Claude Debussy: Klavierwerke

  • Liebe Taminos,


    eine meiner Lieblingsstilrichtungen ist der französische Impressionismus.
    Als wichtigster Vertreter soll hier Claude Debussy genannt werden.



    Wir wollen uns hier einmal mit seinen Klavierwerken befassen.


    Wichtig und herausragend sind hier die zwei Bände der Images sowie die zwei Bände der Préludes. Vieles ist auch für Orchester umgeschrieben worden.


    Als Lieblingswerk für Klavier zählen für mich die sechs Stücke der "Children's corner", die Debussy für seine Tochter schrieb.


    Welche Werke schätzt ihr am Meisten und welche sind eure Lieblingspianisten, die Debussy am Besten hinkriegen, welche sind eure Lieblingsaufnahmen?



    Alors, vous pouvez commencer!



    Gruß, Peter.

  • Hallo


    Unvermeidlich ist bei Debussy natürlich Walter Gieseking EMI) und Benedetti-Michelangeli (DG). Besitze ich zwar beide, habe die Aufnahmen aber noch nicht erschöpfend abgehört.
    Derweil empfehlen möchte ich das Debussyalbum von Alexis Weissenberg bei der DG:



    Auf dieser CD befinden sich die meisten "Hits" von Debussy für Klavier.
    Weissenbergs Spiel erscheint mir sehr gut, habe jedoch nicht so die Vergleichsmöglichkeiten bei Debussy.


    Gruß, Markus

  • Als sehr gute Aufnahme aus neuerer Zeit sollte die Aufnahme der Preludes von Krystian Zimerman bei der DGG nicht fehlen.



    Geschmackssache mag der Klang sein, ziemlich viel Hall, so als wenn der Flügel in einer Kathedrale stehen würde. Ich finde aber, es unterstützt durchaus die Wirkung dieser teils sehr zerbrechlich wirkenden Musik.


    Gruß
    Anti

  • Hallo Peter und Richard,


    es stimmt schon, die Aufnahmen von ABM sind maßstabsetzend. Richard, vielleicht interessiert Dich die Aufnahme von Heifetz auf einer CD, wo als eine Zugabe Stückchen von Debussy wie Colliwogg's Cakewalk versammelt sind, bearbeitet von Heifetz und aufgenommen gemeinsam mit Brooks Smith?


    Leider finde ich auf die Schnelle über Google keine Anzeige mit Bild. Die CD erschien bei BMG, RCA Victor Gold Seal, und enthält als Hauptwerke Sonaten von Saint-Saens und Faure. Für mich ist Heifetz selten so in seinem Element wie in der französischen Musik und vielleicht ist das auch ein sehr guter Einstieg zu Debussy (vielleicht war es auch umgekehrt für mich der beste Einstieg in die Kunst von Heifetz ...).


    Viele Grüße,


    Walter

  • Zitat

    Original von Walter.T
    Hallo Peter und Richard,


    es stimmt schon, die Aufnahmen von ABM sind maßstabsetzend. Richard, vielleicht interessiert Dich die Aufnahme von Heifetz auf einer CD, wo als eine Zugabe Stückchen von Debussy wie Colliwogg's Cakewalk versammelt sind, bearbeitet von Heifetz und aufgenommen gemeinsam mit Brooks Smith?


    Weiß zwar gar nicht wie Du da auf mich kommst *hust hust* aber gerne..


    Zitat


    Leider finde ich auf die Schnelle über Google keine Anzeige mit Bild. Die CD erschien bei BMG, RCA Victor Gold Seal, und enthält als Hauptwerke Sonaten von Saint-Saens und Faure. Für mich ist Heifetz selten so in seinem Element wie in der französischen Musik und vielleicht ist das auch ein sehr guter Einstieg zu Debussy (vielleicht war es auch umgekehrt für mich der beste Einstieg in die Kunst von Heifetz ...).


    Aber hier geht es eigentlich um die Klavierwerke :stumm:


  • Okay, hatte ich so nicht direkt verstanden oder zu oberflächlich gelesen!


