Einmal im Leben Chef(dirigent): Welches Werk würde es sein?

  • :D


    loge, ich bin mir nicht sicher, ob ich den ring als EIN werk durchgehen lassen soll ... :pfeif:
    hatte schon erwartet, daß so etwas kommen wird ... :D

    --- alles ein traum? ---


    klingsor

  • Ich würde natürlich ein Werk nehmen, von dem es noch keine Einspielung gibt, etwa HUGDIETRICHS BRAUTFAHRT von Oscar Straus, aber nur mit einer mindestens adäquaten Besetzung.


    :hello: Rideamus

  • Hallo,


    Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Schubert: Sinfonie in h-Moll, D 759


    Hätte ich ja nicht erwartet... :D


    Ich würde gerne - wäre ich ein guter Dirigent vorrausgesetzt - "Le Sacre du Printemps" dirigieren. Eine ziemliche Aufgabe bei den umherspringenden Metren... :wacky:


    LG
    Raphael

  • Zitat

    Hätte ich ja nicht erwartet...


    Ich habe halt etwas gewählt, von dem ich ausgehe, daß ich es beherrschen würde.


    Zitat

    Eine ziemliche Aufgabe bei den umherspringenden Metren...


    Halb so wild, niemand wird Zeit haben, zu Dir zu schauen. :D

  • … eine schöne thread-Idee.


    Tja, und wenn ich wirklich träumen darf, dann mache ich es natürlich nicht ohne eine Aufführung, von der ich in meinem (nicht mehr ganz jugendlichen) Leichtsinn vermute, damit auch noch Chancen auf die Uraufführung selbigen Werkes zu haben und entscheide mich für das einem gewissen Alfred Schmidt gewidmeten


    Concerto per il Piano-Forte, BWV 92


    eines hierzuforum wohlbekannten Compositeurs, der seinen Künstlernamen lieber nicht genannt wissen will :D.
    - Selbstverständlich müsste dann auch eine CD-Einspielung gemacht werden :yes:


    LG, Elisabeth


  • ad 1: :] :] :] :] :] :]
    ad 2: 8o 8o 8o 8o (Haste dich da vertippt???)


    Was mich betrifft:
    Ganz klar die "Symphonie aus der Neuen Welt" (Nr.9) von Antonin Dvorak, und aus patriotischen Gründen natürlich mit den Philis! :] Am nächsten Tag gäbe es dann Spiegelei (ganz viiiiiiiele :D )mit Tomatenketchup......
    lg Severina :hello:

  • Hallo Severina,


    ich möchte mir doch nicht nachsagen lassen, dass ich nun gar nichts von AN halte. Daher habe ich sie typ-gerecht mit eingebaut. :yes::hahahaha:



    Herzliche Grüße
    von LT :hello:


  • :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:


    Sorry ich kann nicht anders.


    LG


    Maggie


    PS: Severina: Die neunte von Dvorák würde mir auch zusagen. Diese Sinfonie ist einfach nur zum niederknien. :jubel: :jubel: :jubel:

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  • Zitat

    Original von Armin Diedrich
    Ein Dirigent berichtet einem Freund: "Kürzlich hatte ich einen entsetzlichen Traum. Ich stehe vor dem Orchester und dirigiere die Eroica!" Der Freund frägt verdutzt: "Was war denn daran entsetzlich?" "Nun ja, als ich aufwachte, stand ich TATSÄCHLICH vor dem Orchester und dirigierte die Eroica!!"


    Den Witz kenn ich noch etwas kürzer und prägnanter:


    Ein Philharmoniker erzählt: "Neulich hab ich geträumt, wir spielen die Unvollendete von Schubert. Ich wach auf und... tatsächlich!"

  • Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Hallo Khampan, der Witz ist mir auf diese Art bekannt:


    Ich träumte, ich spiele den Parsifal.
    Und ich wachte auf und spielte den Parsifal.


    Wie wärs damit:


    Ich träumte, ich spiele den Parsifal.
    Und ich wachte auf und spielte den Parsifal - die anderen im Orchester allerdings die Unvollendete.. :wacky:


    :D


    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Zitat

    Original von Chorknabe
    Ich träumte, ich spiele den Parsifal.
    Und ich wachte auf und spielte den Parsifal - die anderen im Orchester allerdings die Unvollendete.. :wacky:


    Das war nicht zufällig ein Bratscher... ?(

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Ich glaube, dass ich mich wohl für Bruckners 8.te entscheiden würde, bietet sie doch eine fast unerreichte Gleichzeitigkeit aus Komplexität und Eingängigkeit, aus Einkehr und rasendem Jubel, und ist überhaupt ein musikalischer Seelenroman, durch den man viele Höhen und Tiefen nacherleben und gestalten kann, bis er schließlich in einem furiosen Finale mündet, das seines gleichen sucht.


    Ausserdem bietet diese Symphonie viel Gestaltungsraum für eine subjektive Interpretation und wäre ebenfalls gut geeignet, um sich -wenn gewünscht- in Szene zu setzen: der dritte Satz karajanesk mit geschlossenen Augen, das Finale mehr wie Bernstein. Yes! :D


    Wenn ich allerdings für die gloriose Erleichterung, auf die das Stück zuläuft, gerade nicht zu erwärmen wäre, würde ich wohl die 9.te von Mahler nehmen, die zum Ende hin mehr Spielraum lässt, da man sie eher wie einen Seufzer aufspielen lassen kann, der "aus der Stille in die Stille" geht und mit einem schon etwas verklärten Blick auf die Welt (Boulez, Abbado), ooooooder ... man kann sie so Berstein-like gestalten und am Ausgang des Hauses Rasierklingen verteilen. :stumm: ;)

    Wenn ich mir vorstelle, was es für Deutschland bedeuten würde, wenn die heilige Kuh zu uns käme, welches Glück und welcher Segen ginge von allgegenwärtigen heiligen Kühen aus!

