Die Klavierkonzerte von Brahms - Zwei Symphonien mit piano obbligato

  • Hallo Lutgra,


    nein, das KK 2 ist auch nicht teuer (ich hatte sogar mal die LP). Schwieriger wird es beim KK 1.
    Aber jetzt, nachdem ich das Video gesehen habe und die Wahnsinns-Emotionen von Bernstein so auch optisch noch besser mitgeniessen kann, käme mir der CD-Kauf gar nicht mehr in den Sinn.


    Es müsste schon die DVD-Ausgabe sein ... oder :thumbup: YouToube reicht doch auch, angesichts meiner massigen Vergleichs-Aufnahmen der Brahms-KK.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Beide Aufnahmen (1. und 2. KK) sind übrigens in der neuen Bernstein-Box enthalten.



    Herzliche Grüße


    Christian

    "...zerging’ in Dunst / das Heil’ge Röm’sche Reich, / uns bliebe gleich / die heil’ge deutsche Kunst!" (Die Meistersinger von Nürnberg)

  • Auf CD wäre dies wohl die günstigste Möglichkeit, die Brahms KKs mit Bernstein/Zimerman zu erwerben:



    Die Einspielung ist auch auf DVD erhältlich:



    Gruß enkidu2

    Nach Schlaganfall zurück im Leben.

  • Danke Liebstraum. Ich brauche wohl eine bessere Brille. Kann leider meinen Beitrag nicht mehr korrigieren.


    Gruß enkidu2

    Nach Schlaganfall zurück im Leben.

  • Ashkenazy/Haitink mit dem volltönenden Concertgebouw Orkest ist auch wirklich sehr gut - die Aufnahmen muß ich mir endlich mal kaufen....


    Lieber Holger,


    ich mache mit diesen 1982er-Aufnahmen hier im richtigen Thread weiter. Ashkenazy/Haitink waren beide meine ersten Aufnahmen der Brahms - KK auf CD.
    Das KK Nr.1 ist mit dem CGBO das KK Nr.2 mit den Wiener PH eingespielt. Ich war bis dahin damals noch deutlich von Fleisher/Szell auf CBS-LP geprägt und konnte mich bis heute, auch als Ashkenazy-Fan, nie mit diesen beiden Decca-Aufnahmen anfreunden. Ich habe auch nur die Aufnahmen (zum verifizieren) und nicht mehr diese CD´s behalten.
    Beide Klavierkonzerte sind mir von beiden Ausführenden mit einer viel zu romantischen Sichtweise versehen; die langen Spielzeiten mit über 24Minuten im ersten Satz des Ersten sind mir auch zu ausgewalzt und das Zweite bleibt für meinen Geschmack sogar im Festlichen hängen. Pianistisch und orchestal ist an den gut klingenden Aufnahmen natürlich nichts auszusetzen, aber am Ausdrucksgehalt ...


    Meine Favoriten sind da aus ganz anderem Holz geschnitzt:
    Serkin / Szell (SONY), Fleisher / Szell (SONY), Rubinstein/Reiner für KK Nr.1 (RCA) und Richter/Leinsdorf für das Zweite (RCA). Von den neueren Aufnahmen finde ich auch das KK Nr.1 mit Freire/Chailly (Decca) in der straffen Int sehr gelungen; hier bei Chailly ist mir allerdings das KK Nr.2 auch etwas zu überromantisiert.


    Pollini wurde in seinen späteren Aufnahmen (u.a. mit Thielemann) als ziemlich fragwürdig beurteilt (im anderen Brahms-Thread bei den Aufnahmen ab 1990).
    Mir gefällt auch Pollini/Abbado Berliner PH (DG, Live) nicht besonders; es fehlt an Dramatik - einfach zu schön = Doppel-CD abgesetzt !
    :!: Aber Pollinis Aufnahmen mit den Wiener PH - das Erste mit Böhm (DG, 1980), das Zweite mit Abbado (DG, 1977) sind wieder der dramatische und nicht überromantisierte Brahms, der meinen Vorstellungen entspricht - beide Aufnahmen befinden sich auf einer DG-Doppel-CD. Auch die Spielzeiten, bei der der 1.Satz des KK Nr.1 21Min nicht überschreitet, sind da voll im Lot = 20:55 !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Brahms Klavierkonzerte habe ich mit den beiden Sony Aufnahmen von Rudorf Serkin / Cleveland Orchester / George Szell (siehe Beitrag 131) als Referenz begonnen.


