Verdis Otello - Der Höhepunkt des italienischen dramatischen Gesangs

  • Danke, Harald. Idente Besetzung. Da müßte aber jemand die Möglichkeit haben, eben in die DVD reinschauen zu können. Falls jemand diese Möglichkeit hat. Bis dahin: Bitte warten ...

    Arrestati, sei bello! - (Verweile, Augenblick, du bist so schön!)

  • Hallo Otellofreunde,


    wer von Euch kann diese Youtube-Frage beantworten:


    OTELLO Esultate - "Mystery Tenor" - "Who Done It?"


    Es handelt sich um eine historische Aufnahme, ein Fall für Mengelberg? :yes:


    :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Der Sänger ist wahrscheinlich Giovanni Zenatello.


    Abgebildet ist Verdi mit Victor Maurel, dem ersten Jago.


    (Ist denn Mengelberg noch ansprechbar?)


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • 5. Februar 1887
    – Verdis Oper Otello nach Shakespeares gleichnamigem Theaterstück wird an der Mailänder Scala uraufgeführt.
    Das Libretto stammt von Arrigo Boito.
    Zusammen mit Verdis letzter Oper Falstaff gehört Otello zu den großen Meisterwerken der italienischen Opernliteratur.



    Otello (Othello),
    Dramma lirico in 4 Akten von Giuseppe Verdi.
    Text von Arrigo Boito nach Shakespeares Othello (1604).
    Uraufführung: 5.2.1887 Mailand, Teatro alla Scala
    mit Francesco Tamagno • Romilda Pantaleoni • Victor Maurel • Giovanni Paroli • Vincenzo Fornari • Francesco Navarini • Napoleone Limonta • Angelo Lagomarsino • Ginevra Petrovitch,
    Dirig. Franco Faccio.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • 5. Februar 1887
    – Verdis Oper Otello nach Shakespeares gleichnamigem Theaterstück wird an der Mailänder Scala uraufgeführt.
    Das Libretto stammt von Arrigo Boito.
    Zusammen mit Verdis letzter Oper Falstaff gehört Otello zu den großen Meisterwerken der italienischen Opernliteratur.


    Ein Dank an dich, Harald, für die Erinnerung und für mich ein Anlass mir wieder diesen Höhepunkt der Operliteratur - und eine meiner Lieblingsopern - in den CD-Player zu schieben.
    Diesmal soll es aber nicht eine der "klassischen Einspielung" mit Vinay, del Monaco, Vickers oder Domingo sein, sondern die neue Aufnahme mit O'Neill - mein persönlicher Opern-Best-Buy 2011:
    Im Dezember 2009 im Barbican-Center London in beeindruckender Tonqualität live mitgeschnitten
    und auf dem Hauslabel des London Symphony Orchestras erschienen (Colin Davis; O'Neill, Finley, Schwanewilms, ...).



    Liebe Grüße aus Wien


    Giovanni

    Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. (Friedrich Nietzsche)

  • Wieder einmal muss ich sagen, dass ich bei dieser Oper scheinbar einen schlechten Start hatte. Hatte mir in der Stadtbiblithek die Version mit Domingo unter Lorin Maazel (anscheinend Mitschnitt zu einem Film) ausgeliehen und war so bitter enttäuscht, weil ja immer so vom Otello als einem DER Höhepunkte Verdis bzw. der Oper gesprochen wurde...und da saß ich nun und hatte mich beinahe zu Tode gelangweilt, auch das erneute Hören zwei Tage später brachte kein anderes Ergebnis.
    Das ist jetzt fast zwei Jahre her und ich hatte seit dem keinen Otello mehr angerührt aus Zweifel und Befürchtung. Jon Vickers habe ich auch erst vor einiger Zeit für mich entdeckt, deswegen war er in der Zeit vorher keine Option und Mario del Monaco, nun ja, ich mag ihn ja eigentlich, habe aber auch trotzdem gewisse Vorbehalte gegen ihn, weshalb ich mich nie durchringen konnte, eventuell dort zuzugreifen. Schließlich war ich dann an dem Punkt an dem ich dachte, was soll der Geiz, ich sollte es doch noch einmal versuchen, habe mich u.a. hier schlaue gemacht und stieß auf die Toscanini-Version mit Ramon Vinay. Da die hochgelobt wurde und auch noch fast umsonst zu haben war, habe ich all meinen Mut zusammen genommen und siehe da : Wow! Was für ein Werk! Was für eine Rolle! was für eine Gestaltung!
    Wenn ich dann hier lese unter Busch sei Vinay besser, komme ich wohl nicht darum, die auch noch hören zu müssen...und die mit Vickers. Fragt sich wie ist das Dirigat in den anderen Aufnahmen speziell im Vergleich mit Toscanini?

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • ...und da saß ich nun und hatte mich beinahe zu Tode gelangweilt, auch das erneute Hören zwei Tage später brachte kein anderes Ergebnis.


    Es überrascht mich einigermaßen, dass der Soundtrack für sich alleine so schwach wirken soll, aber es ist keine Frage, dass hier in erster Linie der Film als Ganzes genossen werden sollte. Wenn ich mich recht erinnere, wurden für die Filmdramaturgie auch einige kleine Eingriffe in die Partitur getätigt. Als Filmoper ist dieser Othello durchaus sehens- und hörenswert.

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Wenn ich dann hier lese unter Busch sei Vinay besser, komme ich wohl nicht darum, die auch noch hören zu müssen...und die mit Vickers. Fragt sich wie ist das Dirigat in den anderen Aufnahmen speziell im Vergleich mit Toscanini?

