte mit Ausschnitten aus "Der Zarewitsch" und "Der Graf von Luxemburg" mit den Stimmen von Hilde Güden und Waldemar Kmentt. Eigentlich von Hause aus Opernsänger, geben sie diesen Operetten eine Qualität, die kaum zu überbieten ist. Herrliche Opern-Stimmen, sogar in der Operette! Grandios!

    W.S.

  • Mir war heute sehr nach Operette.....und das mit der zauberhaften Lucia Popp, die hier im Thread noch keine Erwähnung fand!


    ....die obige Aufnahme ist auch, mit 5 Ergänzungen, hier in der Box vertreten!


    Für Lucia Popp, lasse ich Frau Schwarzkopf links liegen!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Auch wenn ich viel Kritik bekommen werde, aber ich finde das zumindestens manche Opernsänger eine zu schwere Stimme haben, um Operette zu singen. Da halt ich es mit dem Sprichwort : Schuster bleib bei deinen Leisten. Wobei ich nicht sagen will, dad sie es nicht können, aber live auf der Bühne wirken sie schwerfãllig oderso, als ob sie In einer Opernaufführung singen würden.

  • Auch wenn ich viel Kritik bekommen werde, aber ich finde das zumindestens manche Opernsänger eine zu schwere Stimme haben, um Operette zu singen. Da halt ich es mit dem Sprichwort : Schuster bleib bei deinen Leisten. Wobei ich nicht sagen will, dad sie es nicht können, aber live auf der Bühne wirken sie schwerfãllig oderso, als ob sie In einer Opernaufführung singen würden.

    Das trifft aber wahrlich nicht auf Lucia Popp zu!

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Naheliegender wäre nur noch die Idee, Orlowsky mit, sagen wir mal, Ivan Rebroff zu besetzen :stumm:

    In Beitrag 27 hat Mme. Cortese genau diese Aufnahme - dirigiert von Carlos Kleiber - gepostet. Ich habe sie vor einigen Jahren mal äußerst preiswert über den Amazon-Marktplatz erworben - und war enttäuscht. Mich hat nämlich Rebroffs angestrengt durchgehaltene Fistelstimme genervt, während Kleiber, wie im Beiheft der Aufnahme zu lesen ist, davon geradezu begeistert war. Mir unverständlich; der zweite Akt dieser "Fledermaus" ist für mich ein Graus...


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Auch wenn ich mich wiederhole, aber ich habe in Beitrag 3 vor über 5 Jahren schon einmal dieses umgekehrte Beispiel angeführt, wie ein jungen Mann damals vor 58 Jahren so angefangen hat, der später ein anerkannter Operntenor geworden ist:


    Übrigens ist mir beim Blättern durch diesen Thread mehrere Male aufgefallen, dass unser auf so tragische Weise ums Leben gekommener Tamino hier als "inaktiv" aufgeführt wird. Ist das nicht zumindest ein wenig respektlos? Kann man das nicht anders lösen?


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Nun etwas aus der Kategorie Zitat aus dem Tread Titel "(igitt) Schlager".


    Dieser Sänger Name wurde bisher im ganzen Thread nicht erwähnt. (Beitrag 10, im YouTube Titel taucht sein Name auf.)


    Von keinem Geringeren als von Fritz Wunderlich ist die Rede. Es gibt es aus dem Archiv des SWR 50er Jahre Schlager - Aufnahmen mit Fritz Wunderlich. Er singt und - Überraschung - spielt Trompete. Es sind nicht ein Dutzend Aufnahmen, nein es sind 39 Tracks der restaurierten Bänder auf zwei CDs vereinigt.


    Mädele; Walzer der Liebe; Nacht über’m See; Glückswalzer; O cara Marie; Viele schöne Tage; Der Duft, der eine schöne Frau begleitet; Singende Gitarre; Ich lebe für dich; Granada; Deine Liebe ist mein ganzes Leben; Wenn der Mund schweigt (2 Einspielungen); Sonne über Capri; Mutterlied; Von Liebe und Glück; Schön ist jeder Tag, Marie-Louise; Mon bijou; Gondel, gleite du hinaus; Carissima mia; Tiritomba; Serenade der Nacht; Bella Maria; Veilchen, Liebe, Frühling und du; Florentiner Mai; Sprich zu mir von Liebe, Mariu; Melodia con passione; Wolken geh’n am Himmel; Niemals lass ich dich allein; Es gibt eine Zeit; Das Lied der Liebe sing ich dir allein; Man sagt sich du; Lass mich niemals mehr allein; Kleine Melodie; Narzissen aus Montreux; Über’s Meer grüß ich dich, Heimatland; Wenn mein Herz Heimweh hat; Geh nicht fort; Du sollst nicht traurig sein; Estrellita


    aus Wikipedia: "... schon früh lernte Wunderlich verschiedene Musikinstrumente und begleitete Mutter und Schwester, wenn sie abends zur musikalischen Unterhaltung aufspielten. Später konnte er sich so auch sein Musikstudium mit Tanzmusik selbst finanzieren."