    Beim 1.KK kam ich dann recht schnell zu Curzon und habe daraufhin die Suche beendet. Geniale Einspielung.


    Beim 2.KK habe ich fast alle der vorgenannten Empfehlungen gehört, am Schluß war es - überraschend für mich selbst - Brendel/Abbado.


    Selten eine so konzentriert exakt und trotzdem kräftig lebendige Spielweise am Klavier gehört.


    Aber einen Tick zu kontrolliert und durchdacht in der Ausführung.


    Weitere Recherchen führten zu einem mir nicht bekannten Pianisten, zu Hans Richter-Haaser.



    Einmal gehört, zweimal gehört, unglaublich. Diese Wucht und Energie hat keiner, da ist selbst S.Richter brav dagegen.


    Es hat länger gedauert, bis ich die emotionale Wirkung rein technisch verstanden habe.


    Es ist die Abstimmung des Klaviers.


    Da kommt ein fast metallischer Klang gelegentlich zur Geltung, der dem kraftvollen Tastenspiel eine gewisse Härte verleiht, die diesem Klavierstück einfach gut tut.


    Das dringt bei mir tief ein und reißt mit.

  • "Jung" oder gar "seeehr jung" hin oder her.


    Was mir, wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf, an den Beiträgen von Karl gefällt, das ist die gleichsam unbekümmerte Art, mit der er sich urteilend auf Interpretationen von Hauptwerken der klassischen Musik einlässt und vor der Subjektivität dabei nicht zurückschreckt. Gerade dies aber ist nicht nur das Erfrischende an diesen Beiträgen, sondern vor allem etwas, das zum Nachdenken anregt, - indem man sich fragt, wie der Verfasser zu diesem Urteil kommen mag, was ihn dazu bewogen hat oder ob es überhaupt sachlich begründet ist.
    Wenn das eine Folge des "Jung-Seins" ist, dann ist es eine gute!

  • Ich höre seit etwa 30 Jahren Klassik und ich würde vollkommen zustimmen, dass Richter-Haaser KEIN allzu bekannter Pianist ist. Mag sein, dass er es um 1960-70 gewesen ist, aber seit seinem Tod 1980 war er nahezu vergessen.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Ich höre seit etwa 30 Jahren Klassik und ich würde vollkommen zustimmen, dass Richter-Haaser KEIN allzu bekannter Pianist ist. Mag sein, dass er es um 1960-70 gewesen ist, aber seit seinem Tod 1980 war er nahezu vergessen.


    Ich kannte den Namen bis heute auch nicht, und ich bin - leider - auch nicht mehr jung. ;( Dass er seit 1980 nahezu vergessen ist, könnte eine Erklärung sein, denn meine Beschäftigung mit der klassischen Musik begann in den 80ern, und ich habe auch relativ wenige Schallplattenaufnahmen, die älter sind.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Zitat

    Helmut fragt:
    ...wie der Verfasser zu diesem Urteil kommen mag, was ihn dazu bewogen hat oder ob es überhaupt sachlich begründet ist.


    Ich höre mir Kompositionen, die mir gefallen, über einen längeren Zeitraum immer und immer wieder an.


    Es gibt dabei keinen Zeit- oder Termindruck.


    Irgendwann geht die Tür auf.


    Anschließend wird sortiert.

  • Hallo


    Ich würde gerne ein Update zu den mir zur Verfügung stehenden Aufnahmen beider Konzerte geben. Ich kenne die ersten Einspielungen Pollinis sowie die DG-Aufnahmen Gilels‘/Jochums sowie Gelbers aus meiner Schulzeit, habe sie aber nicht auf CD. Die homogen stark favorisierten Aufnahmen mit Szell und dem Cleveland Orchestra habe ich leider nie gehört.


    Ich berücksichtige zunächst die Pianisten, mit denen ich beide Konzerte auf CD habe:


    Artur Rubinstein, p
    Boston Symphony Orchestra
    Erich Leinsdorf, cond (KK 1)
    (RCA, ADD, 1963)
    Charles Munch, cond (KK 2)
    (RCA, AAD, 1952)


    Claudio Arrau, p
    Carlo Maria Giulini, cond
    Philharmonia Orchestra
    (EMI, ADD, 1960/1962)


    Horacio Gutiérrez, p
    André Previn, cond
    Royal Philharmonic Orchestra
    (Telarc, DDD, 1990/1988)


    Krystian Zimerman, p
    Simon Rattle, cond (KK 1)
    Berliner Philharmoniker
    (DG, DDD, 2004)
    Leonard Bernstein, cond (KK 2)
    Wiener Philharmoniker
    (DG, DDD, live, Wien, 1984)


    Rudolf Buchbinder, p
    Zubin Mehta, cond
    Wiener Philharmoniker
    (Sony, DDD, live, Wien, 2015)


    Die Rubinstein/Leinsdorf-Aufnahme des KK 1 besticht durch Reife und herausragenden Stereo-Sound. Rubinstein singt seinen sonoren Anschlag voll aus. In seiner älteren Aufnahme (mono) des KK 2 mit Munch und ebenfalls dem Boston Symphony Orchestra geht es richtig zur Sache: die beiden ersten Sätze gehören zu den schnellsten! Absolut packend.


    Fortsetzung folgt.


    LG Siamak

  • Sagittarius meint:in den späten 50ziger Jahren wurde er als Nachfolger von Kempff und Backhaus gehandelt.RororoSchätze der klassischen Musik,konnte sich aber in Deutschland nicht etablieren,nahm bei der englischen Columbus auf.Große Erfolge in Japan.


    Richter-Haaser ist bei einer Probe für das Brahms B-Dur konzert gestorben.

  • Obwohl ich mindestens ein Dutzend Aufnahmen des 2. Brahms-Konzerts im Regal stehen habe, gehört meine heimliche Liebe noch immer dieser alten Aufnahme:
    Géza Anda, Berliner Philharmoniker, Dir.: Ferenc Fricsay (Aufnahme: 5/1960, STEREO).
    Die obige Abbildung zeigt die originale LP-Ausgabe, als Einzel-CD ist sie m.W. derzeit nicht erhältlich. Doch in dieser großartigen 45 CD-Box mit sämtlichen orchestralen Aufnahmen des Dirigenten Ferenc Fricsay (1914-1963) ist sie selbstverständlich enthalten:

    Eigentlich bin ich ein Gegner der kolossalen Boxen, aber das hier ist eine Schatzkiste der besonderen Art und ihr Geld auf jeden Fall wert. Fast jede CD ist ein kleines Juwel.
    Géza Anda hat später das Konzert noch einmal mit Karajan (1968, DGG) aufgenommen, aber die einzigartige Konzentration und die großartige künstlerische Übereinstimmung, wie die beiden ungarischen Landsleute sie vorführen, wird nicht mehr erreicht.


    LG, Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Hallo

    Claudio Arrau, p
    Carlo Maria Giulini, cond
    Philharmonia Orchestra
    (EMI, ADD, 1960/1962)

    Diese Einspielungen Arraus mit Giulini schätze ich sehr. Sie sind in gutem alten Stereo. Giulini arbeitet die Instrumentalisierung sehr differenziert heraus. Das faszinierende an Arrau ist seine kristalline sehr saubere Grifftechnik. Die Tempi sind gemäßigt.


    LG Siamak

  • Ich bin erstaunt, dass 2 Pianisten, deren Brahms-Interpretationen als maßstabsetzend gelten, nämlich Julius Katchen und Gerhard Oppitz bisher noch nicht genannt wurden.


    Herzlichst
    Operus

    Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

  • Wenn ich mich, gerade von einer Mitgestaltung einer hl. Messe vom Deutschen Katholikentag zurückgekommen, hier zu Wort melden darf, möchte ich mich in der Kürze der Zeit und nach einem raschen Blick in meine Sammlung zunächst nur auf dei beiden Klavierkonzerte beziehen und die Pianisten hier auch inden Einspielungen als m. E. referenzwürdig anführen, die beiden KK eingespielt haben:


    Claudio Arrau, Carlo Maria Giulini, Philharmonia Orchestra, 1960, 1962
    Claudio Arrau, Bernard Haitink, Royal Concertgebouw, KK 1 und KK2, 10/1969
    Emil Gilels, Eugen Jochum Berliner Ph., KK1 und KK2, 1972
    Swjatoslaw Richter, Chikaog Symphony, Erich Leinsdorf, KK 1, 1961
    Swjatoslaw Richter, Orchestre de Paris, Lorin Maazel, KK 1, 10/1969
    Arthur Rubinstein, Chikago Symphony, Fritz Reiner, KK1, 1954
    Arthur Rubinstein, RCA Victor Symphony, Josef Krips, KK2, 1958
    Krystian Zimerman, Wiener Ph, Leonard Bernstein, KK1, 1984
    Krastian Zimerman, Wiener Ph, Leonard Bernstein; KK2, 1985