    Richard

  • Zitat

    Original von Richard
    Debussy ist nicht unbedingt mein "Fall" aber wenn Du Dich mit seinen Klavierwerken beschäftigen willst wirst Du an einen Pianisten nicht vorbei kommen: ABM! :D



    Hmm, so unterschiedlich können die Geschmäcker sein.
    Debussy ist absolut mein Fall, aber die Aufnahmen von Michelangeli gefallen mir überhaupt nicht.


    Meine Empfehlung: Koroljov




    Gruß
    Heinz

  • Danke erstmal für die Empfehlungen,


    mein Favorit, was die Children's Corner angeht: Nikita Magaloff



    Ist zwar nur ein winziges Bildchen, die CD ist aber großartig.
    Was er aus diesen kleinen Kinderstücken rausholt, ist beachtlich.
    Voller Witz, Charme und Esprit.
    Dazu gibt es wunderbare Einspielungen zweier Fauré-Impromptus sowie die Valses nobles et sentimentales und das Tombeau de Couperin von Ravel.


    Die Aufnahme dürfte aber nur über Frankreich zu beziehen sein, glaube ich.



    Gruß, Peter.

  • Dezentes Weichzeichnen ohne das Filigran zu verschleiern. Gieseking war bekanntlich ein Meister dieses Fachs. Sein (für mich immer noch richtungsweisender) Debussy macht aus klangtechnischer Sicht einen etwas betagten Eindruck. Vielleicht wäre mit einer tontechnischen Restaurierung noch was rauszuholen? Unter den unzähligen späteren Einspielungen sind aus meiner Sicht neben Michelangelis legendärer Großtat vor allem Zimermans Preludes als besonders feinsinnig-energiegeladene Interpretation hervorzuheben.



    Einen gewissen Kontrast zu den Feingeistern liefert Robert Casadesus. Sein Spiel wirkt vergleichsweise "statisch" und phasenweise wuchtig. Casadesus verleiht Debussy markante Konturen.




    Den Mittelweg beschreitet Philippe Entremont. Die Lowprice-CD (Sony) mit Studioaufnahmen aus den Jahren 1959-63 kann ich nur empfehlen. Leider ist es um den Pianisten Entremont inzwischen ruhig geworden (Dirigentenlaufbahn).


    g

  • Hallo Peter,


    für mich die erste Wahl, wenn es um Debussy (Klavierwerke) geht: Walter Gieseking. Einfach unglaublich, welche Klangfarben er auf dem Klavier hervorzubringem imstande ist.



    Weiterhin könnte ich noch Werner Haas empfehlen.


    Beide spielen nicht nur hervorragend die Werke Debussys ein, sondern auch die von Ravel.


    Gruß
    Uwe

  • Guten Morgen,


    neben vielen der hiergenannten (vor allem Gieseking gehört zu meinen persönlichen Favoriten, was Debussy angeht) sei ohne Vorbehalte der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard genannt, der neben einigen "Images" in einem Live-Mitschnitt aus der Carnegie Hall auch im Studio das erste Buch der "Images" sowie die mir unverständlicherweise eher selten zu hörenden "Études" mit wunderbarem Klangsinn und fantastischer Technik eingespielt hat. Gerade für jene, die mit Aimards (vermeintlich) bevorzugtem Repertoire zunächst weniger anfangen können, eine Gelegenheit, den Pianisten kennenzulernen - und für Debussy-Freunde, so denke ich, eine willkommene und immer wieder gern gehörte Bereicherung:



    Man lasse sich, was den Klangfarbenreichtum der Aufnahme angeht, von dem eher monochromen Coverbild nicht verwirren - dies hier ist ein heißer Kandidat für eine Referenzeinspielung (mindestens der Études) ab 2000 :)


    Beste Grüsse,


    C.

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Wenn wir schon auf die Préludes im Einzelnen zu sprechen kommen, soll hier eine Aufnahme Maurizio Pollinis genannt sein, die ich mir vor kurzem zulegte. Getrübt ist der Auftritt eigentlich nur durch seine Kürze. Pollini gönnt uns aus seiner Hand nämlich bloß Buch 1 der Préludes mit einer Gesamtlänge von 43:13.


    Dennoch möchte ich ihn hier anführen. Seine eigentlich in jeder Stilrichtung sinnvoll einzuordnenden Künste spielen sich auch durch Debussy mit Bravour, wobei der Klang nicht gar zu progressiv anmuted wie etwa bei Krystian Zimerman, der hier ja bereits erwähnt wurde und mir persönlich auch liegt, nun ist das allerdings Geschmackssache.


    Am besten vor dem Kauf einfach mal reinhören, der Impressionismus bietet grundsätzlich Gelegenheit zu Fehlkäufen, wenn man ernsthaft an der Stilrichtung interessiert ist.



    Wer Pollini einen Versuch schenken möchte, darf sich mit dem Katalog der DGG behelfen:



    CLAUDE DEBUSSY - Préludes: Heft 1 (http://www.deutschegrammophon.…TH=780&HEIGHT=550&COLORS=)





    Weiterhin spielt Pollini übrigens 12 Étüden (Artikelnummer 471 359-2).

    "Noten haben einen zumindest ebenso bestimmten Sinn wie Wörter, wiewohl sie durch diese nicht zu übersetzen sind." (Felix Mendelssohn-Bartholdy)

    Einmal editiert, zuletzt von Hui ()

  • Hallihallo,


    kürzlich habe ich die (fast komplette) Gesamtaufnahme von Debussys Klavierwerken sehr billig erstanden, worüber ich sehr froh bin, da ich sie mir schon seit Jahren zulegen wollte. Nun wollte ich eigentlich nur noch ABMs Preludes (die Images besitze ich schon) dazukaufen, habe aber heute zufällig eine Kritik zur Preludesaufnahme von Evgeni Koroliov gelesen, die diese über Giesekings und ABMs Versionen setzt. Inwieweit ist diese Aussage denn gerechtfertigt? Ich weiß es nicht, deswegen frage ich mal einfach, ob ihr mir helfen könnt.


    Danke und viele Grüße
    nubar

  • Lieber nubar ,
    vieles von dem , was "hui" am 17. April 2005 in diesem Forum geschrieben hat über "Impressionismus" kann ich unterstreichen .
    Die Einspieklweise durch Pollini finde ich nicht überzeugend , da die Préludes eben aus zwei Bänden bestehen .
    Grüsse
    Frank

  • Einer fehlt mir hier noch. Die Etüden wie auch die Preludes sind meiner Meinung nach einzigartig interpretiert von Fou Tsong, dem großen chinesischen Pianisten-Poeten. Michelangelis Interpretation der Preludes ist teilweise katastrophal, etwa vergleichbar mit Glenn Goulds Einspielung der Klavierwerke von Schönberg. Sozusagen frei am Notentext entlangimprovisiert.
    Interessant auch die Preludes mit Samson Francois.


    Herzliche Grüße
    Orfeo

  • Moin,


    ich besitze stolz die folgenden Aufnahmen:






    Und da ich zusätzlich vor knapp 20 Jahren einen Debussy-Abend mit ABM live hören durfte :D, schwöre ich natürlich auf ihn. :jubel: :jubel: :jubel:

  • hallo Radagast,


    ich stimme deinem urteil absolut zu. ich habe auch die cd mit dem zweiten buch, die preludes I und die kompletten images sind nun in der originalreihe auf einer cd zusammengefasst, so dass ich mir diese besorgte. ich hatte diese aufnahmen teilweise schon zur schulzeit auf mc.



    für mich bleiben diese aufnahmen referenz. hinweisen möchte ich jedoch auf den vorzüglichen ivan moravec, der pour le piano und vier preludes bei seinem heimatlabel supraphon herausgegeben hat. es wundert nicht, dass diese interpretationen auf ähnlich hohem niveau wie bei ABM liegen. er hatte damals einige unterrichtsstunden bei ABM.



    gruß, siamak

  • hallo,


    ich möchte hier nun auf den späten zyklus der beiden hefte der etudes in zwei heften aufmerksam machen. diese etüden sind genauso hoch einzuschätzen wie z.b. diejenigen chopins. vordergründig und in den titeln zu erfahren geht es um grifftechnik, figurationen etc.. aber was letztlich zum leben erweckt werden soll, sind hochdifferenzierte klangerlebnisse. ich ziehe hier die aufnahme maurizio pollinis anderen vor. pollini gelingt wie so häufig die verbindung von struktur und klang.



    gruß, siamak

  • Bezüglich Debussy und ABM kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen: Das ist sicher eine vorzügliche Kombination.


    Sehr gerne höre ich aber auch die Interpretation der Préludes Heft 1 & 2 von Walter Gieseking:



    Aus den Jahren 1953/55, aber trotz Mono in guter Klangqualität.


    Gruß, Cosima

  • In den gerade laufenden Thread "Anschaffungshilfe" paßt meine Frage nicht hinein, weil ich keine konkrete Aufnahme im Visier habe. Mir geht es um allgemeine Tips, welche CDs als Einstieg in Debussys Klaviermusik geeignet sind. Ich habe lediglich eine Philips-Aufnahme mit Kocsis, sonst noch nichts.


    Es geht mir um aktuelle Aufnahmen, wobei ich erstens um Angaben zur Klangqualität und zweitens zur Interpetation selbst bitte.


    Bei historischen Aufnahmen finde ich mich dann schon selbst zurecht, wenn ich mein Repertoire erst mal kenne. Mit deren Rauschen habe ich keine Probleme, da spielt der Klang keine zentrale Rolle. Bei modernen Aufnahmen allerdings ist er sehr wichtig. Und ich kaufe gern Gesamtaufnahmen oder Boxen.

  • Hallo Robert,


    da ich vor einiger Zeit diesen Thread gestartet habe, um Empfehlungen bezüglich Debussys Klaviermusik zu erhalten, verschiebe ich deine Anfrage einfach an das Ende dieses Threads.
    Ich bin der Meinung, dass hier schon viele Anregungen gekommen sind.


    Vielleicht hat der Eine oder Andere noch eine Aufnahme in der Hinterhand? ;)



    Gruß, Peter.

  • Zitat

    Original von petemonova
    da ich vor einiger Zeit diesen Thread gestartet habe, um Empfehlungen bezüglich Debussys Klaviermusik zu erhalten, verschiebe ich deine Anfrage einfach an das Ende dieses Threads.


    Mensch, da hätte ich auch selbst drauf kommen können... Wird wohl das Alter sein. Tauge wohl nur noch zum Politiker! :rolleyes:


    Auf jeden Fall bin ich schon fündig geworden. ABM und Gieseking waren mir als herausragende Interpreten bekannt, aber die anderen...


    Ich schaue mich mal um. Fou Tsong werde ich schon meiner Frau zuliebe suchen, sie freut sich immer über Landsleute, die klassische Musik aus dem Westen spielen. Aimard werde ich auch mal verfolgen, seine Beethoven-Aufnahmen mit Harnoncourt haben mir sehr gefallen.

  • Ich bin nun glücklicher Besitzer einiger Boxen, nachdem ich noch The Art of the Piano von David Dubal (sehr empfehlenswert!) gewälzt habe. Und zwar habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und gleich auch nach Ravel und Satie gesucht.


    Von der EMI gibt es eine sehr preiswerte Box mit Klavierwerken von Debussy und Ravel, mit Samson Francois


    Dazu


    Ist bestimmt auch nicht falsch, denn Monique Haas ist klassische franz. Schule und wurde bei Dubal sehr empfohlen.


    Bei Satie war es diese Aufnahme, gibt es auch als Box mit allen CDs:



    Jetzt stehen mir Stunden klanglichen Wohllauts bevor. ABM, Fou Tsong und natürlich Gieseking stehen auf der Liste.

  • Liebe Taminos,


    Die Rachmaninow-Thematik lässt sich blendend auf Debussy übertragen. Auch er schrieb nach seinen 24 Préludes die zwei Hefte der 12 Ètudes (1915). Sie stehen in einer Reihe mit den Etüdenwerken von Chopin und Liszt. Man hat ihnen allerdings oft den Vorwurf gemacht, dass sie eine universelle Pianistik vernachlässigen und stattdessen Debussys ganz spezielle Technik in den Mittelpunkt stellen würden - Schad' nix, die Études sind auch so grandios!