  • Ein Wahnsinnsgedanke wäre es mal zu zeigen wo der Hase lang laufen sollte.


    Ich würde mich gerne für Schostakowitsch: Sinfonie Nr.5
    (oder auch gerne für eine andere Schostakowitsch-Sinfonie) entscheiden.
    Dazu wären umfangreiche Proben erforderlich um klar abzuschecken, was ich erwarte.
    Ein ernstes Wörtchen würde ich mit den Schlagzeugern reden und diese animieren gut gefrühstückt zu haben um hier absollut kraftvoll, präzise und ohne Zurückhaltung agieren zu können. Ich will diese Jungs klar und deutlich hören und nicht im Orchesterklang verschwommen wahrnehmen. Harte Schlägelköpfe sind bei den Pauken zu verwenden.
    ((Dabei wären leider die davor sitzenden Musiker zu bedauern. Aber was soll man machen ?))


    :] Dann würde ich dieses Werk mal so hören, wie ich mir diese vorstelle.
    ;) Tempomäßig wäre mein Vorbild an Kondraschin orientiert; von der Emotionalität an Roshdestwensky. Und wenn das Ganze aufgenommen wird, sollte die Klangqualität so TOP sein wie die Ashkenazy-Aufnahme.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallo!


    Bei mir ganz klar:


    Donizetti-LUCIA DI LAMMERMOOR


    Orchester: Wiener Philharmoniker
    Besetzung: weiß ich noch keine, aber am ehesten:
    Gruberova als Lucia
    Bruson als Enrico
    ??? als Edgardo [ich kenne zurzeit keinen Tenor, der das so hinkriegen würde, wie mir das gefällt :D]


    LG Joschi

  • Natürlich muß man für das Spielchen ausblenden, dass man selbst nicht dirigieren kann...


    Meine ersten Einfälle waren ebenfalls Beethovens 9. und dann Mahlers 9.


    Nach kurzem Nachdenken komme ich aber auf ein anderes überwältigendes, aber vermutlich noch problematischeres Werk, das extrem schwer umzusetzen sein dürfte:


    Beethoven: Missa solemnis


    Vielleicht hört man ja vom Pult aus alles, was man gerne hören würde, aber oft untergeht...


    :hello:


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

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  • "Fidelio" an der Wiener Staatsoper


    aus folgenden Gründen:
    Lieblings-Musical,
    Kommt es bis zum Abbruch der Veranstaltung
    oder werde ich als Neuentdecker der Musik Beethovens gefeiert?

    Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
    (aus "Sprechen Sie Fußball?")

  • Hallo,


    in meiner Jugend oder kurz danach kaufte ich mir ein teures Buch über die Technik und Kunst des Dirigierens. Es war ein Spleen von mir, einige Stücke mitzudirigieren, und zwar mit ziemlicher Ernsthaftigkeit und vollstem Gefühl. Meist, und schließlich nur noch, "dirigierte" ich Wagners Parsifal, wovon ich natürlich eine großseitige Partitur erwarb.


    Die Leidenschaft für den Parsifal ist bis heute nicht erloschen; sie äußert sich zwar nicht mehr so schwärmerhaft, aber nach wie vor mit innigem Gefühl (oder ist immer noch ein wenig Schwärmen dabei?).


    Wenn ich für fünf Stunden verzaubert würde und für diese Zeit die Fähigkeit des Dirigierens inne- sowie ein sehr gutes Orchester zur Verfügung hätte, würde ich sehr gerne den Parsifal dirigieren, am liebsten in Bayreuth.


    Gruß,


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • Bruckner IX.


    Aber ich würde darauf achten, dass keiner im Forum davon Wind bekommt.


    :pfeif:

    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon

  • Wenn man im 17. und 18. Jahrhundert zufällig Römischer Kaiser war, dann bekam man durchaus das Vergnügen, mal die Hofkapelle dirigieren zu dürfen. Prominenteste Beispiele: Ferdinand III., Karl VI. und v.a. Leopold I., der ziemlich oft den Taktstock schwang.
    Der Applaus war einem dann jedenfalls immer sicher. :D

    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Zitat

    Original von der Lullist
    und den Takt dazu schlagen mit einem barocken Taktstock :beatnik: :pfeif:


    Die Frage treibt mich eh schon länger um: Muss das Geklopfe nicht auf einer anspruchsvollen HIP-Aufnahme mit drauf sein?



    audiamus


    .


  • Das trifft den Threadtitel "Einmal im Leben..." ziemlich auf den Kopf... äh... Fuß... :pfeif:

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • eigentlich schon - denn irgendwie übernimmt der Stab ja fast die Rolle eines Instruments, ich hab es auch bisher nur einmal erlebt und fand das ganz und gar nicht störend.
    Denn wenn es das wäre, dann hätte man das wohl auch kaum so lange beibehalten.


    Erst nach dem Unfall ging man langsam dazu über den Takt nur noch anzudeuten, aber dennoch zu schlagen (der Stab wurde einfach gekürzt)


    bei Youtube gibt es eine Szene mit G. Depardieu (Tous les matins du Monde) da dirigiert er (als Marin Marais) den Marche pour la Céremonie des Turcs von Lully,
    das zeigt es ganz gut. (den Link darf man ja nicht setzen, aber das finden ist kein Problem)

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