    Liebe Grüße


    Willi :)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Hallo


    Horacio Gutiérrez, p
    André Previn, cond
    Royal Philharmonic Orchestra
    (Telarc, DDD, 1990/1988)

    Horacio Gutiérrez ist ein famoser Pianist. Die Aufnahmen beider Klavierkonzerte mit Previn und dem Royal Philharmonic Orchestra treffen den Brahmsschen Ton, Gutiérrez zieht mit betörendem Zugriff an, falls vorgesehen. Sein Anschlag ist sehr sonor und rund. Aufnahmetechnisch exzellent! Für mich absolut top !


    LG Siamak

  • Zu den Spitzenaufnahmen der Brahms-Konzerte gehören unbedingt die von Alexis Weissenberg:



    Die Aufnahme ist enthalten in dieser Box:


    Mit George Pretre (1969) gibt es eine wirklich großartige Film-Aufnahme des 2. Brahms-Konzertes hier:



    Schöne Grüße
    Holger

  • Lieber Holger,


    leider habe ich die von Dir genannten Aufnahmen mit Weissenberg nicht, sehr wohl aber die ebenfalls exzellente EMI-Digitalaufnahme des 1. Klavierkonzertes mit Alexis Weissenberg, Riccardo Muti und dem Philadelphia-Orchestra.


    LG Siamak

  • Zimerman - Buchbinder - Berman mit dem Klavierkonzert Nr.1


    Siamak hat im derzeit aktuellen Thread Johannes Brahms - Welches sind Eure Lieblingsinterpretationen diese bisher selten genannten 3 Aufnahmen

    als seine Favoriten benannt:


    Krystian Zimmerman / Berliner PH / Rattle (DG, 2004, DDD)

    Zitat von ACOMA

    Wenn es eine perfekte Aufnahme gäbe, wäre es IMO diese Aufnahme. Zimerman war wohl mit seiner damaligen Live-Aufnahme unter Bernstein mit den Wiener Philharmonikern nicht zufrieden. ich hatte sie auf MC und zog sie der Weissenberg/Muti-Aufnahme signifikant vor. Die berliner Philharmoniker sind mit mikroskopischer Präzision disponiert, die räumliche Auflösung ist frappierend. Man sitzt mitten drin. Zimerman fügt sich dem Konzept minutiös ein. Die dynamische Bandbreite ist enorm. Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann der, dass die Interpretation extrem einstudiert ist und Spontaneität vermissen lässt.

    Rudolf Buchbinder, Wiener PH, Zubin Mehta (Sony, DDD, live, 2015)

    Zitat von ACOMA

    Es handelt sich um eine akustisch hervorragend eingefangene Live-Aufnahme aus Wien. Ich würde sagen, es handelt sich hierbei pianistisch betrachtet um einen Gegenentwurf der Zimerman-Aufnahme, ziemlich spontan und mit mehr Freiheit in der Formulierung. Buchbinder entdeckt da, wie so häufig, mit der linken Hand ‚neue‘ Linien und motivische Zusammenhänge. Die Wiener Philharmoniker unter Mehta spielen klanglich üppig und doch sehr differenziert.

    Lazar Berman, Chicago Symphony Orchestra, Erich Leinsdorf (CBS/Sony, ADD, 1979)

    Zitat von ACOMA

    Es war letztlich eine momentane Entscheidung, diese Aufnahme als Lieblingsaufnahme zu deklarieren und nicht diejenige mit Weissenberg/Muti. Zwar ist diese CBS-Aufnahme klanglich nicht so gut eingefangen, aber man hört doch die Instrumentengruppen sehr deutlich heraus und Berman spielt mit wenig Pedal und sehr sonorem Anschlag. Man hört die Stimmen so klar konturiert. Die Virtuosität ist packend. ich empfinde das Zusammenspiel hier wie bei einem ‚Concerto grosso‘.


    Der Klavierspezialist Siamak hat mich neugierig auf diese mir unbekannten Aufnahmen gemacht, denn er wird seine nachvollziehbaren Gründe dafür haben, denen ich nachgegangen bin:


    Die weiteren positiven Kritiken für Zimerman / Rattle, auch was die Klangqualität angeht sprechen für sich. Leider habe ich bei der Durchsicht der Spiellzeiten feststellen müssen, dass die recht breit sind und der 1.Satz des KK 1 über 24Minuten dauert ... damit käme ich dann auch weniger zurecht !

    Ausserdem habe ich die beiden Aufnahmen der KK 1 und 2 mit Zimerman / Bernstein (DG). Besonders das KK 2 finde ich mit den Beiden ganz ausgezeichnet. ;) Bernstein traue ich ein emotionsgeladenes Orchestermitspiel auch eher zu als Rattle ... wenn ich falsch liege, dann bitte erwarte ich Einspruch !



    Für Buchbinder / Metha habe ich leider keine Spielzeiten im Netz gefunden. Nur festgestellt, dass es mit Buchbinder noch eine weitere Aufnahmen der KK 1 und 2 mit dem Israel PO - Metha gibt und eine weitere mit Harnoncourt - CGBO Amsterdam.

    Da unter Harnoncourt die Spielzeiten unendlich breit sind (- beim KK1 1.Satz X/ 24:24:thumbdown:) und Harnoncourt mir mit seinen Brahms-Sinfonien vor mehr als 10Jahren einen Schock bereitet hatte, 8) würde ich ich ohnehin von Harnoncourt absehen.

    :!:Aber die von Siamak favoriserten Aufnahmen mit Buchbinder / Metha gibt es auch als BluRay und DVD.

    Der aktuelle Sound von 2015 im DTS 5.1 soll was ganz feines sein. Must have ! Solche massstabsetzen Aufnahmen der Brahms-KK auch optisch auf DVD zu erleben, ist ein langer Wunsch.

    Bei jpc sind diese dieses Wo-Ende portofrei für 50% 9,95€ auf DVD zu haben --> ^^ ein hammermässiger Bestellklick auf die Tastatur war die Folge !


    61NZcIRGbnL._SY300_.jpg

    C major, DVD, Live 2015, DTS 5.1



    Berman / Leinsdorf liegen mit 20:55 beim KK1 1.Satz genau im angemessenen Bereich. Leider soll die Klangqualität nicht so erbaulich sein, wie man es bei AD 1979 erwarten sollte. Da meine Favoriten mit Serkin oder Fleisher /Szell und Rubinstein / Reiner alle Eigenschaften voll erfüllen, wollte ich den Kauf erst einmal zurückgestellen ... für 1,57€ will ich mir diesen absoluten Brahms-KK-Favoriten von Siamak aber doch gönnen.

    :D Soeben auf die Tastatur wieder hammermässig mit dem Bestellklickfinger malträtiert.



    :jubel: Danke für die Anregungen, lieber Siamak.


    Hoffentlich werde ich beim KK 1 mit Buchbinder nicht von einem zu langsamen 1.Satz enttäuscht ?!

    Wie sind die Spielzeiten ?

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Da unter Harnoncourt die Spielzeiten unendlich breit sind (- beim KK1 1.Satz X/ 24:24 :thumbdown: ) und Harnoncourt mir mit seinen Brahms-Sinfonien vor mehr als 10Jahren einen Schock bereitet hatte, 8) würde ich ich ohnehin von Harnoncourt absehen.

    Lieber Wolfgang,


    von Berman gibt es das KK Nr. 1 auch als Mitschnitt vom Prager Frühling (Spielzeit Satz 1 (Satzbezeichnung Maestoso (! ^^ )) 24:05):


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    Alexis Weissenbarg hat das KK Nr. 1 mit C.M. Guilini und dem London SO aufgenommen (Satz 1 23.35 Min.) - übrigens in den Abbey Road Studios in London ;) :


    s-l500.jpg


    enthalten in dieser Box:


    71wJzuKrkaL._SY355_.jpg


    Weissenberg ist bei den Brahms-Konzerten einfach eine "Bank", wie man so schön sagt! :)


    Schöne Grüße

    Holger

  • Von Asahina dauert der erste Satz 25:23 Minuten.

    Langweilig ist die Aufnahme nicht.

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    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Lieber Wolfgang,


    Buchbinder/Mehta/WP benötigen für den 1. Satz 21:16 ! Es dürfte Deinem Geschmack entsprechen !


    LG Siamak

  • Buchbinder / Wiener PH / Metha (SONY, 2015, DDD)

    Lieber Wolfgang,

    Buchbinder/Mehta/WP benötigen für den 1. Satz 21:16 ! Es dürfte Deinem Geschmack entsprechen !

