RIP - Verstorbene aus dem Kulturleben

  • Bereits am 19. Oktober ist Lotte Tobisch im Alter von 93 Jahren gestorben


    Charlotte "Lotte" von Tobisch-Labotýn (* 28. März 1926 in Wien; † 19. Oktober 2019 in Baden), war eine österreichische Managerin, Schauspielerin und Autorin.

    Für diejenigen, die nicht wissen wer sie war genügt, daß sie zwischen 1981 und 1996 als Nachfolgerin von Christl, Gräfin Schönfeldt (1956-1980) den Wiener Opernball leitete, und als Grand Dame der Wiener Gesellschaft fungierte...


    RIP

    Man merkt die Absicht und man ist verstimmt ......



  • Obwohl HANSHEINZ SCHNEEBERGER ein begnadetes Alter erreichte, bin ich über diese Todesnachricht doch sehr betrübt. SCHNEEBERGER war ein wunderbarer Geiger, und wenn immer ich BACH's Brandenburgische Konzerte Nr. 2, 4 und 5 in der Aufnahme durch KARL RICHTER, mit dem, er häufig musizierte, und sein MÜNCHENER BACH-ORCHESTER höre, werde ich durch seine bestechenden Violin-Soli an ihn erinnert.


    Bereits als Sechsjähriger spielte er Geige und nahm schon bald erste Studien an der Musikschule auf. In seiner Heimatstadt Bern studierte er am KONSERVATORIUM bei WALTER KÄGI, das er 1944 mit Diplom abschloß. In Luzern perfektionierte er sich anschließend bei CARL FLESCH, sowie von 1946 - 1947 bei BORIS KAMENSKY in Paris. 1948 - 1958 war er Professor am KONSERVATORIUM von BIEL: 1952 gründete er sein eigenes Streichquartett, das bis 1959 Bestand hatte. Gleichzeitig war er als Professor am KONSERVATORIUM von BERN tätig. 1959 wurde er 1. Konzertmeister des NDR SYMPHONIE-ORCHESTERS HAMBURG. 1961 ging er an die MUSIKAKADEMIE in BASEL und leitete dort zeitweise als Professor die Meisterklasse.


    SCHNEEBERGER liebte besonders die Werke SCHUMANNs, spielte aber oft und gerne auch BACH, MOZART, SCHUBERT, BRAHMS, nicht zuletzt auch die Impressionisten DEBUSSY, RAVEL, BARTOK und BERG. Er führte aber auch sehr oft zeitgenössische Musik auf, die ihn sehr interessierte, und der er sich sehr verpflichtet fühlte. Ihm sind auch einige Uraufführungen zu verdanken, wie z. B. FRANK MARTIN's Violinkonzert, das er 1952 aufführte, BARTOK's Violinkonzert Nr. 1 1958, und KLAUS HUBER's Konzert "Tempora".

    Er wirkte sowohl als Solist als auch als Kammermusiker. Mit seinem Lehrer WALTER KÄGI spielte er Duos von BARTOK und HINDEMITH.

    Als Lehrer vermittelte er seinen Studenten nicht nur Technik, sondern vor allem eine Durchdringung der Werke, insbesondere mittels Differenzierung, Nuancierung und Akzentuierung. Er beschäftige sich bis zuletzt auch mit PAGANINIs 24 Capricen, die er fast täglich im Wechsel mit BACH's Sonaten und Partiten übte.


    HANSZEINZ SCHNEEBERGER wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, wie den "British-American Tobacco-Preis" und den "Robert-Schurmann-Preis der Stadt Zwickau".


    wok

  • Der österreichische Dirigent Friedemann Layer ist am heutigen Sonntag, den 3. 11. 2019 im Alter von 78 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Das Nationaltheater Mannheim prägte er von 1987 bis 1990 sowie erneut von 2007 bis 2009 als Generalmusikdirektor. Darüber hinaus war er als Gastdirigent an zahlreichen renommierten Opernhäusern tätig. Auch im Konzertbereich zeichnete ihn eine rege Tätigkeit und ein breit gefächertes Repertoire aus.


    https://www.morgenweb.de/mannh…-layer-_arid,1547086.html

  • Ja, er hat schon zu DDR-Zeiten, in den 1980ern, aber natürlich auch danach an der Semperoper Dresden dirigiert. Dort erlebte ich ihn mit "Parsifal", "Tosca", "Die Soldaten", "Ariadne auf Naxos", "Così fan tutte" und "Lear". Allein an dieser Auswahl sieht man, wie vielfältig sein Repertoire war (von Mozart über Wagner und die Italiener bis hin zur zeitgenössischen Moderne). Noch zu DDR-Zeiten dirigierte er in Dresden u.a. "Elektra" und "Wozzeck". An der Staatsoper Berlin hat er, wie man in meinem Archiv sehen kann, im April 1991 "Parsifal" und "Die Meistersinger von Nürnberg" dirigiert.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Ich kannte Firedemann Layer -zu meiner Schande sei es gestanden- nur durch eine einzige CD, nämlich Offenbachs romantische Oper "Die Rheinnixen", die er auf CD eingespielt hat:

    [am]B01KB1SS9W[/am]


    Möge er in Frieden ruhen.

    viele Grüße von Boris alias Don_Gaiferos

  • Mir ist Friedemann Layer aus seiner Kapellmeisterzeit (1975 bis 1986, was ich noch einmal im Web überprüft habe) an der Deutschen Oper am Rhein - in meinem Fall am Duisburger Opernhaus - in Erinnerung geblieben. In den Anfangsjahren meines Theaterabos habe ich die jeweiligen Programmhefte aufgehoben, sie aber irgendwann nach einigen Umzügen nicht mehr behalten. Insofern weiß ich nicht mehr, in welchen Opernvorstellungen ich ihn erlebt habe. Ich weiß nicht, ob mein Rückblick die Erinnerung verklärt, aber ich kann mich an keinen "verlorenen Abend" erinnern. Ich weiß mit Sicherheit, dass Friedemann Layer in einer Kritik mal als "Allzweckwaffe" benannt wurde - und das möchte ich rückblickend als richtig hervorheben.


    R.I.P.

    .


    MUSIKWANDERER

  • Hallo, Musikwanderer!


    Ich habe während meiner jahrzehntelangen Abonnementszeit am Düsseldorfer Haus der 'Deutschen Oper am Rhein' den nun leider verstorbenen Dirigenten Friedemann Layer mit folgenden Werken erlebt: "Der Tod in Venedig" (1976), "Rusalka" (1977), "Johanna auf dem Scheiterhaufen" (1980), "Hänsel und Gretel" (1985), "Das schlaue Füchslein" (1978), "Cosi fan tutte" (1977), "Die Zauberflöte" (1983), "Tosca" (1978 und 1980), "Die verkaufte Braut" (1977), "Elektra" (1983), "Der Rosenkavalier" (1975 und 1983), "Salome" (1979), "Otello" (1985), "Rigoletto" (1977) und "Parsifal" (1984). Vielleicht decken sich diese Angaben mit den Opern, die Du gehört hast.


    Während seiner Zeit als Dirigent an der Opéra National de Montpellier hat er die folgenden Opern aufgeführt, die von Radio France mitgeschnitten und auf CD veröffentlicht wurden: "La Risurrezione" (Alfano), "Macbeth" (Bloch), "L' Arlesiana" (Cilea), "Háry János" (Kódaly), "Salomé" (Mariotte), "Die Rheinnixen" (Offenbach), "Marion Delorme" (Ponchielli) und "La campana sommersa" (Respighi). Auch diese Aufstellung zeigt, was für ein versatiler Dirigent er war.


    Posthum gilt ihm mein Dank für die durchweg beglückenden Opernabende.


    LG


    Carlo

  • Bariton John Wegner gestorben, er starb am 19. November 2019.


    Der deutsch-australische Bariton John Wegner ist tot. Der Musiker starb im Alter von 69 Jahren am Parkinson-Syndrom.

    John Wegner wurde in Deutschland geboren, wurde jedoch nach dem Tod seiner Mutter von seinem Bruder in Australien aufgezogen. Dort studierte er am Victorian College of the Arts in Melbourne und war elf Jahre lang Teil der Australian Opera. 1992 wechselte er ans Badische Staatstheater Karlsruhe, ab 2000 war er an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf tätig. Bei den Bayreuther Festspielen trat Wegner ab 1997 ebenfalls regelmäßig auf, weitere Rollen übernahm er unter anderem in Berlin, Stuttgart, Oslo, Sao Paulo, Tokio, Mailand, London und Paris. In Deutschland beschäftigte er sich vor allem mit Heldenbariton-Rollen. 2016 wurde er in den Order of Australia erhoben.


    Bekannt wurde er für viele als Wotan, im Neuhold Ring....



    R.I.P. Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Sir Stephen Cleobury (1948-2019)

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    Wie ich gerade mit großem Bedauern lesen muss, ist Sir Stephen Cleobury CBE kurz vor Vollendung des 71. Lebensjahres nach langer Krankheit verstorben. Er leitete seit 1982 den weltberühmten King's College Choir. Erst im Juni wurde er für seine Verdienste um die Chormusik von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.


    Quelle: https://www.kings.cam.ac.uk/ne…tephen-cleobury-1948-2019


    R. I. P.

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Martin Geck * 19. März 1936 in Witten; † 22. November 2019 in Bochum,

    war ein deutscher Musikwissenschaftler.


    Bekannt durch zahlreiche Buch Veröffentlichungen über Musk, Biographien,usw.


    R.I.P. Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Der bekannte Pianist Dalton Baldwin *19.12.1931 starb am 12.12.2019 kurz vor Vollendung seines 88. Geburtstages an AIDS.


    Dalton Baldwin war ein US-amerikanischer Pianist. Er gewann zahlreiche Preise in Zusammenarbeit mit herausragenden Sängern wie Gérard Souzay , Elly Ameling , Arleen Auger, Josè van Dam und Jessye Norman.


    R.I.P. Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Der bekannte Pianist Dalton Baldwin *19.12.1931 starb am 12.12.2019 kurz vor Vollendung seines 88. Geburtstages an AIDS.

    Da muss ich jetzt direkt wieder an diesen absurden Fall von "Lückenpresse" denken, der mir bei der Lektüre heute morgen untergekommen ist:


    Zitat

    https://www.zeit.de/2019/48/do…st-lucas-debargue-pianist


    ... Der Amerikaner Scott Ross, der alle 555 Sonaten in den Jahren 1984/85 aufnahm, starb wenige Jahre später im Alter von nur 38 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung; ihm fehlte das Geld für eine Krankenversicherung. ...

    Hat nur noch das direkte Trump-Bashing und Werbung für Obama-Care gefehlt.

    Sport lässt Menschen besser aussehen - Wein aber auch.

  • Vielleicht kennen ihn noch weitere Taminos, etwa aus dem Raum Stuttgart:


    Dr. Vladislav Belikov ist offenbar plötzlich und unerwartet gestorben.


    Der Moskauer Chorleiter tingelte mit einem handverlesenen Sängerensemble (St.-Daniels-Chor) oft durch Deutschland und weitere Länder für Kirchen- und Seniorenheimkonzerte. RIP.

    Sport lässt Menschen besser aussehen - Wein aber auch.

  • Bild zu Opernsänger Peter Schreier gestorben

    Opernsänger Peter Schreier gestorben

    Der große Opernsänger und Dirigent Peter Schreier ist tot. Er starb am ersten Weihnachtsfeiertag im Alter von 84 Jahren nach langer Krankheit in Dresden,

    wie seine langjährige Sekretärin der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte.

    Zuerst hatten die "Dresdner Neuesten Nachrichten" darüber berichtet. Schreier galt als einer der führenden lyrischen Tenöre des 20. Jahrhunderts.

    Mit 65 hatte er nach Jahrzehnten voller Stress und Druck Abschied von Opern- und Konzertbühne genommen. Danach war er noch als Dirigent und Lehrer aktiv, bis es zu beschwerlich wurde für seine angeschlagene Gesundheit. Schreier plagten Rückenprobleme, er lebte mit Bypässen und war Diabetiker.


    R.I.P.

    CHRISSY

    Jegliches hat seine Zeit...

  • Ja, das ist wirklich ein Verlust, auch wenn es erwartbar war - früher oder später. Wenn das Ereignis dann aber eintritt, ist es immer "plötzlich und unerwartet".


    Der Tenor hat aber so viele schöne Tondokumente hinterlassen, dass er im Bewusstsein der Musikliebhaber weiterleben wird.

    Mir persönlich hat es immer wieder Gänsehaut beschert, wenn ich ihn in ganz bestimmten Opernrollen oder auch Liedern hörte.

    Andererseits habe ich immer wieder - in mich hineinlächelnd - konstatieren müssen, dass ich keinen Sänger kenne, dessen Name so krass im Gegensatz zur Schönheit des stimmlichen Ausdrucks steht.


    Peter Schreier ruhe in Frieden - uns wird die Erinnerung an ihn durch viele wunderbare Tondokumente leicht gemacht.


    :angel:

    .


    MUSIKWANDERER

  • Ja, heute kam im Radio in den 16 Uhr- Nachrichten die traurige Nachricht: Harry Kupfer ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Das ist ein schwerer Verlust für die Opernwelt. Kupfer zählte zu meinen absoluten Lieblings-Regisseuren. Schon vor Jahrzehnten haben mich als Schüler und Student seine Inszenierungen in Stuttgart begeistert. Und dann erst sein Bayreuther Ring von 1988. Der war ebenfalls allererster Güte. Kupfer war ein sehr moderner Regisseur. Heute dürften seine Regiearbeiten indes eher der gemäßigten Moderne angehören. Sein Konzepte waren stets aufregend, klug durchdacht und nachvollziehbar. Und in Sachen Personenregie war er ein wahrer Meister seines Fachs. Es ist schön, dass es von seinen Inszenierungen einige auf DVD gibt, neben dem bereits erwähnten Bayreuther Ring noch einen Ring aus Berlin, den Bayreuther Holländer von 1978, die Wiener Elektra und die Stuttgarter Soldaten - alles Meilensteine ausgezeichneter Regiekunst. Möge Kupfer in Frieden ruhen.


    Lustein

  • Ich fühle auch Trauer, und werde seine Fidelioinszenierung am 24. 5. 2020 in der Berliner Staatsoper nun umso intensiver erleben. Später werde ich vielleicht noch seinen faszinierenden Bayreuther Holländer von 1985 auflegen.


    Allen trotzdem einen guten Rutsch ins Neue Jahr.


    R.I.P.

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • Auch ich habe Harry Kupfer als einen der bedeutendsten Opern-Regisseure der Gegenwart sehr geschätzt, ich verdanke ihm einige meiner bewegendsten Oper-Erlebnisse. Er wird mir fehlen.

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Ich kann mich an ein paar seiner Produktionen in Frankfurt erinnern, vor allem den "Palestrina". Vor ein paar Jahren machte er noch das "Leben für den Zaren" mit John Tomlinson als Sussanin, sehr eindrucksvoll