    Mir geht es so: Bei aller (riesengroßen) Liebe zu den Préludes finde ich die Etuden fast noch spannender - Sie sind deutlich abstrakter (spröder, mehr "Knochen", weniger "Fleisch") und stellen sich meisterhaft der Herausforderung, genau definierte spieltechnische oder klangliche Fragestellungen in Form von musikalischen Preziosen zu verarbeiten. Der Etüdencharakter tritt völlig in den Hintergrund.


    Ich habe ein paar schöne Aufnahmen, die ich (derzeit) nach dieser "Rangfolge" ordnen würde:


    1. Uchida, Aimard
    2. Pollini, Thibaudet
    3. Rouvier
    4. Béroff


    Wie sieht's mit Alain Planès oder Noel Lee aus? Gibt's noch weitere Aufnahmen? Wer hat die Études schon mal im Konzert gehört?


    Wie schneiden die Études bei euch im Vergleich zu den Péludes ab?


    Schöne Grüße!
    daniel

  • Lieber Daniel,


    die Etudes kenne ich durch die Einspielung von Maurizio Pollini, die Du ja auch genannt hast. Deiner Liste der Einspielungen der Preludes möchte ich noch die Eiinspielung von Krystian Zimerman hinzufügen- als große Debussy Interpreten wären da noch ABM und Walter Gieseking zu nennen. Wenn ich mich nicht irre, gibt es zu Debussy schon einen Thread:



    Deiner Aufzählung wäre noch Pierre-Laurent Aimard hinzuzufügen:





    Herzliche Grüße,:hello:


    Christian

  • Lieber Caesar,
    Eiskalt erwischt - Zimermans Préludes sind für mich die Referenzaufnahme! Das hat vor ihm selbst ABM (DG) nicht spannender gemacht und auch die neue Koroliov-Aufnahme (Tacet) die sich auf sehr hohem Niveau bewegt (und obendrein ein 25., offenbar wiederentdecktes Prélude in einer Erstaufnahme vorstellt), kommt da einfach nicht ran. Geradezu verrückt ist, wie Zimmerman "Feux dártifice" bis zum pianistischen Überschallknall treibt- Wahnsinn!


    Andere schöne Préludes-Einspielungen sind die von:


    Claudio Arrau (Philips): ausgesprochen ausbalanciert, sehr klangschön und in der Grundhaltung eher meditativ


    Zoltan Kocsis (Philips): auch detailreich und ausgefeilt, mit virtuosem Zug. Klangtechnisch deutlich weicher als Zimerman, aber nicht zu weich


    Robert Casadesus (CBS Masterworks): Perlendes Spiel von makellosem Feinschliff - Eleganz pur!


    Jaques Rouvier (Denon): Übrigens der Lehrer von Hélène Grimaud. Eine spröde, fast knöcherne, sehr strukturbetonende Aufnahme. Wenig, aber außerst feinfühliger Pedaleinsatz


    Michel Béroff (Früher EMI, 20 Jahre später Denon): Ich finde die spätere Aufnahme besser. Nicht weit von Rouvier entfernt, etwas flüssiger vielleicht.


    GIESEKING finde ich (allerdings nicht als Mozart-Spieler!) überschätzt - Sorry! Irgendwie riecht's immer nach Weihrauch, wenn sein Name fällt, ständig wird von den unendlich vielen Anschlagsnuancen geschwärmt, die er hervorbrachte - bin ich taub? Ich find's ja ganz hübsch - aber muss ich mich deswegen in Demut verneigen?


    Grüße!
    Daniel

  • Hallo,


    kennt jemand die Debussy-Einspielungen von Werner Haas? Ich kenne nur die Live-Aufnahmen von ihm, die bei MDG erschienen sind. Da spielt er aber kaum Debussy. Er hat Debussy aber für Philips eingespielt. Wenn die Aufnahmen interessant wären, würde ich sie mir irgendwann bei 123 auf LP ersteigern...


    Freundliche Grüße


    Heinz