    Da hast Du mit Domingo auch einen denkbar schlechten Start gehabt. :rolleyes:
    Der Busch Mitschnitt von der Met ist grossartig. Albanese gefällt mir als kräftigere und pulsierende Desdemona besser als die biedere Herva Nelli, Warren ist vielleicht etwas weniger raffiniert als der von Toscanini gedrillte Valdengo, aber sehr imposant. Insgesamt zielt Busch vielleicht etwas mehr auf das Gesamtbild aus als die ausgetüftelte Version von Toscanini. Ich würde sagen: nicht entweder oder, sondern sowohl als auch! :)
    Hör auch mal in die Ausschnitte mit Pertile und Merli rein! Da geht die Post ab. ;)

  • Arthaus Musik veröffentlicht am 03. August auf DVD einen Mitschnitt von Otello aus der Deutschen Oper Berlin von 1962.



    Gregor

  • Wieder einmal muss ich sagen, dass ich bei dieser Oper scheinbar einen schlechten Start hatte. Hatte mir in der Stadtbiblithek die Version mit Domingo unter Lorin Maazel (anscheinend Mitschnitt zu einem Film) ausgeliehen und war so bitter enttäuscht, weil ja immer so vom Otello als einem DER Höhepunkte Verdis bzw. der Oper gesprochen wurde...und da saß ich nun und hatte mich beinahe zu Tode gelangweilt, auch das erneute Hören zwei Tage später brachte kein anderes Ergebnis.


    Liebe SchallundWahn,


    ich kann deine Enttäuschung absolut verstehen. Auch mir ging es mit meinem ersten Otello wie dir. Ich dachte mir, 'das soll nun der großartige Otello gewesen sein'? Ähnlich erging es mir auch mit dem Don Carlo, und dieser zählt heute zu meinen absoluten Lieblingsopern. Ich glaube, dass man für gewisse Werke einen gewissen Reifungsprozeß durchmachen und sie mehrmals hören muß.
    Ich habe mich dann in weitere Vorstellungen des Otello begeben und mit jedem Hören habe ich etwas Neues Großartiges entdeckt. Inzwischen höre ich den Otello gerne, wenn auch nicht allzu oft. Und welch wunderschöne, kraftvolle Musik Verdi da komponiert hat, wie das Liebesduett oder Jago's Era la notte. Der Desdemona-Akt ist doch wirklich meisterhaft. Was da für eine Atmosphäre geschaffen wird.
    Ich weiß nicht wie du generell zu Verdi stehst, aber laß dir Zeit beim Entdecken, und wenn du mit jedem mal Hören etwas entdeckst, dass dir gefällt, dann wird es vielleicht doch noch was werden mit dir und dem Otello, oder jeder anderen Oper. Natürlich spielt auch die Besetzung eine wichtige Rolle.
    Wenn du allerdings auch dann nicht mehr für dich aus der Oper rausholen kannst, ist sie vielleicht wirklich nichts für dich. Mir geht's so beim Falstaff. Ich langweile mich jedesmal in dieser melodiearmen Oper.


    Eine interessante Aufführung des Otello kann man übrigens bei Youtube in voller Länge hören. Eine Radioübertragung aus der MET vom 12. Februar 1938 mit Giovanni Martinelli in der Titelrolle, Lawrence Tibbett als Jago und einer wunderbaren Elisabeth Rethberg als Desdemona unter dem Dirigat von Ettore Panizza.



    Vielleicht magst du ja reinhören.


    Gregor

  • Obwohl "Othello" nicht unbedingt zu meinen Lieblingsopern gehört, ist diese Aufnahme meine Favoritin.



    Die Aufnahme mit Domingo unter Levine kann mich nicht überzeugen, obwohl hier Sherrill Milnes der bessere Jago gegenüber Aldo Protti ist.

    W.S.



  • Diesen Film kann ich sehr empfehlen. Renato Capecchi als Jago ist großartig.

    "Tatsachen sind die wilden Bestien im intellektuellen Gelände." (Oliver Wendell Holmes, 1809-94)

  • Gregor,
    vielen Dank für die oben eingestellte Otello-Version mit Martinelli...ich bin wohl eine Hörerin, die beim Otello lieber eine Art Tristan hört, einen Gebrochenen Recken eben. Nichtsdestotrotz singt Martinelli sehr gut. Ganz besonders habe ich mich allerdings über den Jago von Lawrence Tibbett gefreut (ich mag ihn).


    Wolfgang,
    wie ist denn HvKs Ansatz in der von dir genannten Aufnahme? Oben hatten wir ja schon Toscannini und Busch gegenübergestellt.



    Die von Strano empfohlene DVD hat mich schon neugierig gemacht (hach ja, das liebe Geld)

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Die von Strano empfohlene DVD hat mich schon neugierig gemacht (hach ja, das liebe Geld)

    Solltest Du in der Zwischenzeit diese DVD noch nicht haben, laß es mich wissen, dann kopiere ich sie Dir und sende sie gemeinsam mit Rostropowitsch etc.

    Arrestati, sei bello! - (Verweile, Augenblick, du bist so schön!)

  • Hallo Milletre,
    ich habe zwar schon eine Mail verschickt, weiß aber nicht, ob die ankam (es gab da heute viele Störungen bei mir), deswegen sage ich hier nochmal, ich würde mich sehr darüber freuen, sie von dir zu erhalten.

    "Die Glücklichen sind neugierig."
    (Friedrich Nietzsche)

  • Meine Stimme würde ich dem Otello unter Panizza geben. Martinelli singt für mich überzeugender als jeder beliebige seiner Nachfolger, und Panizza ist ein genialer Dirigent!