Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2009)

  • und noch eine Nummer Vier :



    Anton Bruckner, Symphonie Nr 4
    London Philharmonic Orchestra, Klaus Tennstedt

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Habe soeben auf JPC beim Stöbern nach chinesischen Klängen diese CD
    entdeckt. Nach kurzem Reinschnipseln war ich doch angenehm überrascht! :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:



    Mit lieben Grüßen,
    Diotima. :hello:

  • und nun noch



    Benjamin Frankel, Symphonie Nr 2
    Queensland Symphony Orchestra, Werner Andreas Albert

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Zitat

    Original von Holger Sambale



    Die Fünfzehnte gehört zu seinen stärksen Werken. Ich verstehe ihren Titel ehrlich gesagt nicht ("Die Sinfonie selbst"?), aber das tut nichts zur Sache, weil das Stück einfach klasse ist.
    Viele Grüße
    Holger


    Hallo Holger,


    meine volle Zustimmung. Ein erstklassiges Werk eines vermutlich viel zu unbekannten Komponisten. Vielen Dank für diese exquisite Wahl! :yes:
    Deine CD müsste ich ich morgen, spätestens aber übermorgen abschicken können, zu den unpassendsten Momenten kommt meist etwas völlig Ungelegenes dazwischen - bei mir Bad-Amatur-Arbeiten, nachdem der Wasserhahn, beim Versuch ihn zu lösen, abgebrochen ist :rolleyes:


    :hello:
    Wulf

  • Bei mir heute Abend:


    Joseph Marx (1882-1964):
    Klavierkonzert Nr. 1 E-dur "Romantisches" 1916-19
    Jorge Bolet, Klavier; New York Philharmonic Orchestra, Zubin Mehta
    Aufnahme: Live, 04 & 05/1982


    Joseph Marx (1882-1964):
    Klavierkonzert Nr. 2 Es-dur "Castelli Romani" 1929/30
    David Lively, Klavier; Bochum SO, Steven Sloane
    ASV, 2004, 1 CD



    Theodor Berger (1905-1992):
    Homerische Symphonie für Alt, Bariton und Orchester 1946-48 (Konzertfassung)
    Aufnahme: Uraufführung der Wiener Staatsoper im Theater an der Wien, 1950


    :hello:
    Johannes

  • Sergej Rachmaninow: 3. Klavierkonzert



    Sergej Rachmaninow als Interpret seiner eigenen Klavierkonzerte ist immer des Hörens wert, weit weniger gefühlsbeladen als die meisten seiner Interpreten überzeugt er auch Hörer, die von der vielzitierten "russischen Seele" allenfalls dezente Andeutungen hören wollen. Eugen Ormandy ist ihm mit dem Philadelphia Orchestra ein getreuer Begleiter.


    Liebe Grüße Peter

  • Hallo Wulf,


    das ist natürlich kein Problem!


    Ich habe mich gerade hierdurch inspirieren lassen und folgendes Werk gehört:


    Janis Ivanovs (1906-1983)
    Sinfonie Nr.21 c-moll (1983, orch. Juris Karlsons)
    Lettisches NSO / Wassili Sinaiski


    Das ist also Ivanovs' sinfonisches Schlusswort. Die Sache ist, dass ich mir nicht ganz darüber im Klaren bin, wie viel davon Ivanovs nun selbst vollenden konnte und welchen Anteil sein Schüler Juris Karlsons besitzt. Zumindest für die Instrumentation muss letzterer zum Teil verantwortlich sein; so liest es sich auf den Seiten des Lettischen Musikinformationszentrums.


    Die Sinfonie ist ein Dreisätzer: aus den unerklärlichen, misteriösen unbegleiteten Klanglinien der langsamen Einleitung entwickelt sich ein impulsives Allegro - besonders charakteristisch die aufsteigenden c-moll-Dreiklangsbrechungen in den Blechbläsern. Am Ende beruhigt sich die Musik wieder, und die langsame Einleitung (übrigens in As-Dur, sozusagen der zweiten Haupttonart der Sinfonie) wird wieder aufgegriffen.


    Der zweite Satz beginnt mit einem klagenden a-moll-Akkord. Was folgt, ist eine Elegie, die von einer schnellen, aufgewühlten Passage wesentlich unterbrochen wird. Das Finale stellt schließlich noch einmal drängende Konflikte in den Vordergrund: hier wirken besonders die heroisch-monolithischen Akkordblöcke in den tiefen Lagen, die aus einer kurzen langsamen Einleitung gewonnen werden, sehr einprägsam. Am Ende wird noch einmal die langsame Einleitung des Kopfsatzes in Erinnerung gerufen, bevor ein lauter As-Dur-Akkord die Sinfonie zu einem abrupten Ende bringt.