    .

    Die Beschäftigung mit Musik, selber spielend, hörend, im Nachdenken über sie und in der Diskussion im Forum soll Freude bereiten.

    Den Bratschenklang liebe ich wie der anderer tief klingender Instrumente: Bariton-Saxophon, Bassklarinette, Fagott, Kontrabass spiele ich neben anderen selber. Schubert ist mein Lieblingskomponist. Musik geniesse ich.

    .

  • In meinem Besitz ist diese Eterna-LP:


    Künstler der Welt bei uns zu Gast ( Vinyl LP 33 )


    Erworben irgendwann in den 80-er Jahren. Darauf haben sie nachstehende Künstler, die u.a. in der DDR zu Gast waren, mit Musik der leichten Muse verewigt:


    Renata Tebaldi "Viljalied"

    Jussi Björling "Dein ist mein ganzes Herz"

    Hilde Güden "Csardas" aus der Fledermaus

    Teresa Berganza "Lullaby" baskisches Volkslied

    Ljuba Welitsch "Wien, Wien nur Du allein" für mich der beste Beitrag auf dieser Platte

    Mario del Monaco "Passione" ital. Lied

    Joan Sutherland "Kußwalzer" von Arditi

    Fernando Corena "Domino"

    Birgit Nilsson "Ich hätt getanzt heut Nacht"

    Leontyne Price "Summertime"

    Giulietta Simionato und Ettore Bastianini " Alles was Du kannst, das kann ich viel besser" aus Annie get your gun


    Nicht alles ist gelungen, und viele der genannten Sänger traten in Unterhaltungssendungen auf.

    Ich erinnere mich auch daran, daß Peter Schreier und Theo Adam in ihren Sendungen Weltstars zu Gast hatten, die dabei auch mit Opernarien glänzten.


    Herzlichst La Roche

    Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!

  • Einer, der sowohl in der Oper ein Star gewesen ist als auch in der leichten Muse zu Hause war, ist wohl auch noch nicht genannt. Ich meine Jan Kiepura (von dem ich auch 2 LP´s habe).


    Herzlichst La Roche


    Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen!

  • Er sang von Tamino über Florestan und Wagners Heldenrollen nach dem Ende seiner Auftritte in Opern Musical und Rock

    Peter Hofmann



  • Dazu möchte ich ergänzend darauf hinweisen dürfen, dass die von mir gefetteten Titel in der von der Decca als "Gala Performance" bezeichneten Fledermaus-Aufnahme unter Herbert von Karajan (1960) an Stelle des originalen Balletts eingefügt wurden. Prinz Orlofsky kündigt jene Interpreten als Sänger der K.K. Hofoper an, die vom "Kaiser" zur Verschönerung des Festes beim Prinzen abgestellt wurden. - wofür er sich bei der "Majestät" herzlich bedankt. Ich habe Hilde Güden hier ausgelassen, weil sie in der Operette die Rosalinde singt, der Czardas also Original ist.


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Das trifft aber wahrlich nicht auf Lucia Popp zu!

    Gewiss, lieber Fiesco, ist das so. Das liegt aber auch daran, dass Lucia Popp von Haus aus immer auch eine gehobene Soubrette war. Das meine ich nicht abwertend. Im Gegenteil. Das ist meinerseits ein Kompliment.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Auch der Tenor Peter Schreier und die aus Ungarn stammende Sopranistin Sylvia Geszty sangen Operette.

    Hier zu hören, begleitet von der Dresdner Philharmonie unter Dirigent Heinz Rögner, das Lied

    „Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände“ aus der Operette „Viktoria und ihr Husar“ von Paul Abraham.


    CHRISSY


    Jegliches hat seine Zeit...

  • Dazu möchte ich ergänzend darauf hinweisen dürfen, dass die von mir gefetteten Titel in der von der Decca als "Gala Performance" bezeichneten Fledermaus-Aufnahme unter Herbert von Karajan (1960) an Stelle des originalen Balletts eingefügt wurden. Prinz Orlofsky kündigt jene Interpreten als Sänger der K.K. Hofoper an, die vom "Kaiser" zur Verschönerung des Festes beim Prinzen abgestellt wurden. - wofür er sich bei der "Majestät" herzlich bedankt. Ich habe Hilde Güden hier ausgelassen, weil sie in der Operette die Rosalinde singt, der Czardas also Original ist.

    Ein wichtiger Hinweis, lieber musikwanderer. Es war eine schöne Idee, diverse Legenden beim Ball von Orlofsky auftreten zu lassen. Der Produzent John Culshawe, den wir ja auch vom "Ring" unter Solti kennen, wollte sogar Kirsten Flagstad, die er sehr verehrte, bewegen, einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Daraus wurde leider nichts, was ich sehr bedauere. Ich habe die Decca-Aufnahme lange nicht gehört. Mir ist aber so, als würde man ihr akustisch anmerken, dass einige Auftritte der Gäste hineingeschnitten sind.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Und aus dem "Land des Lächelns" von Franz Lehár mit der Dresdener Philharmonie, unter Lt. von Heinz Rögner singen
    Sylvia Geszty, Sopran / Peter Schreier, Tenor - Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt



    Jegliches hat seine Zeit...

  • Der Produzent John Culshawe, den wir ja auch vom "Ring" unter Solti kennen, wollte sogar Kirsten Flagstad, die er sehr verehrte, bewegen, einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Daraus wurde leider nichts, was ich sehr bedauere. Ich habe die Decca-Aufnahme lange nicht gehört. Mir ist aber so, als würde man ihr akustisch anmerken, dass einige Auftritte der Gäste hineingeschnitten sind.

    Dass Culshaw die Flagstad haben wollte, wusste ich nicht. Deshlab danke ich Dir, lieber Rüdiger, für diese Information. Hätte mich interessiert, ob die Norwegerin so "etepetete" war, ob sie es also für unter der Würde ansah, in der Operette mitzuwirken oder ob die Plattengesellschaften da einen Strich durch Culshaws Rechnung machten?! Im Übrigen hast Du auch Recht, dass man das die "Auftritte der K.K. Hofoperrnsänger" akustisch als "Einschnitte" bemerkt. Das stört mich nicht weiter - der Gag ist für mich ausschlaggebend.


    :hello:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Dass Culshaw die Flagstad haben wollte, wusste ich nicht. Deshlab danke ich Dir, lieber Rüdiger, für diese Information. Hätte mich interessiert, ob die Norwegerin so "etepetete" war, ob sie es also für unter der Würde ansah, in der Operette mitzuwirken


    :hello:

    Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Schließlich hat sie ja ihre Karriere mit Operetten begonnen. Ich hätte es sehr interessant gefunden, sie mal in diesem Repertoire zu hören.

    Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

  • Dass Culshaw die Flagstad haben wollte, wusste ich nicht. Deshlab danke ich Dir, lieber Rüdiger, für diese Information. Hätte mich interessiert, ob die Norwegerin so "etepetete" war, ob sie es also für unter der Würde ansah, in der Operette mitzuwirken oder ob die Plattengesellschaften da einen Strich durch Culshaws Rechnung machten?!

    Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Schließlich hat sie ja ihre Karriere mit Operetten begonnen. Ih hätte es sehr interessant gefunden, sie mal in diesem Repertoire zu höre

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    Es ist, wie Mme. Cortese schreibt, lieber musikwanderer. Als Illustration dazu habe ich mal ein Foto als Rosalinde in der "Fledermaus" herausgesucht. Bei meinem Besuch im Geburtshaus von Kirsten Flagstad in Hamar bei Oslo habe ich viele derartige Fots gesehen. Die Flagstad soll ein fröhliches und heiteres Gemüt besessen haben. Dass sie ihre Teilnahme an der "Fledermaus" absagte, hatte wohl zuvorderst mit ihrer angeschlagenen Gesundheit zu tun. Deshalb war ihr auch angeboten worden, dass ein Decca-Team nach Norwegen reisen sollte, um ihre Aufnahme an Ort und Stelle zu machen. Daraus wurde dann eben nichts.

    Es grüßt Rheingold (Rüdiger)


    Erda: "Alles, was ist, endet."

  • Natürlich darf hier auch Anneliese Rothenberger nicht fehlen

    Ich fühle mich gezwungen, hier noch die Letzte Rose anzufügen. Ward sie je schöner gesungen?

    Zunächst einmal: Die "Letzte Rose" ist zwar einer irischen Volksweise nachempfunden, ist aber eindeutig der Oper "Martha" von Friedrich von Flotow entnommen.

    Zweitens: Auch wenn dieser Eintrag schon etwas angejahrt ist, so möchte ich zwei Sängerinnen nennen, die IMO dieses schlichte Lied noch inniger, dabei ganz unsentimental interpretiert haben, Lucia Popp:


    und die unvergessene Erna Berger:


    LG Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).