Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2009)

  • So langsam wirds - Brahms Klavierkonzerte, irgendwie immer noch zwei Brocken für mich...



    Klavierkonzert Nr.2 B-Dur op.83
    Fleisher, Cleveland SO, Szell



    Auch wenn's beim 1. noch hapert, dass 2. kann ich mit Fleisher mit Wohlgenuss hören! Es wird!

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Stefani Landi: Superbe colli, e voi, sacre ruini



    In dieser vorzüglichen Einspielung singt Christopher Purves.





    Liebe Grüße Peter

  • Da mir heut der Wassermann in den Sinn kam, greife ich mal zu einer lang nicht mehr gehörten Aufnahme:



    Dvorák - Wassermann op.107
    Royal Concertgebouw Orchestra, Harnoncourt



    Musste irgendwie ungerechtfertigterweise komplett gegenüber Kubelik in den Hintergrund treten - dabei ist auch Harnoncourt nicht zu verachten...

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Volume 6 aus folgender Box:



    Sonaten 11, 22, 23, 25.


    Habe die Box nicht von OEHMS, sondern noch von Arte Nova - ändert aber nichts an den sehr gelungenen Einspielungen. Perl spielt unaufgeregt und überlegt.


    Grüße aus der Nähe von Heiligenstadt . . .


    Bernhard


  • Moin,


    bevor ich eine Meinung abgebe, muss ich die CD mindestens einmal am Wochenende in Ruhe nicht nur auf dem Ipod gehört haben. :D


    Ausserdem dachte ich, Du hättest die schon. Wer hat den in Tamino davon schon so geschwärmt?

    Grüsse aus Rhosgobel


    Radagast

  • Nein, ich besitze die CD nicht, habe also auch nicht gejubelt. Wer das war, weiß ich nicht. Eine soeben durchgeführte Suche mit "Queyras" ergab nichts dazu.


    Im Arpeggione-Threadsteht auch noch nichts dazu. Wenn du also beizeiten magst, würde ich mich freuen.


    :hello:
    Thomas



  • Joseph Martin Kraus [1756-1792]
    Strakkvartetter


    C-Dur, op. I Nr. 5
    B-Dur, op. I Nr. 2
    D-Dur, op. I Nr. 4
    G-Dur, op. I Nr. 6


    Lysellkvartetten
    Bernt Lysell und Per Sandklet, Violine
    Thomas Sundkvist, Viola - Mikael Sjögren, Violoncello


    :jubel: :faint:


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Hallo,


    bei mir läuft:


    Tristan Keuris (1946-1996)
    "Laudi", Eine Sinfonie für Mezzosopran, Bariton, zwei gemischte Chöre und Orchester mit obligatem Solo-Altsaxophon (1992/93)
    Jard van Nees (Mezzosopran), David Pittman-Jennings (Bariton) / John-Edward Kelly (Altsaxophon) / Groot Omroepkoor / Radio Filharmonisch Orkest / David Porcelijn


    Tristan Keuris, der niederländische Komponist, hat dieses Werk als "Sinfonie" bezeichnet, was auf Grund ihres "sinfonischen" Anspruches auch durchaus gerechtfertigt ist. Man könnte das Werk aber auch als Oratorium betrachten. Es besteht aus sieben Sätzen nach Gedichten von Gabriele D'Annunzio. Sowie ich mich informieren konnte, behandeln diese den Lauf des Jahres (insbesondere der Jahreszeiten). Dies geschieht sehr subtil, mit teils pastellhaften Klängen, an anderen Stellen jedoch auch sehr leidenschaftlich (so im vierten Satz "Terra, vale!", also "Lebwohl, Erde!"). Der Schlusssatz, "I Pastori", stellt den Abschied vom Sommer dar und bringt das Werk zu einem von Wehmut und Abschiedsstimmung erfüllten Ende.


    Die Sinfonie ist wohl als "freitonal" zu bezeichnen, Moll-Klänge dominieren das Klangbild. Irgendwie wirkt diese Musik trotz ihrer Expressivität letztlich doch eher klassizistisch-ausbalanciert. Ich persönlich finde "Laudi" großartig - bei "Klassik heute" stellt Benjamin Gunnar Cohrs es in eine Reihe "mit Mahlers Lied von der Erde, Debussys Martyre de St. Sébastien, Messiaens Turangalîla und Respighis verkannter Kantate La Primavera" (Zitat B. G. Cohrs). Dies zu beurteilen, fühle ich mich nicht kompetent genug, aber ich möchte das Stück doch wärmstens empfehlen.


    Viele Grüße
    Holger

  • Sibelius Violinkonzert, mit zweien meiner Lieblingsgeiger:
    einmal dies:

    und dann das:


    Die Urfassung ist, hmm, zumindest sehr ungewohnt. Mir gefällt sie garnicht. Die Kavakos Aufnahme leidet am Hallenbad- Klang. Gitlis fantastisch wie immer. :faint:
    :hello:

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  • Auch dieses Werk wird mir demnächst im Konzertsaal begegnen:


    Gabriel Fauré (1845-1924)
    Klavierquartett g-moll, op. 45 (1886)
    The Ames Piano Quartet
    Brilliant (aufg. 1990)


    Aus dieser sehr empfehlenswerten Edition der Fauréschen Kammermusik:



    Hochromantisch, in dem für Fauré so eigentümlichen Fluß, in dem das ganze Werk dahin- und vorwärtsströmt, mir schon von den beiden Klavierquintetten (die ich besser kenne) her vertraut. Die Musiker versuchen nicht, das Werk zu "verstückeln" (ein Kardinalfehler bei Fauré wäre das, denke ich), sondern bieten eine Interpretation aus einem Guß. Dabei ist der Ausdruck oft nicht faßbar, es fiele mir schwer, die Emotionalität (welche Gefühle es ausdrückt) zu beschreiben.


    Übrigens: Lesenswertes über Fauré und auch über die genannte 5-CD-Box habe ich hier gefunden.

  • Zitat

    Original von Gurnemanz


    Das würde auch mich lebhaft interessieren (kenne die Kegel-Aufnahme, die Gielens nicht) - ein, zwei Sätze nach dem Hören wären nett.


    Lieber Gurnemanz,


    für den Moment so viel: Kegel interpretiert die Gurre-Lieder erheblich dramatischer und emotionaler als Gielen.


    Beide Sichtweisen sind unendlich faszinierend, stellen vielleicht sogar Gegenpole dar, übertreffen zumindest insbesondere Inbal und auch Levine, aber die Natürlichkeit und die wahrscheinlich nicht zu übertreffende Transparenz, die Gielen dem riesenhaften Werk angedeihen läßt, berühren mich emotional etwas mehr als es Herbert Kegel vermag.


    Bei Gielen klingt es für mich wie "so und genau so muß es klingen", während subjektiv Kegel sich das Werk erheblich mehr "erarbeitet".


    Näheres und detaillierteres demnächst im entsprechenden Thread...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Zitat

    Original von Norbert
    [...] die Natürlichkeit und die wahrscheinlich nicht zu übertreffende Transparenz, die Gielen dem riesenhaften Werk angedeihen läßt, berühren mich emotional etwas mehr als es Herbert Kegel vermag.


    Ob Gielen, dessen Schönberg mir aus anderen Aufnahmen durchaus vertraut ist, auch mich mehr als Kegel berühren würde, könnte ich natürlich nur selbst herausfinden, indem ich's höre - auf jeden Fall herzlichen Dank für Deine Eindrücke! Ich bin gespannt drauf, was Du im Gurrelieder-Thread schreiben wirst (z. B.: Wie sind die Solisten?).

  • Solistisch gibt es bei Gielen einen kleinen Abstrich zu machen, denn Robert Dean Smith kann für mich leider weder mit der physichen Kraft eines Ben Heppner (Levine), noch mit der gestalterischen Intelligenz eines Manfred Jung (Kegel) mithalten.


    Gielens Waldemar ist sicherlich ein sehr guter, aber im Vergleichshören bekommt man dann dann doch mit, daß der Bessere des Guten Feind ist...


    Zum Tagesabschluß gibt's für mich nun als Kontrastprogramm


    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Zitat

    Original von Norbert
    Solistisch gibt es bei Gielen [...]


    Noch einmal Dank!


    Doch nach Schönberg ist mir gerade nicht (vielleicht morgen). Zum Ausklang gibt es bei mir wieder Französisches:


    Gabriel Fauré (1845-1924)
    Streichquartett e-moll, op. 121 (1924)
    Amati Quartet
    Brilliant (aufg. 1990)


    Wieder aus diesem Schatzkästchen:


  • Bei mir jetzt zum Wachwerden:



    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 in A-Dur


    SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
    Ltg. Michael Gielen



    Zweifellos eine sehr schöne Aufnahme! :yes:
    Gielen hat aus meiner Sicht sowieso ein Händchen für die "schweren" Werke des Genres.



    Einen erfüllten Tag wünscht Euch:


    Laurenz :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .



  • Guten Morgen!
    diese Box habe ich auch und mich anregen lassen, den verlinkten Fauréthread zu besuchen. Leider steht da- wie üblich- nichts zu dem wunderbaren Liedschaffen dieses Komponisten.
    Für mich neben dem Requiem udn einigen kammermusiklaischen Werken das Schönste, was er geschaffen hat. Wir haben wirklich noch viel zu tun, leiber Gurnemanz!!!!!
    Deine obige Cd Auswahl zu Debussy- Konzertvorbereitung haben wir ja bereits in einem anderen Thread besprochen. Bitte erzähle unbedingt, wie das Konzert war!
    Ich höre übrigens gerade endlich (bzw gestern Nacht vor dem Einschlafen)


    Debussy: Pelleas et Melisande
    Radioübertragung aus Wien unter de Billy mit Dessay, Naouri, Degout
    Bion megagespannt auf Severinas Eindruck.


    Meiner:
    Celestement! :angel:


    F.Q.

  • Reynaldo Hahn: Barcheta



    Es singt Reynaldo Hahn ...



    La note è bela,
    Fa presto, o Nineta,
    Andemo in barcheta
    I freschi a ciapar!
    A Toni g'ho dito
    Ch'el felze el ne cava
    Per goder sta bava
    Che supia dal mar.
    Ah!


    Che gusto contarsela
    Soleti in laguna,
    E al chiaro de luna
    Sentirse a vogar!
    Ti pol de la ventola
    Far senza, o mia cara,
    Chè zefiri a gara
    Te vol sventolar.
    Ah!


    Se gh'è tra de lori
    Chi troppo indiscreto
    Volesse da pèto
    El velo strapar,
    No bada a ste frotole,
    Soleti za semo
    E Toni el so' remo
    Lè a tento a menar.
    Ah!



    Liebe Grüße Peter

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  • Lieber Peter,


    ich kenne leider noch nicht viele Lieder von Reynaldo Hahn, mag aber diejenigen, die ich bisher gehört habe, sehr gern, und als ich vor einiger Zeit zum ersten Mal einige wenige Aufnahmen bekam, in denen er auch als Sänger zu erleben ist, entstand der Wunsch, mehr davon zu hören.


    Deine Vorstellung dieser CD ist daher eine schöne Anregung für mich, vielen Dank!


    Liebe Grüße
    Petra

  • Zitat

    Original von Fairy Queen
    Deine obige Cd Auswahl zu Debussy- Konzertvorbereitung haben wir ja bereits in einem anderen Thread besprochen. Bitte erzähle unbedingt, wie das Konzert war!


    Gern. Das Konzertprogramm finde ich wirklich erlesen, nicht nur für Liebhaber französischer Kammer- und Vokalmusik.


    In diesem Sinn: Auch heute morgen bleibe ich bei Fauré und höre in diese schöne Gesamtedition hinein:


    Gabriel Fauré (1845-1924)
    Mélodies
    Elly Ameling, Sopran; Gérard Souzay, Bariton; Dalton Baldwin, Klavier
    Brilliant 1970-1974



    Einen Fauré-Lieder-Thread gibt es in der Tat noch nicht, aber immerhin einen von klingsor gestifteten über französische Lieder. Dort ist noch viel Platz ...

  • Robert Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-moll op. 54



    Artur Rubinstein zelebriert das Konzert (das Cover schlägt vor in f-moll) in a-moll. Das RCA Victor Symphony Orchestra leitet der famose William Steinberg.


    Liebe Grüße Peter

  • Guten Morgen,


    höre jetzt:



    "La Sacqueboute - Musik für Zink & Posaune"


    Das Ensemble Les Sacqueboutiers de Toulouse
    spielt Musik von
    Scheidt, Castello, Falconiero, Merula, Morales,
    Ortiz, Schein und Schütz :jubel: :jubel:


    Locker und spielfreudig musizieren die famosen Bläser
    des Ensembles diese eingängigen Werke.
    Herrlich die "Passacalle & Ciaconna" von Falconiero :faint:


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Nachdem ich mir dieser Tage, feenmäßig gut beraten (wie bei der CD ebenfalls), eine zweisprachige Baudelaire-Ausgabe zugelegt habe, höre ich diese Lieder mit noch mehr Gewinn:


    Mélodies sur des poèmes de Baudelaire


    Lieder von Henri Duparc, Gabriel Fauré, Pierre de Bréville, Déodat de Séverac,
    Henri Sauguet, Pierre Capdevielle, Emmanuel Chabrier, Claude Debussy


    Felicity Lott, Sopran; Graham Johnson, Klavier


    HMF 1985/86



    Die CD enthält einige Raritäten, auch von mir bislang unbekannten Komponisten. Sehr schön finde ich beispielsweise Le Chat von Henri Sauguet (1901-1989) und Je n'ai pas oublié, voisine de la ville von Pierre Capdevielle (1906-1969). Über H. Sauguet gibt es ja seit kurzem einen interessanten Thread; P. Capdevielle wurde im Forum, wenn ich's richtig sehe, noch nie erwähnt!


    Und Felicity Lott singt wunderbar!!

  • Mahlzeit allerseits. Und schon wieder Wochenende ...



    Gustav Mahler, Symphonie Nr 2
    Netherlands Radio Philharmonic, Edo de Waart

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Hallo zusammen,


    gestern Abend gehört:


    Sergej Rachmaninoff (1873-1943)
    Suiten f. 2 Klaviere opp. 5 & 17; Etudes tableaux op. 33; Symphonische Tänze op. 45; Russische Rhapsodie; Corelli-Variat. op. 42
    Künstler: Vladimir Ashkenazy & Andre Previn, Klavier
    Label: Decca , ADD, 72-81


    Daraus Symphonische Tänze op. 45, Russische Rhapsodie und Corelli-Variat. op. 42. Nachdem mich die ersten paar Töne, die noch etwas "blechern" klangen, erst mal erschrocken hatten, war alles danach für mich ein Hörgenuss! Für mich eine sehr gute Interpretation mit sehr gutem Klang.
    :jubel: :jubel: :jubel:


    Dieterich Buxtehude (1637-1707)
    Das Orgelwerk
    Ulrik Spang-Hanssen / Orgeln in Norden, Praesto, Noordbroek, Vichy, Roskilde
    Label: NCA , DDD, 1990-1993


    Davon etwa die Hälfte der ersten CD gehört (Tracks 1-4, 8, 12-15). Auch für mich bisher nicht so Orgelkenner und Liebhaber, macht das Anhören Spaß - besonders die Präludien.


    Viele Grüße
    Frank

    From harmony, from heavenly harmony
    this universal frame began.

  • Bei mir jetzt musikalische Taubenkunde:



    Arnold Schönberg: Gurrelieder


    Marita Napier
    Siegmund Nimsgern
    Jess Thomas
    Yvonne Minton


    The BBC Singers
    London Philharmonic Choir
    BBC Choral Society
    BBC Symphony Orchestra
    Ltg. Pierre Boulez



    Wunderbare Klänge die uns der Schönberg da hinterlassen hat. Neben Gielen und Chailly meine Lieblingseinspielung des Werkes. Die meisten Leute, die beim Klang des Namens Schönberg gleich abwehrend die Hände heben, ahnen gar nicht, daß der Mann tatsächlich richtig eingängige Musik komponieren konnte.


    Beste Grüße!


    Laurenz :hello:

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

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