    Ich halte es nicht für unmöglich, dass Karlsons im Schlusssatz eben nicht nur orchestriert hat, aber dies ist nur eine Vermutung. Auch so wirkt die Sinfonie auf mich sehr geschlossen. Die Kontraste zwischen Ruhe und unruhigem Vorwärtsdrang sind ungemein interessant, und auch der plötzliche Schluss wirkt vor diesem Hintergrund eigentlich sogar irgendwie konsequent - als ein Abbild der inneren Konflikte und Umschwünge des Stückes. Daher ist es für mich letzten Endes uninteressant, ob das nun "originaler Ivanovs" ist oder nicht - die Lösung überzeugt. Summa summarum eine Musik zwischen Introspektion und Auseinandersetzung mit der "Außenwelt", Innehalten und energischer Aktivität, Ruhe und Rastlosigkeit.


    Für mich ist das - obwohl die Tonsprache im Jahre 1983 alles andere als modern war - eine sehr zeitgemäße Musik, weil ihre Grundhaltung eben der Moderne zu entstammen scheint. Es mag ein wenig arg pathetisch klingen, aber für mich spiegelt diese Musik mit relativ konservativen Ausdrucksmitteln doch ein Stück weit das Leben in unserer Zeit wieder, oder zumindest ein Lebensgefühl, das ich persönlich nachvollziehen kann.


    Viele Grüße
    Holger


  • Hallo, Johannes!


    Ich besitze diese CD auch. Wie gefällt Dir das Konzert "Castelli Romani"? Ich finde es sehr stimmungsvoll, geprägt vom klanglichen Reiz eines Respighi. Den Wiedererkennungswert des "Romantischen" würde ich ihm aber nicht zubilligen.


    Besten Gruß, Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    (wäre schön, wenn wir uns da wöchentlich gegenseitig daran erinnern könnten...)


    okay - Du bist nächste Woche dran!


    :D

  • und wieder festkantaten von telemann . überraschend gut....


    bis auf den anfang von der tod ist verschlungen in den sieg (sehr merkwürdig gehetzte, fast witzig zu nennende motivik) :evil: scheint auch diese ziemlich gut zu werden.
    sehr schön das männerduett halleluja sei, mein jesu, dir gesungen' mit schönen pauken- und trompeteneinwürfen ... (hänssler)

    --- alles ein traum? ---


    klingsor


  • Soeben verklingt dieses Opus Magnum, Cassiodor schwer beeindruckt zurücklassend. Ein üppiges Mahl, aber nicht schwer verdaulich. Alle Mitwirkenden überzeugen. Die berühmte Ogden-Aufnahme kennt Cassiodor noch nicht, aber sie wird kaum so klangschön sein wie diese.

  • Guten Abend


    jetzt im Player:



    Johann Sebastian Bach


    Kantaten für Alt BWV 35, 54 & 170


    Mit Andreas Scholl (Altus) und dem Collegium Vocale Orchestre :jubel: :jubel:


    Das Ausnahmetalent Andreas Scholl meistert seinen Part stimmlich absolut souverän;
    ein Hörgenus, eine meiner liebsten Bacheinspielungen.


    Gruß :hello:


    aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Zitat

    Original von ThomasBernhard
    (wäre schön, wenn wir uns da wöchentlich gegenseitig daran erinnern könnten...)


    Serientermin im Outlook, und jeden Montag, wenn ich meinen PC hochfahre kenn ich die Aufgabe des Tages... :D

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Hallo Wolfgang,


    Zitat

    Original von WolfgangZ
    Ich besitze diese CD auch. Wie gefällt Dir das Konzert "Castelli Romani"? Ich finde es sehr stimmungsvoll, geprägt vom klanglichen Reiz eines Respighi. Den Wiedererkennungswert des "Romantischen" würde ich ihm aber nicht zubilligen.


    Wie beinahe alles, was ich bisher von Marx kennengelernt habe, gefällt mir auch 'Castelli Romani' sehr gut. Der Wiedererkennungswert ist für mich nicht unbedingt ein Kriterium für die Qualität einer Musik, jedenfalls empfinde auch ich die in diesem Konzert stärker hervorgehobene impressionistische Facette, die Anklänge an Respighi, Ravel usw. als äußerst reizvoll. :] :] :]



    Und nun noch I. Akt, 4.-7. Szene aus:


    Hans Pfitzner (1869-1949):
    Palestrina - Musikalische Legende in 3 Akten 1912-15
    Peter Schreier, Siegfried Lorenz, Ekkehard Wlaschiha, Fritz Hübner, Hans-Joachim Ketelsen, Peter-Jürgen Schmidt, Carola Nossek, Rosemarie Lang, Hermann Christian Polster, Reiner Süß, Henno Garduhn, Heinz Reeh, Günther Leib, Günther Kurth, Joachim Arndt, Bernd Zettisch, Peter Bindszus, Horst Gebhardt, Gerd Wolf, Fritz Heidan, Walter Naveau, Roman Trekel, Elvira Dreßen, Olaf Bär, Peter Menzel, Dario Süß, Andreas Schmidt, Brigitte Eisenfeld, Margot Stejskal, Adelheid Vogel, Uta Priew
    Chor der Deutschen Staatsoper Berlin, Staatskapelle Berlin, Otmar Suitner
    Berlin Classics, 1986/88, 3 CD



    :hello:
    Johannes

  • Zitat

    Original von Reinhard


    Serientermin im Outlook, und jeden Montag, wenn ich meinen PC hochfahre kenn ich die Aufgabe des Tages... :D


    Outlook? Was'n das...? Googlekalender schon eher... den kann man gleich verlinken und nur einer braucht den Termin einzugeben... das spart jede Menge Arbeit...


    :pfeif:


  • Wer das noch nicht kennt- ich kannte es bis eben auch nicht und bin hingerissen! :jubel: :jubel: :jubel:
    Mein Geburtstags-NochbessereLaune-Geschenk, gut gegen Ost-West-und Südwind .
    Danke :lips:

  • Hallo zusammen,


    Freitag erhalten und direkt gehört:


    Cleopatra
    von Isabel Bayrakdarian (Künstler)


    Eine schöne Werkzusammenstellung. Und auch wenn Isabel Bayrakdarian nicht vibratolos singt, was hier ja den einen oder anderen stört - mir gefällt's! :jubel: :jubel:


    Dann Abends im Konzert:



    Ein tolles Konzert! :jubel: :jubel: :jubel:
    Eiji Oue dirigierte übrigens das ganze Programm aus dem Kopf und faszinierte besonders bei der Zugabe (Eine Rhapsody eines japanischen Komponisten) mit einem recht wilden Tanz auf dem Dirigentenpodest inklusive einiger halbmeterhohen Sprünge!


    Samstag gehört:


    Edward Elgar (1857-1934)
    Symphonie Nr. 3
    (Fragment, vervollständigt von Anthony Payne)
    Künstler: Bournemouth SO, P. Daniel
    Label: Naxos , DDD, 99


    Klingt eindeutig wie Elgar, auch wenn Anthony Payne viel zu vervollständigen hatte. Hat Spaß gemacht ein mal zu hören, wie die dritte vielleicht in etwa hätte werden können! ;)
    Aber an die erste Symphonie kommt sie mir doch nicht ran. Klangtechnik übrigens sehr gut!


    Viele Grüße
    Frank

    From harmony, from heavenly harmony
    this universal frame began.

  • Endlich ist sie eingelangt


    Vor etwa einer Stunde gehört.....



    Eines sehr individuelle und gleichermaßen überzeugende Deutung.
    Mehr davon demnächst in einem der geeigneten Threads


    :jubel: :jubel: :jubel:



    mfg aus Wien


    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Zitat

    Original von Ulli
    Outlook? Was'n das...?


    Das ist das Ding, wo der Chef reinschreibt, wann er Dich sehen möchte. :(


    zum Thema:


    nachdem ich mich seit Neujahr vorwiegend im Barock tummle (Ob das ein Virus ist?), heute was vergleichsweise Modernes:


    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Heute mittag:



    Wer Johann Christians Sonaten (in Auswahl) auf dem Cembalo ansprechend interpretiert hören will, kann ruhigen Gewissens Mrs. Black vertrauen.

  • Lieber Johannes,

    Zitat

    Joseph Marx (1882-1964:Klavierkonzert Nr. 1 E-dur "Romantisches" 1916-19
    Jorge Bolet, Klavier; New York Philharmonic Orchestra, Zubin Mehta
    Aufnahme: Live, 1976:


    sorry, ich hätte es dabeischreiben sollen:
    es handelt sich um einen Zusammenschnitt der Aufführungen vom 29.4.- 4.5. 1982, nicht um eine Aufnahme der 1976er Premiere.


    :hello:


    Michael

  • Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    es handelt sich um einen Zusammenschnitt der Aufführungen vom 29.4.- 4.5. 1982, nicht um eine Aufnahme der 1976er Premiere.


    Oh, danke schön für die Richtigstellung!


    :hello:
    Johannes

  • Zitat

    Original von Reinhard


    Das ist das Ding, wo der Chef reinschreibt, wann er Dich sehen möchte. :(


    Ach, deswegen kenne ich das nicht...


    :beatnik: