• Hallo Sir John,


    Zitat

    Ich glaube in einer Aufnahme vom Hilliard Ensemble.



    Nein, sogar sicher und zwar nach IMDb der großartigen Aufnahme des Hilliard Ensembles "Morimur", erschienen bei ECM , entnommen.


    Liebe Grüße


    tom

  • Hallo!


    Kürzlich habe ich den österreichischen Film "Komm, süßer Tod" gesehen, hat mir gut gefallen (etwas makaber allerdings schon).
    Die musikalische Untermalung mit der Matthäuspassion Bachs war so wenig angemessen, daß sie schon wieder passend war.
    Auch aus Österreich kommen gute Filme!


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Zitat

    Kürzlich habe ich den österreichischen Film "Komm, süßer Tod" gesehen, hat mir gut gefallen (etwas makaber allerdings schon).


    Ist ja auch eine unserer Spezialitäten... :D

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Hallo Pius,


    Zitat

    Original von Pius


    Kürzlich habe ich den österreichischen Film "Komm, süßer Tod" gesehen, hat mir gut gefallen (etwas makaber allerdings schon).


    dann schau` Dir mal "Silentium" an... Da gibt`s übrigens Mozart-Musik drin :stumm:


    Sophia

  • Sagitt meint:


    Eben wurde ich in anderem Zusammenhang an diesen Film erinnert. Die Brüder Taviani drehten nach einer wahren Geschichte. Eine von einem Hirtenjunge, der allein mit seinen Schafen in den Bergen ist und da ein schlichtes Leben führt, aber von Büchern und Musik träumt. Der Film handelt davon, dass der Vater ihn unwissend halten will und den Jungen mehrfach bedroht,einmal, als er Mozart im Radio hört, das Kabel aus der Wand reisst und das Gerät im Wasser versenkt.
    Ein sehr intensiver Film, anrührend, wie sich Bildung gegen alle Widerstände durchsetzt, wie eine Blume, die den Beton durchbricht.
    Wenn es den mal gibt, Ansehen lohnt sich !

  • Sagt mal, das berühmte Boccherini-Quintett aus dem Klassiker Ladykillers mit Peter Sellers und Alec Guinness - kann mir jemand genau sagen, wie das Stück heißt und eine CD-Empfehlung abgeben?



    Die erste Frage hätte sich dank googl erledigt, bleibt die Frage nach Einspielungen.


    Zitat

    Das Menuett entstand im Jahre 1771 als dritter Satz des Quintetts E-Dur, op. 11,5 (G 275) für zwei Violinen, Viola und zwei Violoncelli. Es wurde vier Jahre später unter einer anderen Opuszahl, nämlich als op. 13,5, veröffentlicht, fand aber damals keine sonderliche Beachtung. Erst knapp 100 Jahre später trat das Menuett von Boccherini von Frankreich aus seinen Siegeszug an.

  • Hallo!


    Da ich gerade Paganinis 24 Caprices für Violine solo höre, sei angemerkt, daß der Straßen-Geiger (ebenfalls von Loriot gespielt) in "Pappa ante Portas" eine Passage aus der Caprice Nr. 19 spielt - wenn ich mich richtig an den Film erinnere.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo,


    bei mir gab es eine Initialzündung im Film "Der Anschlag" mit Ben Affleck und Morgan Freeman.
    Hier gab es eine Szene am Ende des Films, die mit der Arie "Nessun Dorma" untermalt wurde, was mich dazu bewog, nach einiger Recherche, mir die Oper Turandot (Sutherland, Caballé, Pavarotti unter Zubin Mehta) zuzulegen.


    Gleichzeitig wurde daduch auch mein Interesse an die Oper wieder neu belebt.

    Liebe Grüße
    der Manfred

  • Also ich finde einen wichtigen Beitrag leisten auch die Simpsons! :)


    So gibt es in der Folge "Das Fernsehen ist an allem schuld" eine wunderbare Szene wo der erste Satz von Beethovens 6. lebendig wird und die Kinder aus den Häusern kommen und in den Wäldern allerei Spiele spielen. Auch versucht mal die Sschulband die Unvollendete von Schubert zu fabrizieren, in der selben Folge kommt auch die Ouverture 1812 vor.
    Dann gibt es selbstverständlich die Folge in der Bart Mozart verkörpert und die ganz mit klassischer Musik unterlget ist.




    Spontan fällt mir jetzt auch noch "Dogville" ein. Dort ist eines der Hauptthemen ein Violinkonzert von Vivaldi (allerdings weiß ich nciht welches).

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • Nachdem ich gestern erstmal "Alexander Nevsky" gesehen und gehört habe, muss ich sagen, dass ich gleichermaßen überzeugt und enttäuscht war. Die Darstellung der bösen Deutschen und die beeindruckenden Bilder mehr oder weniger kahler Landschaften mit viel Himmel (welche Wolken-Symphonien!) und vereinzelten Soldaten oder Heeren in der Ferne sind grandios, ebenso einige wenige Stellen von Prokofieffs Filmmusik. Das lustige Kriegmachen mit den unverletzbaren Guten finde ich zum Kotzen, ebenso wie die sehr gut dazu passende Prokofieffsche musikalische Begleitung.


    Die Handlung vom schrecklichen Iwan verspricht ein Aufatmen bei Eisensteins Spätwerk, Prokofieff wird wieder einer Prüfung unterzogen (2. oder 3. Symphonie, was sonst?)

  • Ich denke, hier kann mensch auch über Filme schreiben, die sich thematisch mit der Klassik befassen. Sonst möchte bitte ein Moderator den Beitrag in einen eigenen Thread mit entsprechendem Titel verschieben..


    Ich habe gestern seit langem den alten Film über "Amadeus" von Foreman wieder gesehen. Und war erneut fasziniert.


    Es geht da freilich weniger um eine historisch getreue Darstellung des Komponisten Mozart, der Geschichte seiner Kompositionen und vor allem des Reguiems. Sondern um die künstlerische Gestaltung des Konflikts zwischen dem Genie Mozart, der als Mensch seine äußerst unangenehmen Seiten hat, und dem mittelmäßigen Salieri, der aber das Geniale in Mozart erkennt und schätzt.


    Interessant fand ich es auch, dass die Zeitgenossen - auch der Kaiser selbst - nur eingeschränkt etwas mit Mozarts Musik anfangen konnten. Dass sie nicht fähig waren, das Schöne und Neuartige zu schätzen. Da fehlten wohl auch Kenntnisse - passt gut zu dem neueren Therad hier zu Musik hören und verstehen.


    Und faszinierend, unheimlich, aufstörend fand ich die Darstellung, wie das Requiem komponiert wird.
    Wie Mozart meint, es im Auftrag des Todes zu komponieren - ein Intrigenspiel Salieris, der sich als Tod verkleidet. Wobei der Tod wiederum für seinen toten Vater steht, der sich mal auf einem Maskenball so verkleidet hatte (wovon Salieri wußte). Und der angeblich das Vorbild für den (toten) Comtur in Mozarts "Don Giovanni" ist.
    Wie Mozart bei der Komposition dieses Werkes langsam zugrunde geht. Wie er die letzten Takte im Sterben komponiert; das Niederschreiben übernimmt Salieri, der durch Zufall / Schicksal in diesen Stunden bei ihm ist.
    Etwas kitschig fand ich die letzte Liebesszene zwischen Mozart und seiner Frau. Sie hatte ihn verlassen, Sehnsucht und Gewissensbisse, und findet ihn jetzt im Totenschlaf.


    Vielleicht hat jemand von euch den Film auch gesehen oder als Video zuhause und mag seine / ihre Eindrücke schildern.

    Anna-Beate

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    nubar


    Sevus, ja Du hast recht: Battle Royale 2 ist ein blöder, politisch gefärbert alberner Kinderfilm (nur die brutalität verhindert, daß man diesen kitschigen mist auch tatsächlich kindern vorführen darf). Der erste Teil hingegen macht echt spaß und stammt von Meisterregisseur Fukasaku Kinji - so eine art japanischer quentin tarantino.
    Im ersten teil wird nicht nur das dies irae aus verdis requiem missbraucht (geb ich zu), sondern es wird auch noch witzigerweise und zynisch der radetzkymarsch benutz zur untermalung der lakonisch tödlichen durchsagen von takeshi kitano. ein schubertlied "über den wassern zu singen" (in der listz-bearbeitung) findet auch unterschlupf. Leider ist die unzensierte Battle Royale-Fassung im deutschsprachigen raum nur schwer zu bekommen. (Ich möchte hier nicht allgemein für diesen Film reklame machen, er ist nur was für quentin tarantino-fans)


    Gruß, Markus aus FfM


    Hallo.


    Der Eintrag liegt ja schon eine Weile zurück, aber hier muss ich doch etwas dazu sagen. Erstmal offenbare ich, dass ich von "Battle Royale" begeistert bin (im Gegensatz zu anderen Filmen ist er auch in der gekürzten dt. Fassung noch sehr gut, und in Ösiland dürfte der Erwerb der ungekürzten Version gar kein Problem sein). Einen Zusammenhang mit Tarantino sehe ich hier überhaupt nicht, zumal Kinji Fukasaku m. W. schon gefilmt hat, als Tarantino noch gar nicht geboren war (B. R. ist sein Alterswerk). Stimmt schon, dass Tarantino sich auch gerade aus japanischen Filmen alles zusammensucht, was ihm gefällt, und dies in seine eigenen Filme integriert. Aber da können die Japaner ja nichts dafür. Zugegebenermaßen ist der Film in seiner auf die Spitze getriebenen Gesellschafts-Kritik und -Persiflage zynisch, ganz ähnlich wie Kubricks "Clockwork Orange". Gleichzeitig ist er erschreckend und auch sehr ästhetisch gestaltet. Dass er die in ihm verwendete Musik "missbraucht", kann einfach nicht so stehenbleiben. Gerade Verdis "Dies irae" (mit einem Text, der das Weltuntergangsgeschehen schildert), passt hervorragend zum Inhalt des Films, der das Szenario einer apokalyptischen Gesellschaftsentwicklung zeigt. Wenn das ein Missbrauch sein sollte, dann wäre einem Herrn Kubrick erst recht Missbrauch vorzuwerfen.

    „People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing."
    Florence Foster-Jenkins (1868-1944)

  • In den nächsten Wochen und Monaten gibts einiges an "Klassik im Kino":


    Seit 1.2.07:
    "Vier Minuten"



    Klavierlehrerin gibt Unterricht in einem Frauengefängnis. Eine ihrer Schülerinnen erweist sich als a) hochtalentiert und b) Mörderin.
    Viel weiss ich nicht über den Film, aber die Kritiken sind ganz gut. Hat ihn jemand gesehen und kann darüber berichten?


    Trailer gibts hier: 'http://www.moviemaze.de/media/trailer/3078/vier-minuten.html'


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    Ab 8.3.07:
    "Zum Abschied Mozart"
    Ein Schweizer Dokumentarfilm über die Abschlußklasse einer Oberschule, die Mozarts Requiem probt und zur Aufführung bringt.
    Ich verspreche mir nicht besonders viel von dem Film, der meines Erachtens im Fahrwasser von "Erziehungsfilmen" wie "Rhythm is it" und "Die Kinder des Mr. Mathieu" dümpelt. Das Klischee: "kleinkrimineller Jugendlicher aus bildungsferner Schicht singt Mozart und wird zum verantwortungsbewussten Einser-Schüler" ist mittlerweile einfach ausgelutscht. Das Geld für die Kinokarte werde ich mir sparen und dafür lieber meine Tief-Preis-CD-Sammlung erweitern :P


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    Ab 5.4.07:
    "Copying Beethooven"



    Erzählt wird die Geschichte einer jungen Kopistin, die Beethoven bei der Fertigstellung seiner letzten Werke hilft.
    Man sieht also bereits am Konzept, dass der Film nicht H.I.P (historisch informierter Plot) ist. Vermutlich steht eher (ähnlich wie bei "Amadeus") die Charakterisierung der Person Beethoven im Fordergrund.


    Die Einspielergebnisse und Kritiken aus den U.S.A lassen zwar keinen durch diesen Film ausgelösten Beethoven-Hype erwarten, aber dennoch vermute ich, dass viele Kino-Gänger via Internet versuchen werden, Fiktion von Wahrheit zu trennen und auf diesem Wege vielleicht auch im Tamino-Forum landen.


    Ob der Kinostart des Filmes tatsächlich Auswirkungen auf die Besucherzahlen im Forum hat, darüber könnte uns Alfred vielleicht, wenns soweit ist, ein paar statistische Zahlen nennen.


    Den Trailer gibt's hier zum kucken: 'http://www.imdb.com/title/tt0424908/trailers'


    Liebe Grüße!
    V.



    Edit:
    zwei sind mir noch eingefallen:


    Ab 22.2.07: "La vie en rose" Ein Film über das Leben der Edith Piaf (nicht direkt klassische Musik, aber immerhin Musik)


    Seit 8.2.07: "Schräger als Fiktion" (hat eigentlich gar nix mit klassischer Musik zu tun, aber falls jemand den Mozart-Mimen Tom Hulce mal wiedersehen möchte...ihr müsst aber ganz genau hingucken...sein Auftritt dauert weniger als eine Minute und er hat sich in den letzten 25 Jahren auch ein bißchen verändert :wacky: )

  • Sagitt meint:


    Vier Minuten ! Das Schumann -Klavierkonzert, nun es geht ja in eine wilde Improvisation über, dann eben vier Minuten.Musik spielt eine Rolle, eine grosse sogar,aber nicht für Freunde der klassischen Musik. Die beiden Frauen begegnen sich im Raum der Musik, darin kann sich gegenseitige Wertschätzung entwickeln,ob nun Stücke korrekt wiedergegeben werden, ist ganz zweitrangig. Da hört man eben KV 331 auf der Orgel.
    Wenn man sich von dieser Vorstellung einer solchen Korrektheit lösen kann, ist das Thema anrührend, so wie Blumen durch Beton spriessen, taut die Musik die versteinerten Herzen der beiden Frauen auf. Sie rangeln heftig, aber die Brücke ist die Musik. Neben dem Zweikampf ist es auch ein Film über die Macht der Musik !

  • Danke, sagitt!


    Ich glaube, den Film werde ich mir anschauen, wenn er denn irgendwann mal in meinem Kino läuft. Im Moment hat man dort keine Kapazitäten frei, weil man vier mal am Tag "Rocky Balboa" zeigen muss. :rolleyes: :motz:


    Gerade habe ich noch das hier gefunden:


    Seit 23.11.2006:
    "Winterreise"



    Allerdings nicht für Puristen geeignet, denn:


    "Das dahinter stehende Lebensgefühl ist bestimmend für den gleichnamigen Liederzyklus von Franz Schubert. Leitmotivisch begleitet er, im für die Figur des Brenninger typisch launischen Wechsel mit treibender Rockmusik, die Entwicklung des Protagonisten. Dabei stehen diese schwermütigen Klänge für das eigentliche Wesen des umtriebigen Mannes, während er sich mit den rockigen Beats immer wieder zu vermeintlichen Heldentaten peitscht."


    LG
    V.

  • Zur Ergänzung:

    KLANG DER STILLE


    Original: Copying Beethoven
    Start: 05.04.2007
    Genre: Drama
    Land: USA 2006


    Zitat

    Drama über das letzte Jahr im Leben des tauben Beethoven, der mit Hilfe einer jungen Frau, die seine Noten lesbar kopiert, die Neunte Sinfonie vollendet.


    Seit nunmehr zehn Jahren hat der fast vollständig ertaubte Ludwig van Beethoven (Ed Harris) keine Symphonie mehr komponiert. Im Jahre 1824 arbeitet er in Wien an seiner Neunten. Dafür benötigt er die Hilfe der 23-jährigen Musikstudentin Anna Holtz (Diane Kruger), die von Freund Martin (Matthew Goode) und Ordensmutter Canisius (Phyllida Law) gleichermaßen vor seiner Gemeinheit gewarnt wird, unter der sie zunächst auch leidet. Doch von eigenen Ambitionen angespornt, hält Anna durch. Auch bezüglich Beethovens Neffen Karl (Joe Anderson).
    Agnieszka Holland, bekannt für den umstrittenen "Hitlerjunge Salomon", huldigt Beethovens Genie in einem musikalischen Biopic, für das Spezialist Christopher Wilkinson ("Nixon", "Ali") die Vorlage schrieb. Hochkarätig besetzter Ohrenschmaus für Klassikfreunde.


    Und noch der Link zum deutschen Trailer:
    'http://www.trailerseite.de/archiv/trailer-2007/klang-der-stille-copying-beethoven-trailer.html

  • Hallo,


    In Oceans 13 kam ein einer Szene Debussy's "Clair de lune" aus der "Suite bergamasque" als Bearbeitung für Jazzcombo/Merimbaphone/Orchester ?( Was aich immer..ich erinnere mich nicht mehr 100%ig - es war auch ziemlich leise...


    LG
    Raphael

  • Ich habe dei Frage hier schonmal gestellt, sie bliebe leider ohne Antwort.


    Purcell: The Plaint-(O let me weep) aus der Oper "The fairy queen" (jaja..... ;))habe ich nun bereits zweimal in Kinofilmen höchster Qualität erlebt. In Pedro Almodovars "Sprich mit ihr" in einer Tanztheatersznee mit Pina Bauschs Truppe und vor enigen Tagen in einem neuen frz. Film "La vieille maitresse" von Catherine Breillart. Dort gesungen von dem Counter Alfred Deller, begleitet von W.Christie und Wieland Kuijken hôchstselbst.
    Falls jemand davon Aufanhmen hat oder kennt.....


    Das STück ist zum Hinschmelzen schön und ich habe es mir erkoren . Die Deller-version ist tiefer gesetzt und obschon ich imgrunde kiene Counter mag, macht er das einfach so gut, dass ich nur zu gerne iene Aufnahme hätte. Auf der, die ich besitze singt Catherine Bott, eine tolle englische Barock-Sopranistin.
    Fairy Queen

  • Ich weiß nicht, wann die bei youtube das merken (spätestens jetzt? :D )
    Der Suchbegriff "Copying Beethoven pt." listet meiner Ansicht alle Teile des FIlmes auf. Wer also des Englischen mächtig ist und diesen Film nicht in einem Kino vor Ort ansehen kann, findet hier eine Möglichkeit, über dessen rechtliche Herkunft ich keine Aussage machen kann. Ist ja schließlich nur eine Entdeckung meinerseits 8)

  • Zitat

    Original von georgius1988
    .........
    .........
    Spontan fällt mir jetzt auch noch "Dogville" ein. Dort ist eines der Hauptthemen ein Violinkonzert von Vivaldi (allerdings weiß ich nciht welches).


    Jawohl! Lars von Trier und... Peter Greenaway gehören
    zu den wenigen Filmemachern, die ich aufrichtig bewundere.
    So gut wie in jedem Film von P. Greenaway gibt es Szenen, die
    von barocken Melodeien untermalt sind:
    "Der Kontrakt des Zeichners" - Variationen von Michael Nyman
    über Chaconnes von Henry Purcell, "Der Koch, der Dieb ... ",
    "Ein Z und 2 Nullen", "Drowning by numbers", "Prosperos
    Bücher" - überall tauchen entweder Originalstücke,
    oder neobarocke Variationen über bekannte Themen auf.
    Die allzumenschliche Studie Greenaways über die Sitten und
    Gepflogenheiten der Spezie "Homo sapiens "-
    "Baby of Macon" gehört in meine Top-5 :jubel::jubel::jubel:
    Der Streifen wird durchgehend von barocker Musik
    /Monteverdi, Purcell et al./ begleitet.


    P. S. Hier Näheres zum Soundtrack von "Dogville":

    1 Dogville Overture (Vivaldi Concert In G Minor)
    2 Thoughts Of Tom (Handel Concert Grosso)
    3 Happy At Work (Albinoni Oboe Concert)
    4 Dogville Theme (Vivaldi Concert In G Minor)
    5 The Gifts (Vivaldi Flute And Cembelo)
    6 Happy Times In Dogville (Albinoni Oboe Concert)
    7 Fast Motion (Vivaldi Concert In G Minor)
    8 The Fog (Vivaldi Madrigalesco)
    9 Grace Gets Angry (Vivaldi Nisi Dominus)
    10 Change Of Time (Pergolesi - Stabat Mater)
    11 Manderlay Theme (Vivaldi Concert For Bassoon)
    12 Mam's Death (Vivaldi Concert In G Minor)
    13 The Child (Vivaldi - Al Santo Sepolcro)
    14 The Swallows Arrives (Handel Aria)
    15 Young American (David Bowie)

    2 Mal editiert, zuletzt von wolkenstein ()

  • Bei Film + Klassik denke ich immer an Albinonis Adagio in g für Streicher in Welles' Kafka-Verfilmung "Der Prozeß". Dort wird eine sehr getragene Interpretation des Werkes (Karajan) immer wieder eingeflochten, was die Atmosphäre des Films intensiviert.

  • Kennt jemand den merkwürdigen Film "Zardoz"?



    Darin kommt sehr oft der zweite Satz aus Beehovens 7. Symphonie vor, was ich dem Regisseur John Boorman bis heute übel nehme.
    Immer wenn ich Beethovens 7. Symphonie höre, muss ich an diesen komischen schwebenden Felsen denken...!


    Viele Grüße
    Frank

  • Schau dir erst mal Boormans "Excalibur" an. Dann wirst du beim "O Fortuna"-Chor von Orff immer an eine Horde von Rittern in Hochglanzrüstungen denken, die durch einen Meer von herabwehenden Baumblüten reiten und beim "Siegfried"-Trauermarsch an Ritter, die nachts bei Fackelschein mit dem Schwert an Bäume genagelt werden.


    Der Film ist spitze, nebenbei bemerkt ;)


    Was noch sehr interessant ist:


    Im Film "Die Klasse von 1984" von Mark Lester spielt ein Schulklassenorchester die 1812-Ouvertüre von Tschaikowsky. Das Interessante (neben der fragwürdigen Besetzung) ist: Bei der Aufführung fangen sie irgendwo mitten im Stück an zu spielen, das hört sich wirklich sehr seltsam an...

    „People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing."
    Florence Foster-Jenkins (1868-1944)

  • Ich weiß gar nicht, ob ich das hier schon mal erwähnt hatte, aber einer meiner Lieblingsfilme ist "Ein Herz im Winter" mit Emanuelle Béart und Daniel Auteuil aus dem Jahr 1992. Zwei Geigenbauer streiten sich um eine Geigerin, am Ende verlieren alle. Französischer Film eben :D . Und dazu jede Menge Ravel....

  • Ich habe gelesen, dass es sich bei
    den meisten Tracks um Pasticcios handelt:
    "Prélude de Mélanie" (nach J. S. Bach), "l’Etude d’Ariane",
    "la Sonatine d’Ariane" (nach Mozart).
    Track # 9 ist eindeutig WTK BWV 875 d-moll

  • Hallo,


    Gerade sah ich auf DVD Oceans Eleven und musste feststellen, dass auch hier am ende Debussys "Clair de lune" in einer wundervollen - (wenn auch etwas kitschigen) Orchesterbearbeitung erklang.


    Kennt jemand zufällig eine Aufnahme mit der Orchesterfassung?!?
    Irgendwie übt die musik genau den effekt aus, den Debussy warscheinlich beabsichtgte... :faint:


    LG
    Raphael