    LG Siamak

    Lieber Siamak,


    im Brahms-Lieblingsaufnahmen-Thread gehören die Brahms KK Nr. 1 und 2 in diesen Aufnahmen mit Buchbinder / Matha zu deinen 3 Favoriten.

    :thumbup::) Damit hast Du, auch bei mir, voll ins Schwarze getroffen.


    Heute hatte ich die DVD von beiden KK erhalten und bin absolut begeistert. Mein Vorurteil, dass bisher nur die grossen Alten (Fleisher und Serkin / Szell, Rubinstein / Reiner und Richter / Leinsdorf) mich überzeugen konnten, muss ich hiermit revidieren. Denn Buchbinder / Metha können mit meinen Favoriten weitestgehend gleichziehen.

    :!:Buchbinder überzeugt auf der Ganzen Linie und ist bei Zubin Metha, den er für den besten Partner als Dirigent hält, da er sich ganz auf ihn einstellt und trägt, in allerbesten Händen.

    Für mich ist bei der Beurteilung von KK der orchestrale Part genau so wichtig, wie der Solopart. Metha beginnt das KK Nr.1 im richtigen packenden Tonfall und lässt die wiener Pauken richtig dramatisch und prägnant anheben (ohne das lahme undeutliche Gewusel macher Aufnahmen). Es ist für mich ganz wichtig, dass ich bis das Klavier seinen ersten Einsatz hat, schonmal voll gepackt werde ... und das ist hier voll der Fall.

    Wahnsinn, dass Buchbinder beide KK im Wiener Musikvereinssaal vom 7-10 März 2015 so souverän hintereinander präsentieren konnte. (Die Aufnahme auf DVD muss an einem dieser 4Tage entstanden sein, da eine der Zuhörein (unter dem Klavier sichtbar) immer die Gleiche ist.)


    Das KK Nr.2 überzeugt ebenfalls und zieht mindestens ohne wenn und aber mit Richter / Leinsdorf gleich.

    Was soll ich das noch selber Worte fassen, denn da trifft genau das zu, was Du heute im Brahms-Lieblingsaufnahmen-Thread schreibst:

    Zitat von Siamak

    Diese Aufnahme habe ich der berühmten Aufnahme mit Richter/Leinsdorf vorgezogen. Der Zugriff und Duktus im 1., 2. und 4. Satz ist ähnlich vehement und zügig. Buchbinder spielt wunderbar frei und seine linke Hand erarbeitet zusätzliche Aspekte, die bei anderen verborgen bleiben. Hinzu kommt, dass es sich um eine Live-Einspielung handelt. Buchbinder/Mehta präsentierten beide Klavierkonzerte an einem Tag, zuerst das 2. und dann das 1. ! Klanglich sind Solist und Orchester hervorragend ausbalanciert.


    :angel: Absolut Spitze mit bestem Hörspassfaktor ist aber auf DVD (gibt es auch als BluRay) die audiophile Klangqualität im Fünfkanal-DTS-Sound. Damit ist das auch meine klangbeste Aufnahme der Brahms KK. Der sonore Klang des Steinway-Flügels ist atemberaubend deutlich und orchestral geht keine Stimme unter - phantastisch.


    DVD

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    Cmajor, 2015 LIVE , DTS 5.0



    Gerade jetzt, wo man wegen Corona ohnehin kein Konzert besuchen kann, ist das auf DVD / BluRay ein Konzerterlebnis allererster Klasse !

    Und der Preis war mehr als heiss für diese Sternstunde mit Buchbinder und Metha.



    Ich habe mir aus Neugier auch die CBS-CD des KK Nr.1 mit Berman / Leinsdorf (CBS, 1981, DDD) zugelegt. Pianistisch natürlich ebenso perfekt und von der Int auch überzeugend.

    Leider überzeugt mich der orchestrale Klang dieser Digitalaufnahme insgesamt gar nicht. Auch nicht der Anfang des Konzertes, bis das Klavier einsetzt. Leinsdorf setzt am Anfang gar keinen Akzent und es beginnt mit einem laschen verwaschenen Paukenwirbel ohne Höhepunkt und Pepp, der mich kalt lässt. Man höre wie beeindruckend Szell das in seinen Aufnahmen machte (oder auch Metha - siehe oben).

    ;) Ich bin mir noch nicht sicher, ob diese CBS-CD angesichts meiner überzeugenderen Aufnahmen überhaupt in meine Sammlung übernommen werden muss.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang